CH419213A - Markierungsmasse - Google Patents

Markierungsmasse

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CH419213A
CH419213A CH434762A CH434762A CH419213A CH 419213 A CH419213 A CH 419213A CH 434762 A CH434762 A CH 434762A CH 434762 A CH434762 A CH 434762A CH 419213 A CH419213 A CH 419213A
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CH434762A
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A Poole John
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Cataphote Corp
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    • E01F9/506Road surface markings; Kerbs or road edgings, specially adapted for alerting road users characterised by the road surface marking material, e.g. comprising additives for improving friction or reflectivity; Methods of forming, installing or applying markings in, on or to road surfaces

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Description


      Markierungsmasse       Die Erfindung betrifft eine lichtreflektierende  Masse für Flächenmarkierung     und    insbesondere eine       Strasserunarkierungsmasse,    die als     heisses    thermo  plastisches Material aufgetragen werden kann und im  wesentlichen frei von flüchtigen Stoffen: ist. Die ent  stehende markierte Fläche kann Licht, beispielsweise  von Scheinwerfern in die Richtung zurückwerfen, aus  der es eingestrahlt wird.  



  Der Ausdruck   rückreflektierend  , wie er im  folgenden verwendet wird, bezeichnet eine Fläche  oder Stelle, die ein einfallendes Strahlenbündel, bzw.  einen Lichtstrahl     derart    reflektiert, dass ein heller  Lichtkegel selektiv in Richtung der Strahlungsquelle  zurückgeschickt wird, obwohl das einfallende Licht  in einem     Winkel    auf die reflektierende Oberfläche       trifft,    der nicht 90  ist.

   Der Ausdruck unterscheidet  daher diese Art der     Reflektion    von der eines Spiegels,  der eine Bildwiedergabe erzeugt, bzw von der     Re-          flektion    einer rückstrahlenden Fläche, welche das ein  fallende Lichtdiffus in alle Richtungen zurückwirft,       d.h.    streut.  



  Reflektoren der     rückreflektierenden    Art werden  allgemein verwendet, wenn der einfallende Strahl eine  reflektierende Fläche     trifft,    die im übrigen teilweise  oder vollständig im Dunkeln liegt. Rückreflektierende  Flächen werden insbesondere für Strassenverkehrs  markierungen und Reklameschilder verwendet. In  solchen Fällen ist es wesentlich, dass die     Reflektion     in Richtung der Quelle des einfallenden Lichtes er  folgt, obwohl das einfallende Licht die reflektierende  Fläche unter Umständen in einen Winkel trifft, der  ungleich 90  ist.

   Bei     Strassenmarkierungszeichen    ist  es     auch    wesentlich,     dass    eine maximale Helligkeit  erhalten wird, so dass das Zeichen aus einer entspre  chenden Entfernung sichtbar und dabei klar genug  ist, um eine mögliche Fehldeutung der Bezeichnung  zu vermeiden.    Es sind schon Zusammensetzungen bekannt,  welche auf eine Fläche zur Bildung rückreflektieren  der Stellen aufgestrichen oder in anderer Weise auf  gebracht werden. Diese Zusammensetzungen enthal  ten jedoch flüchtige Lösungsmittel, welche nach dem  Aufbringen auf die Strasse zur Verdunstung gebracht  werden müssen, und/oder harzartige     Stoffe,    welche  unter     Sauerstoffabsorption    aus der Atmosphäre er  härten.

   Die Verwendung flüchtiger Lösungsmittel in  derartigen     Zusammensetzungen    hat verschiedene  Nachteile. Einerseits ist die in derartigen Zusammen  setzungen enthaltene mögliche     Feststoffmenge    be  grenzt. Dies bedeutet, dass die Menge an     Feststoffen,     wie rückreflektierende Perlen, Pigmente und perma  nente Bindemittel, die in einem Arbeitsgang aufge  bracht werden können, beschränkt ist. Die Beschrän  kung der     Feststoffmenge,    die aufgebracht werden  kann, bedeutet auch, dass sich die Markierung leicht  abnützt.

   Andererseits hat das     verwendete    Lösungs  mittel oft die Neigung, den in Strassenbauzusammen  setzungen enthaltenen Teer, etwa die schwarze Deck  schicht, teilweise aufzulösen, oder mit dieser zu  reagieren. Dies führt dann dazu, dass sich die Mar  kierung verfärbt und damit weniger     wirksam    wird.  Schliesslich bringt die Verwendung von Lösungsmit  teln im allgemeinen     lange    Trockenzeiten mit sich und  führt daher zu einer Sperrung des markierten Ge  bietes während übermässig langer Zeitspannen.  



       Bindemittelzusammensetzungen    mit Stoffen, die  durch     oxydative        Kondensation    härten, wie     Alkyd-          harze,    die trocknende Öle oder     Fettsäuren    von trock  nenden Ölen enthalten, bzw. mit diesen modifiziert  sind, besitzen zwei wesentliche Nachteile.

   Sie errei  chen den gewünschten 'harten und zähen Zustand re  lativ langsam, in Abhängigkeit von der Absorption  und Umsetzung mit     Sauerstoff    aus der umgebenden  Atmosphäre; da die     oxydative        Kondensation    eine      fortlaufende     Reaktion    ist, kann es zu einer     Versprö-          dung,    Belegbildung oder     Verfärbung    kommen.  



  Es ist daher eine Zusammensetzung oder Masse  wünschenswert, die insbesondere für Verkehrsmarkie  rung geeignet, frei von     flüchtigen    und lufttrocknenden  Stoffen und daher     frei    von den     erwähnten    Nachteilen  ist, die in irgend einer gewünschten Dicke auf     Flächen,     wie Strassen, aufgebracht werden kann, bei regneri  schem Wetter in erhöhtem Masse sichtbar und als  dauerhafte wirksame Markierung geeignet ist.  



  Die Erfindung soll nun eine     Markierungsmasse     ermöglichen, die als Flüssigkeit auf bestimmte Stellen  wie Strassen     u.dgl.    aufgebracht werden kann und die  nach dem Erhärten die bedeckte     Fläche    rückreflek  tierend macht.  



  Die     Erfindung    soll fernerhin eine Zusammenset  zung oder Masse ermöglichen, die im wesentlichen  keine flüchtigen     oder        oxydativ    trocknenden Stoffe       enthält.    Fernerhin soll die Erfindung eine Zusammen  setzung zur Verkehrsmarkierung ermöglichen, die  einen maximalen     Feststoffgehalt    und insbesondere  einen maximalen Gehalt an     rückreflektierenden    Per  len aufweist, daher eine maximale Ablagerung von  festen Stoffen, wie Perlen und     Pigmenten,    auf der  zu markierenden     Fläche    und damit eine     maximale     Menge reflektierender Perlen in der Ablagerung ge  währleistet.  



  Die Erfindung soll fernerhin ein     Verfahren    zur  Markierung von Strassen mittels einer Zusammen  setzung zur Strassenmarkierung ermöglichen, die kurze  Zeit nach der Ablagerung wieder befahrbar ist. Wei  terhin soll die     Erfindung    ein     Verfahren    zur Ablage  rung     einer    relativ dicken Schicht einer Zusammen  setzung zur     Markierung    bzw.

   ein Verfahren zur Her  stellung von Verkehrsmarkierungen ermöglichen, die  rückreflektierend, unter allen     Lichtverhältnissen    und  selbst im nassen Wetter     leicht    erkennbar sind und die  auch eine Dauerhaftigkeit zeigen, die grösser ist als  dies mit     den    bekannten anstrich-artigen Zusammen  setzungen möglich ist.  



  Die     erfindungsgemässe        Zusammensetzung    zur       Markierung    enthält ein     nichttrocknendes    thermopla  stisches Material als Bindemittel, rückreflektierende       Perlen,    Pigment und, wenn gewünscht, weitere Pig  mente, Füllstoff und modifizierend wirkende Mittel.  Das Bindemittel ist .so gewählt, dass es bei Tempera  turen von ungefähr 65-177  C plastisch oder     fliess-          fähig    ist und allein durch Kühlung     schnell    unter Bil  dung einer harten Fläche härtet, die wenige Minuten  nach dem Aufbringen befahren werden kann.

   Die Zu  sammensetzung ist im     wesentlichen;    frei von Lösungs  mitteln; durch Einstellung der     Plastizität    des Binde  mittels kann eine Zusammensetzung hergestellt wer  den, die bis     95%    Feststoffe,     d.h.    Perlen, Pigment und  Füller, und als Rest     Bindemittel    enthält. Die Zusam  mensetzung enthält     praktisch    kein     flüchtiges        Material,          d.h.    keinen     Stoff,    mit     einem    Siedepunkt, der bei oder  unter der Temperatur des     Aufbringens    liegt.  



  Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnungen  näher erläutert werden. Es zeigen:         Fig.    1 einen stark     vergrösserten,    schematischen  Querschnitt einer mit der     erfindungsgemässen    Masse  behandelten und rückreflektierend gemachten Ober  fläche und       Fig.    2 eine schaubildliche Darstellung der Optik  der     Rückreflektion.     



  Obwohl die Erfindung im Zusammenhang mit  einer Masse und einem Verfahren für die Verkehrs  markierung beschrieben wird, ist zu bemerken, dass  sie nicht auf die     Verkehrmarkierung    beschränkt, son  dern für alle Markierungsarten geeignet ist, bei wel  chen Licht     rückreflektiert    werden soll.  



  Das Bindemittel, welches dazu dient, Perlen, Pig  ment und andere     Feststoffe    dauerhaft an Ort und  Stelle zu halten,     ist    so gewählt, dass seine     Plastizität     sowohl während des     Aufbringens    des Materials und  auch     nach    seiner Abkühlung den jeweiligen Anfor  derungen entspricht.

   Die Masse sollte daher bei Tem  peraturen zwischen ungefähr 149 und 232  C     giess-          fähig    oder     auspressbar    sein und nach dem Abkühlen,       d:h.    bei einer     Temperatur,    bei welcher sie dem üb  lichen Gebrauch,     z.B.    auf einer Strasse ausgesetzt  ist,     eine    harte, feste Oberfläche besitzen. Die Art und  Menge des Bindemittels     beeinflusst    die Glanzbestän  digkeit und die     Druckfestigkeit    der fertigen Markie  rung.  



  Das Bindemittel kann in einem     Anteil    entspre  chend 15-35% des Gewichtes der gesamten Masse  oder Zusammensetzung vorhanden sein und sollte  ein im wesentlichen farbloses, nicht trocknendes ther  moplastisches Material sein, welches bei Temperatu  ren zwischen ungefähr 149-232  C aufgebracht,     d.h.     gegossen, ausgepresst oder anderweitig verteilt werden       kann.    Fernerhin sollte es unter Bildung einer harten       Oberfläche    bei Temperaturen, wie sie normalerweise  auf Strassen     herrschen,    schnell erhärten, wobei die       Verfestigungstemperatur    so eingestellt ist,

   dass sie  über der auf der     Strassenoberfläche    zu erwartenden  Maximaltemperatur liegt. Das Bindemittel sollte auch  Temperaturen unter Null Grad     standhalten,    ohne dass  eine übermässige Schrumpfung und demzufolge     Riss-          bildung    auftritt. Das Bindemittel sollte durch Oxyda  tion und     Wetterbedingungen    relativ     unbeeinflusst     bleiben und frei von übermässigen Fliesserscheinun  gen im kalten Zustand sein.  



  Es wurde gefunden, dass eine Mischung aus zwei       Styrolpolymeren,    die beide aus rohen Mischungen  von     Styrol    und seinen Homologen, wie sie aus der  Fraktionierung der sogenannten Rohlösungsmittel aus  Leichtölen oder beim Waschen von     Verkokungsgasen     oder in der Gaswäsche allgemein anfallen, erhalten  werden können, ein geeignetes Bindemittel darstellt.  Derartige     Polymerisate    werden unter der Markenbe  zeichnung       Piccolastics      von der     Pennsylvania        In-          dustrial        Chemical    Corporation hergestellt.  



  Es ist     jedoch    auch jedes andere Bindemittel, wel  ches die obigen Forderungen erfüllt, geeignet.  



  Ein bevorzugtes Bindemittel ist eine Mischung  von zwei     Polymerisaten    auf der Basis von     Styrol,    von  denen das eine einen Schmelzpunkt     (bestimmt    nach      der Kugel- und Ring-Methode) von ungefähr 100  C  und die andere einen     Schmelzpunkt    von ungefähr  5 C aufweist. Vorzugsweise ist das höher     schmelzende     Material in der Mischung in einen gewichtsprozentua  len Anteil von 65-85% enthalten, während das nied  riger     schmelzende    Material 15-35     Gew.    % ausmacht.

    Das höher schmelzende Material ist in     Xylol    löslich,  bei 120  C viskos und stellt bei Raumtemperatur ein       hartes,        zähes,    halbelastisches Material dar. Das nied  riger     schmelzende    Material ist bei 120  C flüssig wie  Wasser und in       Naphta      löslich.  



  Ein anderes wirkungsvolles Bindemittel ist ein  nichttrocknendes     Alkydharz,    wie     Phthalsäure-Glycol-          Alkyd'harz,    das mit einem     nichttrocknenden    öl,     z.B.          Kokosnussöl,    modifiziert ist, in Mischung mit einem  transparenten, farblosen, nichttrocknenden Harz mit  wesentlich höherem     Erweichungspunkt,    wie hydriertes       Colophonium,    das mit     Maleinsäureanhydrid    oder       Glycol    modifiziert ist. Das Bindemittel kann eine re  lativ geringe Menge eines nichttrocknenden Weich  machers     enthalten.     



  Das verwendete Pigment hängt von der für die  fertige Markierung gewünschten Farbe ab. Obwohl  eine Reihe verschiedener Pigmente verwendet worden  kann, hat es sich aus wirtschaftlichen und verarbei  tungstechnischen Gründen gezeigt, dass die Verwen  dung von     Titandioxyd-Pigment    als weisses Pigment  und von     Cadmiumgelb    als gelbes     Pigment    für Ver  kehrsmarkierungen zu bevorzugen ist. Die Auswahl  des Pigmentes und seines Anteiles beeinflusst eben  falls das Ausschwitzen oder die     Belagbildung    bzw. den  Glanz der fertigen Markierung.

   Derartige Pigmente  sind in der     Markierungszusammensetzung    vorzugs  weise in einer Menge von 0-15% des     Gesamtgewichtes     der Zusammensetzung vorhanden.  



  Die Perlen, welche der Markierung die rückreflek  tierenden Eigenschaften vermitteln, sind in einer  Menge von 20-70% des     Gewichtes    der gesamten  Masse vorhanden, was erheblich höher liegt, als bei  den bekannten     Zusamensetzungen.    Die Hauptrolle  von Bindemittel, Füller und Pigment besteht darin,  den leeren Raum um die Perlen zu füllen und eine  Matrix für diese zu bilden. Vorzugsweise sollte der  Brechungsindex der Perlen nicht unter ungefähr 1,3  liegen.     Ihr    Brechungsindex kann im Bereich von un  gefähr 1, 3-3 liegen oder so     'hoch    sein, wie es     zweck-          mässig    ist.

   Der Durchmesser der verwendeten Perlen  liegt zwischen 10 und 1000     Mikron.    Die Perlen kön  nen aus Glas oder Kunststoff bestehen, wenn sie nur  transparent und vorzugsweise fest und kugelförmig  sind. Gegebenenfalls können sie schwach elliptisch  geformt sein.  



  Obwohl es für bestimmte Massen zweckmässig  sein kann, Perlen zu     verwenden,    deren Durchmesser  nicht mehr als um den Faktor Zwei oder Drei variiert,  können auch kleinere oder grössere Unterschiede der  Durchmesser wünschenswert sein. Wenn eine mög  lichst grosse Menge an Perlen verwendet werden soll,  ist eine möglichst breite Grössenverteilung vorzu  ziehen.    Dies macht es     wiederum    möglich,     mittels    der  Perlen eine maximale Druckfestigkeit ohne Verlust  optischer Eigenschaften zu erreichen.  



  Zusätzlich zu Perlen und Pigmenten können der  Masse andere Feststoffe zugesetzt werden, um be  stimmte Eigenschaften der fertigen     Markierung    zu  erzielen. So kann der Zusatz von Füllstoffen wün  schenswert sein, die als     Mattierungsmittel    wirken und  eine beschränkte     Porösität    der fertigen Markierung  verursachen. So können     z.B.    geringe Mengen,     d.h.    bis  etwa 3%,     Kieselgur    zur Mattierung und Belüftung  zugesetzt werden.

   Dies ist     insbesondere    dann wün  schenswert, wenn die Markierung auf Betonstrassen  oder Pflasterung aufgebracht werden soll, da zwischen  einer solchen Pflasterung und der Markierung die  Neigung zur Ausbildung eines hydrostatischen     Druk-          kes    besteht. Dies wiederum führt zur Bildung von  Blasen, Schuppen und Abrissen. Die Verwendung  eines Belüftungsmittels,     d:h.    eines Mittels, welches  eine     Durchatmung    bewirkt, führt einen beschränkten       Porösitätsgrad    in die Markierung ein und verhindert  daher die erwähnten unerwünschten Wirkungen.  



  Als weitere Füller können Stoffe wie     Zinkoxyd,           Asbestine     , Feinsand und Schlämmkreide verwen  det werden. Diese Füllstoffe können selbst Pigmente  oder     Pigmentstreckmittel    sein.       Asbestine      ist ein  natürliches, fasriges     Magnesiumsilikat    von     reinweisser     Farbe und stellt ein gutes     inertes        Pigmentsstreckmittel     dar.

   Die gesamte     Füllstoffmenge    (abgesehen von  Perlen und Pigment) kann einen unwesentlichen An  teil,     d.h.    nur 1% oder aber einen erheblichen Anteil,       d.h.    bis 30% des Gewichtes der gesamten Masse dar  stellen.  



  Zum Aufbringen auf eine zu markierende Ober  fläche wird die Masse     zweckmässigerweise    auf eine       Temperatur    zwischen ungefähr 149-232  C erhitzt, je  nach der gewünschten Viskosität und der Art des ver  wendeten thermoplastischen Bindemittels. Die Masse  wird heiss auf die Oberfläche oder das Pflaster     auf-          gebracht,    und kann, da sie keine flüchtigen Stoffe  enthält, in erheblichen dickeren Schichten aufgelegt  werden als die     perlenhaltigen        anstrichartigen    Zusam  mensetzungen. Die Dicke der fertigen Markierung  kann zwischen ungefähr 0,8 und 12,7 mm liegen.

   Das  Aufbringen kann     entweder        durch    Giessen, durch Aus  pressen oder durch andere     Verteilungsverfahren    er  folgen, wobei die Wahl des anzuwendenden Verfah  rens von der Zusammensetzung der Masse abhängt,  Die     erfindungsgemässe    Markierungsmasse kühlt nach  dem Auftragen rasch ab und kann     gewöhnlich    schon  innerhalb von fünf Minuten der normalen Verkehrs  belastung ausgesetzt werden. Die fertige     Markierung     ist dauerhaft, haftet permanent auf der Oberfläche,  auf welche sie aufgebracht ist, verfärbt sich auch     nach     längerem Gebrauch nicht und ist sowohl bei Tag als  auch bei Nacht gut sichtbar.

   Fernerhin zeigt sie nur  einen sehr geringen kalten Fluss, der es     ermöglicht,     dass sich die Masse über längere     Zeitspannen    einer  Bewegung (Ausdehnung, Kontraktion,     Wellung)    des  Pflasters angleicht.      Bei der Zusammenstellung der     erfindungsgemäs-          sen    Markierungsmasse     kann    die gesamte Perlenmenge  der Masse vor dem Auftragen zugegeben werden;  man kann jedoch auch einen Teil der oder die ge  samte Perlenmenge zurückhalten und nach dem Auf  tragen aber vor dem Abkühlen auf die Oberfläche  der Masse aufbringen bzw. aufstreuen.

   Vorzugsweise  wird ein kleiner Teil der Perlen zurückgehalten und  gleichmässig auf der Oberfläche der heissen Masse       verteilt,    wobei die Perlen in ausreichendem Masse in  die Masse einsinken, um     dauerhaft    festgehalten zu  werden. Nach diesem Verfahren des     Aufbringens    der  Markierungsmasse bleiben die zuoberst liegenden  Perlen teilweise     unbeschichtet    und sind daher für die       Rückreflektion    von einfallendem Licht optisch wirk  samer. Die auf diese Weise auf der Oberfläche     abgela-          gerten    Perlen können vor dem Aufstreuen erhitzt  werden, doch ist dies     nicht    unbedingt erforderlich.  



  Die Markierungszusammensetzung kann gege  benenfalls zu Blöcken oder Ziegeln verarbeitet und  für die endgültige Verwendung erneut aufgeschmolzen  werden. Dadurch wird der Transport vereinfacht, die  Zusammensetzung steht an Ort und Stelle fertig zur  Verfügung und muss nicht     erst    gemischt werden.  



  In     Fig.    1 ist ein vereinfachter Querschnitt durch  die fertige Markierungsmasse gezeigt, die auf einer  Fläche abgelagert ist. Die     Oberfläche    10 in     Fig.    1 ist  mit Masse 12 bedeckt,     welche    aus dem Bindemittel  14, den von diesem     dauerhaft    festgehaltenen Perlen  16, dem Pigment 18 und dem     Füller    20 besteht.  



  Die Optik der so gebildeten     rückreflektierenden          Oberfläche    kann anhand von     Fig.    2 erläutert werden.       Fig.    2 zeigt eine einzige     rückreflektierende    Perle 16,  welche durch das Bindemittel 14 festgehalten, von  den Pigmentartikeln 18 und den     Füllstoffpartikeln    20  umgeben, ist. Der Lichtstrahl A von einer nicht ge  zeigten Quelle trifft die Perle 16 und wird an einem  Punkt P     fokusiert,    der ungefähr dort liegt, wo die  Perle 16 mit dem Pigment 18 und den     Füllstoffparti-          keln    20 in Berührung steht.

   Der Lichtstrahl B wird  dann ungefähr parallel zum einfallenden Strahl A       reflektiert,    wodurch eine     Rückreflektion    durch die  Perle und dementsprechend     durch    das gesamte rück  reflektierende Gebiet, welches mit der erfindungsge  mässen Masse bedeckt ist,     zustandekommt.     



  Die Erfindung soll nun anhand der folgenden Bei  spiele n'ä'her erläutert werden.    <I>Beispiel 1</I>  In ein geheiztes Gefäss wurden 6,85 kg eines     Poly-          merisates    auf Basis von     Styrol        (Schmelzpunkt    unge  fähr 100 C,     Handelsbezeichnung         Piccolastic    E-100 )  und 1,23 kg eines anderen     Polymerisates    auf     Styrol-          basis        (Schmelzpunkt    ungefähr     5 C,    Handelsbezeich  nung       Piccolastic    A-5  ) gebracht.

   Es wurde aus  reichend     stark        erhitzt,    um die     Polymerisate    zu schmel  zen u. relativ     freifliessend    zu machen. Dieser geschmol  zenen Masse wurde 3,63 kg     Titandioxyd        ( Titanox     RA  der     Titanium    Pigment     Corp.),    1,04 kg Zinkoxyd,  4,22 kg     Kieselgur    (      Celite    110   der Fa. Johns-Man-         ville),    14,1 kg Glasperlen (entsprechend Siebzahlen  von 8-110 Maschen pro cm) und 14,1 kg Glasperlen  (entsprechend     Siebzahlen    von 20-125 Maschen pro  cm).

   Die Perlen wurden vor dem Zusatz in einem  Ofen auf ungefähr 149' C     erhitzt.    Dies ist nicht un  bedingt erforderlich,     beschleunigt    jedoch das Misch  verfahren     erheblich.    Die entstehende Mischung wurde       gründlich        gerührt,    auf eine Temperatur von ungefähr  149' C gebracht und ungefähr eine Stunde bei dieser  Temperatur     geführt.    Die so gebildete Masse kann auf  eine Oberfläche, wie     Betonstrassenbelag,    bituminösen  Strassenbelag     ( black    top )     u.dgl,    aufgebracht wer  den.

   Sie wurde bei ungefähr 1490 C aufgebracht und  konnte nach 5 Minuten dem Verkehr ausgesetzt  werden. Eine Prüfung dieser Markierungsmasse über  eine längere Zeitspanne zeigte, dass sie eine gute Ab  nützungsbeständigkeit besitzt. Man erhält eine leuch  tend weisse Markierung auf der Strassenoberfläche,  die Tag und Nacht rückflektierend wirkt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde eine  Markierungsmasse hergestellt, wobei jedoch die  3,63 kg       Titanox        RA      durch 3,63 kg     Cadmiumgelb     ersetzt wurden. Man erhält eine     leuchtend    gelbe Mar  kierung auf Strassendecken aus Bitumen oder Beton.  Die Markierung ist bei Tag und Nacht rückreflek  tierend.  



  <I>Beispiel 3</I>  Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeits  weise wurden     weitere    Markierungsmassen gemäss der  folgenden tabellarischen Zusammensetzung hergestellt:  
EMI0004.0070     
  
    <I><U>A <SEP> B <SEP> C</U></I>
<tb>  (Gewichtsprozent)
<tb>    <SEP> Piccolastic <SEP> E-100 <SEP>   <SEP> (Polystyrol,
<tb>  Fp. <SEP> ca. <SEP> 100 C) <SEP> 19,25 <SEP> 12,0 <SEP> 18,8
<tb>    <SEP> Piccolastic <SEP> A-5 <SEP>   <SEP> (Polystyrol, <SEP> a
<tb>  Fp. <SEP> ca. <SEP> 5 C) <SEP> 6,5 <SEP> 6,0 <SEP> 6,4
<tb>    <SEP> Titanox <SEP> RA <SEP>  
<tb>  (TiO, <SEP> der <SEP> Fa.

   <SEP> 10,0 <SEP> - <SEP>     <SEP> Titanox <SEP> RCHT <SEP>   <SEP> Titariium <SEP> - <SEP> - <SEP> 11,3
<tb>    <SEP> Titanox <SEP> A-MO <SEP>   <SEP> Pigment <SEP> Corp.) <SEP> - <SEP> 15,0 <SEP>     <SEP> Zinkoxyd <SEP>   <SEP> - <SEP> - <SEP> 3,2
<tb>    <SEP> Asbestine <SEP>   <SEP> 1,375 <SEP> 3,5 <SEP> 13,2
<tb>    <SEP> Celite <SEP> 110 <SEP>   <SEP> (Kieselgurerde) <SEP> - <SEP> - <SEP> 2,8
<tb>    <SEP> Schlämmkreide <SEP>   <SEP> 2,875 <SEP> - <SEP>     <SEP> Glaspulen <SEP>   <SEP> (20-200 <SEP> mesh) <SEP> 30,0 <SEP> 33,5 <SEP> 44,3
<tb>    <SEP> (18-100 <SEP> mesh) <SEP> 15,0 <SEP> 15,0 <SEP> - <SEP> .
<tb>    <SEP> (50-325 <SEP> mesh) <SEP> - <SEP> - <SEP>     <SEP> (80-325 <SEP> mesh) <SEP> 15,0 <SEP> 15,0 <SEP> -       Die     Zusammensetzungen    A und C wurden auf  Oberflächen gegossen,

   während die     Zusammensetzung     B ausgepresst wurde.      <I>Beispiel 4</I>  Zu<B>12,6</B> Gewichtsteilen eines nichttrocknenden,  mit     Kokosnussöl    modifizierten     Phthalsäurea:nhydrid-          Glycol-Alkyd-Harzes    (      Beckosol    Nr.

   23   der Reich  hold     Chemical        Company)    wurden 8,4 Teile hydriertes       Colophonium,    das mit     Maleinsäureanhydrid    und     Gly-          cerin    modifiziert ist     (Handelsbezeichnung      HE 28    der     Cook        Paint        and        Varnish        Company),    und zwei  Teile eines     nichtrocknenden        Polyesterweichmachers     vom     Alkyd-Typ    (      Paraplex    G 60  ,

       Rohm    und Haas)  zugegeben. Die Mischung wird zu einer freifliessenden  Masse erhitzt und mit 19 Teilen reinem     Calcium-          carbonat,    11 Teilen     Titandioxyd,    3 Teilen     Diatomeen-          Siliciumdioxyd,    4 Teilen     Magnesiumsilicat,    40 Teilen  Glasperlen und einem viertel Teil eines     Dispergier-          mittels,    wie       Diglycollaurat    3   (der Firma     Glyco          Chemical        Company)    verrührt.  



  Alle oben beschriebenen Zusammensetzungen er  geben Oberflächen mit guten     rückreflektierenden     Eigenschaften bei Tag und bei Nacht und mit gün  stigen Abnützungseigenschaften.  



  Aus den obigen Ausführungen ist zu ersehen, dass  die Erfindung eine Masse und ein Verfahren zur Ver  wendung dieser Masse zur Markierung von Flächen,  insbesondere Strassen, ermöglicht, derart, dass die       markierten    Flächen Licht in der Richtung reflektieren  können, aus welcher dieses auf die Fläche fällt. Fer  ner kann die erfindungsgemässe Markierungsmasse in  einer bisher nicht erzielbaren     Dicke    erhalten werden.

    Die Fähigkeit, dass diese Markierungsmassen in sol  chen Dicken erhalten werden können, bedeutet, dass  die Perlen, Pigmente und Binder, die auf diese Weise       aufgebracht    werden,     in,    einer solchen Art und Weise  abgelagert werden können, dass die Markierungen  gute Abnützungseigenschaften aufweisen.     Ausserdem     ermöglicht die durch die Verwendung dieser Massen       erhaltene    zusätzliche Dicke eine gute Sichtbarkeit bei  Tag und Nacht. Bei Regen sind die bekannten an  strichartigen rückreflektierenden     Strassenmarkierun-          gen    mit einem Wasserfilm     bedeckt,    welcher die rück  reflektierenden Eigenschaften aufhebt.

   Demgegenüber  besitzt die erfindungsgemässe Masse auf Grund ihrer  dickeren     Auftragung    im Regen verbesserte rückreflek  tierende Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Markierungsmasse, welche geeignet ist, als heisse Schmelze auf eine Oberfläche aufgebracht zu werden und welche das Licht rückreflektiert, dadurch ge kennzeichnet, dass sie ein farbloses unter Normalbe dingungen festes, nichttrocknendes thermoplastisches Bindemittel, welches beim Erhitzen erweicht und fliessfähig wird und sich durch Abkühlung aus dem fliessfähigen Zustand verfestigt, Pigment, und durch sichtige Perlen in einer Menge von 20 bis 70% des Gesamtgewichtes der Masse enthält, wobei die Perlen einen Erweichungspunkt besitzen, der über dem des Bindemittels liegt und der Durchmesser der Perlen 10 bis 1000 Mikron beträgt,
    und wobei das Binde mittel mindestens ein nichttrocknendes thermoplasti- sches, bei Raumtemperatur festes Harz und minde stens ein weiteres nichttrocknendes thermoplastisches Harz in Mischung enthält, das einen niedrigeren Er weichungspunkt besitzt, als das bei Raumtemperatur feste Harz.
    IL Verwendung einer Markierungszusammenset zung gemäss Patentanspruch I, um eine feste Ober fläche rückreflektierend zu machen, dadurch gekenn zeichnet, dass man auf die Oberfläche bei einer Tem- peratur von 149-232 C eine Schicht aus der Markie- rungsmasse in einer Dicke von 0,8-12,7 mm aufbringt, wobei die Markierungsmasse 15-35% thermoplasti sches Bindemittel, bis 15% Pigment und höchstens 30% Füllstoff enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die durchsichtigen Perlen. aus Glas bestehen. 2.
    Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bindemittel aus Polystyrol harzen besteht. 3. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bindemittel aus nichttrock- nenden Al'kylharzen besteht. 4. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bindemittel aus einem nicht trocknenden Alkyd'harz besteht, welches mit einem farblosen, durchsichtigen, nichttrocknenden, einen höheren Erweichungspunkt als das Alkydharz auf weisenden Harz modifiziert ist. 5.
    Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bindemittel aus einem nicht trocknenden Alkydharz, welches mit einem farblosen, durchsichtigen, nicht-trocknenden Harz mit höherem Erweichungspunkt als das Alkydharz modifiziert ist, und einem nichttrocknenden Weichmacher besteht. 6. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bindemittel 15-35% des Ge wichtes der Zusammensetzung darstellt. 7. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie bis 30% Füllstoff enthält. B.
    Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Pigment Titandioxyd ist. 9. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Pigment Cadmiumgelb ist. 10. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bindemittel aus 75-85 Gew. % Polystyrol mit einem Schmelzpunkt von mindestens annähernd 100 C und aus 35-15 Gew. % Polystyrol mit einem Schmelzpunkt von mindestens annähernd 5 C besteht. 11. Masse gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie aus 15-35% Bindemittel, bis zu 15% Pigment und höchstens 30% Füller besteht. 12.
    Masse gemäss Unteranspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass der Füllstoff ein Material ist, wel ches der Masse nach dem Erhärten eine gewisse Po- rösität vermittelt. 13. Masse gemäss Unteranspruch 12, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Füllstoff Kieselgur ist. 14.
    Verfahren gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Perlen auf die Ober- fläche der Schicht gebracht wird, ehe die Masse voll- ständig erhärtet ist. 15. Verfahren gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse als heisse fliessfähige Mischung zu festen Blöcken gegossen wird.
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