CH417422A - Fadenführungs-Einrichtung für Aufwärtszwirnmaschinen - Google Patents
Fadenführungs-Einrichtung für AufwärtszwirnmaschinenInfo
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Description
Fadenführungs-Einrichtung für Aufwärtszwirnmascinen
Bekanntlich wird bei Aufwärtszwimmaschinen der Drall im Material dadurch erzeugt. dass die Ablafspule in Dreghung versetzt winrd und gleichzeitig das Material kontinuierlich von ihr abgezogen wird.
Der Antrieb der die Ablaufspulen tragenden Spindeln erfolgt dabei in den meisten Fällen mittels Antriebs- bändern oder -riemen. Diese Arbeitsweise ist sehn Rtionell, da die Arbeitsgeschwindkgkeit, insbesondere bei i höherem darll, nur durch die höchs, tmögliche Spindeldrehzahl begrenzt wind'. Dabei ergibt sich jedoch, der.
Nachteil, dass beim Spulenwechsel, wenn also die Ablaufspindel stillgesetzt war und zum neuen Arbeitsgang wieder in Umlauf gebracht wird, die maximale Spindeldrehzahl nicht sofort erreicht wird, sondern das Antriebsband zunächst auf dem Spindel- wirtel gleitet und die Spindeln erst nach und nach auf ihre volle Drehzahl kommen, Im Gegensatz dazu hat die Liefergeschwindigkeit infolge des zwangsläufigen Antriebes, der meist über Zahnradgetriebe erfolgt, sofort den vollen Wert.
Wähnend dieser Anlaufzeit entsteht. deshalb Zwirn, dessen Drall nicht den vorgeschriebenen Wert hat und der in der Weiterverarbeitung fehlerhafte Ware venursachen wünde. Dieses Fadenstück muss deshalb vor der Bewicklung der Aufwindespule abgesondert wenden. Das geschieht in den meistre, Fällen dadurch, dass man den Faden zunächst ausserhalb der eigentlichen Bewicklungszone zweckmässiger- weise neben die Hülse auf den Hülsenträger aufwin det, so dass der fehlerhafte Zwirn nach Fertigstellung den Aufwindexpulen leicht beseituge werden kann.
Die Länge dieses Fadens, der dabei als Produktionsverlust ausgeschieden wird, bangt dabei vom m Zufall ab und wird'in den meisten Fällen überdimensioniert sein, weil. man ganz sicher sein will, dass die Spule nur einwandfreien Zwirn enthält.
Da nun durch die Fordemng nach immer grösse- nen knotenfreien Längen die Ablaufspulen entsprechend hohe Gewichte haben und sich infolge. des, dadurch bedingten ; höheren Trägheitsmomentes die Anlaufzeit der Spindel verlängert, wird es immer schwieriger, die Grenze zweischen fehlerhaftem und einwandfreiem Aterial Festzustellen. Ausserdem, muss das Bedieimmgspersonal länger warten, bis es die Zwimstelle zur produktion freigeben kann. Um diese Zeit zu überbrücken, hat man schon versucht, den ! Übergang zwischen dem Aufwinden des fehlerhaften Materials und der eigentlichen Bewicklung der Spule e selbstträtig ohne das Bedennaunspersonal ausführen zu lassen.
Zu diesem Zweck hat man dem Spulenträger neben der von ihm getrageren Hülse mit einer Umfangsrille verseben, in die der Fahen unter Umgehung des Changierfadenführers einge Führ wird. Diese Rille mus, s so tief sein,, dass sie auch bei gröberem material die hgesamte fehlerhalfte Fadenlänge aufnehmen kann. nach. dem Auffüllen der Rille kann der zulaufende Fades dann : nach, der Spulenmitte verlaufen und wird durch Selbsteinfädelung vom Changierfadenfiihrer erfasst, worauf die Bildung des Bewickungskörpers beginnt. Bei dieser Arbeitsweise kommt aber, insbesondere bei dünnerem Zwirn, sehr viel einwandfreies Material in den Abfall, weil es hierbei länger dauert, bis die Rille gefüllt ist und der Faden in die Arbeitsstellung überläuft.
Ausserdem will man nach dem Absondern des fehlerhaften Verlustmeterials vor. dem Beginn der Eigentilichen Bewicklung gern in einer besonderen spru am Hülsenrand noch einige Windungen (Rcser- vewindungen)voneinwandfreiemMaterialaufbrin- gen,, das bei. der Weiterverarbeitung zum Anknüpfen dient. Dies ist aber bei der Arbeitsweise mit, der von genannten Umfangsrille auf dem Hülsenträger nicht möglich, weil der Faden hierbei nach dem Verlassen der Rille sofort in die eigentliche Bewicklungszone übergeht.
Die Erfindung betriffrt eine Fadenführungseinnichtung für Aufwärtszwirnmaschinen, welche das Ausscheiden von fehlerhaft gezwirnten Fadenlängen durch Aufwinden seitlich neben der Hülse ermög- licht, ohne dass lhre Anwendbarkeit durch Nachteile der dargelegten Art beschränkt ist. Das Wesen, |dieser Einrichtung besteht darin, dass sie einen entspre- chend seitlich angeordneten Fadenführer enthält, der den von Hand einzulegenden Faden nach Ablauf einer Verzögerung, entsprechend dem Aufwinken einer vorgebbaren Fadenlänge, selbsttätig in Riche tung auf die Hülse freigibt.
Diese enfindungsgemässe Einrichtung ktann in weiterer Ausbildung durch einen ähnlichen zweiten Fadenführer ergänzt sein), den den von dem gonanin- ton ersten Fadenführer freigegebenen Fadem zur Bil dung von Reservewindungen kurzzeitig neben der eigentiliceh Bewicklunszone zurückhätl und soldann zur Erfassung durch den Changierfaddenführer frei0gibt.
Die Zeichnung zeigt ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer Fadenführungs-Einrich tung nach der Erfindung, und zwar zeigt Fig. 1 diese Einrichtung beim Ausschneiden des s Fehlerhalft ge zwirnten Fadenfangs in eine Umfangsiille des Hül- senträgers, Fig. 2 beim Aufbringen, von Resorvewini- dungen auf die Hülse neben der Bewicklungszone und Fig. 3 beim Bilden des Wickelkörpers. Fig. 4 zei, gt die beideu Fadenführer im vengrösserterrP Massstab.
Die Fig. 1 bis 3 lassem das Lieferwerk einer Auf- Wärtzzwirnmaschine erkennen. Der von der Ablaufspule kommende Faden 1 wird, durch eine nicht dar- gestellte Fadenöse gefiiht und, schlies, slich. auf die Hülse 4 aufgewund'en. Diese ist auf dem Hülsenträger 5 aufgeschoben, liegt mit diesem auf dem angetriebe- nen Lieferzylinder 6 auf und wind von diesem durch Reibung gleichfalls in Drehung versetzt. Der Hülsen- träger 5 weist in an sich bekanntr Weise eine Um fangsrille 5'auf.
Von der Welle des lieferzylinders 6 aus wird über ein ZahnTadgetmebe 7, 8, 9 und 10 eirre parallel zum Lieferzylinder verlaufende Welle 11 angetrieben. Auf dieser Welle ist als erster Fademführer eine Schraube 12, angeordnet und als zweiter Fadenführer eine Schraube 13, die eine geringer, e Anzahl von Schrau- bengänigen aufweist als die erste.
Zu Beginn, der Bewicklung, also nach dem Anlauf der Abwickelspule, wind der Faden 1 aussen an der Schraube 12 eingelegt und läuft von dort in die Rille 5'des Hülsenträgers 5 (Fig. 1). Durch Drehung der Schraube 12 wandert der Faden nach innen und wird schliesslich von der letztem Schraubenwindung freige- geben. Das Übersetzungsverhältnis des Getriebes 7... 10 ist veränderbar und jeweils so gewählt, dass die Friegabe erst erfolgt, nachdem die Ablaufspindel ihre volle Drehzahl erneicht hat.
Nach seiner Freigabe durch, die Schraube 12 Springt der Faden 1 infolge des schrägen Zuges. auf die. zweito Schraube 13 über, die ihn kurzzeitig zur Bildung von Reservewin- dungen neben der eingentlichen Bewicklungsaone hält (Fig. 2). Nach dem Verlassen des Schrauenganges 13 läulft der Faden zun Hülsenmitte, wird aber hier sofort durch Selbsteinfädelung vom Changierfaden- führer 14 erfasst, worauf die Bildung des Bewik lunigskörpera beginnt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fadenführungs-Einrichtung für Aufwärtswirnmaschinen, zum Ausscheiden von fehlerhaft gezwirn- ten Fadenlängem durch Aufwinden seitlich neben der Hülse, dadurch gekennzeichnet, dass sie'einen ent- sprechend seitlich angeordneten Fadenfübrer (12) enthalt, der den von Hand eitzalegenden Faden (1) nach Ablauf einer Verzögerung, entsprechend dem Aufweinden einen vordebbaren Fadelnge, selbsttätig in Richtung auf. die Hülse (4) freigi. bt.UNTERANSPRUCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen zweiten Fadenführer (13), der den vom ersten Fadenführer (12) freigegebenen Faden (1) zur, Bildung von Reservewindungen kurz- zeitig neben, der eigentlichen Bewicklungszone zurückhält und solen zur Erfassung durch den Chan- gierfahernfüûhrer (14) feierigibt.2, Einreichtung nach Patentanspruch, durch ge kennzeichnet, dass als Fadeniführer. eine Schraube (12) dient,. id ! ie auf einer im wesentlichen parallel zum Lieferzylinder (6) verlaufenden Welle (11) angeord- net ist. und mit wählbarer Geschwindigkeit so angetrieben ist, dass. der aussen eingelegte Faden (l) durch die Drehung der Schraube (12) nach innen wandert und schliesslich nach Passieren des letzten Scbrau- benganges frei wird.3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (11) der als Faden fiihrssr dienenden Schraube (12) über ein Unterset- zugsgetricebe (7... 10) vom Lieferwerk aus ange trieben ist.4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass, die Drehzahl der Schraube (12) gegenüber der Drehzuahl des Lieferwerkds veränderberbar ist.5. Einrichtung nach den Unteransprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Faden führer durch eine neben der genannten Schraube (12) auf deren Welle (11) angeordnete zweite Schraube (13) gebildet wird, die eine geringere Anzahl von Schraubengängen aufweist als die erste.
Applications Claiming Priority (1)
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