CH420136A - Verfahren zur Herstellung von 21-Brom-Steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 21-Brom-Steroiden

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CH420136A
CH420136A CH1022962A CH1022962A CH420136A CH 420136 A CH420136 A CH 420136A CH 1022962 A CH1022962 A CH 1022962A CH 1022962 A CH1022962 A CH 1022962A CH 420136 A CH420136 A CH 420136A
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bromine
dihydroxy
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pregn
water
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CH1022962A
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Hanley Philipps Gordon
Ann Nice Frances
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Glaxo Lab Ltd
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    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     21-Brom-Steroiden       Es sind bereits verschiedene Lösungsmittel für die       Bromierung    von     Steroidketonen    in     a-Stellung    zur       Ketogruppe    vorgeschlagen worden. Solche Lösungs  mittel umfassen z.

   B.     halogenierte        Kohlenwasserstoffe,     wie Chloroform, oder     cyclische    Äther, wie     Dioxan     oder     Tetrahydrofuran.    Jedoch führt die Verwendung  solcher Lösungsmittel zu verhältnismässig geringen  Ausbeuten, und die     Bromierung    kann nicht aus  gewählt werden, das heisst Steroide mit anderen Stel  lungen, insbesondere isolierten     Doppelbindungsstel-          lungen,    die dem Angriff durch Brom unterworfen  sind, z. B. in den     9(11)-Stellungen,    neigen auch     dazu,          bromiert    zu werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass die     Bromierung    in  der 21 - Stellung von     Steroid    - 20 -     ketonen,    nämlich       20-Oxo-5a-    oder     -5ss-steroiden    der     Pregnanreihe,    ob  letztere nun andere Stellungen, die der     Bromierung     unterworfen sind, enthalten oder nicht, mit guter  Ausbeute durchgeführt werden kann, wenn man das       20-Ketosteroid    in Gegenwart einer starken Säure und  eines solchen Lösungsmittels der Einwirkung von  Brom aussetzt, das im wesentlichen aus einem pri  mären     Alkanol,    das 2 bis 4     Kohlenstoffatome    enthält,

    oder aus einem     C-Alkoxyderivat    desselben besteht.  



  Das bei dem erfindungsgemässen Verfahren ver  wendete     20-Ketosteroid    kann ein oder mehrere an  dere     Substituenten    oder ungesättigte Gruppen, wie       3-Hydroxy,        3-Acyloxy,        11-Hydroxy,        11-Acyloxy,     eine     9(11)-Doppelbindung,    16(a oder     ss)-Methyl,        16-          Methylen    und     17a-Hydroxy,    enthalten.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren wird vorzugs  weise bei der     Bromierung    von     17a-Hydroxy-pregn-9-          en-20-onen    verwendet, insbesondere von solchen, die  eine     exocyclische    Doppelbindung in der     Cric;-Stellung,     z. B. ein     17a-Hydroxy-16-methylen-pregn-9-en-20-on,     besitzen. Mit Vorteil kann es auch bei der Bromie-         rung    der entsprechenden 16(a oder     ss)-Methylverbin-          dungen    benutzt werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann auch vor  teilhaft bei der     Bromierung    von  niederen     11/3-Acyloxy-3,17a-dihydroxy-16-methyl-          pregnan-20-onen,    z. B.  



  11     r-Acetoxy-3,17a-dihydroxy-16ss-methyl-          5a-pregnan-20-on,    und  niederen     llss-Acyloxy-3,17a-dihydroxy-16-          methylen-pregnan-20-onen,    z. B.  



  11     ss-Acetoxy-3,17a-dihydroxy-16-methylen-          pregnan-20-on,     verwendet werden, wobei besonders gute Ausbeuten  an dem gewünschten     21-Bromsteroid    erhalten werden  können.  



  Als     Alkoxyalkanol    kommt z. B.     Äthoxyäthanol     in Betracht. Obwohl, wie erwähnt, das Lösungsmittel  im wesentlichen aus einem primären     Alkanol    oder       Alkoxyalkanol    bestehen sollte, kann es zweckmässig  sein, eine kleine Menge eines weiteren     inerten    orga  nischen Lösungsmittels zum     Alkanol    zuzusetzen, um  die Lösung des     Steroids    zu erleichtern.

   Solche Lö  sungsmittel sind     cyclische    Äther, wie     Tetrahydrofuran     oder     Dioxan.    Das     Steroidketon    muss sich jedoch wäh  rend der     Bromierung    im genannten     Alkanol    oder     Alk-          oxyalkanol    nicht völlig in Lösung befinden, sondern  es kann teilweise auch in Suspension vorliegen.  



  Die     starke    Säure wird vorzugsweise in einer  Menge verwendet, die mindestens derjenigen des zu       bromierenden        Steroids    äquivalent ist. Geeignete Ver  hältnisse liegen zwischen 1 zu 10 oder sogar 12  Säureäquivalenten. Die verwendete Säure sollte vor  teilhaft wasserfrei sein, wenn die     Reaktionsteilnehmer     dies erlauben.     Eine    geeignete Säure ist Chlorwasser  stoff.  



  Die starke Säure wird zweckmässig in Form einer      Lösung in dem niederen     Alkanol    oder     Alkoxyalkanol     in das Reaktionsgemisch eingeführt.  



  Die     Bromierung    führt man zweckmässig bei     Tem-          peraturen    zwischen 0 und 35  C, vorzugsweise bei  Zimmertemperatur, durch. Eine zweckmässige Aus  führungsform des erfindungsgemässen Verfahrens be  steht in der langsamen Zugabe, z. B. während eines  Zeitraumes von 60 bis 100 Minuten, einer Lösung  von Brom in     Alkanol    oder     Alkoxyalkanol    zu einer  Lösung oder Suspension des     Steroids    im     Alkanol     oder     Alkoxyalkanol,    welche die starke Säure enthält.

    Das Brom kann aber auch zu der Lösung oder  Suspension des     Steroids    als reines flüssiges Brom  unter heftigem Rühren der Lösung oder Sus  pension zugesetzt werden. Eine weitere vorteil  hafte Methode zur Einführung des Broms in die  Lösung oder Suspension des     Steroids    besteht darin,  dass es als Bromdampf, der von einem Gasstrom, z. B.  Stickstoff, getragen wird, eingeleitet wird. Unter den  beschriebenen Bedingungen setzt sich der     Alkanol     langsam mit dem Brom um, und es ist notwendig,  einen     überschuss    an Brom zu verwenden.

   Es wurde  gefunden, dass     ungefähr    1,1     Mol    Brom auf 1     Mol          Steroid    geeignet ist, wenn das Brom als reine Flüssig  keit oder Dampf zugegeben wird,     während    erheblich  mehr, z. B.     ungefähr    1,6     Mol    Brom pro     Mol        Steroid,     verwendet werden müssen, wenn das Brom in Lösung  im     Alkanol    oder     Alkoxyalkanol    zugesetzt wird. Die  zu verwendende     optimale    Menge Brom     kann    für jeden  Fall durch einfachen Versuch festgestellt werden.  



  Die in den nachstehenden Beispielen erhaltene  Bromverbindung wurde zwecks Ermittlung der Aus  beute     in    die entsprechende     21-Acetoxyverbindung     umgewandelt.  



  <I>Beispiel 1</I>       Bromierung    von     3ss,17a-Dihydroxy-16-methylen-          5a-pregn-9-en-20-on     10,0 g fein verteiltes     20-Keton        wird    in 200     ml          abs.    Äthanol während der Zugabe von 8,9n Chlorwas  serstoff in Äthanol (23 ml, 7     Mol)        kräftig    gerührt  und nach 2 Minuten eine Lösung von 7,45 g (1,6       Mol)    Brom in 155 ml Äthanol (kalt hergestellt und  auf Raumtemperatur erwärmen gelassen)     während     95 Minuten tropfenweise zugegeben.

   Nach weiteren  5 Minuten wird die Lösung nach und nach mit Was  ser auf etwa 4 1 verdünnt und das niedergeschlagene  Produkt (12,23 g, 99 %) durch Filtrieren gesammelt,  mit Wasser gewaschen und im Vakuum bei 60  C  getrocknet.    Für     C22H3103Br       berechnet:     Br    18,9 %  gefunden:     Br    18,7    12,2 g des wie oben beschrieben hergestellten  Produktes und 36 g trockenes     Kaliumacetat    werden  4 Stunden     unter        Rückfluss    und unter Rühren in  280 ml Aceton gekocht. Nach Isolierung des Produk  tes durch Konzentrieren und Verdünnen mit Wasser  erhält man das     21-Acetat    als braungelben Feststoff  (11,54 g, 99 %).

   Gefunden:     Br    0,9 %. Die Umkristalli-         sation    von 11,44 g aus Aceton liefert eine erste Frak  tion von     21-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-16-methylen-          5a-pregn-9-en-20-on    (8,.67 g, 75,8 %),     Fp.    193 bis  195  C, und eine zweite Fraktion (1,34 g, 11,5%) vom       Fp.    175  C und später 193 bis 195  C, mit einem       ähnlichen        Infrarotspektrum.       Für     C24H3405     berechnet: C 71,6 H 8,5  gefunden:

   C 71,3 H 8,6    <I>Beispiel 2</I>       Bromierung    und     Acetoxylierung    von       3ss,17a-Dihydroxy-16ss-methyl-5a-pregn-9-en-20-on     1,0 g     20-Keton    wird wie in Beispiel 1 beschrieben       bromiert,    jedoch mit 1,75     Mol    Brom, die während  60 Minuten zugegeben werden, worauf man 1,202 g  Bromverbindung     erhält.    Gefunden:

       Br    19,8 %. 1,102 g  rohe Bromverbindung werden gemäss Beispiel 1  behandelt und ergeben 1,012 g<B>(97%)</B> rohe     21-Acet-          oxy-Verbindung.    Die Umkristallisation von 882 mg  aus     Äthylacetat    liefert     21-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-          16ss-methyl-5a-pregn-9-en-20-on    in zwei Fraktionen;  die erste Fraktion (664 mg, 75 %) hat einen Schmelz  punkt von 190 bis 194  C und die zweite Fraktion  (56 mg, 6,3 %) einen solchen von 181 bis 192,5  C.

    <I>Beispiel 3</I>       Bromierung    und     Acetoxylierung    von       3ss"17a-Dihydroxy-16a-methyl-5a-pregn-9-en-20-on     1,029 g     20-Keton    werden wie in Beispiel 1 be  schrieben     bromiert,    jedoch unter Zugabe der Brom  lösung während 75 Minuten, worauf man 1,21 g  Bromverbindung erhält. Gefunden:     Br    18,5 %.  



  l,112 g rohe Bromverbindung werden gemäss     Bei-          spiel-1    behandelt und liefern 1,109 g rohe     21-Acet-          oxyverbindungen.    Gefunden:     Br    0,6 %. Diese Verbin  dung ergibt nach Umkristallisation aus Methanol       21-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-16a-methyl-          5a-pregn-9-en-20-on     als Plättchen (78 %),     [a]n    = + 23,5  (in     CHC13),          Fp.    203 bis 205<B>1</B> C.  



  <I>Beispiel 4</I>       Bromierung    von     3ss,17a-Dihydroxy-16-methylen-          5a-pregn-9-en-20-on     a) in     n-Butanol     1,0 g     Steroid    wird in Suspension in 20 ml     n-Buta-          nol    gerührt und eine 7,7n Lösung von Chlorwasser  stoff in     n-Butanol    (2,64 ml) zugesetzt. Darauf wird  eine Lösung von 0,83 g Brom     in    17,9 ml     n-Butanol,     das kalt hergestellt und auf Zimmertemperatur er  wärmen gelassen wurde, während 90 Minuten trop  fenweise zugesetzt.

   Nach weiteren 10 Minuten wird  die gelbe Lösung mit etwa 1000 ml Wasser verdünnt  und das ausgefallene Produkt (1,15 g) -     gefunden:          Br    16,3 %,     C22H31Br03,    berechnet:     Br    18,9 % - durch       Filtrieren    gesammelt, mit Wasser gewaschen und ge  trocknet.  



  1,13 g der rohen Bromverbindung werden 4 Stun  den unter     Rühren    mit 3,0 g     Kaliumacetat    in 25 ml  Aceton unter     Rückfluss    erhitzt. Nach Konzentrieren      des Reaktionsgemisches und Zugabe von Wasser er  hält man 1,04 g eines Rohproduktes, das, wie durch  einen     Tetrazolium-Farbtest    festgestellt wird, etwa  <B>78%</B>     21-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-16-methylen-5a-          pregn-9-en-20-on    enthält.  



  b) in     Äthylenglykolmonomethyläther     1,0 g     Steroid    in 20 ml     Äthylenglykolmonomethyl-          äther    wird mit 4,0n Chlorwasserstoff in     Äthylengly-          kolmonomethyläther    (5,1     ml)    und darauf mit 0,595 g  Brom in 10,7 ml des gleichen Lösungsmittels behan  delt, wie in a beschrieben. 1,117 g rohe Bromverbin  dung werden wie in a isoliert. Gefunden:     Br    15,25 %.

    Diese Verbindung (1,026 g) wird wie in a mit     Ka-          liumacetat    behandelt und 1,044 g eines Rohproduk  tes, das gemäss einem     Tetrazoliumtest    die Anwesen  heit von etwa 64% des     21-Acetoxy-20-ketons    zeigt,  erhalten.  



  <I>Beispiel 5</I>       Bromierung    von     3ss,17a-Dihydroxy-16-methylen-          5a-pregn-9-en-20-on     5,3 g (1,1     Mol)    Brom werden als Dampf in einem  Stickstoffstrom in eine Suspension von 10,335 g       3ss,17a-Dihydroxy-16-methylen-5a-pregn-          9-en-20-on     in 150 ml     abs.    Äthanol und 10,5 ml     lOn    alkoholi  schem Chlorwasserstoff während 65 Minuten ein  geleitet. Die Mischung wird 5 Minuten gerührt und  darauf mit 750     ml    Eiswasser verdünnt.

   Das     21-Bro-          mid    wird durch Filtrieren gesammelt, mit kaltem  Wasser gewaschen und im Vakuum bei 50  C ge  trocknet. Ausbeute: 12,48 g (98,3 % der     Theorie),          Fp.    185  C     (Zers.),    [ab =-32,4  (c =1,0 in     CHC13).       Für     C22H3i03Br       berechnet:     Br    18,9    gefunden:     Br    18,9 %  12,3 g rohes     21-Bromid    werden unter     Rückfluss     mit 36,9g     Kaliumacetat    in 310 ml Aceton     33/,1    Stun  den gerührt.

   Die Mischung wird heiss filtriert und der  Feststoff mit heissem Aceton gewaschen. Das Filtrat  verdünnt man mit 50 ml Wasser, dampft ein, bis ein  Schlamm entsteht, und verdünnt weiter mit 400     ml     Wasser. Das rohe     21-Acetat    wird durch Filtrieren ge  sammelt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum bei  50  C getrocknet. Ausbeute 11,98 g,     Fp.    183  C,       HD    =<B>-19,10</B> (c = 1,0 in     CHC13).     



  11,90 g rohes Acetat werden aus Aceton umkri  stallisiert und liefern 9,32 g (78,9 % insgesamt),       Fp.    194 bis 195  C,     HD    =-20,9  (c=1,0 in     CHC13),          Seitenkettenversuch    97 %.  



  Die Mutterlaugen werden konzentriert, gekühlt  und ergeben eine zweite Fraktion von 0,57 g,     HD    =  -29 , die, aus Aceton     umkristallisiert,    0,23 g (2,0%)  ergibt,     Fp.    193 bis 194  C, [ab =-21,3 .  



  <I>Beispiel 6</I>       Bromierung    und     Acetoxylierung    von       3ss,17a-        Dihydroxy-16-methylen-5a-pregn-9-en-20-on     11,6 g (1,25     Mol)    Brom werden tropfenweise  unter Stickstoff zu einer Suspension von 20 g 3ss,17a-         Dihydroxy-16-methylen-5a-pregn-9-en-20-on    in 300m1  Methylalkohol und 20 ml 10n alkoholischem Chlor  wasserstoff während 90 Minuten zugesetzt. Die Mi  schung rührt man 5 Minuten und giesst sie dann in  1500 ml Eiswasser. Das     21-Bromid    wird durch Fil  trieren gesammelt, mit Wasser gewaschen und ge  trocknet.

   Das Rohprodukt behandelt man gemäss Bei  spiel 5 mit     Kaliumacetat    in Aceton, kristallisiert das  Produkt aus Aceton und erhält 17,75 g (76,2 %)       21-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-16-methylen-          5a-pregn-9-en-20-on,          Fp.    193  C,     [a]D    = -19,3  (c = 1,0 in     CHCl3).     



  <I>Beispiel 7</I>       Bromierung    und     Acetoxylierung    von       3ss,17a        -Dihydroxy-16-methylen-5a-pregn-9-en-20-on     2,56 g (1,6     Mol)    Brom werden als Dampf in  einem Stickstoffstrom in eine Suspension von 3,445 g       3ss,    17a -     Dihydroxy-16-methylen-5a-pregn-9-en-20-on     in 50 ml trockenem     n-Propanol    und 3,5 ml 10n  alkoholischem Chlorwasserstoff während 1 Stunde  eingeleitet. Die Mischung wird 5 Minuten     gerührt    und  darauf in 250 ml Eiswasser gegossen.

   Man isoliert  das rohe     21-Bromid,    behandelt es mit     Kaliumacetat     in Aceton, wie in Beispiel 5 beschrieben, kristallisiert  das Produkt aus Aceton und erhält 2,80 g (69,6 %)       21-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-16-methylen-          5a-pregn-9-en-20-on     vom     Fp.    192 bis 194  C,     HD    = - 20,6  (c = 1,0 in       CHCl3).     



  <I>Beispiel 8</I>       Bromierung    von 1     lss-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-          16ss-methyl-5a-pregnan-20-on    in     abs.    Äthanol  Eine Lösung von 80 g     11ss    -     Acetoxy    -     3ss,17a-          dihydroxy-16ss-methyl-5a-pregnan-20-on    in 1,6 1     abs.     Äthanol wird mit 184 ml     abs.    Äthanol, der bezüglich  trockenem     Chlorwasserstoffgas    auf 8,9n gebracht  wurde, behandelt.

   Man rührt die Mischung 5 bis 10  Minuten bei 20  C, bevor man eine Bromlösung zu  fügt, die aus einer Lösung von 44 g (1,4     Mol)    Brom  in 1,12 1     abs.    Äthanol hergestellt ist, und kühlt auf  etwa - 30  C. Die Lösungstemperatur wird langsam  auf 20  C ansteigen gelassen, bevor die Bromlösung  zu dem gerührten Reaktionsgemisch zugesetzt wird,  was 134 Minuten in Anspruch nimmt. Die Tempera  tur des Reaktionsgemisches wird mittels eines     kalten     Wasserbades auf 17 bis 19  C gehalten. Nachdem die  Zugabe der Bromlösung beendet ist, wird das Reak  tionsgemisch gerührt, bis die hellgelbe     Farbe    ver  schwindet. Darauf wird sie unter     Rühren    in 32 1  Wasser gegossen.

   Man rührt die Mischung 1 Stunde,  filtriert und wäscht das Produkt in Wasser, bis es  neutral ist, trocknet im Vakuum 16 Stunden bei 60  C  und erhält 96,3 g (100,9 % der Theorie)     21-Bromid,          Fp.    174 bis 175  C,     [a]D=    + 74  (c =1,0 in     Dioxan).     Gefunden:     Br    16,3 %, für     C24H3705Br    berechnet:       Br    16,5 %.  



  95,0 g des so erhaltenen     21-Bromids    werden     21/2     Stunden in 2,18 1 Aceton, die 244g wasserfreies       Kaliumacetat    enthalten, unter Erhitzen unter Rück-           fluss        gerührt.    Die heisse Mischung wird     filtriert,    der       Kaliumsalzkuchen    mit heissem Aceton gewaschen und  das Filtrat zusammen mit den Waschflüssigkeiten auf  ein geringes Volumen     konzentriert.        Dann    gibt man  500     ml    Wasser zu, destilliert das zurückbleibende  Aceton unter vermindertem Druck ab und     behandelt     das Konzentrat mit 3,4 1 Wasser.

   Die Mischung wird  filtriert, der Feststoff mit     Methylenchlorid    und darauf  mit Wasser gewaschen, bei 60  C 16 Stunden getrock  net und liefert 44,8 g     llss,21-Diacetoxy-3ss,17a-di-          hydroxy-16ss-methyl-5a-pregnan-20-on,        Fp.    212  C,       [a]n    =     +93,6     (c = 1,0 in     Dioxan).     



  Das     Filtrat    und die Waschflüssigkeiten werden  stehengelassen, und es scheiden sich zwei Phasen ab.  Die     wässrige    Phase wird dreimal mit je 400     ml        Me-          thylenehlorid    extrahiert, die Extrakte zu der Haupt  lösungsmittelschicht zugegeben und das Lösungsmit  tel unter vermindertem Druck entfernt.

   Der zurück  bleibende Feststoff     kristallisiert    aus einer Mischung  von     Methylenchlorid    und     Isopropyläther    und liefert  eine weitere Fraktion von 36,1 g     llss,21-Diacetoxy-          3ss,17a-dihydroxy-16P-methyl-5a-pregnan-20-on    vom       Fp.    204 bis 209  C,     [a]D    = +100,6  (c = 1,0 in       Dioxan).     



  Die Ausbeute an     llss,21-Diacetoxy-3ss,17a-di-          hydroxy-16ss-methyl-5a-pregnan-20-on    aus der ent  sprechenden     21-Methylverbindung    beträgt daher  82,1 g (89,7 % der Theorie).    <I>Beispiel 9</I>       Bromierung    von     llss-Acetoxy-3ss,17a-dihydroxy-          16-methylen-5a-pregnan-20-on    in     abs.    Äthanol  Eine Lösung von 100 g     llss-Acetoxy-3ss,

  17a-di-          hydroxy-16-methylen-5a-pregnan-20-on    in 2 1     abs.     Äthanol wird     mit    230     ml        abs.    Äthanol behandelt, der       bezüglich    trockenem     Chlorwasserstoffgas    auf 8,9n  gebracht ist. Die     Mischung        wird    5     Minuten        gerührt,     bevor man     eine    Lösung von 60 g (1,52     Mol)    Brom in  1,52 1     abs.    Äthanol, die wie in Beispiel 8 beschrieben       hergestellt    wird, zugibt.

   Die     Bromlösung        wird    wäh  rend 100 Minuten zugesetzt, während welcher Zeit  die Temperatur des     Reaktionsgemisches    20-21  C  beträgt. Nach     Beendigung    der Zugabe der Brom  lösung wird die     Reaktionslösung    5 Minuten gerührt,       bis    die hellgelbe Farbe verschwindet, und     darauf     langsam unter Rühren in 40 1 Wasser gegossen.

   Die  Mischung wird 1 Stunde gerührt, das Produkt ge  sammelt, mit Wasser gewaschen, bis es     neutral    ist,  16 Stunden im Vakuum bei 60  C getrocknet     und     liefert 118,3 g (99 %)     21-Bromid,        Fp.    177  C,     [a]1    =       +    23,4  (c = 1,0 in     Dioxan).     



  116,4 g des so erhaltenen     21-Bromids    in 2,76 1  Aceton, die 307 g wasserfreies     Kaliumacetat    enthal-         ten,    werden 21/2 Stunden unter Rühren am     Rückfluss     erhitzt. Die Mischung     wird    heiss     filtriert,    der Kuchen  mit heissem Aceton gewaschen und das Filtrat und  die Waschflüssigkeiten zu einem geringen Volumen       konzentriert,    worauf Wasser tropfenweise zugegeben  wird, bis die Kristallisation beginnt. Zwecks Entfer  nung des zurückgebliebenen Acetons wird die Mi  schung unter vermindertem Druck destilliert und mit  5 1 Wasser weiter verdünnt.

   Nach 30 Minuten Rühren  wird die Mischung filtriert, mit Wasser neutral ge  waschen und 16 Stunden bei 60  C getrocknet. Man       erhält    111,5 g (100 % aus dem     21-Bromid),        Fp.    216  bis 218  C,     [a]n    = + 37,1  (c = 1,0 in     Dioxan).     



  106,5 g des Produkts werden in 1,25 1     Methylen-          chlorid    gelöst, 25 g     Holzkohle    zugesetzt, die Mi  schung 30     Minuten    bei 20  C gerührt und darauf  durch     Kieselgur    filtriert. Das Filtrat wäscht man mit  Wasser und destilliert, bis 500     ml    Destillat gesammelt  sind. Darauf setzt man 21     Isopropyläther    zu und kon  zentriert die Lösung bei atmosphärischem Druck, bis  das gesamte     Methylenchlorid    entfernt ist. Die Kri  stallisation wird durch Stehenlassen der Mischung bei  20  C beendet.

   Man sammelt die Kristalle, wäscht sie  mit     Isopropyläther    und trocknet sie bei 60  C im Va  kuum. Man erhält 93,3 g (86,7 % der     Theorie    aus  der     21-Methylverbindung)        llss,21-Diacetoxy-3ss,17a-          dihydroxy    -16 -     methylen-5a-pregnan-20-on,        Fp.    223  bis 226  C,     [a]D    =     +    37,3  (c = 1,0 in     Dioxan).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Bromierung von 20-Oxo-5a- oder -5ss-Steroiden der Pregnan-Reihe in der 21-Stellung, dadurch gekennzeichnet, dass man das 20-Keto- steroid der Einwirkung von Brom in Gegenwart einer starken Säure und eines Lösungsmittels unterwirft, das im wesentlichen aus einem primären Alkanol,
    das 2 bis 4 Kohlenstoff atome enthält oder einem C-Alkoxyderivat davon besteht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als 20-Ketosteroid das 17a Hydroxy-pregn-9-en-20-on verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man als 20-Ketosteroid ein 17a- Hydroxy-16-methylen-pregn-9-en-20-on verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als 20-Ketosteroid ein niede res 11ss-Acyloxy-3,17a-dihydroxy-16-methyl-pregnan- 20-on oder ein niederes llss-Acyloxy-3,17a-dihy- droxy-16-methylen-pregnan-20-on verwendet.
CH1022962A 1961-08-29 1962-08-28 Verfahren zur Herstellung von 21-Brom-Steroiden CH420136A (de)

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