CH420100A - Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern

Info

Publication number
CH420100A
CH420100A CH5971558A CH5971558A CH420100A CH 420100 A CH420100 A CH 420100A CH 5971558 A CH5971558 A CH 5971558A CH 5971558 A CH5971558 A CH 5971558A CH 420100 A CH420100 A CH 420100A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
neutralization
water
compounds
mixture
split
Prior art date
Application number
CH5971558A
Other languages
English (en)
Inventor
Francois Dr Moulin
Original Assignee
Lonza Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CH5853258A external-priority patent/CH367482A/de
Application filed by Lonza Ag filed Critical Lonza Ag
Priority to CH5971558A priority Critical patent/CH420100A/de
Publication of CH420100A publication Critical patent/CH420100A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/02Esters of acyclic saturated monocarboxylic acids having the carboxyl group bound to an acyclic carbon atom or to hydrogen
    • C07C69/04Formic acid esters
    • C07C69/06Formic acid esters of monohydroxylic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern
Im Hauptpatent   Nr.    367 482 ist ein Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern beschrieben, bestehend in der Umsetzung von Blausäure mit einwertigen Alkoholen unter Einwirkung von HC1 in inertem, wasserfreiem Nichtlösungsmittel für Ammoniumchlorid zu den entsprechenden Iminoätherhydrochloriden, Neutralisation des überschüssigen Chlorwasserstoffes und Alkoholyse der genannten Hydrochloride, dadurch gekennzeichnet, dass das überschüssige HC1 mittels einer wasserfreien Base der Formel
EMI1.1     
 in welcher R1,   R2,    R3 Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeuten, so weit neutralisiert wird, bis der pH-Wert 1-3 beträgt.



   Es wurde nun weiter gefunden, dass, statt der wasserfreien Base der Formel
EMI1.2     
 anorganische Metallverbindungen, wie z. B. Carbide, Hydride, Nitride, Carbonate, Phosphate, Hydroxyde oder Oxyde zur Neutralisation verwendet werden können.



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern, insbesondere Orthoameisensäuremethylestern, durch Umsetzen von Blausäure mit einwertigen Alkoholen unter Einwirkung von HC1 in inertem, wasserfreiem Nichtlösungsmittel für Ammoniumchlorid zu den entsprechenden Iminoätherhydrochloriden, Neutralisation des überschüssigen Chlorwasserstoffs und Alkoholyse der genannten Hydrochloride, dadurch gekennzeichnet, dass das überschüssige   HC1    mittels einer wasserfreien und fein gepulverten anorganischen Verbindung der Formel
MenXm ausgeführt wird, in welcher Me ein Alkali- oder Erdalkalimetall und X den OH-, CO3-,   PO4- oder    HPO4-Rest, ferner Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff oder Sauerstoff und n die Werte 1, 2 und 3 bzw.

   m die Werte 1 und 2 bedeuten, neutralisiert wird, wobei bei Verwendung von Verbindungen, die bei der Neutralisation Reaktionswasser abspalten, die Neutralisation in Gegenwart eines Wasserbindungsmittels durchgeführt wird. Im letzteren Falle kann zwischen folgenden drei Ausführungsmöglichkeiten unterschieden werden: a) Verwendung von Verbindungen der obigen Formel, die bei der Neutralisation Reaktionswasser abspalten, die aber zugleich als Wasserbindungsmittel dienen, wie z. B. wasserfreies Natriumcarbonat. b) Verwendung von Verbindungen der genannten Formel, wie z.

   B. trockenes Calciumcarbonat, Calciumhydroxyd oder Magnesiumoxyd, die bei der Neutralisation Reaktionswasser abspalten und während der Neutralisationsreaktion Wasserbindungsmittel erzeugen. c) Verwendung von bei der Neutralisation Reaktionswasser abspaltenden Verbindungen obiger Definition, denen man ein Wasserbindungsmittel, z. B.



  Calciumchlorid, zugibt, wobei man allerdings für eine gute Dispersion desselben z. B. durch Rühren Sorge tragen muss.  



   Die besten Ausbeuten werden dabei, wie im Hauptpatent, mit solchen Verbindungen erzielt, die bei der Neutralisation kein Reaktionswasser abspalten, wie tertiäres Natriumphosphat, Calciumcarbid, Calciumhydrid oder Magnesiumnitrid.



   Die Herstellung der Iminoätherhydrochloride kann nach den Angaben des Hauptpatentes aus etwa 1,1 bis 1,2 Mol   HCl,    1 Mol HCN und 1,1 Mol Alkohol erfolgen. Da Formiminoätherhydrochlorid und Orthoameisensäureester durch Wasser äusserst leicht hydrolysiert werden, ist es erforderlich, das Neutralisationsmittel vor seiner Verwendung gut zu trocknen.



  Die Neutralisation kann wie im Verfahren des Hauptpatentes bei - 150 C, bei träger verlaufenden Neutralisationsreaktionen, wie im Falle von beispielsweise gelöschtem Kalk oder Magnesiumoxyd, bei höheren Temperaturen von z. B.   + 100 C    erfolgen. Zweckmässig wird dabei mindestens die für die Bindung des überschüssigen Chlorwasserstoffes berechnete Menge Neutralisationsmittel verwendet, wobei das Gemisch jedoch oft erst nach einiger Zeit, bei Verwendung von tertiärem Natriumphosphat, infolge der Bildung von primärem NaH2PO4 überhaupt nie neutral wird. Als Indikator dient vorzugsweise Fuchs in, da mit diesem die sauren pH-Werte durch entsprechenden Farbumschlag genau angegeben werden können (z.

   B. 0,1  = schwach grünlichgelb, 1 = graublau, 2-3 = veilchenblau, neutral = rosa) und diese Methode schneller und zuverlässiger arbeitet als das Betropfen von feuchtem Indikatorpapier. Im übrigen erfolgt die Neutralisation und Alkoholyse nach den Angaben des Hauptpatentes.



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne den Geltungsbereich derselben damit irgendwie einzuschränken.



   Die Angaben betreffs Ausbeute beziehen sich auf die verbrauchte Menge HCN; berechnet auf die total eingeführte würden sie bis etwa 1/2 % tiefer liegen, da von letzterer wieder ein Teil zurückgewonnen wird.



   Beispiel 1  (Neutralisation mit tertiärem Natriumphosphat)
Die Herstellung des Chlorhydrats von Formiminomethyläther erfolgt nach den Angaben von Beispiel 1 des Hauptpatentes. Eingeführte Mengen HCN: 26,6 g (0,985   Mol).   



   In die das Formiminomethylätherhydrochlorid enthaltende Reaktionsmischung werden 150   cm3    o-Dichlorbenzol und 80 g Methanol eingeführt, darauf bei +100 C 12,3 g (0,075 Mol) wasserfreies, bei 2000 C im Vakuum getrocknetes Na3PO4, um 0,15 Mol   HC1    unter Bildung von primärem Natriumphosphat zu neutralisieren. Die Temperatur steigt um etwa 50 C, während die Mischung stark sauer bleibt. Man erhitzt auf 400 C und unterbricht alsdann die Heizung, wobei die Reaktion rasch fortschreitet; wenn die Temperatur auf   450 C    gesunken ist, hält man diese Temperatur 15 Stunden, nach welcher Zeit der mit feuchtem Indikatorpapier gemessene pH-Wert der Lösung immer noch etwa 1 beträgt. Nach Kühlung auf - 150 C wird filtriert.

   Das noch saure Reaktionsgemisch wird über 0,5 g wasserfreiem Na2COs destilliert, um eine Zersetzung des Orthoameisensäureesters infolge der Acidität des Gemisches zu vermeiden. Das nach der Destillation zurückbleibende o-Dichlorbenzol ist neutral.



   Es werden 81 g Orthoameisensäuremethylester vom Siedepunkt   98-1000    C erhalten, was einer Ausbeute von 78 % entspricht.



   In einem weiteren Versuch wird der Orthoameisensäuremethylester ohne vorherige Zugabe von Natriumcarbonat destilliert, wobei praktisch die gleiche Ausbeute erzielt wird.



   Beispiel 2  (Neutralisation mit Natriumcarbonat)
In das Reaktionsgemisch von Formiminomethyl ätherhydrochlorid, hergestellt nach Beispiel 1 des Hauptpatentes, unter Verwendung von 27,1 g (1,002 Mol) HCN, werden 150   cm3    o-Dichlorbenzol und 80 g Methanol, darauf bei - 150 C 14 g (0,132 Mol) wasserfreies, bei 1000 C im Vakuum getrocknetes Natriumcarbonat (Na2CO3) eingeführt, wobei die zur Neutralisation des überschüssigen Chlorwasserstoffes nötige Menge 0,075 Mol beträgt. Man erhitzt auf 450 C und stellt alsdann die Heizung ab. Die Temperatur steigt auf 620 C. Schliesslich wird während 15 Stunden auf 450 C erhitzt, wobei das Gemisch alkalisch wird, kühlt   auf - 100 C    und filtriert.

   Durch Destillation isoliert man 64 g Orthoameisensäuremethylester vom Siedepunkt   98-1000C,    was einer Ausbeute von   60,3    % entspricht.



   Beispiel 3  (Neutralisation mit Calciumcarbonat)
In das Reaktionsgemisch von Formiminomethyl ätherhydrochlorid, hergestellt nach Beispiel 1 des Hauptpatentes, ausgehend von 27,1 g (1,002 Mol) HCN, werden 150   cm3    o-Dichlorbenzol und 80 g Methanol, darauf   bei 150 C    7,5 g (0,075 Mol)   CaCO8    in feinster, bei 1000 C im Vakuum getrockneter Pulverform eingeführt. Man erhitzt auf 400 C, unterbricht das Erwärmen, wobei die Alkoholyse einen raschen Verlauf nimmt. Die Temperatur steigt auf 540 C. Darauf hält man 15 Stunden bei 450 C, kühlt ab   auf - 100    C und filtriert. Durch Destillation werden 74,9 g Orthoameisensäuremethylester vom Siedepunkt   98-1000    C erhalten, was einer Ausbeute von 70,5 % entspricht.



   Beispiel 4  (Neutralisation mit gelöschtem Kalk)
In das Reaktionsgemisch, enthaltend das Formiminomethylätherhydrochlorid, hergestellt nach dem Beispiel 1 des Hauptpatentes, ausgehend von 26,9 g (0,997 Mol) HCN, werden 150   cm3    o-Dichlorbenzol und 80 g Methanol zugegeben, darauf bei   + 100 C,    in einem Male, 5,55 g (0,075 Mol) Ca(OH)2, das in einem Vakuumexsikkator in Gegenwart von CaO getrocknet wurde. Nach Abklingen der Reaktion wird  das Reaktionsgemisch 15 Stunden bei 450 C gehalten, sodann auf - 100 C gekühlt und filtriert. Durch Destillation werden 65,4 g   Orthoameisens äuremethylester    vom Siedepunkt   98-1000    C isoliert, was einer Ausbeute von 62,3 % entspricht.



   Beispiel 5  (Neutralisation mit Magnesiumoxyd)
Zuerst wird wie üblich das Formiminomethyl ätherhydrochlorid, ausgehend von 26,9 g (0,997 Mol) HCN, hergestellt. In diese Reaktionsmischung gibt man 150   cm3    o-Dichlorbenzol und 80 g Methanol.



  Darauf werden in einem Male bei   +100 C    3,02 g (0,075 Mol) MgO, das 8 Stunden im Vakuum bei 1500 C getrocknet wurde, zugegeben und weiter wie im vorhergehenden Beispiel verfahren.



   Die Ausbeute an Orthoameisensäuremethylester beträgt   59, 2%    der theoretischen (Siedepunkt 98 bis 1000 C).



   Beispiel 6  (Neutralisation mit Calciumhydrid)
Das Formiminomethylätherhydrochlorid wurde auf übliche Weise, ausgehend von 27,2 g (1,006 Mol) HCN, hergestellt. Nach Kristallisation des Chlorhydrats gibt man der Mischung 150   cm3    o-Dichlorbenzol, 80 g Methanol und 4 Tropfen 1 % ige Fuchsinlösung zu. Man kühlt auf - 150 C und führt hierauf in kleinen Mengen von ungefähr 0,5 g pulverisiertes Calciumhydrid in den Kolben ein, und zwar derart, dass die Temperatur der Mischung in der Nähe von - 100 C liegt. Bei der letzten Zugabe des Hydrids wechselt die Farbe der Mischung brüsk von schwach grünlichgelb nach rosa (pH etwa 6 auf Indikatorpapier). Dauer der Neutralisation: 15 Min.



  Menge benützten Hydrids: 6,3 g oder 0,15 Mol bei Verwendung von   100 %    igem CaH2. Da das zur Verfügung stehende Hydrid bereits eine beträchtliche Menge Kalk enthält, sind es wahrscheinlich nur 0,08 bis 0,1 Mol, welche in Reaktion getreten sind.



   Darauf erhitzt man die Mischung allmählich. Bei 400 C unterbricht man die Heizung, die Temperatur steigt noch auf   480 C.    Man lässt 15 Stunden bei 450 C reagieren, kühlt   auf - 150 C,    filtriert unter Druck und wäscht die Salze, worauf das Filtrat destilliert wird. Man erhält 80,5 g bei   98-1000    C siedendem Orthoameisensäuremethylester, entsprechend einer Ausbeute von   75,8    %.



   Beispiel 7  (Neutralisation mit Calciumcarbid)
Ausgehend von 27,3 g (1,011 Mol) HCN wurde auf   übliche    Weise das Iminoätherhydrochlorid hergestellt. Nach Kristallisation des Chlorhydrats fügt man zu der Mischung 150   cm9    o-Dichlorbenzol und 80 g Methanol. Man kühlt   auf - 130    C und gibt portionenweise in ungefähr 10 Min. eine Gesamtmenge von 14 g pulverisiertem Calciumcarbid zu. Die Temperatur steigt insgesamt um 100 C, trotzdem sich die Apparatur in einer Eis-Kochsalz-Kältemischung befindet. Man beobachtet eine   Acetylenentwicklung,    in welchem Moment die Mischung noch stark sauer ist.



   Man erhitzt langsam bis 350 C. Die Temperatur steigt weiter bis auf 450 C. Die Acetylenentwicklung beginnt von neuem, und die Mischung wird neutral.



  Man hält 15 Stunden bei 450 C und kühlt hierauf   auf - 150    C. Sobald man das Rührwerk unterbricht, setzen sich die Festteilchen in kleinen Körnern von 2-3 mm Durchmesser. Man filtriert unter Druck, zerdrückt die Körner und dispergiert das Pulver in wenig o-Dichlorbenzol, hierauf filtriert man von neuem.



   Schliesslich destilliert man das Filtrat und erhält   78,0    g bei   98-1000    C siedendem Orthoameisensäuremethylester. Ausbeute: 0,735 Mol oder 73,1 %.



   Beispiel 8  (Neutralisation mit Magnesiumnitrid)
Das Formiminomethylätherhydrochlorid wurde auf übliche Art, ausgehend von 27,1 g (1,002 Mol) HCN, hergestellt. Nach Kristallisation des Chlorhydrats gibt man zu der Mischung 150   cm3    o-Dichlorbenzol, 80 g Methanol und 4 Tropfen 1 % ige Fuchsinlösung. Man kühlt auf - 150 C und führt in Portionen von etwa 0,2 g innerhalb 25 Min. die Gesamtmenge von 4 g Magnesiumnitrid in Pulverform zu. Die Reaktion ist schwach exotherm und die Mischung sehr stark sauer. Man lässt die Temperatur innerhalb 45 Min. auf 250 C steigen, indem man nochmals in einigen Portionen ein Total von 2 g Nitrid zugibt. Die Mischung ist, gemessen auf Indikatorpapier, immer noch sehr sauer, denn das Fuchsin wird zerstört.



  Wenn man einige Tropfen frisches Fuchs in zugibt, beobachtet man eine grüne Färbung, welche einer leicht grösseren Acidität entspricht als diejenige, welche als übliche Grenze der Neutralisation gewählt wird (blaue Farbe von Fuchsin).



   Benötigte Menge von Nitrid: 1,9 g pro 0,15 Mol zu neutralisierender   HCl,    da Magnesiumnitrid gemäss folgender Gleichung ohne Abspaltung von Wasser die HC1 neutralisiert:    Mg3NZ    + 8 HC1   o    3   MgCl    + 2 NH4C1.



   Die Mischung wird hierauf auf 400 C erhitzt, was ein Ansteigen der Temperatur bis auf 580 C bewirkt, während sich die Acidität rasch auf einen mit Indikatorpapier gemessenen pH-Wert von 6-7 vermindert. Man hält hierauf während 15 Std. auf 450 C, worauf die Mischung wie üblich aufgearbeitet wird.



  Ausbeute: 75,8 g Orthoameisensäuremethylester vom Siedepunkt   98-1000    C, entsprechend 71,8 % der theoretischen.



   Beispiel 9 (Herstellung von Orthoameisensäureäthylester unter Verwendung von   PO4Na3    als Neutralisationsmittel)
Das Formiminoäthylätherhydrochlorid wird ausgehend von 27,3 g (1,011 Mol) HCN und 50,6 g (1,1 Mol) absolutem Äthanol hergestellt, wobei als   Lösungsmittel Petrol vom Siedepunkt   80-1000C/    10 mm Hg verwendet wird.



   Nach Kristallisation des Chlorhydrats und Zugabe von 150 cm3 Petrol und 115 g (2,5 Mol) absolutem Äthanol fügt man in einem Mal bei   +100 C    12,3 g (0,075 Mol) wasserfreies tertiäres Natriumphosphat hinzu, das bei 2000 C im Vakuum getrocknet wurde.



  Die Temperatur steigt um 1 bis 20 C. Die Mischung bleibt stark sauer, denn die grünlichgelbe Nuance des Fuchsins ist kaum wahrnehmbar. Man erhitzt auf 400 C und unterbricht dann die Heizung. Die Temperatur steigt auf 480 C. Man hält hierauf 15 Stunden bei 450 C, nach welcher Zeit die Mischung weniger stark sauer ist: veilchenblaue Nuance des Fuchsins, pH-Wert 2 auf Indikatorpapier. Man kühlt auf   - 150 C,    filtriert und destilliert unter reduziertem Druck. Man erhält 104 gbei   90-920    C/120 mm Hg siedenden Orthoameisensäureäthylester. Ausbeute 0,703 Mol oder   70 so.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern durch Umsetzen von Blausäure mit einwertigen Alkoholen unter Einwirkung von Chlorwasserstoff in inertem, wasserfreiem Nichtlösungsmittel für Ammoniumchlorid zu den entsprechenden Imino ätherhydrochloriden, Neutralisation des überschüssigen Chlorwasserstoffes und Alkoholyse der genannten Hydrochloride, dadurch gekennzeichnet, dass das überschüssige HC1 mittels einer wasserfreien und fein gepulverten anorganischen Verbindung der Formel Me11Xrn, in welcher Me ein Alkali- oder Erdalkalimetall und X den OH-, CO3-, PO4- oder HPO4-Rest, ferner Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff oder Sauerstoff und n die Werte 1, 2 und 3 bzw.
    m die Werte 1 und 2 bedeuten, neutralisiert wird, wobei bei Verwendung von Verbindungen, welche bei der Neutralisation Reaktionswasser abspalten, die Neutralisation in Gegenwart eines Wasserbindungsmittels durchgeführt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Neutralisationsmittel Verbindungen verwendet werden, welche bei der Reaktion kein Wasser abspalten.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Neutralisationsmittel tertiäres Natriumphosphat verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Neutralisationsmittel Calciumcarbid verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Neutralisationsmittel Verbindungen verwendet werden, die während der Neutralisation Reaktionswasser abspalten, zugleich aber Wasserbindungsmittel sind.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Neutralisationsmittel Verbindungen verwendet werden, die bei der Neutralisation wasserbindende Verbindungen erzeugen.
CH5971558A 1958-04-18 1958-05-20 Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern CH420100A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH5971558A CH420100A (de) 1958-04-18 1958-05-20 Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH5853258A CH367482A (de) 1958-04-18 1958-04-18 Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern
CH5971558A CH420100A (de) 1958-04-18 1958-05-20 Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH420100A true CH420100A (de) 1966-09-15

Family

ID=25737653

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5971558A CH420100A (de) 1958-04-18 1958-05-20 Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH420100A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0574667B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,2,6,6-Tetramethylpiperidin-N-oxyl und in seiner 4-Stellung substituierten Derivaten
DD220606A5 (de) Verfahren zur herstellung von phosphonomethylierten aminosaeuren
DE2162344B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylphenylestern der Phosphorsäuren
DE2914294A1 (de) Verfahren zur herstellung von verbindungen mit phosphor-kohlenstoff- stickstoff-bindung
CH420100A (de) Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensäureestern
EP0694556B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Diestern von Phosphonocarbonsäurederivaten
DE4326918C1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Halogenethyl-malonsäure-dialkylestern
DE915083C (de) Verfahren zur Reduktion von Carbonsaeureestern
DE1967157B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorbutadien-(l,3)
EP0602549B1 (de) 4-Hydroxy-2,3,5-trifluorbenzoesäure und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE950289C (de) Verfahren zur Herstellung von N-Carboxyalkylhexitylaminen
AT212818B (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(p-Nitrophenyl)-2-dihalogenacetamino-1,3-dioxypropanen
DE844744C (de) Verfahren zur Herstellung von Piperazin-N-monocarbonsaeureamiden
DE2060329C3 (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Benzamiden
DE1801868C3 (de) Verfahren zur Herstellung von asubstituierten ungesättigten Carbonsäuren
DE566033C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkyl- bzw. Aryloxyaethylidenestern und Acetalen
DE940348C (de) Verfahren zur Herstellung von hochprozentigem Kaliumperborat
AT231423B (de) Verfahren zur Herstellung von Methacrylsäure und deren Estern
DE2831555A1 (de) Verfahren zur herstellung von cyclopropancarbonsaeure-methyl- und -aethylestern
DE455585C (de) Verfahren zur Darstellung von organischen Stickstoffverbindungen
DE1020016B (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeuredialkylestern
DE1003204B (de) Verfahren zur Herstellung von Trichloressigsaeure
DE10061623A1 (de) Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Hydroxylaminen und deren Salzen
DE1126854B (de) Verfahren zur Herstellung von Orthoameisensaeureestern
DE2635477A1 (de) Verfahren zur herstellung fester, praktisch reiner natrium- und kaliumsalze der clavulansaeure