Vorrichtung zum Halten und Aufhängen von flachen Gegenständen, insbesondere von Bildern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten und Aufhängen von flachen Gegenständen;
insbesondere von Bildern, bestehend aus einer an der Rückseite des Bildes anliegenden Platte und Klammern zum Befestigen des Bildes an der Platte, wobei die Platte Vertiefungen zum Einrasten von elastisch verformbaren, die Kanten des Bildes um schliessenden Klammern aufweist, wobei die Klam mern zum Einrasten und zum Lösen von Hand elastisch verformbar sind.
Derartige bekannte Vorrichtungen sind bei den sogenannten Wechselrahmen vorhanden. Sie gestatten ein verhältnismässig rasches Auswechseln des einge rahmten Bildes gegen ein anderes. Weiterhin wird durch die Klammern der Vorrichtung das einge rahmte Bild zwischen einer Glasplatte und der an der Rückseite des Bildes anliegenden Platte gepresst, so dass das eingerahmte Bild ohne angeklebtes Passe partout nicht mehr verrutschen kann. Weiterhin wird durch diese Wechselrabmen der bei üblichen Bilder rahmen vorhandene teuere Rahmen eingespart.
Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Klammern aus mehreren Bauteilen, wie abgewinkelte Bleche und Schraubenzugfedern, bestehen. Bei den bekannten Vorrichtungen ist weiterhin zum Auf hängen des Bildes ein als zusätzlicher Bauteil vor handener Aufhängehaken vorgesehen.
Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe ist es, eine einfache, billige Vorrichtung zu schaffen, mittels der besonders leicht ein eingerahmtes Bild ausgewechselt werden kann. Weiterhin soll auch ein schweres Bild sicher von den Aufhängehaken gehal ten werden können. Weiterhin sollen die Klammern der Vorrichtung so beschaffen sein, dass für ein Bild nur eine Klammerart, und nicht Klammern mit Aufhängehaken und solche ohne, verwendet werden.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist da durch gekennzeichnet, dass jede Klammer aus einem endlichen, gebogenen Drahtstück besteht und dass ein die Kanten der Platte und des Bildes U-förmig umfassender Teil des Drahtstückes, weiterhin ein entlang der Rückseite der Platte verlaufender Teil des Drahtstückes ferner ein als Aufhänger abgeboge ner Teil des Drahtstückes und ein in die Vertiefung der Platte einrastbarer Teil des Drahtstückes vor handen ist und dass die gebogenen Teile des Draht stückes infolge elastischer Verformung zueinander von Hand bewegbar sind zum Herstellen einer ela stisch verformbaren Klammer.
Mögliche Ausgestaltungen von Ausführungsbei spielen der Erfindung ergeben sich aus den Unter ansprüchen. In der Zeichnung und deren Beschrei bung sind drei Ausführungsbeispiele von Klammern erläutert. Es zeigen: Fig. 1 die Rückseite der Vorrichtung mit Klam mern nach dem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2 eine Klammer der Vorrichtung nach Fig. 1, vergrössert und in Perspektive, nicht in die Vertiefung der Platte eingerastet, Fig. 3 eine Klammer der Vorrichtung nach dem zweiten Ausführungsbeispiel, dargestellt wie die Klammer nach Fig. 2,
Fig. 4 eine in die Vertiefung eingerastete Klam mer nach den Fig. 2, 3 und 5 von der Stirnseite der Platte betrachtet, Fig. 5 eine Klammer der Vorrichtung nach dem dritten Ausführungsbeispiel, dargestellt wie die Klam mer nach Fig. 2 und 3, jedoch ohne Platte.
Ein Bild 1 liegt zwischen einer mit Vertiefungen 2 versehenen Platte 3 und einer Glasplatte 4 (Fig. 4). Die Vertiefungen 2 der Platte 3 sind als parallel zu jeder Plattenkante 5 verlaufende Nuten ausgebildet, die über die gesamte Breite und Länge der Platte 3 durchgehen. Diese Nuten 2 sind so zur Plattenfläche geneigt, dass der Abstand von der tiefsten Stelle 6 einer Nut bis zur nächstgelegenen Plattenkante klei ner ist als der Abstand von der obersten Stelle 7 dieser Nut 2 bis zur gleichen Plattenkante (Fig. 4).
Zum Zusammenhalten von Bild 1, Platte 3 und Glasplatte 4 sowie zum Aufhängen dieser gesamten Einheit dienen Klammern 8, 9 und 18. Die Klam mern 8, 9 und 18 bestehen aus gehärtetem Stahldraht und sind somit von Hand elastisch verformbar. Jede Klammer 8, 9 und 18 ist aus einem endlichen Draht stück gebogen. Jede Klammer 8, 9 und 18 weist einen U-förmig gebogenen Teil 10 auf, der zum Umfassen je einer Kante der Platte 3, des Bildes 1 und der Glasplatte 4 gemäss Fig. 4 dient.
An diesen Teil 10 schliesst sich ein entlang der Plattenrückseite verlaufender annähernd gerader Teil 11 der Klam mer 8, 9 und 18 an. Der Teil 11 liegt an der Rück seite der Platte 3 an (Fig. 4). An den Teil 11 schliesst sich ein als Haarnadelfeder ausgebildeter Teil 12 an, der als Aufhänger für die Platte 3 ausge bildet ist (Fig. 4).
Der Teil 12 schliesst zur Fläche der Platte 3 einen Winkel von etwa 60 ein zum Erreichen eines Abstandes einer an einer Wand auf gehängten, aus Platte 3, Bild 1 und Glasplatte 4 be stehenden Einheit (Fig. 4).
Der vom Teil 12 und der Plattenfläche einge schlossene Winkel kann natürlich auch kleiner, z. B. zwischen 60 und 30 , ausgebildet werden.
Bei der Klammer 8 und 18 nach Fig. 1, 2, 4 und 5 liegt der als Haarnadelfeder abgebogene Teil 12 rechts vom Teil 11, bei Betrachtung der Platte 3 von hinten, gemäss Fig. 1. Bei der Klammer 9 nach Fig. 3, 4 liegt der Teil 12 in der Mitte des Teiles 11, ebenfalls bei Betrachtung der Platte 3 von hinten. Letztere Ausführungsform hat den Vorteil, dass sich der U-förmige Teil 10 der Klammer in der Mitte der Plattenkante eines aufgehängten Bildes befindet.
An einen Schenkel 13 des als Haarnadelfeder ausgebildeten Teiles 12 der Klammern 8, 9 und 18 schliesst sich ein in die Nut 2 der Platte 3 einrast- barer Teil 14 bzw. 19 des Drahtstückes an (Fig. 2-5). Der andere Schenkel 15 des Teiles 12 schliesst sich an den Teil 11 des Drahtstückes an und bildet mit diesem zusammen wieder eine Haarnadelfeder (Fig. 2-5).
Der U-förmige Teil 10 und der Teil 11 der Klammer 8, 9 und 18 liegen rechtwinklig zum Teil 14 bzw. 19: An dem in die Nut 2 der Platte 3 einrastbaren Teil 14 der Klammern 8, 9 schliesst sich ein das Ende des Drahtstückes darstellender, ausserhalb der Nut 2 liegender Teil 16 an, der zum leichteren Ein rasten und Lösen der Klammern 8, 9 in bzw. aus der Platte 3 dient (Fig. 1-4).
An dem in die Nut 2 der Platte 3 einrastbaren Teil 19 der Klammer 18 schliessen sich zwei Schenkel 20, 21 an. Der Teil 19 und die Schenkel 20, 21 bilden zusammen etwa ein gleichseitiges Dreieck. In der Ebene der Schenkel 20, 21 liegt auch der Teil 16 der Klammern 8, 9 (Fig. 4}. Die Schenkel 20, 21 sind länger als der Teil 16 und ragen somit weiter aus der Ebene der Platte 3 (Fig. 4). Bei in die Platte 3 eingesetzter Klammer 18 liegen die Dreiecksspitze 22 und die Teile 15, 11 etwa in einer rechtwinklig zur Platte 3 stehenden Ebene.
Die Klammern 8, 9 nach Fig. 2, 3 umfassen mit ihrem U-förmigen Teil 10 je eine Platte 3 mit nicht dargestelltem Bild und Glasplatte, ihre Teile 14 sind aber noch nicht in je eine Nut 2 eingerastet. Um das zu bewerkstelligen, wird von Hand: mit dem Daumen der Teil 16 und mit dem Zeigfinger der Schenkel 13 der Klammer 8 oder 9 von der in Fig. 2, 3 gezeigten Stellung aus nach unten gedrückt, bis der Teil 14 in die Nut 2 federnd einrastet (Fig. 4).
Das Lösen der Klammer 8 oder 9 aus dieser Verrasterung erfolgt mit den gleichen Fingern in entsprechender Weise. Um die Klammer 18 nach Fig. 5 in der Platte 3 zu befestigen,. wird der durch die Schenkel 20, 21 ge bildete Pfeil mit Daumen und Zeigfinger genommen und nach unten geschoben, bis der Teil 19 in die Nut 2 einrastet (Fig. 4). Das Lösen der Klammer 18 erfolgt durch Ziehen in Pfeilrichtung 23 an den Schenkeln 20, 21 (Fig. 5).
Da jede Klammer 8, 9 oder 18 einen als Auf hänger dienenden Teil 12 (Schenkel 13, 15.) auf weist, werden zum Zusammenhalten von Platte 3, Bild 1 und Glasplatte 4 sowie zum Aufhängen dieser gesamten Einheit nur eine Art Klammern 8, 9 oder 18 benötigt. Die Vorrichtung nach Fig. 1 kann somit in jeder beliebigen Richtung an einer Wand aufge hängt werden. Da die Schenkel 13, 15 zur Ebene der Platte 3 geneigt sind, wird letztere durch die an einer Platte 3 befestigten Klammern 8, 9 oder 18 im Abstand von einer Wand gehalten. Dadurch kann die aus Platte 3, Bild 1 und Glasplatte 4 bestehende Einheit, mit der Hand umfasst, leichter an einer Wand aufgehängt und von der Wand genommen werden.
Weiterhin ergibt ein im Abstand von einer Wand aufgehängtes Bild ein schöneres Aussehen. Durch die in Fig. 4 gezeigte Neigung der Nuten 2 zur Ebene der Platte 3 befindet sich der Teil 14 der Klammern 8, 9 oder der Teil 19 der Klammer 18 derart verrastet, dass auch bei einem aufzuhängenden Bild von grossem Gewicht sich die Klammern 8, 9 oder 18 nicht aus der Platte 3 lösen können.
Die Klammern 8, 9 und 18 lassen sich mit geringer Handkraft schnell in die Platte 3 einsetzen und aus dieser lösen, wobei im eingerasteten Zustand der Klammern diese nicht, auch nicht mit den verschie densten Manipulationen, aus der Platte 3 gelöst werden können, es sei denn mit der bereits :
er- wähnten Betätigung bei einem gewünschten Lösen der Verrasterung. Die Klammern 8, 9 und 18 und ihre Verrasiberung gewährleisten somit ein sicheres Aufhängen einer aug Bild 1, Platte 3, und Glasplatte 4 bestehenden Einheit.
Ist die Klammer 8, 9 oder 18 nach Fig. 4 in die Nut 2 eingerastet, so liegt der Teil 11 elastisch gespannt an der Rückseite der Platte 3 an, wodurch die Glasplatte 4 fest unter Zwischenlagen des Bildes 1 an die Platte 3 gedrückt wird. Bei einer nach Fig. 4 eingerasteten Klammer 8, 9 oder 18 ergibt sich für die elastisch gespannten Teile 11, 13 und 15 eine Kraftwirkung etwa nach der Linie 17, so dass die Glasplatte 4 und die Platte 3 mittels des U-förmig abgebogenen Teiles 10 in der Kraftrichtung nach der Linie 17 aneinandergepresst werden.