Verfahren zur Herstellung einer. Mehrfachform und nach diesem Verfahren hergestellte Mehrfachform Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Mehrfachform aus einer mehr oder weniger grossen Anzahl von Einzelformen zum gleichzeitigen Giessen einer entsprechenden Anzahl von Hohl- oder Voll körpern aus plastischen Massen. Derartige Mehr fachformen werden beispielsweise in der Schokola- denindustrie verwendet, um in einem Arbeitsgang gleichzeitig eine Vielzahl von Hohl- oder Vollkörper zu giessen.
Die bisher bekannten Mehrfachformen bestehen beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial und wer den im Spritzgussverfahren unter Verwendung eines zweiteiligen Spritzgusswerkzeuges bekannter Bauart hergestellt. Eine solche Mehrfachform, wie sie bei spielsweise in Fig. 1 in schematischer Darstellung wiedergegeben ist besitzt quadratische oder recht eckige Form, weist einen zur Halterung und Befesti gung geeigneten Rahmen aus Kunststoffmaterial auf und mehrere Reihen von Einzelformen aus dünn wandigem Kunststoffmaterial, die entsprechend den herzustellenden Hohl- oder Vollkörpern gestaltet sind.
Eine solche Mehrfachform aus Kunststoff ist übli cherweise zweiteilig, wobei der Unterteil und der Oberteil beispielsweise -spiegelbildlich gestaltet sind und mit ihren Flachseiten beim Giessen ider Hohl- oder Vollkörper aufeinandergelegt und mittels geeig neter Spannrahmen zusammengepresst werden.
Es wurden auch bereits Mehrfachformen dieser Art vorgeschlagen, bei denen nach dem Aufeinanderle- gen von Unterteil und Oberteil ;die Hohlräume in nerhalb der Mehrfachform teilweise .evakuiert wer den, so, dass der äussere Luftdruck die beiden Form teile aufeinanderpresst und der Giessvorgang unter mehr oder weniger .hohem Vakuum durchgeführt wird (Schweizer Patent Nr. 412 547).
Zur Herstellung des Unterteils und des Oberteils einer derartigen, viele gleichartige Einzelformen auf weisenden Mehrfachform nach dem Spritzgussver- fahren sind Werkzeuge erforderlich, die nur unter erheblichem Kostenaufwand hergestellt werden kön nen.
Ein derartiges aus Matrize und Putrize beste hendes, zweiteiliges Spritzgusswerkzeug bedarf an den nach dem Zusammenfügen einander zugekehrten In nenseiten jeweils einer sorgfältigen Bearbeitung, da der Hohlraum zwischen ,den Innenseiten von Matrize und Patrize mittels des Kunststoffmaterials ausge spritzt wird und dementsprechend der Hohlraum in allen seinen Teilen genau der Gestalt der herzustel lenden Mehrfachform entsprechen muss.
Üblicher weise sind aber bei der in Frage kommenden In dustrie eine grosse .Anzahl verschiedenartiger Mehr fachformen .dieser Art notwendig, die beispielsweise je 20, 30 oder 40 Einzelformen aufweisen, wobei die Einzelformen jeweils der gewünschten Gestalt ider herzustellenden Hohl- oder Vollkörper entspricht. Angesichts der Vielzahl unterschiedlich gestalteter Hohl- oder Vollkörper ist eine entsprechende An zahl solcher Spritzgusswerkzeuge notwendig, die einen erheblichen Kostenaufwand bedingen.
Die Erfahrung mit derartigen Spritzgusswerkzeu- gen zur Herstellung von Mehrfachformen aus Kunst stoffmaterial in einem Stück hat gezeigt, dass ausser ,dem hohen Kostenaufwand auch ein weiterer Nach teil darin besteht, dass es Schwierigkeiten bereitet, .die Mehrfachformen so dünnwandig zu spritzen, wi dies für die Abkühlung bei der Herstellung (der Hohl- oder Vollkörper erwünscht äst.
Beim Ausgie ssen von .derartigen Mehrfachformen mit thermo plastischen Massen, beispielsweise mit erwärmter Schokolademasse, wäre ;es vorteilhaft, die Wandstärke der Mehrfachformen möglichst gering zu machen, damit die Abkühlungszeit nach erfolgtem Eingiessen der erhitzten Masse verringert werden kann.
Von dieser Abkühlzeit hängt einerseits die Anzahl der für einen kontinuierlichen Betrieb vorzusehenden gleichartigen Mehrfachformen, anderseits aber bei einer bestehenden Anlage idie stündliche Produktions leistung ab.
Die Wandstärke der nach dem Spritz gussverfahren hergestellten Mehrfachformen kann aber nicht in dem erwünschten Masse verringert werden, da die ,grosse Ausdehnung und die kompli zierte Gestalt der auszuspritzenden Hohlräume im Spritzgusswerkzeug dies nicht zulässt und bei zu ge ringer Wandstärke häufig Teile des Hohlraums nicht vollständig ausgespritzt wenden oder unbrauchbare nicht völlig plane Mehrfachformen mit inneren Span nungen entstehen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Vermei dung der obergenannten Mängel und betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Mehrfachform aus einer mehr oder weniger grossen Anzahl von Einzel formen zum gleichzeitigen Giessen einer beliebigen Anzahl von Hohl- oder Vollkörpern aus plastischen Massen.
Gekennzeichnet ist :das Verfahren .dadurch, ,dass in einem ersten Arbeitsvorgang :eine entspre chende Anzahl von Einzelformen hergestellt wird, die dann in einer Halterung mit gegenseitigem Ab stand entsprechend der Anordnung in der herzu stellenden Mehrfachform fixiert werden, woraufhin in einem zweiten Arbeitsvorgang die Lücken zwi schen den Einzelformen ausgegossen und eine aus einem Stück bestehende,
sämtliche Einzelformen ent haltende Mehrfachform geschaffen wird.
Die Erfindung betrifft ferner eine Mehrfach- form zum gleichzeitigen Giessen einer entsprechenden Anzahl von Hohl oder Vollkörpern aus plastischen, aushärtbaren Massen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrfachform aus einer entsprechenden Anzahl von Einzelformen besteht, die in ,der Mehrfachform eingelassen sind und unlösbare Teile derselben bil den.
Die Erfindung ist nachstehend in einigen Aus- führungsbeispielen anhand der Fig. 1 bis 7 näher er läutert. Von diesen zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Aus- führungsbeispiels des Unterteils einer Mehrfachform in bisher üblicher Bauweise, also nicht nach dem vorliegenden Verfahren hergestellt, Fig.2 eine Seitenansicht eines Ausführungsbei spiels der Einzelform, wie sie für das vorliegende Verfahren verwendbar ist,
Fig.3 den Grundriss eines Ausführungsbeispiels der Halterung zum Zusammenfügen. mehrerer Einzel formen, Fig. 4 einen Querschnitt .durch den Unterteil und:
Oberteil der Halterung mit eingelegten Einzelformen vordem Ausgiessen der Zwischenräume, Fig. 5 und 6 einen Grundriss bzw. Längsschnitt eines weiteren Ausführungsbeispieles ,einer Halterung für Einzelformen und -einen vorfabrizierten Rahmen, Fig. 7 den ,
Längsschnitt einer in der Halterung nach Fig. 5 und 6 hergestellten Mehrfachform.
üblicherweise wind bei Mehrfachformen zum gleichzeitigen Giessen einer Vielzahl von Hohl- oder Vollkörpern aus plastischen Massen, beispielsweise aus einer erwärmten Schokoladenmasse, ein Unter teil und ein hierzu entsprechend ausgestalteter Ober teil verwendet, welche beiden Teile mit ihrer Flach seite aufeinandergelegt und beim Giessvorgang zu sammengepresst werden.
Zur Herstellung von Hohl körpern wird dann in bekannter Weise eine gewisse Menge der erwärmten plastischen Masse in jede der einen geschlossenen Hohlraum bildenden Einzelfor men eingebracht und idie zusammengepresste Mehr fachform in einer Schleudervorrichtung derart be wegt, dass sich die flüssige Masse längs der Innen oberfläche der Einzelformen verteilt und dann er starrt, ;so dass nach einer entsprechenden Abkühl- zeit die beiden Teile der Mehrfachform geöffnet und die fertigen Hohlkörper aus den Einzelformen entnommen werden können.
Ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Mehr fachform ist in Fig. 1 in ider bisher üblichen Bau weise dargestellt, wobei der Deutlichkeit halber die vordere Ecke der Form herausgeschnitten gezeichnet ist. Eine derartige Mehrfachform hat beispielsweise rechteckige Gestalt und besteht hier aus .einem Rah men 10, der rings um die Form verläuft, sowie aus einer Anzahl von Einzelformen 11<I>a,</I> 11<I>b,</I> 11c, 11d<B>....</B> die hier beispielsweise als muldenförmige Hohlräume dargestellt sind.
Die muldenförmigen Einzelformen 11 besitzen eine relativ dünne Wand stärke und bilden zusammen mit dem äusseren Rah men 10 einen einheitlichen Kunststoffkörper, der in einem Spritzgussvorgang hergestellt ist.
Die Ober seite der Mehrfachform bildet eine eventuell ge schliffene glatte Ebene, in der die Mulden .der Ein- zelformen l 1a.. .11b eingelassen sind, und ausserdem ,ein rings um den Rand verlaufender ,halbrunder Kanal 12, der mit einem Mittelkanal 13 in Ver bindung isteht. Ausserhalb des Kanals 12 ist ausser- idem eine hier beispielsweise als runde Gummischnur bezeichnete Dichtung 14 in die Oberfläche des Ran des halb eingelassen.
Dem in Fig. 1 dargestellten Unterteil der Mehrfachform entspricht ein hierzu ispiegelbildlich ausgestalteter Oberteil, der aber keine Dichtung 14 aufweist, sondern lediglich eine ent sprechende halbrunde R711e besitzt. Beim vorliegen den Ausführungsbeispiel wenden die beiden Teile ,der Mehrfachform aufeinandergelegt und dann über .die Kanäle 12 und 13 der Innenraum der Mehrfach form einschliesslich den Mulden der Einzelformen evakuiert,
so @dass der äussere Luftdruck die beiden Mehrfachformteile zusammenpresst. Die Einzelheiten ,der Bauart einer derartigen Mehrfachform sind in der obengenannten schweizerischen Patentschrift näher beschrieben Zur Herstellung einer Mehrfachform, etwa der oben anhand von Fig. 1 beschriebenen Bauart, oder aber auch ariderer bekannter Bauarten, aus Spritz- gussmaterial,
wird üblicherweise das bekannte Spritz gussverfahren unter Verwendung von meist zweitei ligen Spritzgusswerkzeugen benützt. Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, idass Spritzgusswerkzeuge zur Herstel lung derartiger ausgedehnter Mehrfachformen in einem Stück eine hohe Präzision und grossen Kosten aufwand bedingt.
Nach dem vorliegenden Verfahren kann auf sol che komplizierten Spritzgusswerkzeuge verzichtet wer den, indem zunächst in einem ersten Arbeitsvorgang z. B. aus einem entsprechend einfacheren Spritz gusswerkzeug eine genügende Anzahl von Einzel formen der gewünschten Gestalt hergestellt wird, die dann in einer Halterung mit gegenseitigem Ab stand entsprechend der Anordnung in der gewünsch ten Mehrfachform fixiert werden, woraufhin in einem zweiten Arbeitsvorgang die Lücke zwischen,den Ein zelformen ausgegossen und so ,eine ebenfalls aus einem Stück bestehende,
aber sämtliche Einzelfor men enthaltende Mehrfachform geschaffen wird.
Die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der im ersten Arbeitsvorgang herzustellenden Einzelformen, die dann in einer Halterung in der aus Fig. 3 ersichtli chen Anordnung fixiert werden.
Die Einzelformen gemäss Fig. 2 besitzen hier beispielsweise einen recht= eckigen Rand 15, .der mit dem muldenförmigen Bodenteil 16 die .eine Hälfte einer Einzelform zur Herstellung kissenartiger Hohl- bzw. Vollkörper bil det. Rings um den Rand 15 verläuft ein schmaler Steg 17. Ferner ist an dien vier Ecken des Randes 15 je ein aufwärts ragender Zapfen 18 vorgesehen.
Einzelformen ider anhand von Fig. 2 beschriebe nen Bauweise lassen sich aus relativ einfachen Spritz- gusswerkzeugen und unter Verwendung kleiner Spritz gussmaschinen ohne jede Schwierigkeit in grossen Stückzahlen .aus Kunststoffmaterial herstellen.
Die geringe Ausdehnung und die relativ einfache Gestalt derartiger Einzelformen ermöglicht für den mulden artigen Teil 16 sehr dünne Wandstärken, wie dies wie oben bereits erläutert - bei ider Verwendung der späteren Mehrfachformen erwünscht ist.
Eine entsprechende Anzahl von Einzelformen ge mäss Fig.2 wird nunmehr, ,unter Einhaltung eines gewissen gegenseitigen Abstandes, in einer Anord nung gemäss der herzustellenden Mehrfachform in einer geeigneten Halterung fixiert. In einem Aus führungsbeispiel gemäss Fig. 3 besteht die Halterung hier aus einer ebenen Grundplatte 19 aus Stahl, die an entsprechenden Stellen Bohrungen 20 zur Aufnahme der vier Stifte 18 jeder Einzelform be sitzt.
Die Einzelformen werden, mit der Mulde 16 nach oben, auf diese Platte 19 aufgelegt, so dass die Stifte 18 in die entsprechenden Bohrungen 20 passen, wo durch die Lage jeder Einzelform relativ zu den da neben bzw. darunter angeordneten weiteren Einzel formen fixiert ist. In Fig. 3 ist diese Grundplatte 19 mit drei derart aufgelegten Einzelformen und den vier Bohrungen 20 für (die Stifte 18 der vierten-auf- zusetzenden Einzelform dargestellt.
Nach dem Auf setzen der Einzelformen auf .die Grundplatte 19 wird eine Deckplatte 21 auf die relativ zueinander fixierten Einzelformen gesetzt, wie dies in Fig.4, einem Querschnitt durch,die Fig. 3 längs ider Schnitt ebene A-A, schematisch dargestellt ist. Die Deck platte 21 ist mit entsprechenden Ausnehmungen 22 versehen, so dass beim Zusammenpressen von Grund platte 19 und Deckplatte 21 nur die Ränder 15 der Einzelformen,
nicht aber die muldenförmigen Teile 16 derselben festgehalten werden. Zwischen einander zugekehrten Rändern 15 benachbarter Einzelformen entsteht ein durch die Grundplatte 19 und die Deck platte 21 seitlich begrenzter Kanal 23, in welchen die Stege 17 .der betreffenden Ränder 15 hineinragen.
In einem zweiten Arbeitsvorgang werden nun ,die sämtlichen Kanäle 23 zwischen den gegenseitig fixierten Einzelformen in der Halterung ausgegossen, vorzugsweise nach dem Spritzgussverfahren und un ter Verwendung des gleichen Kunststoffes, der zur Herstellung der Einzelformen selbst gedient hat. Das Ausgiessender Kanäle 23 .bewirkt dann, dass aus den sämtlichen Einzelformen eine unlösbar zusammen hängende Mehrfachform geschaffen wird.
Das Aus giessen .der Kanäle 23 ist relativ einfach und selbst das Auftreten von kleineren Luftblasen und ähnlichen Fehlern macht die entstehende Mehrfachform nicht ,unbrauchbar, da idie Masshaltigkeit der Mehrfach- form hierdurch nicht nachteilig beeinflusst werden kann, denn dieselbe ist lediglich bestimmt durch die Genauigkeit der Einzelform und deren richtige Fi xierung innerhalb der Halterung.
Beim Ausgiessen muss aber gewährleistet werden, .dass ein Material verwendet wird, welches nach. dem Erkalten keine unerwünschten mechanischen Spannungen in der ge schaffenen Mehrfachform verursacht.
In dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungs beispiel einer Halterung aus .der Grundplatte 19 und der Deckplatte 21 ist vorgesehen, .dass auch ider die Mehrfachform umschliessende äussere Rand zu sammen mit dem beschriebenen zweiten Arbeitsvor gang, also dem Ausgiessen der Kanäle 23 zusammen erfolgt.
Hierzu ist in der Deckplatte 21 eine ent sprechende Ausnehmung 24 für den verstärkten Au ssenrand vorgesehen und die Grundplatte 19 en ider betreffenden Stelle mit zwei Rippen 25 bzw. 26 aus gestattet.
Der auf diese Art gebildete Kanal 27, der einseitig vom Rand 15 der äussersten Einzelfor men begrenzt ist und in den der Steg 17 dieses Ran des 15 hineinragt, wird zusammen mit dem Kanal 23 ausgegossen, vorzugsweise ebenfalls nachdem Spritz- @gussverfahren und mit dem gleichen Kunststoffma- terial, wie es bei der Herstellung der Einzelformen verwendet wurde.
Nach dem Ausspritzen der Kanäle 23 und 27 kann die aus der Grundplatte 19 rund der Deck platte 21 bestehende Halterung auseinandergenom men und die Mehrfachform herausgenommen wer ,den, die aus einer entsprechenden Anzahl gleicher Einzelformen besteht, welche in der Mehrfachform eingelassen sind und unlösbare Teile derselben bilden.
üblicherweise werden dann die aus der Oberseite der Mehrfachform. herausstehenden Stifte 18 an den Rändern der Einzelformen abgeschnitten, was ohne Schwierigkeiten möglich ist, und gegebenenfalls diese Oberseite der Mehrfachform abgeschliffen, um zu gewährleisten, :dass dieselbe eine ebene Fläche bildet.
Falls erwünscht, kann die Fixierung der Einzel formen in der Halterung auch mittels Stiften 18 er folgen, die nicht, wie in Fig. 2 angegeben, vom Rand 15 aus nach aufwärts ragen, :
sondern .auf der Unter seite des Randes 15 vorgesehen sind. Dann erfolgt die Fixierung .der Einzelformen in ider Halterung nicht mehr in der Grundplatte 19, sondern mittels entsprechender Bohrungen in der Deckplatte 21.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ;der Einzelformen und der Halterung wird dann die mit Bohrungen und Ausnehmungen versehene ,Platte 21 als Grundplatte verwendet und eine ebene Stahlplatte 19 als Deck platte benützt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel kann. dann nach Fertigstellung der Mehrfachform auf die Beseitigung der Stifte 18 verzichtet werden, und gegebenenfalls wird auch ein Abschleifen der Ober seite unnötig, da die Stahlplatte 19 keine Uneben heiten aufweist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Hal terung zur Herstellung von Mehrfachformen nach dem vorliegenden Verfahren zeigen die Fig. 5 und 6. Hierbei werden Einzelformen verwendet, die ähnlich wie jene der Fig. 2 :ebenfalls mit einem Rand 28 und einem seitlichen, dünnwandigen Steg 29 hieran versehen sind.
Der Rand bildet hier mit der eiförmi- gen Einbuchtung 30 die eigentliche Form, die zur Herstellung eiförmiger Hohl- und Vollkörper .be- stimmt ist. Auf der Unterseite des Randes 28 ist jede Einzelform mit vier nach unten gerichteten Stiften 31 versehen.
Die Halterung besteht hier aus einer Grundplatte 32, in welcher geeignete Ausneh- mungen 33 und je vier Bohrungen 34 für die Fi xierung jeder Einzelform vorgesehen sind.<B>Auf</B> dieser Grundplatte 32 werden, wie in Fig. 5 angedeutet,
die Einzelformen mit Hilfe ider Stifte 31 und der ihnen entsprechenden Bohrungen 34 mit nach unten gerich- teter Mulde 30 in einer Anordnung fixiert, die der herzustellenden Mehrfachform entspricht. Ausserdem ist beim,
vorliegenden Ausführungsbeispiel die Grund platte 32 aber noch mit Bohrungen 35 und einem Absatz 36 versehen, die beide zur Fixierung eines vorfabrizierten Randes 37 dienen, der die herzustel lende Mehrfachform umschliessen soll.
Nach der Fikierung einer entsprechenden Anzahl von Einzelformen und des vorfabrizierten Rahmens 37 auf der Grundplatte 32 wird die Halterung mit einer ebenen Deckplatte 38 versehen, die aus dem Längsschnitt gemäss Fig. 6 ersichtlich ist.
Wie be reits bei der Halterung gemäss Fig.3 und 4 be schrieben, entstehen auch ,hier in den Lücken zwi- Gchen benachbarten Einzelformen die Kanäle 39, in welche die Stege 29 der sie begrenzenden Ränder 28 hineinragen.
Der vorfabrizierte Rahmen 37 ist ebenfalls mit einem dünnwandigen Steg 40 verse hen, der in einen entsprechenden Kanal 41 hinein- ragt, der von dem Rand 37 einerseits und (dem ent sprechenden Rand 28 der äussersten Einzelform ge bildet wind.
Die Einzelformen und der Rand 37 werden beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in einem ersten Arbeitsvorgang in getrennten Werkzeugen hergestellt, vorzugsweise unter Verwendung von Kunststoffma terial nach dem Spintzgussverfahren. In einem zwei ten Arbeitsvorgang werden dann die Kanäle 39 und 41 der Halterung nach Fig. 5 und 6 ausgegossen,
vor- zugsweise ebenfa'äs gemäss einem Spritzgussverfahren unter Verwendung der gleichen Matierialien wie für die Einzelformen und den Rahmen 37.
Auf diese Weise entsteht idann eine Mehrfach form, die in Fig. 7 im Schnitt dargestellt ist. Diese besteht aus dem Rahmen 37 und einer entsprechen den Anzahl von Einzelformen, welche sämtlich durch .die beim Ausspritzen der Kanäle 39 bzw. 41 ent standenen Verbindungsstücke 42 bzw. 43 ein ein heitliches Ganzes bilden.
Bei dem oben beschriebenen Verfahren zur Her stellung von Mehrfachformen ist besonders vorteil haft, dass die Halterung zur Durchführung des<I>zwei-</I> ten Arbeitsvorgangs in gleicher Ausführung für eine grosse Anzahl unterschiedlich gestalteter Einzelfor- men verwendbar ist. Die Einzelformen müssen nur bezüglich ihres Randes 15, der dünnwandigen Stege 17 und der Lage der Zentrierstifte 18 verei'nhehlicht werden, was unabhängig von der nach den herzu stellenden Hohl- bzw.
Vollkörpern sich richtenden Gestalt der jeweiligen Einzelform möglich ist. Ausser dem .erfordert .die zweiteilige Halterung für das vor liegende Verfahren keine sehr kostspielige Bearbei tung,
@da lediglich die Lage der Bohrungen für die Aufnahme der Zentrierstifte der Einzelformen für die Präzision der herzustellenden Mehrfachform aus schlaggebend ist. Während also bei dem früher üb- lichen Herstellungsverfahren der Mehrfachformen in nur einem Arbeitsvorgang das ganze, komplizierte und kostspielige Sprstzgusswerkzeug unbrauchbar wurde, wenn,
Mehrfachformen für anders gestaltete Hohl- bzw. Vollkörper herzustellen waren, ermög licht das vorliegende Verfahren die Beibehaltung der zweiteiligen Halterung und macht lediglich die Anfertigung eines sehr viel einfacheren Spritzguss- werkzeuges für Einzelformen in der gewünschten Gestaltung notwendig.
Sowohl bezüglich der Her- stellungskosten für ;die Werkzeuge als auch im Hin blick auf den viel geringeren Zeitaufwand beim Übergang zu neuen Formen für idie Voll- bzw. Hohlkörper ist das vorliegende Verfahren dem bis- herigen Herstellungsprozess von Mehrfachformen weitgehend überlegen.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Mehrfachformen in zwei Arbeitsvorgängen ist oben für die Verwendung des bekanntenRTI ID="0004.0216" WI="20" HE="4" LX="1738" LY="2473"> Spritzgussver- fahrens unter Benützung thermoplastischer Kunst- stoffmaterialien für (den ersten und den zweiten Arbeitsvorgang beschrieben. Das Verfahren ist na türlich keineswegs hierauf beschränkt.
Vielmehr b.e- steht auch die Möglichkeit, Einzelformen, wie sie gemäss dem vorliegenden Verfahren zur Herstellung einer Mehrfachform im zweiten Arbeitsvorgang be nötigt werden, anders als mittels des Spritzgussver- fahrens herzustellen. Beispielsweise können die Ein zelformen, falls erwünscht, aus geeigneten Kunst stoffen oder Metallen durch einen Press- oder Tief ziehvorgang hergestellt werden.
Zweckmässigerweise bestehen zwar die Ränder 15 aus dem gleichen Ma terial wie etwa die Mulde 16 bei einer Einzelform gemäss Fig. 2, jedoch können die dünnwandigen Stege 17, falls erwünscht, aus einem anderen Material her gestellt und während des Press- oder Ziehvorgangs mit dem Rand 15 vereinigt werden.
Auch die Zen trierstifte 18 müssen nicht aus dem gleichen Material wie ,der Rand 15 bestehen und können in denselben eingepresst oder anderweitig mit demselben fest ver bunden werden. Solche Einzelformen aus beliebigen Materialien können in gleicher Weise, wie oben an hand ider Fig. 3 rund 4, bzw. 5 und 6 beschrieben, unter Verwendung einer geeigneten Halterung und durch Ausgiessen oder Ausspritzen der Lücken zwi schen den Einzelformen zu einer fest zusammenhän genden Mehrfachform umgestaltet werden.
Das zum Ausgiessen oder Ausspritzen der Lücken verwendete Material muss natürlich dem Material der Einzel formen angepasst werden, damit eine unlösbare Ver einigung der Einzelformen zu d er gewünschten Mehr fachform erzielt wird. Bei Verwendung von Einzel formen aus Metall kann beispielsweise das Ausgie ssender Kanäle zwischen den Einzelformen auch mit Metall erfolgen, beispielsweise unter Verwendung dies bekannten Leichtmetall-Spritzgussverfahrens.
Ebenso wie die Einzelformen kann auch .der äu ssere Rahmen für die Mehrfachform aus .einem be liebigen, geeigneten Material bestehen, beispielsweise aus gegossenem oder .gezogenem Metall, etwa aus Aluminium, wobei geeignete Profile benützt werden können, um die Stabilität und dass Gewicht des Rahmens zu erhöhen, falls dies erwünscht ist. Es können auch Rahmen aus Kunststoffen mit einem Metallkern geeigneter Gestalt verwendet werden.
Die oben anhand der Fig. 1 bis 7 beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen eine zweiteilige Mehr fachform dar, die zum Evakuieren geeignet ist, wie in der obergenannten schweizerischen Patentschrift näher beschrieben.
Natürlich ist dass vorliegende Ver fahren und die darnach herzustellende Mehrfach form nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr können alle Varianten solcher Mehrfach formen, die eine mehr oder weniger grosse Anzahl gleichartiger oder auch verschiedenartiger Einzel formen aufweisen, nach dem beschriebenen Verfah- ten hergestellt werden.
Das vorliegende Verfahren und idie damit herge stellte Mehrfachform ist natürlich nicht auf zwei teilige Mehrfachformen mit ,spiegelbildlich gestalte tem Unterteil und Oberteil beschränkt.
Es kann auch für zweiteilige Mehrfachformen mit unterschied lich gestaltetem Unterteil .und Oberteil verwendet werden sowie für einteilige Mehrfachformen, wie säe beispielsweise zur Herstellung von Tafeln und anderen Massivkörpern in der Schokoladeindustrie verwendet werden;
bei derartigen einteiligen Mehr fachformen kann es besonders vorteilhaft sein, die Rahmen aus Metall oder mit einem Metallkern herzustellen, um der Form das für den Vibrierpro- zess beim Einfüllen der Schokoladenmasse erwünschte höhere Gewicht zu verleihen.