CH420000A - Verfahren zur pneumatischen Schussfadeneintragung und Webstuhl zur Ausführung desselben - Google Patents

Verfahren zur pneumatischen Schussfadeneintragung und Webstuhl zur Ausführung desselben

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CH420000A
CH420000A CH917863A CH917863A CH420000A CH 420000 A CH420000 A CH 420000A CH 917863 A CH917863 A CH 917863A CH 917863 A CH917863 A CH 917863A CH 420000 A CH420000 A CH 420000A
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CH917863A
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Scheffel Walter
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Scheffel Walter
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


      Verfahren    zur pneumatischen     Schussfadeneintragung     und Webstuhl zur Ausführung desselben    Bislang wurde bei Webstühlen der Schussfaden  zum Eintragen in das Webfach aus einem ruhenden  Zustand heraus erst im Augenblick des Eintragens       beschleunigt,    um seine Fluggeschwindigkeit zu er  halten.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur pneumatischen     Schussfadeneintragung     und     ein    Webstuhl zur Ausführung desselben.  



  Nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren wird  der jeweils in ein Webfach einzutragende Schussfaden       vorbeschleunigt    an     diejenige    Randseite des zu bilden  den Gewebes herangebracht, von der aus die Eintra  gung des Schussfadens in das Webfach bewirkt wird.

    Der zur Ausübung des Verfahrens dienende Webstuhl  zeichnet .sich erfindungsgemäss dadurch aus, dass er  eine zwischen der     Eintrittstelle    der Schussfaden am  jeweils gebildeten Fach und einer Fadenbremse an  geordnete, den Schussfaden vor der Eintragung in  das Fach speichernde, und anschliessend beschleu  nigende Vorrichtung besitzt, die ein von     Blasluft     durchströmtes, ringförmiges Rohr aufweist, an wel  chem, nach dem von     letzterem    umschlossenen Raum  hin, ein Längsschlitz vorgesehen ist, derart, dass dem  Schussfaden bereits im Flug der Impuls zur Eintra  gung in das Webfach gegeben werden kann.

      Der Erfindungsgegenstand ist auf     bieliegenden     Zeichnungen in verschiedenen Ausführungsbeispielen  dargestellt, und es zeigen:       Fig.    1 eine     Schussfadenbeschleunigungsvorrich-          tung,    schematisch,       Fig.    2 eine Darstellung, aus der der     zeitliche    Ab-    lauf des     Abziehens    und Eintragens mittels der Vor  richtung     nach        Fig.    1 hervorgeht,       Fig.    3 einen Schnitt entlang der Linie     111-11I    in       Fig.    1,

         Fig.    4 einen Schnitt entlang der Linie     IV-IV    in       Fig.    1,       Fig.    5 eine weitere Vorrichtung nach der Erfin  dung,       Fig.    6 die     Wälzkörper    der Vorrichtung nach       Fig.    5 in dem das     Zurückziehen    des Schussfadens  bewirkenden Augenblickszustand,       Fig.    7 einen     Wälzkörperausschnitt,    aus     welchem     die nachgiebige Ausbildung des     Wälzkörpermantels     ersichtlich ist,       Fig.    8 eine Darstellung,

   aus welcher die Arbeits  weise einer abgewandelten Vorrichtung nach der Er  findung bei zweifacher Anwendung zur Erzeugung  fester Webkanten ersichtlich ist,       Fig.    9 eine Darstellung, aus welcher die     Schuss-          fadenlage    bei paarigem Eintragen des Schussfadens  von den Randseiten     ersichtlich    ist,       Fig.    10 eine abgewandelte     Ausführungsform    der  Erfindung, wobei die Lade ihre rückwärtige     Endstel-          lung    einnimmt,       Fig.    11 eine Darstellung,

   welche die Ausführungs  form nach     Fig.    10 bei     vorbewegter    Lade veranschau  licht.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 bis 4  wird die Beschleunigungsvorrichtung im wesentlichen  von einem ringförmig gebogenen Rohr 1 und einer  Fadenbremse 2 gebildet. Das Rohr 1 ist an die Blas-      Luftleitung 3     angeschlossen,    in welche die Luft kon  tinuierlich in Richtung des     Pfeiles    A strömt. Zwischen  der     Blasluftzuleitung    3 und dem ringförmig gebogen       Rohr    1 ist     eine    Ventil 4 eingebaut. Das freie Rohrende  1' kreuzt bei B den     Rdhranfang    1"     (Vgl.        Fig.    4).  



  Der Schussfaden F durchläuft, von der Vorrats  spule 5 kommend, die Fadenbremse 2 und tritt bei 6  in     das    ringförmig gebogene Rohr 1 ein. Der     zunächst     nur in das     Rohr    1 einragende     Schussfadenanfang     wird von     dar    kontinuierlich strömenden Luft     erfasst     und innerhalb des ringförmigen Rohres bis zu dessen  Austrittsstelle C ausgelegt.  



  Das Rohr 1 ist auf die Länge seiner Windung  nach dem von ihm umschlossenen Raum D     hin.        ge-          schlitzt.    Der     Schlitz    ist     mit    7 bezeichnet. Der Raum  D ist durch die     Scheiben    8 und 9     abgedeckt.    Diese  Scheiben     schliessen    unmittelbar am Rand 10 bzw. 11  an. Somit entsteht der Raum 12.  



  Wird die Bremse 2 geschlossen, sobald die     Schuss-          fadenspitze    die Stelle C     erreicht    hat, dann     fliegt    der  Schussfaden in Richtung des Pfeiles E weiter, wobei  die Schlaufe, die er     innerhalb    des     Ringrohres    1 ge  bildet hat, aufgezogen wird, indem er durch den  Schlitz 7 und den Raum 12     hindurchtritt.    Wenn die  Schlaufe aufgezogen worden ist, dann verläuft der       Schussfaden    F     unmittelbar    vom     Rohranfang    1" zum  Rohrende 1'.  



  Zur Steuerung der Bremse 2 ist beim gezeigten       Ausführungsbeispiel    eine Lichtschranke 13 am Rohr  1 angebracht. Diese     Lichtschranke    wird von jedem  auszulegenden     Schussfadenstück    passiert. Die Steue  rung erfolgt nun so, dass die Lichtschranke in dem  Augenblick, in welchem der     Schussfaden    ankommt,  den     Befehl    zum     Schliessen    der Bremse 2 gibt.

   Inner  halb     derjenigen    Zeitspanne, die vom     Steuerbefehl    bis  zum     Schliessen    der Bremse vergeht, legt der     Schuss-          faden    den Weg von der Lichtschranke 13 bis zur Aus  trittsstelle C zurück.  



  Die Lichtschranke 13 kann in Richtung und  Gegenrichtung des Pfeiles P verstellt werden, wodurch  es     möglich    wird, die Länge des     Schussfadenstückes,     das jeweils     irr    das Gewebe     eingetragen    werden soll,  genau festzulegen. Demzufolge kann die     Beschleuni-          gungsvorrichtung    zugleich als     Messvorrichtung    ver  wendet werden.  



       Nachdem    ein Schussfaden in ein Webfach einge  tragen worden ist, wird das eingetragene Fadenstück       mittels    der Schere 14 vom übrigen Schussfaden ab  getrennt. Darauf wird das im Rohrende 1'     befindliche          Schussfadenstück    in das Rohr 1 gezogen, was mittels  eines     Fadenrückholers    erfolgt. Letzterer ist bei dem  gezeigten Ausführungsbeispiel als bei 15     schwenk-          beweglich    gelagerter Hebel 16 ausgebildet.

   Sein freies  Ende 17 ergreift beim     Verstellen    aus der in     Fig.    1  ausgezogen     dargestellten    Lage in die gestrichelte     Lage     das     Schussfadenstück    und     zieht    es in das Rohr 1.  



  An der     Beschleunigung-    bzw.     Messvorrichtung     können noch weitere Luftzuleitungsrohre angeschlos  sen werden, über welche     vornehmlich        im    Augenblick  des Eintragens ein Luftimpuls gegeben wird. Solche    zusätzlichen Luftzuleitungen sind mit 18, 19 und 20  bezeichnet. Sie     können    an die gleiche     Blasluftquelle     angeschlossen .sein, an welche die     Leitung    3 ange  schlossen ist.

   Dann wird im Augenblick des     Eintra-          gens    der Druck     innerhalb    der Beschleunigungsvor  richtung das     Verschliessen    des Ventils bewirken,     so     dass der gesamte zur Verfügung     stehende    Luftdruck  dann     allein    zum Eintragen des     Schussfadens    in das  Webfach genutzt wird.  



  In     Fig.    2 bezeichnet 21 die Kurbelwelle, von der  aus über den Zapfen 22 die Lade verstellt wird. Es  sei angenommen,     dass    die Kurbelwelle     in        Richtung     des Pfeiles G umläuft. Sobald der     Kurbelzapfen    an  die Stelle a gelangt, wird die Bremse 2 geöffnet. In  folgedessen wird der Schussfaden F von der Vorrats  spule 5 abgezogen und innerhalb des Rohres 1 aus  gelegt. Wenn     der    Zapfen     nach    b gelangt, wird die  Bremse 2 geschlossen; der Schussfaden F hat in  zwischen die Austrittsstelle C erreicht und wird in  das dort schon vorhandene Webfach eingetragen,  während der Zapfen nach c gelangt.

   Während der  Zapfen 22 von c     nach    d     sich    bewegt, wird der einge  tragene Schussfaden angeschlagen und abgeschnitten.  Sobald der Zapfen 22 in d ankommt,     beginnt    der       Fadenrückhohler    16 den Restfaden aus dem Rohr  ende 1'     zurückzuziehen.    Der     Rückholvorgang    ist  beendet, sobald der Zapfen 22 nach a gelangt.  



  Die     Abdeckscheiben    8, 9 können gegebenenfalls  in Fortfall kommen. Dann könnte selbstverständlich  zusätzliche Luft nur noch über die Leitung 19 zuge  führt werden.  



  Das Rohr 1 muss nicht unbedingt ringförmig ge  bogen sein, es könnte     viehnehr    jede     beliebige        Bie-          gungsform    aufweisen.     Wesentlich    ist nur,     dass    die  Biegung nach Art einer Schlaufe verläuft.  



  Der     Rückholer    könnte     ebenfalls    in Abweichung  vom gezeigten Ausführungsbeispiel eine andere Aus  bildung erhalten, beispielsweise könnte er rotierend  vorgesehen werden. Ebenso könnte das     Rückholen     des Fadenendes aus dem Rohrende 1' auch pneuma  tisch durch Umlenken des Luftstromes aus dem Rohr  1"     erfolgen.     



  Beim gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Be  schleunigungsvorrichtung an einem Webstuhl verwen  det, der quer zum Lauf der Kettenfäden sich     erstrek-          kende    Elemente besitzt, über welche Luft zur Flug  bahn zugeführt wird, wobei die     Luftzuführungsele-          mente        ausserhalb    der Kettenfäden     an    der Stelle, an  der die     Webfachbildung    erfolgt, vorgesehen sind und  als quer über die Kettenfäden führende Rohre mit       daran    angebrachten, zur     Flugbahn    gerichteten Luft  austrittsgliedern ausgebildet sind.

   Die Luftaustritts  glieder können dabei     sägezahnartig    am Rohr vorsprin  gen. Ein solches      Zahnrohr     ist aus     Fig.    1 ersichtlich,  wo es mit 23     bezeichnet    ist.  



  Wenn auch     in    der Beschreibung des Ausführungs  beispiels dessen Funktion als Beschleunigungsvorrich  tung in den Vordergrund gestellt wurde, so ist die       erfindungsgemässe    Vorrichtung doch vor allem zur  Verwendung als Messvorrichtung bestimmt. Um eine           gewünschte        Schussfadenlänge    wählen und festlegen  zu können, ist zumindest ein Begrenzer 24 vorgesehen,  durch welchen die Länge des     Messschlitzes    7 ver  ändert werden kann. Der Begrenzer 24 ist beispiels  weise     verschieblich    angeordnet und, überdeckt     an    der  Stelle, auf die er     veschoben    worden ist, den Schlitz 7.

    Somit kann die Gesamtlänge des freien Schlitzes       sogar    während des Betriebes verändert und fein ein  reguliert werden. Durch die     Verstellbarkeit    der Licht  schranke 13     soll    lediglich gewährleistet werden, deren  Entfernung von C so einstellen zu können,     dass    inner  halb der Zeitspanne, die vom     Impuls    durch die Licht  schranke 13 bis zum Einfallen der Bremse 2 vergeht,  der     Schussfadenanfang    gerade in C ankommt.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    5 bis 7 wird der  Schussfaden S     mittels    der Wälzkörper 31, 32 von der  Vorratsspule 33 abgezogen. Er tritt über das Einfüh  rungsrohr 34 in das Speicherrohr 35 ein, hinter dessen  Austrittsstelle 36 die Schere 37 angeordnet ist.  



  Die beiden Wälzkörper 31, 32 nach     Fig.    5 sind       scheibenförmig    ausgebildet und berühren einander  auf einem Bogen, der der Länge des     abzumessenden     Schussfadens entspricht. Der Schussfaden selbst wird,  wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, zwischen den  Wälzkörpern hindurchgeführt, so dass bei deren Um  laufen während ihrer Berührung eine Mitnahme des       Schussfadens    erfolgt. Die Umlaufrichtung der     Wälz-          körper    wird durch die Pfeile A und B angedeutet.  Bei der gezeigten Ausführungsform erfolgt zwischen  den Scheiben 31, 32 Kontaktberührung auf einem  Bogen C, der von der Stelle D bis E auf der Scheibe  32 sich erstreckt.

   Auf der Scheibe 31 erstreckt sich  die Kontaktberührung von Dl aus bis El. Den     Wälz-          körpern    31, 32 ist die Fadenbremse 38 vorgeschaltet.  Sie wird von der Kurvenscheibe 39 aus gesteuert, die  synchron mit der Scheibe 32 umläuft, indem sie bei  spielsweise fest mit ihr     verbunden    ist. Mit der Steuer  kurve wirkt der Doppelhebel 40 zusammen, der an  seinem freien Ende eine an der Steuerkurve zur An  lage kommende Rolle 41 trägt und bei 42 ortsfest  gelagert ist und mit seinem anderen Ende über die  Stange 43 zum unmittelbaren Betätigen der Bremse  38 dient.  



  Der Wälzkörper 32 weist über das Bogenstück F  einen geringeren     Durchmesser    auf als über das Bogen  stück C. Infolgedessen wird der Schussfaden dann,  wenn die Scheibe 32 mit ihrem Mantel entlang des  Bogens F gegenüber der Scheibe 31 abläuft, nicht  transportiert. Sobald der Nocken 44 an der Scheibe  31 sich in die     Ausnehmung    45 einsetzt, wird der  Schussfaden zurückgezogen, wie aus     Fig.    6 ersicht  lich ist.  



  Beim Umlaufen der     Wälzkörper    31, 32 in Rich  tung der Pfeile A und B wird, sobald die Punkte D,  Dl einander     berühren,    die Bremse 38 von der Steuer  kurve 39 aus geöffnet. Infolgedessen wird der     Schuss-          faden    S von der Vorratsspule 33 abgezogen und im  Speicherrohr 35 ausgelegt.

   Sobald die Scheiben 31,  32 sich soweit einander abgewälzt haben, dass sie an  den Punkten E, El einander berühren, ist der Schuss-    faden mit seinem Anfang 46 an die Austrittsstelle 35  gelangt.     Im        nächsten    Augenblick wird die Kontakt  berührung     zwischen    den Scheiben 31, 32 beendet, da  die Scheibe 32 an der Stelle E auf einem geringeren  Durchmesser zurückweicht. Zugleich     erfolgt    von der  Steuerkurve 39 aus das Schliessen der Fadenbremse.  Dies hat zur Folge, dass der im     Speicherrohr    35 aus  gelegte     Schussfadenteil    durch den Schlitz im Speicher  rohr 35 austritt und mit seinem Anfang 46 die Aus  trittsstelle 36 des Speicherrohres verlässt.

   Er wird  hierbei aus seiner gewundenen Lage innerhalb des       Speicherrohres    in die Strecklage     gebracht.    Die einzel  nem Bewegungen der zugehörigen Webmaschine und  der     Messvorrichtung,    sowie der Fadenbremse     werden     nun so zueinander abgestimmt, dass beim jeweiligen  Schliessen der Fadenbremse 38 der Austrittsöffnung  38 ein neues Webfach gegenüber steht. Infolgedessen  tritt der aus dem Speicherrohr austretende Schuss  faden in     dieses    Webfach ein. Sobald dies geschehen  ist, wird er durch die Schere 37 vom übrigen     Schuss-          faden    abgetrennt.  



  Die Scheiben 31, 32 laufen nach dem Unterbrechen  ihrer Berührung bei E, E1 in Richtung der Pfeile A,  B weiter, wobei der Schussfaden nicht transportiert  wird und wobei die     Bremse    38     geschlossen        ist.     Schliesslich gelangt der Nocken 44 an die     Ausneh-          mung    45, taucht in diese ein und verlässt sie     anschlies-          send        wieder.    Hierbei wird der Schussfaden S bei ge  schlossener     Fadenbremse    38 in die     Ausnehmung    45  geschoben, was bewirkt,

   dass das im Speicherrohr 35  noch     verbliebene        Sc'hussfadenende    von der Austritts  stelle 36 auf die mit 46     gekennzeichneteHöhe    zurück  gezogen wird. Beim weiteren Umlaufen der Scheiben  31, 32 werden sich diese     schliesslich    an der Stelle D,  Dl wieder berühren, wobei gleichzeitig die Bremse 38  von der Steuerkurve 39 aus     geöffnet    wird, so dass  wiederum ein     Schussfadenstück    von der dem Bogen  C entsprechenden Länge von der Vorratsspule 33 ab  gezogen und im Speicherrohr 35 ausgelegt wird. Der  Vorgang wiederholt sich dann.  



  Die Länge des Bogens, auf dem Kontaktberüh  rung erfolgt,     kann    veränderbar sein, so     dass    sich die  abzumessende     Fadenlänge    einstellen lässt.  



  Die Luftversorgung des     Speicherrtihres    35 erfolgt  zum einen über die     Gebläseleitung    47 und zum an  dern über die Pumpenleitung 48. Über die Leitung  47 strömt dauernd     Gebläseluft    von beispielsweise 0,06  atü zu. Damit der zu speichernde Schussfaden wäh  rend des     Speicherns    nicht aus dem Schlitz tritt, den  noch aber genügend     Saugkraft    auf ihn ausgeübt wird,  wird er über zwei     Venturi-Einsaugdüsen    angesaugt,  die mit 49, 50 bezeichnet sind.

   Die Luft, die an die       Venturi-Einsaugdüse    50 gelangt, wird über das Rohr  51 von der Leitung 47 aus zugeführt, während die  Luft, die an die     Venturi-Einsaugdüse    49 gelangt, von  der Leitung 47 aus über das Rohr 52 zugeführt wird.  Die Düsen 49, 50 können auswechselbar vorgesehen  werden, um     unterschiedliche    Saugwirkungen auf den  in das Speicherrohr 35 einzubringenden     Schussfaden     ausüben zu können.

             In    der     Leitung    52 ist noch ein Drehventil 53 ein  gebaut, dass von einem     nichtgezeigten    Nocken aus  mechanisch über den Hebel 54 verstellt werden     kann.     Das Ventil 53 hat den Zweck, während des Speicherns  des     Schussfadens        im    Speicherrohr 35 dem vom Ge  bläse     kommenden        Lufstrom    die Menge     beizumessen,     die für den Speichervorgang im Speicherrohr 35 be  nötigt wird.

   Am Ventil 53 ist eine Feineinstellschraube  55 vorgesehen, die den     Schliessweg    des Ventils     be-          grenzt,    und zwar derart, dass gerade soviel Luft das  Ventil durchsetzen kann, wie benötigt wird, um das       Speichern        des        Schussfadens    zu bewirken.

   Der     Durch-          lassquerschnitt    des     Ventils    ist je nach Gewicht und       Oberflächenbeschaffenheit    des zur Verwendung kom  menden Schussmaterials zu     verändern.        Wenn    der  Speichervorgang     beendet    ist, wird über die Leitung  48     zusätzlich        ein        Luftimpuls,    der von der nichtge  zeigten Pumpe kommt und beispielsweise     einen    Druck  von 2 atü aufweist,

       zugeführt    und     zugleich    wird das  Ventil 53 weiter     geöffnet.    Dies hat zur Folge, dass  der im Speicherrohr     ausgelegte        Schussfaden    so be  schleunigt wird, dass er über die Schlitze     im    Speicher  rohr 35 austritt, wobei seine Schleife aufgezogen wird.  In der Leitung 52 ist noch ein     Kugelventil    vorhanden,  wodurch verhindert wird, dass der im Speicherrohr  35 sich stauende Druck etwa auf den geringeren     Ge-          bläsedruck    über die Leitung 47 sich auswirken kann.  



  Wie     Fig.    7 erkennen lässt, ist der Mantel der     Wälz-          körper    31, 32 zumindest über den     Bereich    auf wel  chem     Kontaktberührung        zwischen    den Scheiben er  folgt, elastisch nachgebend ausgebildet. Dies kann bei  spielsweise dadurch erreicht werden, dass auf den  massiven     Wälzkörperkernen3labzw.32aein    den     Aus-          senmantel    bildender Zylinder 57, 58 aus dünnem  Stahlblech gelegt ist, wobei die     Zylinder    durch Fe  dern 59 gegenüber den Kernen 31a und 32a abge  stützt sind.

   Durch die elastisch nachgebende Ausbil  dung des     Wälzkörpermantels    lässt sich erreichen, dass  die Scheiben 31, 32 sich nicht nur in einem Punkt,       sondern    in einer längeren Fläche berühren.     Hierdurch     wird sichergestellt,     dass    ein zwischen den Scheiben 31,  32 verlaufender Schussfaden mit     Sicherheit    ergriffen  wird. Da die     Angriffsfläche        verhältnismässig    gross  ist, können auch     empfindliche    Fäden mittels der       Wälzkörper    31, 32 abgezogen bzw.     gemessen    werden.  



  Um eine feste Webkante an dem zu erzeugenden  Gewebe zu erreichen, wird an     jeder    Randseite des  Gewebes eine     Mess-    und     Beschleunigungsvorrichtung          angeordnet,    wobei diese beispielsweise die aus     Fig.    8       ersichtliche    Ausbildung erhalten     kann.    Hier ist der       Wälzkörper    60,     der    die Länge des abzumessenden       Schussfadens    S bestimmt, als halbrunde Scheibe ge  staltet, deren     Durchmesser    so gewählt ist,

   dass die  Mantellänge über den Bogen G mit der zweifachen       Webbreite    W übereinstimmt. Der     Wälzkörper    wird  über die Welle 61 in Richtung des Pfeiles H ange  trieben. Mit ihr     wirkt    die Rolle 62 zusammen, indem  diese     mit    ihr in     Kontaktberührung    kommt, sobald  die Kante I nach K gewandert ist. Von diesem Augen  blick an wird     der    Schussfaden, durch die Bremse 63    laufend, nach dem Speicherrohr 64 transportiert,       dessen    Länge so bemessen ist, dass ein Fadenstück  von der doppelten Webbreite W in ihm aufgenommen  werden kann.

   Das     Speicherrohr    64 weist ein     geschlitz-          tes    Teilstück 65 und ein ungeschütztes     Teilstück    66  auf. Das     geschützte        Teilstück    beginnt am Austrittsen  de 67.     Die    Länge des     Schützes    stimmt mit der ein  fachen Webbreite W überein.

   An der     Eintrittsseite    des       Speicherrohres    64 ist noch die Schere 68     vorgesehen.     Die auf der linken Seite der     Zeichnung    dargestellte  Vorrichtung stimmt mit der     rechts        belegenen,    zuvor  beschriebenen     Vorrichtung        völlig    überein.  



  Sobald die Kante I an die Stelle K gelangt, und  die Bremse 63 geöffnet ist, wird der     Schussfaden    S1       nach    dem Speicherrohr 64     transportiert.    Er wird hier  durch die über die Rohre 69 und 70 zuströmende       Blasluft        innerhalb    des     Speicherrohres    ausgelegt und  gelangt, sobald die Kante L die Stelle K verlässt, mit  seinem     Anfang    auf die Höhe M.

       In    diesem     Augenblick     wird die Bremse 63     geschlossen.        Infolgedessen    wird  das     im        Schlitzrohrteil        befindliche        Schussfadenstück     veranlasst, aus dem Schütz auszutreten und in ein  neu gebildetes Fach einzutreten. Dieser Zustand ist  in     Fig.    8 festgehalten.. Der Schussfaden, der von der  rechten Vorrichtung aus gerade eingetragen worden  ist,     wird    dort mit S2 bezeichnet.

   Nach dem Eintragen       diesesSchussfadenswird    er in bekannter Weise     ange-          schlagen    worauf von der     linken    Seite aus in das     nächste     Webfach ein mit S3 bezeichneter Schussfaden einge  tragen     wird.    Sobald dieser angeschlagen und ein neues  Webfach gebildet worden ist, wird das im Speicher  rohr noch     befindliche    Teilstück des Schussfadens  mittels der Schere 68 abgeschnitten.

   Infolgedessen  wird dieses Teilstück nunmehr durch die     Blasluft    aus  den Rohren 69, 70 erfasst und in das neu gebildete  Webfach eingetragen, so wie dies durch die gestri  chelte Linie S4     angedeutet    ist. Von     links    aus wird  in analoger     Weise    vorgegangen. Wie unschwer aus  der Zeichnung     ersichtlich    ist, legt sich das zweite  Teilstück des jeweils gespeicherten     Schussfadenstük-          kes    doppelter Webbreite an den Kanten bogenförmig  um das Gewebe herum, .so dass hier eine feste Kante  entsteht.

   Die Wälzkörper 60, 60a sind in ihrer Winkel  lage so     zueinander        versetzt,    dass die Eintragung eines  Schussfaden jeweils     abwechselnd    von rechts und links  erfolgt. Die     gegenseitige    winklige Anordnung der       Wälzkörper    60, 60a sowie die Steuerung der übrigen       Teile    kann     jedoch    auch so getroffen werden, dass  jeweils zwei     Schussfäden    unmittelbar nacheinander  von der einen Seite aus eingetragen werden, so wie  dies aus     Fig.    9     ersichtlich    ist.  



  Der     Vorteil,    den die erläuterten     Messvorichtungen     bringen, besteht vor allem darin, dass der     Messvor-          gang    bereits zu einem Zeitpunkt beginnt, in welchem  das Webfach, in das der     Schussfaden    eingetragen  werden soll, noch     nicht    gebildet ist. Es steht also     ver-          hältnismässig    viel Zeit für das Abmessen zur Ver  fügung,     weil    der Faden zunächst im Speicherrohr ge  speichert wird.

   Somit kann die     Abzugsgeschwindib          keit        verhätnismässig        niedrig    gehalten werden, was           ,ine    Schonung des Materials ergibt und zugleich     er-          nöglicht,    Abfallgarne oder andere Garne mit     gerin-          ;er        Reissfestigkeit    zu verarbeiten.

   Bei der Ausführung  lach     Fig.    5 und 6     erfolgt    das Abmessen während       :iner    Zeitspanne, die grösser ist als die     Zeitspanne,          Lie    für 200 Grad einer     Maschinenumdrehung        benö-          igt    wird. Für den     eigentlichen    Eintragungsvorgang       teht    eine Zeitspanne zur     Verfügung,    die unterhalb       ler    für 90 Grad der Maschinenumdrehung benötigten       Leitdauer    liegt.  



  Durch das verhältnismässig     langsame    Umlaufen       ier    Wälzkörper ist ein     Schlupf    weit weniger zu     be-          >orgen    als bei schnell umlaufenden Rollen. Die     Ver-          Nendung    eines Stahlbandes zur Bildung des Mantels  ]er     Wälzkörper    bringt wegen der glatten Oberfläche       len    Vorteil, dass ein Haften des Schussfadens beim  Ablaufen von dem Mantel     nicht    eintritt.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    8 ist ein Zurück  dehen des Schussfadens nicht mehr erforderlich.  



  Bei der Ausführung nach     Fig.    10 und 11 ist das  Speicherrohr 71 fest mit der Lade 72 verbunden.  Durch diese Ausbildung wird es möglich, dass vom  eingetragenen Schussfaden abgetrennte Ende allein  durch die Ladenbewegung auf die mit 46 in     Fig.    5  bezeichnete Höhe     zurückzuziehen.     



  Nachdem der Schussfaden S unter Mitwirkung  der     Wälzkörper    73, 74 in das Speicherrohr 71 einge  tragen worden ist, und die Lade 72 ihr in     Fig.    10  gezeigte rückwärtige Endstellung einnimmt, wobei ein  neues Webfach gebildet worden ist, wird die Bremse  75 geschlossen, was im Zusammenhang mit dem       Pumpimpuls    bewirkt, dass der Schussfaden in der  zuvor beschriebenen Weise in das Webfach einge  tragen wird. Nachdem die Eintragung beendet ist,  wird der Schussfaden abgeschnitten, und die Lade 72  bewegt     sich    aus ihrer in     Fig.    10 gezeigten Stellung in  die in     Fig.    11 festgehaltene vordere Endstellung.  Hierdurch wird der zuletzt eingetragene Schussfaden  angeschlagen.

   Bei der Ladenbewegung von rechts       (Fig.    10) nach links     (Fig.    11) hat sich das Speicher  rohr 71 vom Fadenende um das Stück L entfernt,  wodurch es auf die in     Fig.    5 mit 46 bezeichnete Höhe  zurückgezogen worden ist. Demzufolge kann der  Schussfaden bei neuer Zuführung durch die     Wälz-          körper    73, 74 erneut im Speicherrohr 71 gespeichert  werden.  



  Die in dem gekreuzten Ringrohr kontinuierlich  fliessende     Blasluft        erfasst    den     Schussfaden    an der       Eintrittstelle    und bläst     ihn    durch das Rohr hindurch,  wobei er einerseits von der Vorratsspule abgezogen  wird und anderseits zur     Rohraustrittsstelle    gelangt.  Es wird nun dafür gesorgt, dass die Eintragung des  Schussfadens in das Webfach in dem Augenblick be  ginnen kann, in     welchem    das freie     Sehussfadenende     sich an der Austrittsstelle des     ringförmigen    Rohres  befindet.

   Ausserdem wird über eine Steuereinrichtung  dafür gesorgt, dass die Fadenbremse     geschlossen    wird,  sobald ,sich das     freieSchussfadenendeanderAustritts-          stelle    des     ringförmigen    Rohres befindet. Die im Ring  rohr noch immer strömende     Blasluft    bewirkt nun,    dass der im Flug befindliche Schussfaden die Rohr  austrittsstelle durchfliegt, wobei die Schlaufe, die der  Schussfaden innerhalb des gekreuzten     Ringrohres    bil  det, aufgezogen wird. Das Aufziehen der Schlaufe  wird dadurch möglich, dass das Rohr auf     seiner    ge  samten Länge geschlitzt ist.  



  Sobald bei dieser     Ausführungsform    der     Schuss-          faden    in das Webfach eingetragen worden ist, wird  eine Schere betätigt, die das eingetragene     Schuss-          fadenstück    randseitig von dem übrigen Schussfaden  abtrennt. Das im     Austrittsrohrstück    befindliche       Schussfadenstück    wird über einen eigens hierzu inner  halb des durch die     Abdeckscheiben    gebildeten Ka  nals vorgesehenen     Fadenrückholer    nach dem     eintritts-          seitigen    Rohrstück gebracht.

   Wenn hierauf die Bremse  wieder geöffnet wird, wird erneut ein     Schussfaden-          stück    festgelegter Länge von der Vorratsspule abge  zogen und innerhalb des Ringrohres ausgelegt.  



  Das Zurückholen des Schussfadens nach erfolg  tem Abscheren und das Abmessen des Schussfadens  kann auch mittels eines Aggregates erfolgen, das zwei  umlaufende, sich mantelseitig berührende     Wälzkörper     umfasst, zwischen deren Mantel der Schussfaden von  der Vorratsspule nach dem     Schlitzrohr    verläuft, wobei  zumindest einer der     Wälzkörper    die Länge des abzu  ziehenden Schussfadens bestimmt und eine in Abhän  gigkeit vom Umlaufweg dieses     Wälzkörpers    gesteuerte  Fadenbremse vorhanden ist,

   die zu Beginn der     Schuss-          fadenspeicherung    geöffnet und am Ende der     Schuss-          fadenspeicherung    geschlossen wird.  



  Unter Heranziehung einer derartigen Vorrichtung  kann zunächst nahezu die     gesamte        Zeitspanne,    die  zwischen zwei     Schussfadeneintragungen        liegt,zumAb-          ziehen    und Messen einer     Schussfadenlänge    herange  zogen werden. Beim Abziehvorgang des Schussfadens  wird dieser innerhalb des     Schlitzrohres    ausgelegt, was  dadurch erreicht wird, dass in das Schlitzrohr dauernd       Blasluft    einströmt.

   Nachdem die gewünschte     Schuss-          fadenlänge    abgemessen und im Schlitzrohr gespeichert  worden ist, wird die Fadenbremse     geschlossen.    Dabei  ist der     Maschinenlauf        so        abgestimmt,    dass beim       Schliessen    der Fadenbremse ein neues Webfach ge  bildet worden ist. Infolgedessen kann der unmittelbar       nach    dem     Schliessen    der Fadenbremse aus dem  Schlitzrohr     vorbeschleunigt    austretende     Schussfaden-          anfang    in das Webfach eintreten.

   Sobald er dies  durchsetzt hat, wird das eingetragene     Schussfaden-          stück    durch     entsprechendes    Betätigen der Schere von  dem übrigen     Schussfaden    abgetrennt.  



  Zur Steuerung der Fadenbremse kann eine Licht  schranke verwendet werden.     Besonders    günstig ist es  aber, eine synchron mit dem die Länge des     Schuss-          fadens        bestimmenden        Wälzkörper    umlaufende Steuer  kurve und ein mit dieser zusammenwirkendes Folge  glied     heranzuziehen.,    das auf die     Fadenbremse    ein  wirkt. Zwischen dem Folgeglied und der Fadenbremse       kann    noch ein Hebelgetriebe vorgesehen sein, das die       Fadenbremse    unmittelbar betätigt.  



  Um zu erreichen, dass ein     Schussfadenstück    von  bestimmter Länge abgezogen und     damit    auch abge-      messen wird, empfiehlt es sich, zumindest einen der       Wälzkörper    mantelseitig an derjenigen Stelle, an wel  cher der Fadenabzug enden soll, von dem anderen       Wälzkörper    um wenigstens ein die     Fadenmitnahme          ausschliessendes    Stück zurückweichen zu lassen und  diese     Zurückweichung    sich bis zu derjenigen Stelle  erstrecken zu lassen, an welcher der Fadenabzug be  ginnen soll.

   Es ist     also    das Bogenstück, über das Kon  taktberührung zwischen den     Wälzkörpern    erfolgt, so  lang bemessen, wie die Länge des abzuziehenden Fa  denstückes sein soll.  



  Nachdem ein Schussfaden in ein Webfach einge  tragen und am     Schlitzrohraustrittsende        abgeschnitten     worden ist, muss dafür gesorgt     werden,    dass die       Schussfadentrennstelle    vom     Schlitzrohraustrittsende     zurück zum     Schlitzrohreintrittsende    gelangt, damit  bei erneutem Abmessen eines     Schussfadenstückes        des-          sen    Speicherung im     Schlitzrohr    erreicht werden     kann.     Hierzu wird auf demjenigen     Wälzkörperbogenstück,

       das     zwischen    dem     Berührungs-Bogenstüsk    liegt, am  einen     Wälzkörper    mantelseitig ein     nach    aussen vor  stehender Nocken und am     anderen    Wälzkörper eine  zu dem Nocken genau passende     Ausnehmung    vorge  sehen. Hierdurch wird nach dem Eintragen eines  Schussfadens und     nach    seinem     @    Abschneiden am  Schlitzrohr bei     geschlossener    Fadenbremse der im       Schlitzrohr    verbliebene Teil des     Schussfadens    etwas  zurückgezogen.

   Die     Ausbildung        des    Nockens wird so  getroffen,     dass    beim Zurückziehen des     Schussfadens     dessen Trennstelle vom     Austrittsende    des Schlitz  rohres an das Eintrittsende gelangt.  



  Bei geringer Abwandlung der     Mess-    und Beschleu  nigungsvorrichtung kann diese     durch    Anwendung an  jeder Randseite des zu bildenden Gewebes auch dazu  herangezogen werden,     eine    feste Webkante an den  Randseiten zu bilden. Hierzu empfiehlt es sich zu  nächst, die Speicherrohre so     lang    zu bemessen, dass  in ihnen ein     Schussfaden    von der doppelten     Web-          breite    aufgenommen werden kann.

   Sodann ist es  ratsam, den     eigentlichen        Messkörper    so auszubilden,  dass er     jeweils    Fadenstücke von der zweifachen     Web-          breite    von der Vorratsspule abzieht.     Hierzu    ist es  günstig, wenn der die Länge des abzuziehenden       Schussfadens    bestimmende Wälzkörper als     halbrunde     Scheibe ausgebildet ist, der gegenüber eine Andruck  rolle vorgesehen ist, wobei die Länge des halben  Bogens mit der Länge des abzuziehenden     Fadenstük-          kes    übereinstimmt.

   Die     Schlitze    in den Speicherrohren  sind hierbei nur so lang bemessen, dass ihre Längen  mit der einfachen Webbreite     übereinstimmen,    wobei  sie nach dem     ungeschlitzten    Rohrteil beginnen und  sich bis zum     Austrittsende    des Schussfadens er  strecken.  



  Mit einer     solchen        Vorrichtung    werden während  des     Messvorganges    in einem     Speicherrohr        immer          Schussfadenstücke    von der doppelten Webbreite aus  gelegt. Wenn daraufhin die zu dem Speicherrohr ge  hörende Fadenbremse     geschlossen    wird, dann wird  das im     Schlitzrohrteil    gespeicherte     Fadenstück    ge  streckt und in das Webfach eingetragen.

   Nach dem         Anschlagen    des eingetragenen     Schussfadens    und Bil  dung eines weiteren Webfaches wird von der anderen  Randseite des Gewebes aus in der gleichen Weise ein  Schussfaden in ein neu gebildetes Webfach eingetra  gen. Dieser wird ebenfalls     angeschlagen,    worauf dann  der im Speicherrohr an der anfänglichen Schussseite  verbliebene Schussfaden von der Länge der einfachen  Webbreite     abgeschnitten    wird, so dass die in das  Speicherrohr gelangende     Blasluft    das     abgeschnittene          Schussfadenstück    in ein weiteres, neu gebildetes     Web-          fach    einträgt.

   Von der andern Seite aus wird hierauf  in gleicher Weise vorgegangen. Das nach dem Ein  tragen des ersten     Teiles    des in einem Speicherrohr  gespeicherten     Schussfadens    zweifacher Webbreite zu  nächst im     Speicherrohr    verbliebende     Schussfadenstück     einfacher Webbreite wird bei seinem Eintragen in  das     Gewebe    randseitig um 180 Grad herumgelegt, so  dass sich an den Randseiten eine feste Webkante  ergibt. Die Eintragungsfolge von den Randseiten aus  kann hierbei selbstverständlich auch geändert werden,  beispielsweise so, dass jeweils zwei Eintragungen hin  tereinander von der einen Randseite aus des Gewebes  erfolgen.  



       Duch    den beschriebenen Erfindungsgegenstand  wird ermöglicht, dass der     Schussfaden        bereits    in An  fangsmoment der Eintragung in das Webfach seine  volle Fluggeschwindigkeit oder doch zumindest einen  beachtlichen Teil derselben besitzt. Der     Schussfaden     befindet sich bereits im Flug, wenn der     Impuls    zur  Eintragung in das Webfach gegeben wird. Infolge  dessen braucht er in diesem Zeitpunkt nicht erst aus  dem Zustand der Ruhe heraus beschleunigt zu wer  den. Dies wiederum erbringt den Vorteil, dass der  Eintragungsvorgang wesentlich rascher abläuft als  bisher.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur pneumatischen Schussfadenein- tragung, dadurch gekennzeichnet, dass man den jeweils in ein Webfach einzutragenden Schussfaden vorbeschleunigt an diejenige Randseite des zu bilden den Gewebes heranbringt, von der aus die Eintra gung des Schussfadens in das Webfach bewirkt wird.
    II. Webstuhl zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er eine zwischen der Eintrittsstelle des Schussfadens am jeweils gebildeten Fach und einer Fadenbremse angeordnete, den Schussfaden vor der Eintragung in das Fach speichernde und anschliessend beschleuni gende Vorrichtung besitzt, die ein von Blasluft durch- strömtes, rinförmiges Rohr (1) aufweist, an welchem, nach dem von letzterem umschlossenen Raum (D) hin, ein Längsschlitz (7) vorgesehen ist, derart,
    dass dem Schussfaden bereits im Flug der Impuls zur Ein tragung in das Webfach gegeben werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Webstuhl nach Patentanspruch II, gekennzeich net durch eine die Fadenbremse (2) steuernde Ein richtung, die das Schliessen der Fadenbremse bewirkt, sobald der Schussfaden in einer festgelegten Länge innerhalb des Rohres ausgelegt ist. 2.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfang des ringförmigen Rohres (1") an die Blasluftzuleitung (3) angeschlossen ist, die kontinuierlich von Blasluft durchströmt wird. 3. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungsvorrichtung an eine weitere Blas- luftleitung (18) angeschlossen ist, über welche insbe sondere während des Schussfadeneintragens zusätz lich Blasluft zuführbar ist. 4.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen der Blasluftanschlussleitung und dem Ringrohr ein Venteil (4) eingebaut ist. 5, Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschleunigungsvorrichtung zugleich als Messvorrich- tung heranziehbar ist. 6.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Ringrohr befindliche Messschlitz zumindest am einen Ende durch einen verstellbaren Begrenzer (24) in seiner Länge verkürzt und verlängert werden kann, so dass die Länge der Fadenschlaufe genau auf die Länge des jeweils einzutragenden Schussfadens abgestimmt werden kann. 7.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 6, gekennzeichnet durch zwei den Ringraum abdeckende Scheiben (8, 9), von welchen jede an einem Rand des Längsschlitzes (7) anschliesst. B.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des durch die Abdeckscheiben (8, 9) gebil deten Kanals (12) ein Fadenrückholer vorgesehen ist, der den Anfang eines Schussfadenstückes, das unmit telbar von der Eintrittsstelle der Beschleunigungsvor richtung zu deren Austrittsstelle verläuft, aus dem Austrittsrohrstück nach dem eintrittsseitigen Rohr stück zu bringen vermag. 9.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden rückholer als schwenkbeweglicher Hebel (16) ausge bildet ist, dessen freies Ende (17) unter Ergreifen des im Austrittsrohrstück (1') befindlichen Schussfaden- stückes in dessen Lauf stellbar und anschliessend zurückstellbar ist, wobei das freie Hebelende (17)
    aus der Bahn des Schussfadens gestellt wird und das mit genommene Schussfadenanfangsstück nach dem ein- trittsseitigen Rohrstück gelangt. 10. Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer einrichtung von einer Lichtschranke (13) gebildet wird, die am Rohr angebracht ist und in Abhängig keit von der Schussfadenankunft an der Lichtschranke das Schliessen der Fadenbremse veranlasst. 11.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Aggregat, das zwei umlaufende, miteinander zusammenwirkende Wälzkörper (31, 32) umfasst, zwischen deren Mantel der Schussfaden (S) von der Vorratsspule (33) nach dem Speicherrohr (35) verläuft, wobei zumindest einer der Wälzkörper (32) die Länge des abzumes senden Schussfadens (S) bestimmt. 12.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter anspruch 11, gekennzeichnet durch eine synchron mit dem die Länge des Schussfadens (S) bestimmenden Wälzkörpers (32) umlaufende Steuerkurve (39) und ein mit dieser zusammenwirkendes Folgeglied (41), das auf die Fadenbremse (38) einwirkt.
    13. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 und 12, gekennzeichnet durch ein zwi schen Folgeglied (41) und Fadenbremse (38) vorge sehenes Hebelgetriebe (40, 43) welches unmittelbar das öffnen und Schliessen der Fadenbremse (38) bewirkt. 14.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter ansprüchen 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Wälzkörper (32) mantelseitig an derjenigen Stelle (E), an welcher der Fadenabzug enden soll, von dem anderen Wälzkörper (31) um wenigstens ein die Fadenmitnahme ausschliessendes Stück zurückweicht. 15.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zu- rückweichung der Mantelfläche des einen Wälzkör- pers (32) gegenüber der Mantelfläche des anderen Wälzkörpers (31) sich über ein Wälzkörperbogen- stück (F) erstreckt, das bei geschlossener Fadenbrems (38) gegenüber dem anderen Wälzkörper (31) vorbei bewegt wird. 16.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter ansprüchen 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Bogenstück (C), über welches Kontaktberührung zwischen den Wälzkörpern (31, 32) erfolgt, mit der Länge des abzuziehenden Schussfadenstückes über einstimmt. 17. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Bogenstückes (C), über welches Kon taktberührung zwischen den Wälzkörpern (31, 32) erfolgt, änderbar ist. 18.
    Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter ansprüchen 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Wälzkörpermantel elastisch nachgebend ausge bildet ist. 19. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Bogenstück (F), auf dem die Kontaktberüh rung unterbleibt, am einen Wälzkörper (31) mantel- seitig ein nach aussen vorstehender Nocken (44) und am anderen Wälzkörper (32) eine zu dem Nocken genau passende Ausrnehmung (45)
    vorgesehen ist. 20. Webstuhl nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das zum Speichern und Beschleunigen des Schussfadens dien ende Rohr ein Teilstück mit Längsschlitz und ein Teilstück mit geschlossenem Rohrmantel aufweist, wobei der Schlitz sich über die einfache Webbreite (W) erstreckt und das mantelseitig geschlossene Rohr stück ebenfalls eine mit der einfachen Webbreite (W)
    übereinstimmende Länge besitzt. 21. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 bis 20, gekennzeichnet durch eine Schere (68) am Eintrittsende der Speicherrohre (64).
    22. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 20 und 21, dadurch gekennzeichnet, dass der die Länge des abzuziehenden Schussfadens (S1) bestimmende Wälzkörper (60) als halbrunde Scheibe ausgebildet ist, der gegenüber eine Andrückrolle (62) vorgesehen ist, wobei die Länge des Halbbogens (G) mit der Länge des abzuziehenden Fadenstückes dop pelter Webbreite übereinstimmt. 23.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 21 und 22, dadurch gekennzeichnet, dass die die Messlänge bestimmenden Wälzkörper (60, 60a) auf jeder Randseite des zu bildenden Gewebes winklig zueinander um 90 Grad versetzt wirkend sind. 24. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des für die Speicherung des zugeführ ten Schussfadens erforderlichen Soges zwei Düsen <I>(49, 50)</I> hintereinander angeordnet sind. 25.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 bis 24, gekennzeichnet durch ein in die Blasluftleitung (52) eingebautes Rückschlagventil (54), durch welches beim Pumpirnpuls das Speicher rohr selbsttätig von der Blasluftleitung (52) abge sperrt wird. 26. Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 bis 25, gekennzeichnet durch ein mit tels Regulierschraube (55) einstellbares Ventil (53) in der Blasluftleitung (52) zur Dosierung der Blasluft, deren Menge in Abhängigkeit von Gewicht und Ober fläche der verwendeten Garne änderbar sein soll. 27.
    Webstuhl nach Patentanspruch II oder einem der vorgangehenden Unteransprüche, dadurch ge kennzeichnet, dass das Speicherrohr (71) fest mit der Lade (72) verbunden ist und dass der Ladenschwenk- weg (L) so bemessen ist, dass das Schussfadenende in Anschlagstellung der Lade (72) auf die Eintritts stelle (46) zurückgezogen wird. 28.
    Webstuhl nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 11 bis 27, mit einem zum Speichern und Beschleunigen des Schussfadens dienenden Rohr an jeder Randseite des zu bildenden Gewebes, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst in das eine Speicher und Beschleunigungsrohr (65, 66) ein Schussfaden dop pelter Webbreite (W) einblasbar ist, dass dann von diesem gespeicherten und vorbeschleunigten Schuss faden doppelter Webbreite ein Teilstück von der Länge der einfachen Webbreite in das Fach eintrag bar ist,
    und dass in das andere Speicher- und Be- schleunigungsrohr gleichfalls ein Schussfaden doppel ter Webbreite einblasbar ist, von welchem in das fol gende Fach ein Teilstück von der Länge der ein fachen Webbreite eintragbar ist, und dass hierauf der im einem Speicher- und Beschleunigungsrohr (65, 66) verbliebene Teil des anfangs eingetragenen Schuss- fadens mittels der Schere (68) durchschnitten und eingetragen wird, worauf in analoger Weise von der gegenüberliegenden Randseite aus verfahren wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3631901A (en) * 1969-03-14 1972-01-04 Sick Erwin Fa Photoelectric weft-bobbin feeler for looms for monitoring the yarn stock on weft bobbins
DE2900144A1 (de) * 1978-01-06 1979-07-12 Nissan Motor Schusseintragseinrichtung fuer eine luftstrahl-duesenwebmaschine

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