CH419659A - Fadenreiniger mit einem den Fadenquerschnitt prüfenden Abtaster - Google Patents
Fadenreiniger mit einem den Fadenquerschnitt prüfenden AbtasterInfo
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Description
Fadenreiniger mit einem den Fadenquerschnitt prüfenden Abtaster Zum Reinigen von Fäden, d. h. zum Ausscheiden von Fäden bei unerwünschten Querschnittsver änderungen derselben, sind verschiedene Typen von Fadenreinigern bekannt, z. B. mechanische, photoelektrische, kapazitive usw. In diesen Fadenreinigern wird der Querschnitt des Fadens laufend geprüft und beim Auftreten von Verdickungen ein Signal gegeben oder der Faden automatisch abgeschnitten. Die absolute Grösse der Fehler, die aussortiert werden sollen, schwankt je nach Fadenstärke und nach Verwendungszweck des Fadens. Es ist deshalb bei den Fadenreinigern notwendig, die Fehlergrösse, die aussortiert werden soll, durch eine entsprechende Empfindlichkeitseinstellung jeweils festzulegen. Ein anderer Fehler, den ein Fadenreiniger neben einzelnen Querschnittsveränderungen des Fadens auch nachweisen sollte, besteht darin, dass versehentlich zwei Fäden statt nur einer in die vom Fadenreiniger überwachte Maschine eingelegt sind. In diesem Fall wird beim Durchlauf der beiden Fäden durch den Fadenreiniger keine spontane Querschnittsveränderung auftreten. Die erste Aufgabe, einzelne Fehler in einem Faden zu erkennen, verlangt die Messung von Querschnitts änderungen. Die zweite Aufgabe, einen versehentlich doppelt eingelegten Faden zu erkennen, erfordert eine absolute Messung des Querschnittes des eingelegten Fadens. Zur Schaffung einer Vorrichtung, welche beide Aufgaben mit genügender Genauigkeit erfüllt, war bis jetzt ein sehr grosser messtechnischer Aufwand erforderlich. Die vorliegende Erfindung, welche eine wesentliche Verminderung dieses Aufwandes gestattet, geht aus von der Erkenntnis, dass eine tJber- prüfung auf ein versehentliches Einlegen von zwei Fäden anstelle eines einzigen Fadens nur unmittelbar nach dem Einlegen des Fadens (bzw. der Fäden) notwendig ist. Die Erfindung betrifft im Sinn obiger Ausführungen einen Fadenreiniger mit einem den Fadenquerschnitt prüfenden Abtaster und mit einer von demselben gesteuerten, einen Verstärker umfassenden Vorrichtung, die bei unzulässigen Abweichungen des Fadenquerschnittes von seinem Sollwert ein Alarmsignal gibt und/oder den Faden abschneidet. Dieser Fadenreiniger zeichnet sich dadurch aus, dass die Signal- und/oder Abschneidvorrichtung zwei Empfindlichkeitsstufen aufweist, von denen die erste dem Fadenquerschnitt und die zweite der Fadenquerschnittstoleranz entspricht, und dass eine Umschaltvorrichtung vorgesehen ist, die beim Einführen des Fadens in den Abtaster automatisch zuerst die erste und dann, nach einem gewissen Verzögerungsintervall, die zweite Empfindlichkeitsstufe einschaltet. Die beiden oben genannten Aufgaben des Fadenreinigers erfordern nun nicht mehr eine Signal- und/ oder Abschneidvorrichtung von sehr grosser Empfindlichkeit und sehr grossem Messbereich, sondern werden nacheinander mit viel geringerem Aufwand gelöst. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Fadenreinigers und Fig. 2 ein zugehöriges elektrisches Schaltungsschema. Der dargestellte Fadenreiniger weist einen photoelektrischen Abtaster 1 und eine mit demselben durch ein Kabel 2 verbundene Anzeige- und/oder Schneidvorrichtung 3 auf, die über Anschlussklemmen 4 mit dem Wechselstromnetz verbunden ist. Der Abtaster 1 weist ein Metallgehäuse 5 auf, das in Fig. 1 teilweise weggebrochen ist. Im Gehäuse 5 ist ein Mikroschalter 6 untergebracht, der mit einem Betätigungshebel 7 versehen ist, an dessen freiem Ende ein abgeschrägter Anschlag 8 vorgesehen ist. Zur Abtastung des Querschnittes des Fadens 9 dient ein photo elektrisches Element 10 (das eventuell mit Vorverstärker ausgerüstet sein kann), auf welches von einer Glühlampe 11 ausgehende Lichtstrahlen mittels einer Linse 12 gerichtet werden, wobei der Faden 9 sich im Strahlengang zwischen der Linse 12 und dem Photoelement 10 befindet. Um den Faden 9 in die Abtastlage (Prüflage) bringen zu können, ist im Gehäuse 5 ein Schlitz 13 vorgesehen, in den der ausserhalb des Gehäuses in der Lage 9' dargestellte Faden in Richtung des Pfeiles 14 eingelegt wird. Dabei wird durch das Auflaufen des Fadens auf den abgeschrägten Anschlag 8 der Hebel 7 gegen die Kraft einer nicht dargestellten Feder vorübergehend nach rechts geschwenkt und dadurch der Schalter 6 kurzzeitig geschlossen. In der Vorrichtung 3 ist ein abfallverzögertes Relais R enthalten (siehe Fig. 2), das mit dem Schalter 6 in Serie geschaltet ist und einen Umschaltkontakt r hat, der in seiner Ruhelage auf einem Kontakt 15, bei Erregung des Relais R dagegen auf einem Kontakt 16 liegt. Die Kontakte 15 und 16 liegen an den Anzapfkontakten 17 bzw. 18 zweier Potentiometer 19 bzw. 20, welche zueinander parallel zwischen zwei Klemmen 21 und 22 geschaltet sind. Diesen Klemmen 21 und 22 wird eine von einem nicht dargestellten Gleichrichter gelieferte Gleichspannung zugeführt. Die zwischen einer mit dem Umschaltkontakt r verbundenen Klemme 23 und einer der Klemmen 21 oder 22, z. B. der Klemme 21, herrschende Spannung wird als Regulierspannung einem Verstärker zugeführt, welcher zur Verstärkung der von dem Photoelement 10 gelieferten Signale dient. Die Regulierspannung dient zur Veränderung des Messbereiches und der Empfindlichkeit des Verstärkers, und die Abzapfkontakte 17 und 18 werden so eingestellt, dass bei Ableitung der Regulierspannung vom Potentiometer 19 der Messbereich klein und die Empfindlichkeit gross ist, während bei Ableitung der Regulierspannung vom Potentiometer 20 das umgekehrte der Fall ist. Die vom Verstärker gelieferte Ausgangsspannung dient zur Betätigung von Signalorganen, die unzulässige Abweichungen des Fadenquerschnittes von seinem Sollwert optisch und/ oder akustisch anzeigen, und/oder von Schneidorganen, die beim Auftreten eines solchen Fehlers den Faden 9 automatisch abschneiden. Gleichrichter, Verstärker, Signal- und Schneidorgane sowie andere zur Vorrichtung 3 gehörige Apparaturen, z. B. ein Transformator, sind bekannter Art und daher nicht näher dargestellt. Der beschriebene Fadenreiniger arbeitet wie folgt: Wenn man den Faden 9 in den Abtaster 1 einführt, um ihn in seine Prüflage zu bringen, so wird dabei - wie bereits erläutert - der Schalter 6 kurzzeitig geschlossen. Dadurch wird das Relais R an eine aus der Netzspannung abgeleitete Spannung oder an diese Spannung selbst angeschlossen. Durch die Erregung des Relais R wird dessen Umschaltkontakt r auf den Kontakt 16 eingelegt, so dass dem Verstärker die vom Potentiometer 20 abgeleitete Regulierspannung zugeführt wird. Die Empfindlichkeit des Verstärkers ist somit im Augenblick, in dem der Faden 9 in die Prüflage kommt, nur gering, sein Messbereich dagegen gross; die Empfindlichkeit entspricht dem Fadenquerschnitt, d. h. dass der Kontakt 18 des Potentiometers 20 so eingestellt ist, dass, wenn statt eines einzigen Fadens zwei Fäden sich im Prüfstrahlengang befinden, die Signalorgane ein Alarmsignal geben und/oder die Schneidorgane die beiden Fäden abschneiden. Wenn ein einziger Faden eingelegt worden ist, was ja in der-Regel der Fall sein wird, so werden die Signal-und/oder Schneidorgane nicht betätigt, und der Umschaltkontakt r kehrt nach der Abfallverzögerungszeit des Relais R in seine dargestellte Ruhelage, d. h. auf den Kontakt 15, zurück. Jetzt ist die vom Potentiometer 19 abgeleitete Regulierspannung wirksam, und der Verstärker im Bereich der in Frage kommenden Querschnittsveränderungen eines einzigen Fadens sehr empfindlich. Übersteigt die Querschnittsveränderung eine vorbestimmte Toleranz, so wird wieder ein Alarmsignal gegeben und/oder der Faden abgeschnitten. Es sind zahlreiche Varianten des beschriebenen Fadenreinigers möglich. So kann man anstelle des beschriebenen photoelektrischen Abtasters 1 z. B. auch einen mechanischen oder kapazitiven Abtaster vorsehen. Ferner kann man anstelle des Mikroschalters 6 einen magnetischen Näherungsschalter vorsehen, wie er z. B. unter der Bezeichnung HER KON im Handel erhältlich ist. Ein solcher Näherungsschalter weist zwei aus einer Nickel-Eisen-Legierung bestehende, kleine Zungen auf, die in einem Glasröhrchen eingeschmolzen sind. Die Enden dieser Zungen überlappen sich mit geringem Abstand und sind im Überlappungsbereich diffusionsvergoldet. Wird das Glasröhrchen in ein magnetisches Feld gebracht, so wird eine Kraft wirksam, welche die sich überlappenden Zungenenden aufeinander zieht und dadurch den Schalter schliesst, sobald diese Kraft die Federungskräfte der Zungen übersteigt. Wenn man einen solchen Näherungsschalter anstelle des Schalters benützt, so sieht man anstelle des abgeschrägten Anschlages 8 einen ganz kleinen abgeschrägten permanenten Magneten vor oder ein Eisenstückchen, das in einem von einem permanenten Magneten erzeugten Magnetfeld gegen die Kraft einer sehr schwachen Feder verschiebbar ist. Diese Feder kann wesentlich schwächer sein als die für den Betätigungshebel 7 des Mikroschalters 6 erforderliche Feder, so dass der Widerstand des abgeschrägten ferromagnetischen Anschlages beim Einführen des Fadens 9 äusserst klein ist. Der Hauptvorteil des beschriebenen Näherungsschalters liegt aber in der hermetischen Abgeschlossenheit und daher Staubfreiheit seiner Kontakte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fadenreiniger mit einem den Fadenquerschnitt prüfenden Abtaster und mit einer von demselben gesteuerten, einen Verstärker umfassenden Vorrichtung, die bei unzulässigen Abweichungen des Fadenquerschnittes von seinem Sollwert ein Alarmsignal gibt und/oder den Faden abschneidet, dadurch gekennzeichnet, dass die Signal- und/oder Abschneidvorrichtung (3) zwei Empfindlichkeitsstufen aufweist, von denen die erste dem Fadenquerschnitt und die zweite der Fadenquerschnittstoleranz entspricht, und dass eine Umschaltvorrichtung (6-8, R, r) vorgesehen ist, die beim Einführen des Fadens (9) in den Abtaster (1) automatisch zuerst die erste und dann, nach einem gewissen Verzögerungsintervall, die zweite Empfindlichkeitsstufe einschaltet.UNTERANSPRÜCHE 1. Fadenreiniger nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltvorrichtung (6-8, R, r) einen Schalter (6) aufweist, der beim Einführen des Fadens (9) in den Abtaster (1) durch Auflaufen des Fadens auf einen abgeschrägten Anschlag (8) kurzzeitig betätigt wird.2. Fadenreiniger nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (6) durch den Anschlag (8) kurzzeitig geschlossen wird und dass ein mit dem Schalter (6) in Serie geschaltetes, abfallverzögertes Relais (R) vorgesehen ist, das einen Umschaltkontakt (r) aufweist, der normalerweise die zweite Empfindlichkeitsstufe einschaltet, so dass beim Einführen des Fadens (9) in den Abtaster (1) dieser Umschaltkontakt (r) die erste Empfindlichkeitsstufe für die Dauer der Abfallverzögerung des Relais (R) einschaltet.3. Fadenreiniger nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallel geschaltete Potentiometer (19, 20) vorgesehen sind, deren einstellbare Anzapfkontakte (17, 18) mit den Kontakten (15, 16) verbunden sind, auf die der Umschaltkontakt (r) in seinen beiden Schaltlagen zu liegen kommt, wobei die Potentiometer (19, 20) zur Lieferung von zwei Regulierspannungen dienen, die dem Verstärker zugeführt werden, um denselben auf die erste bzw. zweite Empfindlichkeitsstufe einzustellen.4. Fadenreiniger nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abtaster ein photoelektrischer Abtaster (1') ist und dass die von dessen Photoelement (10) gelieferte Signalspannung in einem Verstärker mit zwei Empfindlichkeitsstufen verstärkt wird.5. Fadenreiniger nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter ein mit einem Betätigungshebel (7) versehener Mikroschalter (6) ist und dass der abgeschrägte Anschlag (8) am freien Ende dieses Hebels (7) angebracht ist.6. Fadenreiniger nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter ein magnetischer Näherungsschalter mit hermetisch eingeschlossenen Kontakten ist und dass der abgeschrägte Anschlag ferromagnetisch ist.
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