CH420632A - Verfahren zur Gewinnung der Metalle Niob und Tantal - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung der Metalle Niob und Tantal

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CH420632A
CH420632A CH7968759A CH7968759A CH420632A CH 420632 A CH420632 A CH 420632A CH 7968759 A CH7968759 A CH 7968759A CH 7968759 A CH7968759 A CH 7968759A CH 420632 A CH420632 A CH 420632A
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magnesium
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tantalum
reduction
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CH7968759A
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Walter Dr Scheller
Max Dr Blumer
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Ciba Geigy
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/20Obtaining niobium, tantalum or vanadium
    • C22B34/24Obtaining niobium or tantalum
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof
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Description


      Verfahren        zur        Gewinnung    der     Metalle        Niob    und     Tantal       Die Gewinnung der     hochschmelzenden    Metalle       Niob    und     Tantal    durch Reduktion ihrer     Halogenide     mit Magnesium ist bekannt.

   Die bekannten Verfah  ren haben den Nachteil, dass die allgemein verwen  deten     Halogenide,    insbesondere die     Pentachloride,     mit Rücksicht auf ihren hohen Dampfdruck und auf  ihre Luft- und Feuchtigkeitsempfindlichkeit schwierig  zu behandeln sind und dementsprechend komplizierte  Apparaturen zur Durchführung der Reaktion erfor  dern. Insbesondere ist die starke Feuchtigkeitsemp  findlichkeit der     Pentahalogenide    von Nachteil. Fin  den nämlich vor der Reduktion auch nur kleinste  Feuchtigkeitsmengen zu den     Pentahalogeniden    Zu  tritt, so bilden sich die     Oxychloride,    was zu einem un  erwünscht hohen Sauerstoffgehalt des     Metalles    führt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Gewinnung der     Metalle        Niob    und     Tantal    bzw.  ihrer Legierungen durch Reduktion mit Magnesium  und ist dadurch     gekennzeichnet,    dass man     Alkaliha-          logeniddoppelsalze    in feinkörniger Form mit eben  falls fein gekörntem Magnesium vermischt, die  Mischung durch punktweises Erhitzen zündet und  nach Ablauf der Reaktion das Metall von den ande  ren Reaktionsprodukten trennt.  



  Die     Alkalihalogenid-Doppelsalze    lassen sich bei  spielsweise aus den     Pentachloriden    herstellen, wie  dies beispielsweise in den deutschen Patentschriften  <B>1067</B> 796 und<B>1063</B> 135 beschrieben ist.  



  Die so gewonnenen     Alkalihalogenid-Doppelsalze     können ferner noch reduziert werden, d. h. auf nied  rigere Wertigkeitsstufe gebracht werden.  



  Die     Alkalihalogenid-Doppelsalze    und die redu  zierten     Alkalihalogenid-Doppelsalze    unterscheiden  sich von den     Pentachloriden    vorteilhaft durch einen  erheblich geringeren Dampfdruck, ferner durch eine  geringere Empfindlichkeit gegen Luft und Feuchtig-         keit    und durch eine geringere Neigung zur Bildung  von     Oxychloriden.    Dies gestattet zunächst einmal  eine erheblich     einfachere    Behandlung. Der geringere  Dampfdruck hat weiter     zur    Folge, dass sowohl bei  Vorbereitung sowie bei der Durchführung der  Reduktion geringere Verluste an Metall durch Aus  dampfen der     Halogenide    auftreten.

   Ferner werden  sekundäre Reaktionen vermieden, wie etwa die  Reduktion des     Pentachlorids    durch das Metall zu  Subchloriden     [NbC15    +     Nb        ->        NbClx].    Die gerin  gere Neigung zur Bildung der     Oxychloride    führt zu  einem Metall mit erheblich verringertem Sauerstoff  gehalt.  



  Immerhin empfiehlt es sich, das Zerkleinern  (Mahlen, Pulverisieren) und das Vermischen mit dem  Magnesium unter Luftabschluss durchzuführen. Ge  gebenenfalls kann auch unter Schutzgas gearbeitet  werden. Mit Rücksicht auf die geringere Luft- und  Feuchtigkeitsempfindlichkeit erfordert dies aber  einen erheblich verringerten     apparativen    Aufwand.  



  Die eigentliche Reduktion erfolgt vorteilhaft in  einem oben     offenen    Gefäss. Nach dem     Einfüllen    wird  das     Gemisch    durch lokale Überhitzung an der Ober  fläche gezündet, so dass die     Thermitreaktion    von  oben nach unten verläuft. Zur Einleitung der Zün  dung ist eine örtliche     Überhitzung    von etwa 450  C.  erforderlich.     Vorteilhafterweise    wird in dem Gemisch  mit einem     überschuss    an Magnesium in bezug auf  die zur Reduktion notwendige     stöchiometrische     Menge gearbeitet.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren kann auch zur  direkten Gewinnung von Legierungen der beiden  Metalle verwendet werden. Zu diesem Zweck werden  die     Halogenide    im erwünschten     Legierungsverhältnis     vor der Reduktion mit Magnesium     gemischt.    Die  nach der Reduktion erhaltene Legierung ist völlig      homogen. Eine gleich gute Homogenität     lässt    sich bei  der Erzeugung von Legierungen durch     Vermischen     und Sintern der     Metallpulver    wenn überhaupt nur       mit    grossem Aufwand erreichen.  



  -Die     Reaktionstemperatur        lässt    sich innerhalb ge  wisser Grenzen verändern. Dadurch wird es     möglich,     die Korngrösse und andere     Oberflächeneigenschaften     des gewonnenen     Metalles    zu beeinflussen.

   Ein Zusatz  von     Niob-    oder     Tantalhalogenid,        insbesondere    des       Pentachlorids,    zum Reaktionsgemisch, welches das       AlkalihalogenidDoppelsalz        enthält,    bewirkt eine Er  höhung der     Reaktionstemperatur.    Ein Zusatz eines       Trägersalzes,    beispielsweise eines     Alkalihalogenids          zum        Reaktionsgemisch,        erniedrigt    die Reaktionstem  peratur.

       Eine    Erniedrigung der     Reaktionstemperatur     wird ferner     bewirkt    durch die     obenerwähnte        vorgän-          gige    Reduktion     des        eingesetzten        Doppel-Halogenids     mit Wasserstoff.  



  Nachfolgend werden einige Beispiele des     erfin-          dungsgemässen        Verfahrens    gegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  670 g eines im     Verhältnis    2:8 gemischten     Kali-          nmchlorid-Doppelsalzes    von     Niob-    und     Tantalpen-          tachlorid        wurde        mit        einem        30%igen        Überschuss        an          Magnesiumpulver    gemischt, unter Luftabschluss in  einem Stahlrohr von 50 mm Durchmesser     punktför-          mig    gezündet.

   Die Reaktion wurde unter     Argonatmo-          sphäre        vorgenommen.    Die Zündung wurde durch       punktweises    Erhitzen am oberen, offenen Ende     des     Rohres auf etwa 500  C eingeleitet. Nach Beendi  gung der     Reaktion    wurde abgekühlt und das     Magne-          siumchlorid    und überschüssige Magnesium mit Salz  säure herausgelöst. Das Legierungspulver     wurde        an-          schliessend        mit    Wasser gewaschen und     im    Vakuum  getrocknet.

   Man erhielt 248 g     Niob-Tantal-Legie-          rung,    was einer Ausbeute von 95 0% entspricht.  



  <I>Beispiel 2</I>  520 g des     Kaliumchlorid-Doppelsalzes,    von       Niobpentachlorid        [kaliumhexachloroniobat]    wurden  wie in Beispiel 1 angegeben reduziert. Die     Reak-          tion        lieferte        133        g        oder        95        %        der        theoretischen          Menge        an        Niobpulver,        das        0,

  045        %        Fe,        0,002        %        Ni,          0,010        0/0        Cr,        0,13        %        Mg        und        0,30        %        Cl        enthielt.        Bei          Verwendung    eines reineren Magnesiums lässt sich    der     Eisengehalt        erheblich    reduzieren.

   Die meisten  dieser     Verunreinigungen    werden beim Sintern des       Niobs    entfernt.  



  <I>Beispiel 3</I>  Einem     Reaktionsgemisch    entsprechend Beispiel 2  wurde eine dem     Doppelhalogenid    äquivalente Menge       Kaliumchlorid        zugemengt.    Im Gegensatz zu Beispie  len 1 und 2, bei denen sich die Reaktion nach punkt  weiser Zündung selbst durch .das Gemisch fort  pflanzte, war dies hier nicht mehr der Fall, sondern  es musste zur Vollendung der Reaktion das ganze  Rohr     geheizt    werden. Die Aufarbeitung des Reak  tionsproduktes geschah wie oben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Gewinnung der Metalle Niob und Tantal bzw. ihrer Legierungen durch Reduktion mit Magnesium, dadurch gekennzeichnet, dass man ent sprechende Alkalihalogeniddoppelsalze in feinkörni- ger Form mit ebenfalls feinkörnigem Magnesium vermischt, die Mischung durch punktweises Erhitzen zündet und nach Ablauf dieser Reaktion das Metall von den andern Reaktionsprodukten trennt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mit einem stöchiometrischen Überschuss an Magnesium über die zur Reduktion notwendige Menge gearbeitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein zu einer niedrigeren Wer tigkeitsstufe reduziertes Alkalihalogenid-Doppelsalz verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zündung an der oberen Flä che des Gemisches erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Reaktionsgemisch ein Alka- lihalogenid zur Verringerung der Reaktionstempera tur zugesetzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem Reaktionsgemisch das Pen- tachlorid des Metalls zur Erhöhung der Reaktions temperatur zugesetzt wird.
CH7968759A 1959-10-21 1959-10-21 Verfahren zur Gewinnung der Metalle Niob und Tantal CH420632A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2561258A1 (fr) * 1984-03-19 1985-09-20 Sprague Electric Co Procede pour reduire la teneur en oxygene du tantale

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