CH417761A - Lageunabhängiges Expansionsgefäss für elektrische Geräte mit Isolierflüssigkeitsfüllung - Google Patents
Lageunabhängiges Expansionsgefäss für elektrische Geräte mit IsolierflüssigkeitsfüllungInfo
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Description
Lageunabhängiges Expansionsgefäss für elektrische Geräte mit Isolierflüssigkeitsfiillung Hochspannungskondensatoren, Hochspannungs durchführungen und andere grosse elektrische Geräte mit flüssigem Dielektrikum benötigen einen Expan sionsraum zur Aufnahme der bei Temperaturschwan kungen auftretenden Volumenänderungen des flüssi gen Dielektrikums, falls nicht flexible Trenn- oder Seitenwände in der Lage sind, diese Volumenver grösserung des Dielektrikums aufzunehmen.
Diese vorzusehenden Expansionsräume, welche vielfach gegen aussen hermetisch abgeschlossen sind und ein bestimmtes Luftvolumen neben der zum Ausgleich bei tiefen Temperaturen nötigen Menge des flüssigen Dielektrikums aufweisen, müssen sich im allgemeinen am oberen Ende des Gerätes befinden und bestimmen deshalb die Transport- und Betriebs lage des ganzen Gerätes; denn es muss stets vermie den werden, dass die Luft des Expansionsraumes in den aktiven Raum, d. h. in den Raum gelangt, wel cher elektrisch beansprucht wird und deshalb von Gasen frei sein muss.
Wenn nämlich Gasblasen an Stellen hängenbleiben, die im Betriebe hohe @elektri- sche Feldstärken aufweisen, so können die Betriebs sicherheit gefährdende Ionisations- und Glimm- erscheinungen auftreten und die Lebensdauer dieser Geräte stark abkürzen.
Dieses Eindringen von Luft in den aktiven Raum ist bei den bekannten einfachen Ausführungen des Expansionsraumes jedoch leicht möglich, sobald dieser und der aktive Raum aus. der senk- rechten Gebrauchslage hinaus über eine bestimmte Neigung gekippt wird.
Deshalb schlägt eine be kannte Ausführung die Trennung von aktivem und Expansionsraum durch eine starre Wand vor, in welcher ein Rohr angebracht ist, dessen eines Ende im aktiven Raum und dessen anderes Ende genau in der geometrischen Mitte des Expansionsraumes anzeordnet ist und somit die Gefahr des Gaseintrittes in den aktiven Teil - bei beliebiger Lage des Expan sionsraumes - verhindert,
wenn der Ölspiegel im Expansionsgefäss in jeder Gerätelage auch bei klein stem Ölvolumen (bei tiefster Temperatur) höher Hegt als die Öffnung des Rohres und das Gerät sich in Ruhe oder einer vorbestimmten maximal zulässigen Bewegungsänderung befindet. Bei sehr starken Er schütterungen und bei Überschreitung bestimmter Abmessungen des aktiven Raumes und des dazu in Beziehung stehenden zugehörigen Expansionsraumes besteht die Gefahr, dass trotzdem Gasblasen unter die Öloberfläche und vor sowie in die Eintrittsöffnung des Verbindungsrohres und somit in den aktiven Raum gelangen können.
Bei einer anderen bekannten Ausführung ist das Durchtreten dieser Luftblasen bei starken Erschüt terungen durch geeignete Ausbildung des die beiden Räume verbindenden Rohres verhindert unter gleich zeitiger Berücksichtigung der Vermeidung von Unter drücken im aktiven Teil, die entstehen könnten, wenn bei Abkühlung und somit speziell weit unter den Nullpunkt sinkender Temperatur das Dielektrikum entsprechend dickflüssiger wird und die Durchtritts- geschwindigkeit des Öles durch ein zu enges Rohr so verlangsamt würde, dass im aktiven Teil ein gefähr licher Unterdruck bzw. sogar Hohlräume entstehen könnten.
Die Erfüllung dieser Forderungen wird wird durch geeignete Ausbildung von in dem Rohr eingebrachten Blenden, Fallen sowie feinporigen Ab schlüssen (Bündel aus feinen Kapillaren oder Körpern. mit feinen Poren, z. B. Keramik u. a. m.) derart er reicht, dass die feinporigen Abschlüsse im Zusammen wirken mit der Oberflächenspannung der Gasblasen deren Abgleiten vor der Kanalöffnung ermöglichen und gleichzeitig die Poren einen zu schnellen Öldurch- tritt dämpfen, so dass sie das Mitreissen von Gasblasen verhindern. Zusätzliche Fallen fangen bei stärksten Schüttelbewegungen doch eventuell noch einge drungene Blasen ab.
Diese Blasen werden mit der Zeit vom vorbeiströmenden <B>öl</B> wieder gelöst. Zu- sätzlich werden über dem Rohr befindliche Abdek- kungen vorgesehen, die ein geradliniges Aufsteigen von im Öl befindlichen Blasen direkt in das Rohr verhindern.
Durch diese Mittel wird eine bis zu bestimmten Grössen des aktiven Raumes und der benötigten Dielektrikumsmenge sichere und lagenunabhängige Funktion des Expansionsgefässes garantiert. Bei noch grösseren aktiven Räumen und entsprechend grösseren Ölvolumen kann es eintreten, dass die beschriebene Rohrausbildung mit feinporigen Abschlüssen und ein gebauten Fallen, soll sie sicher im ganzen Tempera- turbereich von z.
B. -I-80 <B>...</B> -40 C funktionieren, bei dickflüssigem Dielektrikum, also bei Temperatu ren in der Nähe des Stockpunktes des Öles, zu grosse Reibung im Rohr aufweist und somit bei eintretender Temperaturänderung das Öl nicht genügend schnell in den aktiven Raum nachfliessen kann und dadurch gefährliche Unterdrücke entstehen können.
Die Erfindung ermöglicht nun eine derartige Aus bildung des Verbindungsstückes zwischen Expan sionsgefäss und aktivem Raum, dass auch bei grossen aktiven Räumen und damit bei entsprechend grossen Ölmengen stets ein kontinuierlicher und zusammen hängender ölfluss zwischen Expansionsraum und akti vem Raum bei Temperaturänderungen gewährleistet ist und somit das Auftreten von gefährlichen Unter drücken im aktiven Raum bei Temperaturwechseln in der Nähe des Stockpunktes der Dielektrikumsflüs- sigkeit vermieden wird und bei Temperaturen im Gebiet des oberen Maximalwertes bei lageunabhän gigem Transport und den dabei
auftretenden Trans porterschütterungen das Eindringen von Luftblasen in den aktiven Raum sicher vermieden wird.
Aus den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel eines solchen - als Doppelventil awgebildeten - Ver- bindungsstückes zwischen Expansionsgef'ässraum und aktivem Raum ersichtlich.
In Fig. 1 ist im prinzipiellen Aufbau ein Hoch spannungsgerät mit flüssigem Dielektrikum darge stellt, wobei 3 den aktiven Teil anzeigt, welcher vom flüssigen und bei Wärme expandierendem Dielektri- kum 2 umgeben und von diesem durchdrungen ist. 1 gibt den mit einem Luftpolster versehenen und mit dem flüssigen Dielektrikum 2 gefüllten Expansions raum an, welcher mittels Ventileinrichtung (Doppel ventil) 4 in zeitweiser Verbindung mit den aktiven Räumen 2 und 3 steht.
Der Expansionsraum 1 ist allseitig hermetisch gegen aussen verschlossen und steht nur durch die Ventileinrichtung 4 mit dem aktiven Raum in Verbindung, wenn die Ventilteller 5 und 6 gemäss Fig. 2 aus nachfolgend angegebenen Gründen offen stehen.
Bei !steigender Temperatur und somit sich ausdeh nendem Dielektrikum 2 drückt dieses gegen die Ven- tilteller 5 und 6 n Richtung des Pfeiles 10, wobei sich bei ausdehnender Flüssigkeit 2 der Ventilteller 6 öff- net und ein Durchströmen de expandierenden Vol::
a- mens in denExpansnonsraum 1 erfolgt, sobaldderDruck auf die Ventilteller 5 und 6 grösser ist als die den Ven tilteller 6 zurückhaltenden Federkräfte der Federn B. Bei fallender Temperatur und somit sich zusammen ziehendem Dielektrikum 2 öffnet sich der mit einer relativ schwachen Feder 7 geschlossen gehaltene Ven tilteller 5, und das im Expansionsraum 1 befindliche flüssige Dielektrikum strömt in Pfeilrichtung 9 in den aktiven Raum. Die Ventilteller 5 und 6 befinden sich möglichst genau im geometrischen Mittelpunkt des Expansionsraumes 1.
Da das Flüssigkeitsniveau stets höher als dieser Punkt liegt, bleiben die Teller 5 und 6 in jeder beliebigen Lage des Gerätes, d. h. also auch in jeder beliebigen Lage des Expansionsraumes un terhalb der Flüssigkeitsoberfläche, wodurch vermie den wird, dass Luft bei eventuell gerade geöffneten Ventiltellern in den aktiven Raum eindringen kann.
Bei konstanter Temperatur sind beide Ventilteller geschlossen, und es ist somit in jeder beliebigen Lage des Gerätes ummöglich, dass Luft in den aktiven Raum eindringen kann. Auch bei starken Transport erschütterungen ist es bei richtiger Dimensionierung der Federn und infolge der kleinen zu bewegenden Massen des gesamten Ventils. unmöglich, dass die bewegte Flüssigkeitssäule des Dielektrikums ein noch so geringes Öffnen der Ventile erreichen kann.
Bei sich verändernder Temperatur und somit beim Volumenausgleich des Dielektrikums zwischen aktivem Raum und Expansionsgefäss durch den einen oder anderen Ventilteller, auch bei gleichzeitig ungün stigster Lage des Expansionsraumes: und gleichzeitig wirkenden Transporterschütterungen kann ebenfalls keine Luft in den aktiven Teil gelangen, da die Ventilteller sich, wie bereits ausgeführt, stets unter halb des Flüssigkeitsniveaus befinden.
Gleichzeitig kann bei lehr grossen Expansionsgefässen die bei Erschütterungen auftretende Blasenbildung infolge der durch die Wellenbewegung des flüssigen Dielektri- kums erfassten Luft durch :entsprechende Unterteilung des Gefässes in kommunizierende Kammern usw., wie früher beschrieben, unterdrückt werden.
Zur Reduzierung des Strömungswiderstandes kann der Ventilteller 5 von Fig.2 strömungstechnisch günsti- ger ausgebildet werden, wie beispielsweise in dien Fig. 3 und 4 ersichtlich ist.
In Fig. 3 ist das Ventil 11 als Kugel ausgebildet, und in Fig. 4 ist das Ventil 12 aus den gleichen Grün den als Halbkugel mit aufgesetztem Kegel ausgeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Expansionsgefäss mit Doppelventil für elektrische Geräte mit flüssigem Dielektrikum, welches Gefäss mit dem elektrischen Gerät eine bauliche Einheit bil det und durch ein Rohr mit dem aktiven Raum der art verbunden ist, dass das im Expansionsraum be findliche Ende dieses Rohres sich in der geometri schen Mitte des Expansionsraumes befindet und zum Zweck der Lageunabhängigkeit bei beliebiger Trans- port- und Betriebsstellung sowie bei allen durch die Transportlage und Transportmittel bedingten Er- schütterungen durch <RTIID="0003.0006"> Doppelventil dicht abgeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Dop pelventil, dessen grösserer Ventilteller bei Unter druck im aktiven Raum stets geschlossen ist und erst bei steigender Umgebungstemperatur und daraus re sultierendem Überdruck durch das expandierende Dielektrikum im aktiven Raum sich öffnet und so mit den Durchlass des, Dieiektrikums vom aktiven Raum in Richtung zum Expansionsgefäss frei gibt,noch eine weitere Ventilöffnung innerhalb des grösseren Ventiltellers aufweist, die bei Über drücken im aktiven Raum stets geschlossen bleibt und nur bei sinkender Aussentemperatur und so- mit entstehendem Unterdruck im aktiven Raune. öffnet und den Durchlass des Dielektrikums vom Expansionsraum in Richtung zum aktiven Raum gewährt und so angeordnet ist,dass beide Ventilteller unabhängig voneinander arbeiten können. UNTERANSPRÜCHE 1. Expansionsgefäss mit Doppelventil nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ven tilfeder des kleineren Ventils zur Erreichung guter Ventilzentrierung als Kegelfeder ausgebildet ist. 2. Expansionsgefäss mit Doppelventil nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ven- tilfeder des kleineren Ventils einstellbar ausgeführt ist. 3. Expansionsgefäss mit Doppelventil nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ven tilfeder des grösseren Ventils als Zug- oder Druckfeder und in jedem Falle einstellbar ausgebildet ist. 4.Expansionsgefäss mit Doppelventil nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Be tätigung des grösseren Ventils nur eine Zug- oder Druckfeder dient. 5. Expansionsgefäss mit Doppelventil nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das in nen liegende kleinere Ventil so gestaltet ist, dass es den Durchfluss vom aktiven Raum in das Expansions gefäss freigibt und das grössere Ventil die Durchfluss- richtung vom Expansionsgefässraum in den aktiven Raum gestattet und jedes Ventil die andere Durch flussrichtung blockiert. 6.Expansionsgefäss mit Doppelventil nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Ventilteller so gestaltet sind, dass sie strömungstech nisch einen kleinen Widerstand bilden. 7. Expansionsgefäss mit Doppelventil nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eines oder beide Ventile aus Metall oder aus einem elastischen ölbeständieen Kunststoff bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CA1207213A (en) * | 1982-05-19 | 1986-07-08 | Wendell D. Johnson | Dual valve pressure relief device |
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1963
- 1963-02-01 AT AT81663A patent/AT237091B/de active
- 1963-12-30 CH CH1560263A patent/CH417761A/de unknown
Also Published As
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| AT237091B (de) | 1964-11-25 |
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