Markierungsmasse Die Erfindung betrifft eine lichtreflektierende Masse für Flächenmarkierung und insbesondere eine Strasserunarkierungsmasse, die als heisses thermo plastisches Material aufgetragen werden kann und im wesentlichen frei von flüchtigen Stoffen: ist. Die ent stehende markierte Fläche kann Licht, beispielsweise von Scheinwerfern in die Richtung zurückwerfen, aus der es eingestrahlt wird.
Der Ausdruck rückreflektierend , wie er im folgenden verwendet wird, bezeichnet eine Fläche oder Stelle, die ein einfallendes Strahlenbündel, bzw. einen Lichtstrahl derart reflektiert, dass ein heller Lichtkegel selektiv in Richtung der Strahlungsquelle zurückgeschickt wird, obwohl das einfallende Licht in einem Winkel auf die reflektierende Oberfläche trifft, der nicht 90 ist.
Der Ausdruck unterscheidet daher diese Art der Reflektion von der eines Spiegels, der eine Bildwiedergabe erzeugt, bzw von der Re- flektion einer rückstrahlenden Fläche, welche das ein fallende Lichtdiffus in alle Richtungen zurückwirft, d.h. streut.
Reflektoren der rückreflektierenden Art werden allgemein verwendet, wenn der einfallende Strahl eine reflektierende Fläche trifft, die im übrigen teilweise oder vollständig im Dunkeln liegt. Rückreflektierende Flächen werden insbesondere für Strassenverkehrs markierungen und Reklameschilder verwendet. In solchen Fällen ist es wesentlich, dass die Reflektion in Richtung der Quelle des einfallenden Lichtes er folgt, obwohl das einfallende Licht die reflektierende Fläche unter Umständen in einen Winkel trifft, der ungleich 90 ist.
Bei Strassenmarkierungszeichen ist es auch wesentlich, dass eine maximale Helligkeit erhalten wird, so dass das Zeichen aus einer entspre chenden Entfernung sichtbar und dabei klar genug ist, um eine mögliche Fehldeutung der Bezeichnung zu vermeiden. Es sind schon Zusammensetzungen bekannt, welche auf eine Fläche zur Bildung rückreflektieren der Stellen aufgestrichen oder in anderer Weise auf gebracht werden. Diese Zusammensetzungen enthal ten jedoch flüchtige Lösungsmittel, welche nach dem Aufbringen auf die Strasse zur Verdunstung gebracht werden müssen, und/oder harzartige Stoffe, welche unter Sauerstoffabsorption aus der Atmosphäre er härten.
Die Verwendung flüchtiger Lösungsmittel in derartigen Zusammensetzungen hat verschiedene Nachteile. Einerseits ist die in derartigen Zusammen setzungen enthaltene mögliche Feststoffmenge be grenzt. Dies bedeutet, dass die Menge an Feststoffen, wie rückreflektierende Perlen, Pigmente und perma nente Bindemittel, die in einem Arbeitsgang aufge bracht werden können, beschränkt ist. Die Beschrän kung der Feststoffmenge, die aufgebracht werden kann, bedeutet auch, dass sich die Markierung leicht abnützt.
Andererseits hat das verwendete Lösungs mittel oft die Neigung, den in Strassenbauzusammen setzungen enthaltenen Teer, etwa die schwarze Deck schicht, teilweise aufzulösen, oder mit dieser zu reagieren. Dies führt dann dazu, dass sich die Mar kierung verfärbt und damit weniger wirksam wird. Schliesslich bringt die Verwendung von Lösungsmit teln im allgemeinen lange Trockenzeiten mit sich und führt daher zu einer Sperrung des markierten Ge bietes während übermässig langer Zeitspannen.
Bindemittelzusammensetzungen mit Stoffen, die durch oxydative Kondensation härten, wie Alkyd- harze, die trocknende Öle oder Fettsäuren von trock nenden Ölen enthalten, bzw. mit diesen modifiziert sind, besitzen zwei wesentliche Nachteile.
Sie errei chen den gewünschten 'harten und zähen Zustand re lativ langsam, in Abhängigkeit von der Absorption und Umsetzung mit Sauerstoff aus der umgebenden Atmosphäre; da die oxydative Kondensation eine fortlaufende Reaktion ist, kann es zu einer Versprö- dung, Belegbildung oder Verfärbung kommen.
Es ist daher eine Zusammensetzung oder Masse wünschenswert, die insbesondere für Verkehrsmarkie rung geeignet, frei von flüchtigen und lufttrocknenden Stoffen und daher frei von den erwähnten Nachteilen ist, die in irgend einer gewünschten Dicke auf Flächen, wie Strassen, aufgebracht werden kann, bei regneri schem Wetter in erhöhtem Masse sichtbar und als dauerhafte wirksame Markierung geeignet ist.
Die Erfindung soll nun eine Markierungsmasse ermöglichen, die als Flüssigkeit auf bestimmte Stellen wie Strassen u.dgl. aufgebracht werden kann und die nach dem Erhärten die bedeckte Fläche rückreflek tierend macht.
Die Erfindung soll fernerhin eine Zusammenset zung oder Masse ermöglichen, die im wesentlichen keine flüchtigen oder oxydativ trocknenden Stoffe enthält. Fernerhin soll die Erfindung eine Zusammen setzung zur Verkehrsmarkierung ermöglichen, die einen maximalen Feststoffgehalt und insbesondere einen maximalen Gehalt an rückreflektierenden Per len aufweist, daher eine maximale Ablagerung von festen Stoffen, wie Perlen und Pigmenten, auf der zu markierenden Fläche und damit eine maximale Menge reflektierender Perlen in der Ablagerung ge währleistet.
Die Erfindung soll fernerhin ein Verfahren zur Markierung von Strassen mittels einer Zusammen setzung zur Strassenmarkierung ermöglichen, die kurze Zeit nach der Ablagerung wieder befahrbar ist. Wei terhin soll die Erfindung ein Verfahren zur Ablage rung einer relativ dicken Schicht einer Zusammen setzung zur Markierung bzw.
ein Verfahren zur Her stellung von Verkehrsmarkierungen ermöglichen, die rückreflektierend, unter allen Lichtverhältnissen und selbst im nassen Wetter leicht erkennbar sind und die auch eine Dauerhaftigkeit zeigen, die grösser ist als dies mit den bekannten anstrich-artigen Zusammen setzungen möglich ist.
Die erfindungsgemässe Zusammensetzung zur Markierung enthält ein nichttrocknendes thermopla stisches Material als Bindemittel, rückreflektierende Perlen, Pigment und, wenn gewünscht, weitere Pig mente, Füllstoff und modifizierend wirkende Mittel. Das Bindemittel ist .so gewählt, dass es bei Tempera turen von ungefähr 65-177 C plastisch oder fliess- fähig ist und allein durch Kühlung schnell unter Bil dung einer harten Fläche härtet, die wenige Minuten nach dem Aufbringen befahren werden kann.
Die Zu sammensetzung ist im wesentlichen; frei von Lösungs mitteln; durch Einstellung der Plastizität des Binde mittels kann eine Zusammensetzung hergestellt wer den, die bis 95% Feststoffe, d.h. Perlen, Pigment und Füller, und als Rest Bindemittel enthält. Die Zusam mensetzung enthält praktisch kein flüchtiges Material, d.h. keinen Stoff, mit einem Siedepunkt, der bei oder unter der Temperatur des Aufbringens liegt.
Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen: Fig. 1 einen stark vergrösserten, schematischen Querschnitt einer mit der erfindungsgemässen Masse behandelten und rückreflektierend gemachten Ober fläche und Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung der Optik der Rückreflektion.
Obwohl die Erfindung im Zusammenhang mit einer Masse und einem Verfahren für die Verkehrs markierung beschrieben wird, ist zu bemerken, dass sie nicht auf die Verkehrmarkierung beschränkt, son dern für alle Markierungsarten geeignet ist, bei wel chen Licht rückreflektiert werden soll.
Das Bindemittel, welches dazu dient, Perlen, Pig ment und andere Feststoffe dauerhaft an Ort und Stelle zu halten, ist so gewählt, dass seine Plastizität sowohl während des Aufbringens des Materials und auch nach seiner Abkühlung den jeweiligen Anfor derungen entspricht.
Die Masse sollte daher bei Tem peraturen zwischen ungefähr 149 und 232 C giess- fähig oder auspressbar sein und nach dem Abkühlen, d:h. bei einer Temperatur, bei welcher sie dem üb lichen Gebrauch, z.B. auf einer Strasse ausgesetzt ist, eine harte, feste Oberfläche besitzen. Die Art und Menge des Bindemittels beeinflusst die Glanzbestän digkeit und die Druckfestigkeit der fertigen Markie rung.
Das Bindemittel kann in einem Anteil entspre chend 15-35% des Gewichtes der gesamten Masse oder Zusammensetzung vorhanden sein und sollte ein im wesentlichen farbloses, nicht trocknendes ther moplastisches Material sein, welches bei Temperatu ren zwischen ungefähr 149-232 C aufgebracht, d.h. gegossen, ausgepresst oder anderweitig verteilt werden kann. Fernerhin sollte es unter Bildung einer harten Oberfläche bei Temperaturen, wie sie normalerweise auf Strassen herrschen, schnell erhärten, wobei die Verfestigungstemperatur so eingestellt ist,
dass sie über der auf der Strassenoberfläche zu erwartenden Maximaltemperatur liegt. Das Bindemittel sollte auch Temperaturen unter Null Grad standhalten, ohne dass eine übermässige Schrumpfung und demzufolge Riss- bildung auftritt. Das Bindemittel sollte durch Oxyda tion und Wetterbedingungen relativ unbeeinflusst bleiben und frei von übermässigen Fliesserscheinun gen im kalten Zustand sein.
Es wurde gefunden, dass eine Mischung aus zwei Styrolpolymeren, die beide aus rohen Mischungen von Styrol und seinen Homologen, wie sie aus der Fraktionierung der sogenannten Rohlösungsmittel aus Leichtölen oder beim Waschen von Verkokungsgasen oder in der Gaswäsche allgemein anfallen, erhalten werden können, ein geeignetes Bindemittel darstellt. Derartige Polymerisate werden unter der Markenbe zeichnung Piccolastics von der Pennsylvania In- dustrial Chemical Corporation hergestellt.
Es ist jedoch auch jedes andere Bindemittel, wel ches die obigen Forderungen erfüllt, geeignet.
Ein bevorzugtes Bindemittel ist eine Mischung von zwei Polymerisaten auf der Basis von Styrol, von denen das eine einen Schmelzpunkt (bestimmt nach der Kugel- und Ring-Methode) von ungefähr 100 C und die andere einen Schmelzpunkt von ungefähr 5 C aufweist. Vorzugsweise ist das höher schmelzende Material in der Mischung in einen gewichtsprozentua len Anteil von 65-85% enthalten, während das nied riger schmelzende Material 15-35 Gew. % ausmacht.
Das höher schmelzende Material ist in Xylol löslich, bei 120 C viskos und stellt bei Raumtemperatur ein hartes, zähes, halbelastisches Material dar. Das nied riger schmelzende Material ist bei 120 C flüssig wie Wasser und in Naphta löslich.
Ein anderes wirkungsvolles Bindemittel ist ein nichttrocknendes Alkydharz, wie Phthalsäure-Glycol- Alkyd'harz, das mit einem nichttrocknenden öl, z.B. Kokosnussöl, modifiziert ist, in Mischung mit einem transparenten, farblosen, nichttrocknenden Harz mit wesentlich höherem Erweichungspunkt, wie hydriertes Colophonium, das mit Maleinsäureanhydrid oder Glycol modifiziert ist. Das Bindemittel kann eine re lativ geringe Menge eines nichttrocknenden Weich machers enthalten.
Das verwendete Pigment hängt von der für die fertige Markierung gewünschten Farbe ab. Obwohl eine Reihe verschiedener Pigmente verwendet worden kann, hat es sich aus wirtschaftlichen und verarbei tungstechnischen Gründen gezeigt, dass die Verwen dung von Titandioxyd-Pigment als weisses Pigment und von Cadmiumgelb als gelbes Pigment für Ver kehrsmarkierungen zu bevorzugen ist. Die Auswahl des Pigmentes und seines Anteiles beeinflusst eben falls das Ausschwitzen oder die Belagbildung bzw. den Glanz der fertigen Markierung.
Derartige Pigmente sind in der Markierungszusammensetzung vorzugs weise in einer Menge von 0-15% des Gesamtgewichtes der Zusammensetzung vorhanden.
Die Perlen, welche der Markierung die rückreflek tierenden Eigenschaften vermitteln, sind in einer Menge von 20-70% des Gewichtes der gesamten Masse vorhanden, was erheblich höher liegt, als bei den bekannten Zusamensetzungen. Die Hauptrolle von Bindemittel, Füller und Pigment besteht darin, den leeren Raum um die Perlen zu füllen und eine Matrix für diese zu bilden. Vorzugsweise sollte der Brechungsindex der Perlen nicht unter ungefähr 1,3 liegen. Ihr Brechungsindex kann im Bereich von un gefähr 1, 3-3 liegen oder so 'hoch sein, wie es zweck- mässig ist.
Der Durchmesser der verwendeten Perlen liegt zwischen 10 und 1000 Mikron. Die Perlen kön nen aus Glas oder Kunststoff bestehen, wenn sie nur transparent und vorzugsweise fest und kugelförmig sind. Gegebenenfalls können sie schwach elliptisch geformt sein.
Obwohl es für bestimmte Massen zweckmässig sein kann, Perlen zu verwenden, deren Durchmesser nicht mehr als um den Faktor Zwei oder Drei variiert, können auch kleinere oder grössere Unterschiede der Durchmesser wünschenswert sein. Wenn eine mög lichst grosse Menge an Perlen verwendet werden soll, ist eine möglichst breite Grössenverteilung vorzu ziehen. Dies macht es wiederum möglich, mittels der Perlen eine maximale Druckfestigkeit ohne Verlust optischer Eigenschaften zu erreichen.
Zusätzlich zu Perlen und Pigmenten können der Masse andere Feststoffe zugesetzt werden, um be stimmte Eigenschaften der fertigen Markierung zu erzielen. So kann der Zusatz von Füllstoffen wün schenswert sein, die als Mattierungsmittel wirken und eine beschränkte Porösität der fertigen Markierung verursachen. So können z.B. geringe Mengen, d.h. bis etwa 3%, Kieselgur zur Mattierung und Belüftung zugesetzt werden.
Dies ist insbesondere dann wün schenswert, wenn die Markierung auf Betonstrassen oder Pflasterung aufgebracht werden soll, da zwischen einer solchen Pflasterung und der Markierung die Neigung zur Ausbildung eines hydrostatischen Druk- kes besteht. Dies wiederum führt zur Bildung von Blasen, Schuppen und Abrissen. Die Verwendung eines Belüftungsmittels, d:h. eines Mittels, welches eine Durchatmung bewirkt, führt einen beschränkten Porösitätsgrad in die Markierung ein und verhindert daher die erwähnten unerwünschten Wirkungen.
Als weitere Füller können Stoffe wie Zinkoxyd, Asbestine , Feinsand und Schlämmkreide verwen det werden. Diese Füllstoffe können selbst Pigmente oder Pigmentstreckmittel sein. Asbestine ist ein natürliches, fasriges Magnesiumsilikat von reinweisser Farbe und stellt ein gutes inertes Pigmentsstreckmittel dar.
Die gesamte Füllstoffmenge (abgesehen von Perlen und Pigment) kann einen unwesentlichen An teil, d.h. nur 1% oder aber einen erheblichen Anteil, d.h. bis 30% des Gewichtes der gesamten Masse dar stellen.
Zum Aufbringen auf eine zu markierende Ober fläche wird die Masse zweckmässigerweise auf eine Temperatur zwischen ungefähr 149-232 C erhitzt, je nach der gewünschten Viskosität und der Art des ver wendeten thermoplastischen Bindemittels. Die Masse wird heiss auf die Oberfläche oder das Pflaster auf- gebracht, und kann, da sie keine flüchtigen Stoffe enthält, in erheblichen dickeren Schichten aufgelegt werden als die perlenhaltigen anstrichartigen Zusam mensetzungen. Die Dicke der fertigen Markierung kann zwischen ungefähr 0,8 und 12,7 mm liegen.
Das Aufbringen kann entweder durch Giessen, durch Aus pressen oder durch andere Verteilungsverfahren er folgen, wobei die Wahl des anzuwendenden Verfah rens von der Zusammensetzung der Masse abhängt, Die erfindungsgemässe Markierungsmasse kühlt nach dem Auftragen rasch ab und kann gewöhnlich schon innerhalb von fünf Minuten der normalen Verkehrs belastung ausgesetzt werden. Die fertige Markierung ist dauerhaft, haftet permanent auf der Oberfläche, auf welche sie aufgebracht ist, verfärbt sich auch nach längerem Gebrauch nicht und ist sowohl bei Tag als auch bei Nacht gut sichtbar.
Fernerhin zeigt sie nur einen sehr geringen kalten Fluss, der es ermöglicht, dass sich die Masse über längere Zeitspannen einer Bewegung (Ausdehnung, Kontraktion, Wellung) des Pflasters angleicht. Bei der Zusammenstellung der erfindungsgemäs- sen Markierungsmasse kann die gesamte Perlenmenge der Masse vor dem Auftragen zugegeben werden; man kann jedoch auch einen Teil der oder die ge samte Perlenmenge zurückhalten und nach dem Auf tragen aber vor dem Abkühlen auf die Oberfläche der Masse aufbringen bzw. aufstreuen.
Vorzugsweise wird ein kleiner Teil der Perlen zurückgehalten und gleichmässig auf der Oberfläche der heissen Masse verteilt, wobei die Perlen in ausreichendem Masse in die Masse einsinken, um dauerhaft festgehalten zu werden. Nach diesem Verfahren des Aufbringens der Markierungsmasse bleiben die zuoberst liegenden Perlen teilweise unbeschichtet und sind daher für die Rückreflektion von einfallendem Licht optisch wirk samer. Die auf diese Weise auf der Oberfläche abgela- gerten Perlen können vor dem Aufstreuen erhitzt werden, doch ist dies nicht unbedingt erforderlich.
Die Markierungszusammensetzung kann gege benenfalls zu Blöcken oder Ziegeln verarbeitet und für die endgültige Verwendung erneut aufgeschmolzen werden. Dadurch wird der Transport vereinfacht, die Zusammensetzung steht an Ort und Stelle fertig zur Verfügung und muss nicht erst gemischt werden.
In Fig. 1 ist ein vereinfachter Querschnitt durch die fertige Markierungsmasse gezeigt, die auf einer Fläche abgelagert ist. Die Oberfläche 10 in Fig. 1 ist mit Masse 12 bedeckt, welche aus dem Bindemittel 14, den von diesem dauerhaft festgehaltenen Perlen 16, dem Pigment 18 und dem Füller 20 besteht.
Die Optik der so gebildeten rückreflektierenden Oberfläche kann anhand von Fig. 2 erläutert werden. Fig. 2 zeigt eine einzige rückreflektierende Perle 16, welche durch das Bindemittel 14 festgehalten, von den Pigmentartikeln 18 und den Füllstoffpartikeln 20 umgeben, ist. Der Lichtstrahl A von einer nicht ge zeigten Quelle trifft die Perle 16 und wird an einem Punkt P fokusiert, der ungefähr dort liegt, wo die Perle 16 mit dem Pigment 18 und den Füllstoffparti- keln 20 in Berührung steht.
Der Lichtstrahl B wird dann ungefähr parallel zum einfallenden Strahl A reflektiert, wodurch eine Rückreflektion durch die Perle und dementsprechend durch das gesamte rück reflektierende Gebiet, welches mit der erfindungsge mässen Masse bedeckt ist, zustandekommt.
Die Erfindung soll nun anhand der folgenden Bei spiele n'ä'her erläutert werden. <I>Beispiel 1</I> In ein geheiztes Gefäss wurden 6,85 kg eines Poly- merisates auf Basis von Styrol (Schmelzpunkt unge fähr 100 C, Handelsbezeichnung Piccolastic E-100 ) und 1,23 kg eines anderen Polymerisates auf Styrol- basis (Schmelzpunkt ungefähr 5 C, Handelsbezeich nung Piccolastic A-5 ) gebracht.
Es wurde aus reichend stark erhitzt, um die Polymerisate zu schmel zen u. relativ freifliessend zu machen. Dieser geschmol zenen Masse wurde 3,63 kg Titandioxyd ( Titanox RA der Titanium Pigment Corp.), 1,04 kg Zinkoxyd, 4,22 kg Kieselgur ( Celite 110 der Fa. Johns-Man- ville), 14,1 kg Glasperlen (entsprechend Siebzahlen von 8-110 Maschen pro cm) und 14,1 kg Glasperlen (entsprechend Siebzahlen von 20-125 Maschen pro cm).
Die Perlen wurden vor dem Zusatz in einem Ofen auf ungefähr 149' C erhitzt. Dies ist nicht un bedingt erforderlich, beschleunigt jedoch das Misch verfahren erheblich. Die entstehende Mischung wurde gründlich gerührt, auf eine Temperatur von ungefähr 149' C gebracht und ungefähr eine Stunde bei dieser Temperatur geführt. Die so gebildete Masse kann auf eine Oberfläche, wie Betonstrassenbelag, bituminösen Strassenbelag ( black top ) u.dgl, aufgebracht wer den.
Sie wurde bei ungefähr 1490 C aufgebracht und konnte nach 5 Minuten dem Verkehr ausgesetzt werden. Eine Prüfung dieser Markierungsmasse über eine längere Zeitspanne zeigte, dass sie eine gute Ab nützungsbeständigkeit besitzt. Man erhält eine leuch tend weisse Markierung auf der Strassenoberfläche, die Tag und Nacht rückflektierend wirkt.
<I>Beispiel 2</I> Nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde eine Markierungsmasse hergestellt, wobei jedoch die 3,63 kg Titanox RA durch 3,63 kg Cadmiumgelb ersetzt wurden. Man erhält eine leuchtend gelbe Mar kierung auf Strassendecken aus Bitumen oder Beton. Die Markierung ist bei Tag und Nacht rückreflek tierend.
<I>Beispiel 3</I> Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeits weise wurden weitere Markierungsmassen gemäss der folgenden tabellarischen Zusammensetzung hergestellt:
EMI0004.0070
<I><U>A <SEP> B <SEP> C</U></I>
<tb> (Gewichtsprozent)
<tb> <SEP> Piccolastic <SEP> E-100 <SEP> <SEP> (Polystyrol,
<tb> Fp. <SEP> ca. <SEP> 100 C) <SEP> 19,25 <SEP> 12,0 <SEP> 18,8
<tb> <SEP> Piccolastic <SEP> A-5 <SEP> <SEP> (Polystyrol, <SEP> a
<tb> Fp. <SEP> ca. <SEP> 5 C) <SEP> 6,5 <SEP> 6,0 <SEP> 6,4
<tb> <SEP> Titanox <SEP> RA <SEP>
<tb> (TiO, <SEP> der <SEP> Fa.
<SEP> 10,0 <SEP> - <SEP> <SEP> Titanox <SEP> RCHT <SEP> <SEP> Titariium <SEP> - <SEP> - <SEP> 11,3
<tb> <SEP> Titanox <SEP> A-MO <SEP> <SEP> Pigment <SEP> Corp.) <SEP> - <SEP> 15,0 <SEP> <SEP> Zinkoxyd <SEP> <SEP> - <SEP> - <SEP> 3,2
<tb> <SEP> Asbestine <SEP> <SEP> 1,375 <SEP> 3,5 <SEP> 13,2
<tb> <SEP> Celite <SEP> 110 <SEP> <SEP> (Kieselgurerde) <SEP> - <SEP> - <SEP> 2,8
<tb> <SEP> Schlämmkreide <SEP> <SEP> 2,875 <SEP> - <SEP> <SEP> Glaspulen <SEP> <SEP> (20-200 <SEP> mesh) <SEP> 30,0 <SEP> 33,5 <SEP> 44,3
<tb> <SEP> (18-100 <SEP> mesh) <SEP> 15,0 <SEP> 15,0 <SEP> - <SEP> .
<tb> <SEP> (50-325 <SEP> mesh) <SEP> - <SEP> - <SEP> <SEP> (80-325 <SEP> mesh) <SEP> 15,0 <SEP> 15,0 <SEP> - Die Zusammensetzungen A und C wurden auf Oberflächen gegossen,
während die Zusammensetzung B ausgepresst wurde. <I>Beispiel 4</I> Zu<B>12,6</B> Gewichtsteilen eines nichttrocknenden, mit Kokosnussöl modifizierten Phthalsäurea:nhydrid- Glycol-Alkyd-Harzes ( Beckosol Nr.
23 der Reich hold Chemical Company) wurden 8,4 Teile hydriertes Colophonium, das mit Maleinsäureanhydrid und Gly- cerin modifiziert ist (Handelsbezeichnung HE 28 der Cook Paint and Varnish Company), und zwei Teile eines nichtrocknenden Polyesterweichmachers vom Alkyd-Typ ( Paraplex G 60 ,
Rohm und Haas) zugegeben. Die Mischung wird zu einer freifliessenden Masse erhitzt und mit 19 Teilen reinem Calcium- carbonat, 11 Teilen Titandioxyd, 3 Teilen Diatomeen- Siliciumdioxyd, 4 Teilen Magnesiumsilicat, 40 Teilen Glasperlen und einem viertel Teil eines Dispergier- mittels, wie Diglycollaurat 3 (der Firma Glyco Chemical Company) verrührt.
Alle oben beschriebenen Zusammensetzungen er geben Oberflächen mit guten rückreflektierenden Eigenschaften bei Tag und bei Nacht und mit gün stigen Abnützungseigenschaften.
Aus den obigen Ausführungen ist zu ersehen, dass die Erfindung eine Masse und ein Verfahren zur Ver wendung dieser Masse zur Markierung von Flächen, insbesondere Strassen, ermöglicht, derart, dass die markierten Flächen Licht in der Richtung reflektieren können, aus welcher dieses auf die Fläche fällt. Fer ner kann die erfindungsgemässe Markierungsmasse in einer bisher nicht erzielbaren Dicke erhalten werden.
Die Fähigkeit, dass diese Markierungsmassen in sol chen Dicken erhalten werden können, bedeutet, dass die Perlen, Pigmente und Binder, die auf diese Weise aufgebracht werden, in, einer solchen Art und Weise abgelagert werden können, dass die Markierungen gute Abnützungseigenschaften aufweisen. Ausserdem ermöglicht die durch die Verwendung dieser Massen erhaltene zusätzliche Dicke eine gute Sichtbarkeit bei Tag und Nacht. Bei Regen sind die bekannten an strichartigen rückreflektierenden Strassenmarkierun- gen mit einem Wasserfilm bedeckt, welcher die rück reflektierenden Eigenschaften aufhebt.
Demgegenüber besitzt die erfindungsgemässe Masse auf Grund ihrer dickeren Auftragung im Regen verbesserte rückreflek tierende Eigenschaften.