CH417598A - Verfahren zur Herstellung von Penicillinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Penicillinen

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CH417598A
CH417598A CH779263A CH779263A CH417598A CH 417598 A CH417598 A CH 417598A CH 779263 A CH779263 A CH 779263A CH 779263 A CH779263 A CH 779263A CH 417598 A CH417598 A CH 417598A
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CH
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acid
cooh
penicillin
amino
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CH779263A
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Inventor
Robert Fosker George
Charles Nayler John Herbert
Original Assignee
Beecham Group Ltd
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K1/00General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length
    • C07K1/006General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length of peptides containing derivatised side chain amino acids

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Penicillinen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von Penicillinen.



   Die nach dem   erfindungsgemässen Verfahren    herstellbaren Verbindungen sind wertvolle antibakterielle Agentien. Die eignen sich als Zusätze zu tierischem Futter, als Agentien zur Behandlung von Mastitis bei   Hornvieh    und als therapeutische Agentien für Federvieh, SÏugetiere und den Menschen zur Behandlung, insbesondere von   infektiösen      Erkran-    kungen, welche durch gram-positive und in einigen Fällen auch durch   gram-negative Bakterien verur-    sacht. sind.



   Das   erfindnngsgemässe    Verfahren zur   Herstel-    lung von Penicillinen der Formel
EMI1.1     
 sowie von nicht toxischen Salzen solcher Sauren, in welcher For. mel R ein aliphatisches aromatisches oder heterocyclisches Radikal bedeutet, wobei alle diese Radikale gegebenenfalls substituiert sein k¯n  nen,    wird so durchgeführt, idass man eine Säure der Formel R-COOH mit   N,      N'-Carlbonyldiimidazol oder    mit N, N'-Carbonylditriazol umsetzt und das Umset   zungsprodlukt Imit 6-Amino-penicillansäure zur Reak- tion bringt.



   Beispiele der erfmdungsgamäss umzusetzenden    Säuren R-COOH   sind Phenylessigsäune    und a-Ami  no-phenylessigsäure.   



   Die Reaktion zwischen der Carbonylverbindung und der Säure R-COOH wind vorzugsweise in einem   wasserfreien inerten Lösungsmittel, wie z.    B. Tetra  hydrofuran, durchgeführt. Anschliesser kann    das erhaltene Umsetzungsprodukt zur Reaktion gebracht werden mit einer wässerigen oder wasserfreien Lösung oder Suspension von   6-Amino-penicillan-    säure in Gegenwart einer anorganischen Base, wie z. B. Natriumbicarbonat odler einer organischen Base, wie Triäthylamin. Das   erhaltene Penicillin wird    vorzugsweise in Form eines geeigneten Salzes isoliert.



   Salze dieser Art sind nichttoxische Salze, ein  schliesslich    nichttoxische e Metallsalze, wie von Natrum, Kalium, Calcium und Aluminium, das    Ammoniums. alz und die substituierten Ammonium-    salze, z. B. Salze solcher nichttoxischer Amine, wie Trialkylamine, einschliesslich TriÏthylamin, Procain, Dibenzylamin,   N-Benzyl-ss-phenäthylamin,    1-Ephenamin, N, N'-DibenzylÏthylendiamin, Dehydroabietylamin,   N,    N'-bis-Dehydroabietyl-Ïthylendiamin, sowie andere Amine, wie sie bisher zur Bildung von Salzen von   Benzylpenicillin    schon Verwendung gefunden haben.



   Die   erfindungsgemäss      hergestellten Penicilline    k¯nnen aus dem Reaktionsgemenge vermittels solcher Techniken abgetrennt werden, wie sie bei Benzylpenicillin und Phenoxymethylpenicillin Anwen dung finden. So kann das Verfahrensendprodukt mit   Diäthyläther oder n-Butanol    bei saurem pH-Wert extrahiert und anschliessend durch Lyophilisation oder durch Überführung in ein im Lösungsmittel   un-    lösliches Salz, z. B. durch Neutralisation mit einer Lösung von   N ; atrium-2-äthylhexaneat    in   n-Butanol    abgetrennt werden.

   Das   Verfabrensendprodtukt kann    auch aus wässeriger Lösung als, wasserunlösliches Salz eines Amins   ausgefällt werden oder direkt dar-    aus durch Lyophilisation gewonnen werden,   was vor-    zugsweise in Form eines   Natrium-oder Kaliumsalzes    geschieht.   Fulls aux    dem   Verfahrensendprotdukt    das   Tmäthylaminaalz gebildet wurde, kann letzteres    in die freie SÏure übergeführt und hernach in ein anderes Salz umgewandelt werden in der Art und Weise, wie dies bei   Benzylpenicillin    oder anderen Penicillinen bekannt ist.

   So führt die Behandlung einer solchen   Triäthylaminverbindung    in Wasser mit Natriumhydroxyd zur Bildung des Natriumsalzes, worauf das Triäthylamin vermittels   Extraktion, z.    B. mit Toluol, abgetrennt werden kann. Eine Behandlung des Natriumsalzes mit starken wässrigen Säuren führt zur Bildung der freien Säure, welche ihrerseits in andere Aminsalze übergeführt werden kann, was durch Reaktion mit einer entsprechenden Aminbase, z. B. mit Procain, geschehen kann. Derart hergestellte Salze können durch Lyophilisation isoliert oder sofern sie unlöslich sind durch Filtration abgetrennt werden.



   Eine weitere   Verfahrensweis : e    zur Aufarbeitung der Penicilline in Form ihrer Natriumsalze besteht darin, dass man zum Reaktionsgemisch verdünnte Salzsäure hinzufügt, so diass sich der pH-Wert der wässerigen Phase auf 2 einstellt, und hernach die wässerige Phase von der organischen Phase abtrennt.



  Die organische Phase wird   anschliessend    mit weiter, Anteilen an verdünnter Salzsäure gewaschen, wonach man sie mit ; aufeinanderfolgenden Anteilen an Natriumbicanbonatlösung von derartiger Konzentration behandelt, dass sich der pH-Wert der wässerigen Phase dauernd bei 7 befindet. Die wässerigen    Bicarbonatextrakte werden anschliessend vereinigt    und mit Äther gewaschen, wonach das Natriumsalz durch Abtreiben des Wassers im Vakuum gewonnen werden kann.



   Beispiel 1
Herstellung von a-Cyan-benzylpenicillin
Eine Lösung von 0, 01 Mol   N, N'-Carbonyldiimid-    azol in trockenem Tetrahydrofuran wurde zu einer Lösung von 0, 01 Mol   a-Cyan-phenylessigsäure im    selben   Lösungsmittel hinzugefiigt.    Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur stehengelassen bis die Entwicklung von Kohlendioxyd aufgehört hatte, wonach noch 30 weitere Minuten zugewartet wurde.



  Hierauf wurde unter Rühren ein Gemisch von 0, 01 Mol   6-Amino-penicillansäure,    0, 01 Mol Triäthylamin und   Methylendichlorid hinzugefügt. Das Reaktions-    gemenge wurde 4 Stunden lang gerührt und an   schliessend mit emem gleichen Volumen    Wasser und soviel verdünnter Salzsäure, dass sich der pH-Wert der wässerigen Phase auf 2 einstellte, behandelt.



  Hiernach wurden die Schichten getrennt und die organische Phase mit weiterer verdünnter Säure (pH 2) und hiernach mit Wasser gewaschen. Die abgetrennte   Methylendichloridlösung wurde mit    3 aufeinanderfolgenden Portionen Wasser gewaschen, wobei jeder dieser   Portionen genügend Natriumbi-       carbonat hinzugefügt worden war, mm in der wässeri-    gen Phase einen pH-Wert von 7 zu ergeben. Die vereinigten wässerigen Extrakte, welche das Natriumsalz des   Penicillins    enthielten, wurden mit Ather gewaschen und hernach bei niedriger Temperatur und vermindertem Druck eingedampft. Die zurückbleibende feste Substanz wurde im Vakuum über   Phospborpentoxyd getrocknet und) stellte das    rohe Natrums,   z von α-Cyan-benzylpenicillin    dar.

   Die Ausboute   betmig 30"/o.    Ein colorimetrischer Test mit Hydroxylamin ergab im   Vergleich m einem Benzyl-    penicillin-Standand eine Reinheit von   76  /o.   



   Das derart hergestellte Produkt inhibierte Staph.



  Oxford bei einer Konzentration von 0, 1   mcg/ml.   



   Beispiel 2    Herstellung von α-Carbamoyl-benzylpenicillin   
Diese Verbindung wurde in genau gleicher Weise hergestellt, wie dies im Beispiel 1 beschrieben ist, mit Ausnahme davon, dass   a-Phenylmalonaminsäure    anstelle von   a-Cyannphenylessigsäure    gebraucht wurde.



  Das Natriumsalz des   a-Carbamoylqbenzylpenicillins    s wurde in 78 %iger Ausbeute erhalten. Seine Reinheit wurde vermittels colorimetrischem Test mit Hydr oxylamin zu ungefähr   50"/o ermittelt.   



   Das Produkt inhibierte   Staph.    Oxford bei einer Konzentration von 0, 125   mcg/ml.   



   Beispiel 3
Herstellung von   a- (Athoxythiocarbonylamino)-    benzylpenicillin
Eine Lösung von 0, 005 Mol   N, N'-Carbonyldi-    imidazol in trockenem Tetrahydrofuran wurde zu einer Lösung von 0, 005 Mol a- (Athoxythiocarbonyl    amino)-phenylessigsäure    im selben Lösungsmittel hinzugefügt. Das Reaktionsgemisch wurde bei Zimmertemperatur sich selber überlassen, bis die Entwicklung von Kohlendioxyd aufgehört hatte, wonach es noch weitere   30    Minuten lang stehengelassen wurde. Das erhaltene Gemenge wurde unter Rühren zu einer Lösung g von 0, 005 Mol   6-Amino-penicillan-    sÏure und 0,   005    Mol Natriumbicarbonat in 15 ml Wasser und 15 ml Aceton hinzugef gt.

   Das   Reak-    tionsgemisch wurde 2 Stunden lang bei Zimmertemperatur ger hrt und hernach mit einem gleichen Volumen Ather extrahiert.   DerÄtherextraktwurde    verworfen. Die wässrige Phase wunde mit frischem   Ather    überschichtet und ihr pH-Wert durch Zugabe von verdünnter Salzsäure auf 2 eingestellt. Nach Trennung der   Schichten wunde die angesäuerte wäs-    serige Phase mit 2 weiteren Portionen Äther extrahiert.

   Die   vereinigten Ätberextr. akte, welche    das freie Penicillin, enthielten wurden mit Wasser gewaschen und hernach mit drei Portionen Wasser extrahiert, wobei jeder dieser Portionen   genügend Natriumbi-      carbonatlösung    zugesetzt worden war, um den   pH-Wert der wässerigen    Phase auf 7 zu bringen. Die neutralen wässerigen Extrakte wurden vereinigt mit   Ather    gewaschen und bei niedriger Temperatur und vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wurde über Phosphorpentoxyd im Vakuum getrocknet und ergab mit   einer A, usbeaute    von 46% das rohe    Natriumsalz von α-(¯thoxythiocarbonylamino)-ben-    zylpenicillin als gelbe feste Substanz.

   Vermittels co  lorimetrischem    Test mit Hydroxylamin wurde'die Reinheit dieses Produktes zu 33 % ermittelt. 



   Beispiel 4
Herstellung von Benzylpenicillin
Die Arbeitsweise gemäss Beispiel 1 wurde wiederholt unter Verwendung von Phenylessigsäure anstelle von   a-Cyan-phenylessigsäure. Dabei    wurde in 36    /uiger    Ausbeute das Natriumsalz von   Benzylpeni-    cillin   erbalten, dessen. Reinheit sich    zu   58  /o    ergab.



   Die   Arbeitsweise gamäss Beispiel    3 wurde wiederholt unter Verwendung von Phenylessigsäure anstelle von   a- (Athoxythiocarbonylamino)-phenylessig-    säure. Dabei wurde in   53  /oiger Ausbeute    das Natri  ums,    alz von   Benzylpenicillin    erhalten, dessen Rein  heit zu. 64  /o ermittelt wurde.   



   Beispiel   5   
Herstellung von a-Amino-benzylpenicillin
Eine Lösung von 0, 005 Mol   N,    N'-Carbonyldiimidazol in trockenem Tetrahydrofuran wurde zu einer Suspension von 0,   005    Mol   a-Amino-phenyles-      sigsäure-hydrochlorid    im selben Lösungsmittel   hinzu-    gefügt. Das Gemisch wurde 4 Stunden lang auf   50  C    erwärmt, hernach gekühlt und filtriert.

   Die erhaltene hellgelbe feste Substanz mit   idem    Smp.   175-185     wurde unter Rühren zu einer   Mischun,    g von 0,   005    Mol   6-Amino-penicillansäure,    0, 005 Mol   Triäthyl-      amin und Methylendichlorid hinzugefügt.    Die Suspension wurde bei Zimmertemperatur 3 Stunden lang gerührt und anschliessend filtriert. Das Filtrat wurde mit einem gleichen Volumen Wasser, dem soviel verdünnte Salzsäure zugefügt worden war, dass der pH-Wert der wässerigen Phase 2 betrug, geschüttelt.



     Anschliessend wunden sdie Schichten getrennt und, die    Methylendichloridphase zwei weitere male mit stark verd nnter SÏure extrahiert, bevor sie verworfen   wurdle. Die vereinigten wässerigen    Extrakte wurden vermittels   Natriumibicarbonat    auf   den pH-Wert    7 gebracht, wonach ein Anteil der erhaltenen Lösung der   Papiercbromatographie unterworfen wurde. Hierbei    ergab sich eine Zone mit   antibiotiscber Aktivität,    welche sich nicht unterscheiden liess, von einer Zone, die mit einem   authentischen    Muster a-Aminobenzyl  penicillin    erhalten wurde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Penicillin der Formel EMI3.1 sowie nicht toxischer Salze derselben, wobei R ein gegebenenfalls substituiertes. aliphatisches, aromatisches oder heterocyclisches Rad) ikal bedeutet, da- durch gekennzeichnet, dass man eine Säure der Formel R-COOHmit N, N'-Carbonyldiimidazol oder mit N, N'-Carbonylditriazol umsetzt und das Umsetzungs- produkt mit 6-Amino-penicillansäure zur Reaktion brin, gt.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, als SÏure R-COOH von Phenylessigsäune oder von a-Aminophenylessigsäure ausgeht.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umsetzung zwischen der SÏure R-COOH und der Carbonylverbindung in einem wasserfreien inerten Lösungsmittel, wie Tetra hydrofuran, durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Umsetzungsprodukt zwischen der SÏure und der Carbonylverbindung mit einer wÏsserigen oder wasserfreien L¯sung oder Suspen- sion von 6-Amino-penicillansäure in Gegenwart einer anorganischen oder organischen Base zur Reaktion gebracht wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das in Form der freien SÏure erhaltene Penicillin in ein nichttoxisches Salz überge- führt wind.
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