CH418516A - Verfahren zur Herstellung von Komposit-Einzelfäden aus chemisch gleichartigen Polyamiden enthaltenden Fäden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Komposit-Einzelfäden aus chemisch gleichartigen Polyamiden enthaltenden FädenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Komposit-Einzelfäden aus chemisch gleichartigen Polyamiden enthaltenden Fäden Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zur Hersteffung von durch Entspannen spontan kräu selnden Fäden durch Schmelzspinnen und Verstrek- ken, das dadurch gekennzeächnet ist, dass man unver- streckte Fäden,
welche Komposil-Einzelfäd'en aus chemisch gleichartigen Polyamiden enthalten, deren Komponenten sich in der Doppelbrechung mindestens um 0,002 unterscheiden, bei einer Temperatur von mindestens 60 C, aber unterhalb der Plastifizierungs- temperatur, heissverstreckt. Es umfasst ferner auch die gemäss diesem Verfahren erhaltenen, spontan kräu- sedind'e Komposit-Einzelfäd!en enthaltenden Fäden.
Das Zusatzpatent bezieht sich auf ein. Verfahren gemäss dem Patentanspruch I des Hauptpatentes zur Herstellung von Fäden, deren Komposst-Einzelfäden aus zwei Komponenten bestehen, die sich nicht tren nen, das dadurch gekennzeichnet ist, d'ass man die beiden Komponenten Seite an Seite durch dreiarmige Düsenlöcher verspinnt.
Das vorliegende Zusatzpatent bezieht sich auch auf einen Faden gemäss Patentanspruch II des Haupt patentes, hergestellt gemäss vorgenanntem Verfahren, dessen Kompos.it-Einzelfäden durch eine trilobale Querschnittsform gekennzeichnet sind.
Unter dem Ausdruck d'reiarmig sollen Düsen bohrungen verstanden werden, die sich aus. drei von einem gemeinsamen Punkt ausgehenden Schlitzen zusammensetzen. Die Schlitze können parallele oder nichtparallele Längsseiten aufweisen, sie können ge rade oder gebogen sein, zentrums- oder endseitige oder sonstwie auf die Längsseite verteile Erweite rungen in beliebiger Form besitzen.
Sie können ferner verschieden geformte Enden aufweisen.
Fäden, die trilobalen Querschnitt aufweisen, haben in neuerer Zeit auf verschiedenen Gebieten Ver- breitung gefunden.
Dabei sind die Einsatzgebiete weitgehend, durch die Querschnittsformen bestimmt. Die einen Formen finden in modischen Geweben ünd Gewirken Verwendung, bei welchen ein Glitzereffekt erwünscht wird; andere eignen sich für Polster- und Möbelstoffe und Teppiche.
Im allgemeinen werden den tr'Llbbalen Fäden in texturiertem Zustand hohes Volumen, angenehmerer Griff, verbesserte Deck- fähigkeit, höheres Standvermögen der Fäden im Pol und geringere scheinbare Verschmutzungstendenz nachgesagt.
Bei vielen dieser Verwendungen muss durch eine besondere Kräuselbehandlung, beispielsweise durch Stauchkräuseln oder Behandlung in einer Wirbel kammei, beide kombiniert mit einer Thermofixierung, den Fäden, Fasern oder Garnen ein grösseTres Volumen und damit verbesserter Griff, verbesserte Wärme- haltigkeib und' Deckkraft verliehen werden.
Anderseits sind verschiedene Kompositfäden aus den verschiedensten Polymeren beschrieben worden, die durch Quell- oder Schrumpfungsbehandlung, meistenteils in der Hitze, kräuseln.
Spontan kräu selnde Kompositfäden mit im wesentllichen kreisrun- den Querschnitt aus verschiedenen synthetischen, linearen, thermoplastischen Polymeren sind von der Anmelderin ebenfalls bekanntgemacht worden.
Die rorilobalen Kompositfilamente können bei Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung verschiedene Winkel zwischen den einzelnen Armen aufweisen. Die Querschnittsform kann ferner konvexe, geradlinige oder konkave Verbindungslinien zwischen den 3 Extremitäten besitzen.
Dagegen ist eine Klee- blattform nicht angezeigt, da solche Formen gegen Trennung der Komponenten in den einzelnen Armen empfindlich sind.
Die Enden der Arme sind vor zugsweise abgerundet; in besonderen Fällen können sie auch verdickt sein. Die Arme können ferner sym metrische oder unsymmetrische, gleiche oder ver schiedene Formen respektive Längen besitzen. Ausführungsbeispiele der Erfindung sogen nun anhand einer Zeichnung näher erläutert werden.
Auf dieser Zeichnung zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch die Vorrichtung zur Erzeugung von ausschliesslich Komposit-Einzel- fädenenthaltenden Fäden, Fig. 2 eine Aufsicht auf dieselbe Spinnvorrichtung von der Düsenaussenseite her gesehen, Fig. 3 eine Spinndüsenbahrung mit ungleichen Armen,
Fig. 4 einen Querschnitt durch den trÜobalen Komposit-Einzelfaden mit im. wesentlichen gleich langen Armen, Fig. 5 einen Querschnitt durch einen nichterfin- dungsgemässen Komposit-Einzelfaden,
Fig. 6 einen Querschnitt durch einen spiegelsym- metrischen ttrilobalen Komposnt-Einzelfaden mit un gleichen Armen, hergestellt mit Hilfe der Düse gemäss F%g. 3.
Die Fig. 1 entspricht der Fig. 1 des Haupt patentes. Es ist selbstverständlich, dass auch Aus- führungsarten mit mehreren parallelen geradlinigen Käuten 9 oder mit einer oder mehreren koaxial zu einander angeordneten kreisförmigen Kanten 9 Ver wendung finden können,
wenn keine besonderen Anforderungen an die Gleichmässigkeit der Quer- schnittsformen und der Kräuselungsengenschaften ge stellt werden.
Die Fig. 2 entspricht der Fig. 2 des Haupt patentes mit dem Unterschied, d'ass die Düsenlöcher 10 eine dreiarmige Form aufweisen und durch Pfeile clie bevorzugte Anblasrichtung 11 angedeutet ist.
Die vom gemeinsamen Zentrum ausgehenden Schlitze können gleich oder verschieden lang sein, je nach den gewünschten Eigenschaften. Ferner kann auch der Winkel zwischen den einzelnen Armen gleich oder verschieden sein, wobei wiederum eine symmetrische oder asymmetrische Verteilung mög lich ist.
Die Anblasrichtung der Abkühlluft auf die Faden querschnitte kann an und für sich beliebig sein, wenn keine grossen Ansprüche an die Formregelmässigkeit gestellt werden. Vorzugswelse wird ein Arm genau gegen die Blasluftrichtung gerichtet. Böen unoeich langen Armen ist dies vorzugsweise der längste respektive kürzeste.
Bei in Kreisform ausgeführten Kanten 9 ist diese Forderung schwieriger auszuführen, doch kann mit 3m Zentrum der Lochkreise angeordneten Kühl- luftd'äsen der gleiche Effekt erreicht werden.
Die Kante 9 kann sich senkrecht oder seitlich versetzt über dem Punkt befinden, von dem die einzelnen Schnitze der Düsenlöcher 10 ausgehen. Vor zugsweise soll sie, so.
angeordnet sein, dass ein Arm des Fadenquerschnitts ausschliesslich durch die eine und diel beiden anderen Arme im wesentlichen nur durch die zweite Komponente gebildet wird.
Die Stellung der Schlitze der Düsenlochbohrungen und der zugehörigen Kante 9 sowie deren Form und die Anblasrichtung durch die, Abkühlluft sind wichtige Faktoren zur Beeinflussung der Querschnittsformen der Fäden 10.
Es hat sich gezeigt, d'ass nur dann ein Maximum an Gleichmässigkeit der Querschnitts- formen, der färberischen Eigenschaften und: der Kräu selung erzielt werden kann, wenn die folgenden Vor- aussetzungen erfüllt sind, wie dies in Fig. 3 dar gestellt ist: 1. Die Kante 9 soll geradlinig sein.
2. Die Kante 9 soll sich senkrecht über dem Punkt befinden, wo die Schlitze dier Düsenlochbohrungen zusammenstossen.
3. Der Schlitz 12 mix der Länge 1, durch den aus schliesslich die niederviscose Komponente aus tritt, soll senkrecht zur Richtung der Kante 9 stehen und gegen die Anblasrichtung 11 gerichtet seih.
4. Der Winkel und die Armlänga der Schlitze der Düsenlochbohrungen soll gegenüber der Senk- rechten zur Kante 9 spiegelsymmetrisch sein <I>(a =</I> cd, <I>1' =</I> 1").
5. Bei Düsenbohrungen mit ungleichen Armen soll der längste oder kürzeste gegen die Anblasrichtung gerichtet sein.
<I>Beispiel</I> Es wird eine Spinnvorrichtung verwendet, wie sie in Fig. 1 und 2 der Zeichnung schematisch dar gestellt äst und welche 26 Düsenlöcher aufweist.
Die Kammern 2 und 3 werden mit gleichen Mengen von geschmolzenem chemisch gleichem Polyamid, be- liefert. Der Kammer 2 wird ein Polyhexamethylen- adpamid mit einer reduzierten Viscosität von 1,03, der Kammer 3 ein mit<B>0,
3</B> % Titandioxy' mattiertes Pölyhexamethylenadipamd mit einer reduzierten Vis- cosität von 1,185 zugeführt. Die Düsenlöcher be stehen aus drei gleichlangen, an einem Ende zusammen- stossenden, am anderen Ende abgerundeten, mitein- ander einen Winkel von je 120 bildenden, recht eckigen Schlitzen von 120,u Breite und 925 ,u Länge.
Sie sind derart gegenüber der Kante 9 orientiert, dass der das nied'rigerviscose Polyamid führende Arm senkrecht zur Richtung der Kante 9 steht.
Die Kom- posätfäden werden aus, d'en Spinndüsen in. eine Kühl- luft-Atmosphäre ausgestossen, wobei eine Blasrichtung gewäldt wird, wie sie in Fig. 2 der Zeichnung mit Pfeilen 11 bezeichnet ist, und mit 760 m/min auf gewickelt.
Dieser ist vollkommen glatt und besitzt einen im wesentlichen gleichmässigen trilobalen Quer schnitt gemäss Fig. 4 der Zeichnung, woben der eine Arm 13RTI ID="0002.0230" WI="5" HE="4" LX="1313" LY="2259"> düs Fadenquerschnittes. ausschliesslich aus dem niederviscosen, die anderen 2 Arme 14 im. wesentlichen aus dem höherviscosen Polyhexamethy- Tenadipamid besteht.
Die Komponenten lassen sich nicht trennen.
Der unverstreckte Kompositfaden wird bei einer Aufspulgeschwindigkeit von 188 m/min bei einer Temperatur von 220 C in einem Verhältnis von 2,42 vorstreckt. Der Faden kräuselt nach Auf hebung der Streckspannung spontan.
Er weist einen Titer von 67 Denier (7,4 Tex), einen Take upe von 59 und eine Bogenzahl von 4,1 pro cm der aus gestreckten Fadenlänge auf.
Der Take up ist ein Mass für dir, Elastizität, und es soll darunter nachfolgende Beziehung ver standen werden:
EMI0003.0004
TU = Take up .
L = Länge eines abgemessenen Filamentstückes in gestrecktem Zustand unter einer Spannung, die das Filament eben gerade richtet, aber die dem Filamentmaterial inhärente Elastizität noch nicht beansprucht.
S = Länge des gleichen Fadenstückes in span nungslosem Zustand.
Eine oder mehrere nachträgliche Fixierungen in der Wärme beeinflussen die Fadeneigenschaften prak tisch nicht; insbesondere ist keine Trennung der Komponenten zu beobachten. Der Griff des trilobale Komposit-Einzelfäden aufweisenden Fadens ist härter und trockener als bei Komposit-Einzelfäden mit kreisrundem Querschnitt. Ein anderer Faden wird unter
gleichen Bedingungen hergestellt, aber mit Hilfe von Düsenlöchern, die, aus einem längeren und zwei kürzeren rechteckigen, am einen Ende abgerundeten, untereinander je einen Winkel von 120 bildenden Schlitzen bestehen, die.
an einem Ende zusammen stossen und die auf der Düse derart angeordnet sind, dass der längere Schlitz gegen die Richtung der Blas luft weist. Dieser Faden besitzt trilobale, Querschnitts form, wie sie in Fig. 6 der Zeichnung dargestellt ist. Der spontan gekräuselte Faden besitzt einen harschen, sandigen Griff.
Wenn eine der beiden Komponenten eine sehr niedrige Viscosität besitzt und zudem die Kühlluft in Richtung der Kante 9 auf die Fäden auftrifft, so zeigt es sich, dass die aus den zwei kürzeren Schlitzen austretende hochviscose Komponente zu einem kreis artigen Gebilde, aus dem die aus dem längeren Schlitz ausgestossene niederviscose Komponente gemäss Fig. 5 der Zeichnung vorragt, verläuft.
Es sind somit, wenn man trilobale Fäden erzeugen will, dem Viscositäts- unterschied der Komponenten gewisse obere Grenzen gesetzt, die vom Fachmann in Vorversuchen leicht zu finden ,sind.
Das vorhergehende-Beispiel zeigt Ergebnisse bei textilen Titern. US-Patentschrift Nr. 3 117 906 (fran zösische Patentschrift Nr.<B>1338</B> 365) beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von profilierten Kom- positfäden. Es handelt .sich aber bei dieser Erfindung um nicht spontan kräuselnde Fäden,
deren verschie- dene Schrumpfung aufweisende Komponenten sich bei entsprechender Nachbehandlung trennen, damit man sehr feine Einzelfäden mit naturseideähnlichem Aus sehen erzeugen kann. Zudem sind die Komponenten chemisch verschieden, indem als Komponentenpaar Polyamide und Polyester oder Polypropylen be schrieben werden.
In der US-Patentschrift Nr. 3 117 362 isind runde oder anderswie profilierte Kompositfäd'en beschrie- ben, die in ihre einzelnen, nicht kreisrund profilierten Komponenten aufgespalten werden können. Diese Fäden sind nicht spontan kräuselnd,
sondern die Kräuselung entwickelt sich infolge der verschiedenen Schrumpfwerte der Komponenten nach der Ver- streckung im Verlauf einer separaten Schrumpf- behandlung, beispielsweise mit kochendem Wasser.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von durch Entspan nen spontan kräuselnden Fäden, deren Komposit- Einzelfäden aus chemisch gleichartigen Polyamiden und: zwei Komponenten, die sich nicht trennen, be stehen, gemäss dem Patentanspruch I des Haupt patentes, dadurch gekennzeichnet, dass man die beiden Komponenten Seite an Seite durch dreiarmige Düsenlöcher verspinnt.II. Faden nach Patentanspruch 1I des Haupt patentes, hergestellt gemäss Verfahren des. Patent anspruchs I, gekennzeichnet durch trnlobale Quer schnittsform der Komposit-Einzelfäden. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch I zur Her stellung von Fäden mit besonders regelmässige Quer schnittsformen und regelmässige färberische Eigen schaften aufweisenden trilobalen Komposit-Einzel- fäden, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Hilfe von dreiarmigen Düsenlöchern, spinnt, deren Zentrum sich senkrecht über der geradlinigen Kante befindet, an denen die beiden Komponenten ;sich vereinigen, und deren Schlitze und die von ihnen eingeschlos senen Winkel gegenüber dieser Kante spiegelsym metrisch verteilt sind und deren die niedrigerviscose Komponente führender Schlitz zur Ausblasri'chtung der Kühlluft hin orientwert ist.2. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Düsenlöcher spinnt, die zwei gleichlange und einen verschieden langen Arm aufweisen, wobei der eine,von den anderen zwei verschiedene Länge aufweisende und die niedrigerviscose Komponente führende. Arm zur Anblasrichtung der Kühlluft hin orientiert ist.
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