CH420532A - Vorrichtung zum Zusammenhalten von quellfähigen, druckempfindlichen Teigwaren beim Kochvorgang - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammenhalten von quellfähigen, druckempfindlichen Teigwaren beim KochvorgangInfo
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Description
Vorrichtung zum Zusammenhalten von quellfähigen, druckempfindlichen Teigwaren beim Kochvorgang Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zusammenhalten von quellfähigen, druckempfindlichen Teigwaren beim Kochvorgang, die aus einem kochfesten, wasserdurchlässigen, dünnwandigen, schmiegsamen Material besteht und zwei untereinander gleich grosse rechteckige Hauptwände hat, die an zwei gegenüberliegenden Seiten durch sich über die gesamte Beutellänge erstreckende Faltenwände und an den kürzeren Stirnseiten unmittelbar miteinander verbunden sind, wobei ein aus dem gleichen Material wie der Beutel bestehender Henkel mit seinen beiden Enden an den kurzen Stirnseiten des Beutels angreift. Es sind Vorrichtungen zum Kochen von Nudeln bekannt, die aus einem Sieb bestehen, in welchem die Nudeln durch Eintauchen in ein kochendes Wasserbad gekocht werden. Würde man eine hohe Schicht von Nudeln in ein solches Sieb einfüllen, so bestünde die Gefahr, dass die unteren Nudeln von den oberen zusammengedrückt und verquetscht würden. Sie würden dann unter dem Einfluss des in ihnen enthaltenen Klebers zu einem unansehnlichen Brei zusammenkleben. Für das Kochen von weniger druckempfindlichem Kochgut, wie Reis, sind bereits Kochbeutel aus perforiertem, kochfestem Material auf den Markt gebracht worden, in denen der Reis während des Kochens und des anschliessenden Abtropfens bleibt. Diese Beutel bestehen aus zwei rechteckigen, perforierten Wandflächen, die an allen vier Kanten unmittelbar, d. h. flach miteinander verbunden sind. Zum Kochen von Nudeln, die die Eigenschaft haben, unter mechanischem Druck beim Kochen zu einer Art Teig zusammenzukleben, sind die bekannten Kochbeutel ungeeignet, da die einzelnen Teigwarenstückchen beim Kochen quellen und in der Nachbarschaft der Beutelkanten infolge der dort zu wenig nachgebenden Wandflächen sich selbst unter Druck setzen würden. Die Erfindung ermöglicht demgegenüber ein einwandfreies Kochen der beim Kochvorgang quellenden und druckempfindlichen Teigwaren, und zwar dadurch, dass der Henkel innerhalb der einen Faltenwand liegt und seine beiden Enden an den Stirnenden des Beutels, an denen die beiden Hauptwände und die beiden Faltenwände flach aufeinanderliegend durch je eine Schweissnaht miteinander verbunden sind, durch die gleichen Schweissnähte mit den Beutelenden verschweisst sind. In einem solchen Beutel kann sich das Kochgut beim Quellen nicht selbst unter Druck setzen. Da die Hausfrau den Beutel beim Einsetzen in das Gefäss mit kochendem Wasser am Henkel hält, wird der Beutel zwangsläufig so hineingesetzt, dass die dem Henkel entgegengesetzte Faltenwand zum Beutelboden wird und die beiden Beutelkanten, in denen die Hauptwände unmittelbar unter spitzem Winkel aufeinandertreffen, lotrecht zu stehen kommen. Das Kochgut kann nun ohne Zwang quellen: In seitlicher Richtung strecken sich die Faltenwände ohne weiteres, und nach oben zu ist ohnehin, da der Beutel nur etwa zur Hälfte gefüllt sein sollte, Platz. Diese Ausdehnung nach oben hin wird auch nicht in der Nachbarschaft der lotrecht stehenden Beutelkanten gehindert, da sie parallel zu den Kanten erfolgt. Im übrigen hängt der Beutel, wenn er am Henkel gehalten wird, etwas unter dem Gewicht der Nudeln nach unten durch, so dass sich die Nudeln etwas nach der Mitte zu konzentrieren und sich in den Zonen in der Nähe der lotrechten Beutelkanten ohnehin weniger Nudeln befinden. Die Erfindung weist nicht nur die geschilderten funktionellen Vorzüge auf, sondern verbindet diese mit einer einfachen Beutel-Herstellung. So kann der Beutel aus einem wasserdurchlässigen perforierten Folienschlauch bestehen, der zur Bildung der beiden Hauptwände und der beiden Faltenwände entsprechend gefaltet ist und dessen Stirnkanten miteinander verbunden sind. Als Material eignet sich besonders eine durchsichtige Niederdruck-Polyäthylen-Folie von 0,03 mm Dicke, die durch Schweissen ihre Beutelform erhält. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Schrägansicht eines Kochbeutels, Fig. 2 ein Faltschema der lotrechten Beutelkante, entsprechend einer Ansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 und Fig. 3 den Beutel vor dem Zusammenschweissen der lotrechten Kanten. Das auf der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel eines Kochbeutels hat eine vordere Hauptwand 10 und eine hintere, gleichgrosse Hauptwand 11. Diese Hauptwände in Form von langgestreckten Rechtecken sind an ihren schmalen Stirnkanten durch Schweissnähte 12, 13 unmittelbar miteinander verbunden, während die Hauptwände an ihren längeren Kanten nur mittelbar durch Zwischenschalten von Faltenwänden 14, 15 miteinander verbunden sind. Die eine Naht (z. B. 12) wird zweckmässig vor dem Füllen des Beutels und die andere (13) hinterher angebracht. Die Wände des allseitig geschlossenen Beutels sind wasserdurchlässig und bestehen aus einem perforierten, schmiegsamen, dünnen Material, vorzugsweise einer etwa 0,03 mm dicken, durchsichtigen, kochfesten Niederdruck-Polyäthylen-Kunststoff-Fo- lie. Der Beutelinhalt besteht aus Teigwaren, wobei dieser Begriff nicht nur Bandnudeln und Fadennudeln, sondern im Rahmen dieser Neuerung auch andere in entsprechender Weise hergestellte Teigwarenerzeugnisse wie Hörnchen, Spätzle, Maccaroni, Spaghetti usw. mit erfassen soll. Der Beutel ist im Verhältnis zu seinem Inhalt an Trockenware sehr gross dimensioniert, und zwar derart, dass die beim Kochen im Wasserbad aufquellenden Teigwaren, ohne gegenseitig verdrückt zu werden und zusammenzukleben, noch reichlich Platz darin finden. Um ein Zusammendrücken der Nudeln im Beutel während des Kochvorganges zu vermeiden, ist es aber allein mit einem besonders grossen Beutel nicht getan, abgesehen davon, dass ein grosser Beutel auch relativ teurer ist. Wenn man beispielsweise 1 kg Nudeln in einem aufrechtstehenden, relativ hohen Beutel mit mässiger Bodenfläche kochen wollte, so könnten gleichwohl die unteren Nudeln durch das auf ihnen lastende Gewicht der oberen Nudeln zu einem unansehnlichen Klumpen zusammengequetscht werden. Um solche Schwierigkeiten auszuschalten, hat der neuerungsgemässe Kochbeutel nicht nur die aus der Zeichnung ersichtliche Form, sondern er hat auch noch einen Henkel erhalten, der die eine der beiden Faltenwände, die dadurch zur oberen Beutelwand wird, parallel zu den Hauptwänden verlaufend überspannt. Dieser Henkel 16, dessen Enden in die Falten der Faltenwand 14 eingelegt und dort mit Hilfe der Schweissnähte 12 und 13 befestigt sind, zwingt die Hausfrau - bewusst oder unbewusst - zu folgender Hantierung. Die Hausfrau ergreift den Beutel, den sie in das kochende Wasser eines Kochtopfes hineinlegen will, an seinem Henkel 16, wobei der Beutel unter dem Gewicht seines Inhaltes nach unten durchhängt. Dabei rutschen die Nudeln weitgehend aus den engen Bereichen an den beiden Schweissnähten 12 und 13 heraus. Sie rutschen also einwärts und abwärts und gelangen auch bei dem jetzt folgenden Einlegen des Beutels in den Kochtopf nicht mehr vollständig zu den engen Stellen des Beutels. Beim Einlegen hat sich, abgesehen vom Durchhang, die Form und Stellung des Beutels nicht wesentlich geändert, so dass die schmalen Beutelkanten bei 12 und 13 etwa lotrecht zu stehen kommen und die Nudeln sich breit auf den Boden 15 hinlagern können. Die Schichthöhe bleibt gering. Folglich erfolgt weder eine Pressung durch Eigengewicht, noch kann das Gebiet der spitz aufeinander zulaufenden Hauptwände 10 und 11 eine schädliche Druckwirkung beim Quellen der Nudeln ausüben. Erstens hat sich nämlich unter dem Gewicht der Nudeln der spitze Winkel an diesen Stellen erheblich vergrössert, da sich der Beutel beim Durchhängen verkürzt hat, zum zweiten bleibt die Ausdehnung in lotrechter Richtung auch in unmittelbarer Nähe der Schweissnähte 12 und 13 völlig unbehindert, und ausserdem sind eben ohnehin nicht viel Nudeln in diesen kritischen Gebieten. Hiernach erweist es sich nicht als nachteilig, dass im Bereich der Henkelenden die Enden der beiden Hauptwände wie bei einem Flachbeutel spitzwinklig aufeinanderstossend miteinander verschweisst sind. Anderseits haben diese Schweissnähte herstellungsmässig sehr erhebliche Vorteile, indem sie eine kontinuierliche Beutelherstellung aus Abschnitten eines Folienschlauches unter gleichzeitigem Anschweissen des Henkels (vgl. hierzu insbesondere Fig. 3) sowie das maschinelle Füllen der Beutel in einfacher, Kosten und Arbeitskräfte sparender Weise ermöglichen. In Fig. 1 ist mit 17 ein kurzer Schlitz bezeichnet, der so kurz ist, dass er ein Hindurchfallen des Nudelinhalts nicht zulässt. Er dient dem Zweck, dass die Hausfrau nach dem Kochen und Abtropfen, das unter Aufhängen am Henkel geschieht, von dem Schlitz ausgehend den Beutel aufreissen und leicht entleeren kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Zusammenhalten von quellfähigen, durckempfindlichen Teigwaren beim Kochvor gang, die aus einem kochfesten, wasserdurchlässigen, dünnwandigen, schmiegsamen Material besteht und zwei untereinander gleich grosse rechteckige Hauptwände hat, die an zwei gegenüberliegenden Seiten durch sich über die gesamte Beutellänge erstreckende Faltenwände und an den kürzeren Stirnseiten unmittelbar miteinander verbunden sind, wobei ein aus dem gleichen Material wie der Beutel bestehender Henkel mit seinen beiden Enden an den kurzen Stirnseiten des Beutels angreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Henkel (16) innerhalb der einen Faltenwand (14) liegt und seine beiden Enden an den Stirnenden des Beutels, an denen die beiden Hauptwände (10, 11) und die beiden Faltenwände (14, 15) flach aufeinanderliegend durch je eine Schweissnaht (12, 13) miteinander verbunden sind,durch die gleichen Schweissnähte (12, 13) mit den Beutelenden verschweisst sind.UNTERANSPRtlCHE 1. Kochbeutel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Henkelenden an den Ecken der Stirnenden des Beutels angreifen.2. Kochbeutel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Material ein perforierter Folienschlauch aus durchsichtigem Niederdruck-Polyäthylen von 0,03 mm Dicke verwendet ist, das durch Schweissen zur Beutelform verbunden ist.3. Kochbeutel nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einer Aufreissvorrichtung versehen ist.
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