CH419407A - Einrichtung zur elektrischen Glühzündung von Verdampfungsölbrennern für Heizzwecke - Google Patents
Einrichtung zur elektrischen Glühzündung von Verdampfungsölbrennern für HeizzweckeInfo
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Description
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Einrichtung zur elektrischen Glühzündung von Verdampfungsölbrennern für Heizzwecke Das elektrische Zünden von Verdampfungsöl- brennern für Heizzwecke stellt Probleme, die bis heute nicht in befriedigender Weise gelöst werden konnten. Eine bekannte Einrichtung sieht eine elektrische Heizvorrichtung zum Vorwärmen und Verdampfen des einlaufenden Öles und eine elektrische Funkenstrecke zum Zünden des verdampften Brennstoffes vor. Technisch einfacher ist eine ebenfalls bekannte Anordnung mit einem elektrisch beheizten Glüh- draht, der zugleich die Aufgabe des Vorwärmens und Verdampfen des Öles wie auch die Aufgabe der Zündung des Brennstoffdampfes übernehmen soll. Der Glühdraht ist z.
B. am einen Ende eines die elektrischen Anschlussleiter enthaltenden Isolier- stabes angeordnet und mit einer elektrischen Nieder- spannungs-Speiseschaltung verbunden.
Ein wesentlicher Nachteil der bisher bekannt gewordenen Zündeinrichtung mit einem Glühdraht liegt darin, dass schon nach verhältnismässig kurzer Betriebsdauer des ölbrenners der Glühdraht mit einer Schicht aus Kohlenstoff und anderen Verbrennungsrückständen des Öles bedeckt wurde, wodurch die Zündfähigkeit des Glühdrahtes rasch mehr und mehr verloren ging.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung des geschilderten Übelstandes und betrifft eine Einrichtung zur elektrischen Glühzündung von Verdampfungsölbrennern. Es wurde gefunden, dass das angestrebte Ziel in überraschend einfacher Weise erreicht werden kann, indem bei der erfindungsge- mässen Einrichtung der Glühdraht aus einer EisenChrom-Aluminium-Legierung hergestellt und die Speiseschaltung und der Glühdraht derart bemessen werden, dass die mittlere Partie des Glühdrahtes im Betrieb eine Temperatur von mindestens 800 C, vorzugsweise etwa 850 C, annimmt.
Zweckmässig bildet der Glühdraht eine Schrau- benwendel mit drei freitragenden Windungen. Die Legierung des Glühdrahtes kann z. B. 75 Gew. /o Eisen, 20 Gew.-% Chrom und 5 Gew.-2 Aluminium enthalten.
Weitere Einzelheiten der Erfindung, wie auch ihrer wesentlichsten Vorteile, sind aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles des Erfindungsgegenstandes aus der beigefügten Zeichnung und aus den Unteransprüchen ersichtlich.
Fig. 1 zeigt rein beispielsweise den prinzipiellen Aufbau einer Einrichtung zum elektrischen Glüh- zünden eines Verdampfungsölbrenners im vertikalen Schnitt; Fig. 2 stellt in grösserem Masstab, teils in Ansicht und teils im Schnitt, einen Teil der Einrichtung mit einem Glühdraht und den Mitteln zu seiner Befestigung und zu seinem elektrischen Anschluss dar;
Fig. 3 veranschaulicht eine Einzelheit von Fig. 3 im Schnitt und in noch grösserem Abbildungsmass- stab. Gemäss Fig. 1 weist ein Verdampfungsbrenner in üblicher Weise einen Brenneriopf 10 auf, in welchem nahe beim Boden ein Rohrstück 11 zum Zuführen des flüssigen Brennstoffes einmündet. In das Rohrstück 11 ist ein Isolierstab 12 aus keramischem Material eingesetzt. Die Querschnittsfläche des Iso- lierstabes 12 ist so gewählt, dass zwischen dem Stab und der Wandung des Rohrstückes 11 ein ausreichender Zwischenraum zum Durchlassen des Brenn- öles vorhanden ist.
Am einen Ende des Isoliersta- bes 12, und zwar an jener Stelle, wo sich die Mündung des Rohrstückes 11 in dem Brennertopf 10 befindet, ist ein elektrischer Glühdraht 13 angeordnet, dessen Anschlussleiter im Innern des Isolierstabes verlaufen,
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wie weiter unten mit Bezugnahme auf Fig. 2 und 3 erläutert ist.
Zur Speisung des Glühdrahtes mit elektrischer Energie dient ein Transformator 14, dessen Primärwicklung an das Lichtstromverteilnetz anschliessbar ist und dessen Niederspannungs-Sekundärwicklung mit dem Glühdraht 13 in Verbindung steht. Das vom Topf 10 abgekehrte Ende des Rohrstückes 11 ist durch eine Verschlussvorrichtung 15, die lediglich die elektrischen Anschlussleiter zum Glühdraht 13 durchtreten lässt, flüssigkeitsdicht verschlossen.
Von einem nicht dargestellten Vorratsbehälter für den flüssigen Brennstoff führt eine Rohrleitung 16 etwa radial in das Rohrstück 11, so dass das Brenn- öl unter dem Einfluss der Schwerkraft in den Topf 10 fliessen kann. Zur automatischen Regelung der Zuflussmenge ist in die Rohrleitung 16 eine nicht dargestellte, bekannte Reguliervorrichtung eingeschaltet.
Wie in Fig. 2 ersichtlich, weist der keramische Isolierstab 12 zwei zueinander parallele, durchgehende Längsbohrungen auf, durch welche die Anschlussleiter zum Glühdraht 13 durchgehen. Jeder dieser Anschlussleiter besteht zur Hauptsache aus einem kräftigen Draht 17 aus Messing, Kupfer oder Bronze. Der Durchmesser des Drahtes 17 beträgt beispielsweise 3 mm. Das aus dem Rohrstück 11 herausragende Ende jedes Drahtes 17 ist durch eine elektrische Klemme 18 mit der Sekundärwicklung des Transformators 14 verbunden. Das andere Ende jedes Drahtes 17 steht mit einem kürzeren Drahtstück 19 aus einer Chrom-Nickel-Legierung in Verbindung.
Dieses Drahtstück 19 hat den gleichen Durchmesser wie der angrenzende Draht 17 und befindet sich zum Teil noch innerhalb des Isoliersta- bes 12. Die erwähnte Legierung enthält vorzugsweise et--,va 80 Gew.-% Nickel und 20 Gew.-% Chrom; sie ist z. B. unter der Bezeichnung CEKAS 2 Spezial auf dem Markt erhältlich.
Der Glühdraht 13 bildet eine Schraubenwendel mit drei freitragenden Windungen. Die Länge und der Durchmesser des Glühdrahtes 13 stehen im Verhältnis von wenigstens annähernd 50 : 1 bis 60 : 1. Bei einer bevorzugten Ausbildungsform betragen die Länge 82 mm und der Durchmesser 1,5 mm. Der Glühdraht 13 besteht aus einer Eisen-Chrom- Aluminium-Legierung, die beispielsweise etwa 75 Gew.-% Eisen, 20 Gew.-% Chrom und 5 Gew.-% Aluminium enthält. Ein solches Material ist z. B. unter der Bezeichnung CEKAS Extra 2 im Handel erhältlich.
Fig. 3 zeigt, dass das Drahtstück 19 der Anschlussleiter durch Steckverbindungen an den Draht 17 und den Glühdraht 13 angeschlossen ist. Zu diesem Zweck weist das Drahtstück 19 an seinen beiden Enden je eine Bohrung von 1,5 mm Durchmesser auf. In die eine dieser Bohrungen ist eine End- partie des Glühdrahtes 13 und in die andere ein verjüngter Fortsatz 17a des Drahtes 17 eingesteckt. Durch eine seitliche Pressung der ineinandergreifen- den Teile sind die Steckverbindungen mechanisch und elektrisch verbessert.
Der Transformator 14 ist derart bemessen, dass seine Sekundärwicklung bei einer Klemmenspannung von etwa 3,4 Volt einen elektrischen Strom von etwa 22 Ampere durch den angeschlossenen Stromkreis liefert. Die Stromdichte ini Glühdraht beträgt somit etwa 12,5 A/mm2, während in den Anschluss- leitern die Stromdichte nur annähernd 3,1 A/mm2 beträgt. Im Betrieb erreicht die mittlere Windung des Glühdrahtes eine Temperatur von etwa 850 C. Es wurde gefunden, dass für das einwandfreie Funktionieren der beschriebenen Zündeinrichtung eine Glühdrahttemperatur von mindestens 800 C zweck- mässig ist.
Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung zum Zünden des Verdampfungs- ölbrenners ist wie folgt: Wird die Primärwicklung des Transformators mit dem Lichtstromverteilnetz verbunden, so fliesst durch den Glühdraht 13 ein verhältnismässig starker elektrischer Strom, der den Draht zum Glühen bringt. Die mittlere der drei Windungen nimmt die höchste Temperatur an, die, wie erwähnt, etwa 850 C oder mehr beträgt. Die beiden äusseren Windungen tragen ihrerseits durch Wärmestrahlung und Reflexion dazu bei, die mittlere Windung auf die gewünschte Temperatur zu bringen.
Die Anschlussleiter 17, 19 erfahren natürlich auch eine gewisse Erwärmung, aber in geringerem Mass. Die Chrom-Nickel- Drahtstücke 19 erwärmen sich jedoch stärker als die Drähte 17 aus Messing, Kupfer oder Bronze.
Wenig nach Beginn des Stromflusses durch den Glühdraht 13 lässt man Brennöl durch die Leitung 16 in das Rohrstück 11 fliessen, wo das Öl dem Isolierstab 12 entlang und am Glühdraht 13 vorbei in den Brennertopf 10 gelangt. Im Rohrstück 11 wird das Öl vorgewärmt. Wenn das Öl mit dem heissen Glühdraht 13 in Berührung kommt, wird der Brennstoff verdampft und entzündet, wonach der Betrieb des Brenners in üblicher und bekannter Weise weitergeht. Z. B. mit Hilfe einer Bimetall-Steuerung wird nachher der Transformator vom Lichtstromver- teilnetz abgeschaltet und dadurch der Glühdraht 13 ausser Betrieb gesetzt.
Durch die Ausbildung des Glühdrahtes 13 aus einer Eisen-Chrom-Aluminium-Legierung erzielt man eine hohe Korrosionsfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Temperatureinflüsse. Da die mittlere Windung des Glühdrahtes im Betrieb auf über 800 C erwärmt wird, verbrennen die auf dem Glühdraht allenfalls niedergeschlagenen Verbrennungsrückstände aus dem Brennöl, wodurch die Wärmeabgabe an das einlaufende Öl erhöht und die Verdampfung und Zündung des Brennstoffes mit Sicherheit gewährleistet wird.
Es ist zwar möglich, die Enden des Glühdrahtes 13 unter Weglassung der Chrom-Nickel-Drahtstücke 19 unmittelbar mit den Anschlussdrähten 17 aus Messing, Kupfer oder Bronze zu verbinden, doch
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ergeben sich mit den dazwischen geschalteten Chrom- Nickel-Drahtstücken 19 einige Vorteile. Da der spezifische Widerstand der Chrom-Nickel-Legierung zwischen jener des Drahtes 17 und des Glühdrates 13 liegt, ergeben sich an den Übergangsstellen der verschiedenen Materialien, d. h. in den Steckverbindungen, geringere thermische Unstetigkeiten und weniger Korrosionserscheinungen.
So bleibt der geforderte elektrische Kontakt zwischen den verschiedenen Materialien auf lange Zeit besser erhalten. Auch erzielt man ein gleichmässigeres Temperaturgefälle von den Enden des Glühdrahtes 13 zur Stelle, wo die Leitung 16 in das Rohrstück 11 einmündet. Schliesslich wird auch die Vorwärmung des zufliessenden Öles verbessert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur elektrischen Glühzündung von Verdampfungsölbrennern für Heizzwecke, mit einem Glühdraht, der am einen Ende eines die elektrischen Anschlussleiter enthaltenden Isolierstabes angeordnet ist und mit einer elektrischen Niederspannungs-Spei- seschaltung in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Glühdraht (13) aus einer Eisen- Chrom-Aluminium-Legierung besteht und die Speiseschaltung (14) und der Glühdraht (13) derart bemessen sind, dass die mittlere Partie des Glühdrahtes im Betrieb eine Temperatur von mindestens 800 C annimmt. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Glühdraht (13) eine Schraubenwendel mit drei freitragenden Windungen bildet. 2. Einrichtung nach Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, dass die Länge und der Durchmesser des Glühdrahtes (13) im Verhältnis von wenigstens annähernd 50:1 bis 60 : 1 stehen. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung des Glühdrahtes (13) wenigstens annähernd 75 Gew: % Eisen, 20 Gew-% Chrom und 5 Gew. % Aluminium enthält. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussleiter (17, 19) teils aus Messing, Kupfer oder Bronze und teils aus einer Chrom-Nickel-Legierung bestehen, wobei der zuletzt genannte Materialteil (19) unmittelbar mit dem Glühdraht in Verbindung steht. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Chrom-Nickel-Legierung wenigstens annähernd 80 Gew.-o/ o Nickel und 20 Gew. /o Chrom enthält. 6. Einrichtung nach Unteranspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Teile (17 und 19) der Anschlussleiter aneinander und diese an den Enden des Glühdrahtes (13) durch Steckverbindungen angeschlossen sind. 7.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromdichte im Glühdraht (13) wenigstens annähernd 12,5 A/mm- beträgt. B. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierstab (12) in einem der Zuführung des Brennstoffes zu einem Brennertopf (10) dienenden Rohrstück (11) angeordnet ist und der Glühdraht (13) sich bei der Mündung des Rohrstückes (11) in den Brennertopf (10) befindet.
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