CH421073A - Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäureestern

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CH421073A
CH421073A CH324863A CH324863A CH421073A CH 421073 A CH421073 A CH 421073A CH 324863 A CH324863 A CH 324863A CH 324863 A CH324863 A CH 324863A CH 421073 A CH421073 A CH 421073A
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terephthalic acid
terephthalate
acid
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acidic
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CH324863A
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Walter Dr Schenk
Hans Dr Nienburg
Oskar Dr Dorschner
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Basf Ag
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    • C07C69/80Phthalic acid esters
    • C07C69/82Terephthalic acid esters

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Terephthalsäureestern       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her  stellung von Estern der     Terephthalsäure    aus dem       Dialkalisalz    der     Terephthalsäure    und     Alkanolen,          Alkandiolen    oder     1,2-Epoxyden.     



  Es sind bereits verschiedene Verfahren zur     Ver-          esterung    von     Terephthalsäure    bekannt. So hat man  die     Veresterung    drucklos oder unter erhöhtem     Druck     und in Gegenwart saurer Katalysatoren, wie Chlor  wasserstoff, Schwefelsäure, Phosphorsäure oder     p-          Toluolsulfonsäure,    durchgeführt.  



  Es sind auch schon Verfahren zur     Veresterung     von     Terephthalsäure    ohne Katalysator bei Normal  druck oder unter erhöhtem Druck bekannt. Der Um  satz ist dabei nicht vollständig, so dass eine     Nachver-          esterung    durchgeführt werden muss, wenn man einen  praktisch     quantitativen    Umsatz erzielen will.  



  Es ist ein Gegenstand dieser Erfindung, ein Ver  fahren aufzuzeigen, bei dem man aus     Dialkalisalzen     der     Terephthalsäure,    wie sie z. B. bei der thermischen  Umlagerung von     Alkalisalzen    anderer     Benzolcarbon-          säuren    als     Terephthalsäure    erhalten wurden, mittels  einer Säure, die saurer als     Terephthalsäure    ist, und  oder den entsprechenden     Anhydriden    und/oder sau  ren Salzen anderer     Benzolcarbonsäuren    das Mono  alkalisalz der     Terephthalsäure    herstellt und dieses  dann mit     Alkanolen,

          Alkandiolen    oder     1,2-Epoxyden     umsetzt und das Umsetzungsgemisch in den Ester  und das neutrale Salz der     Terephthalsäure    zerlegt. Es  ist ein weiterer Gegenstand der Erfindung, ein Ver  fahren zu beschreiben, bei dem man den     Alkalianteil     des     terephthalsauren        Salzes    quantitativ in     Alkalisalze     anderer     Benzolcarbonsäuren    als     Terephthalsäure,    die  dann zur thermischen Umlagerung in die Salze der       Terephthalsäure    verwendet werden können,

   über  führt und gleichzeitig die     Terephthalsäure    verestert.  Auch ist es ein Gegenstand der Erfindung, ein Ver-    fahren aufzuzeigen, bei dem man den     Terephthal-          säurebisglykolester    in sehr guter Ausbeute und mit  einem so hohen Reinheitsgrad erhält, dass man ihn  direkt     polykondensieren    kann. Schliesslich ist es ein  Gegenstand der Erfindung, das sich bei dem Ver  fahren bildende     Dialkaliterephthalat    dem Ausgangs  stoff wieder zuzugeben und dadurch die Ausbeute  an den Estern der     Terephthalsäure    zu erhöhen.  



  Diese Gegenstände lassen sich     verwirklichen,     wenn man neutrale Salze der     Terephthalsäure    mittels  einer Säure, die saurer als     Terephthalsäure    ist, und/  oder den entsprechenden     Anhydriden    und/oder sau  ren Salzen anderer     Benzolcarbonsäuren    in das saure       Salz    der     Terephthalsäure    überführt, dieses saure Salz  mit     Alkoholen    oder     Epoxyden,    gegebenenfalls in  Gegenwart von     Veresterungskatalysatoren    behandelt,

    das     Umsetzungsgemisch    in den Ester der     Terephthal-          säure    und das neutrale Salz der     Terephthalsäure     zerlegt, das neutrale Salz gegebenenfalls dem Aus  gangsstoff wieder zusetzt und den     Terephthalsäure-          ester,    nach bekannten     Meh        toden,    aufarbeitet.  



  Als     Ausgangsstoffe    werden vorzugsweise die  Alkali- und     Erdalkalisalze    der     Terephthalsäure,    wie       Dinatrium-,        Dikalium-    oder     Calciumterephthalat,    ver  wendet. Es lassen sich aber auch andere Salze der       Terephthalsäure    verwenden, z. B.     Cadmiumterephtha-          lat    oder     Diammoniumterephthalat.    Es ist dabei gleich  gültig, auf welchem Wege die     Terephthalsäure    her  gestellt wurde. Es lässt sich z.

   B. eine durch Oxyda  tion von     Dialkylbenzolen    erhaltene     Terephthalsäure     verwenden. Besonders geeignet ist jedoch ein neu  trales     Alkaliterephthalat,    das durch thermische Um  lagerung bzw.     Disproportionierung    anderer     Benzol-          carbonsäuren    erhalten wurde.  



  Als Säuren, die stärker sauer sind als     Terephthal-          säure,    eignen sich Mineralsäuren, wie     Salzsäure,         Schwefelsäure, Phosphorsäure,     Kohlensäure    bzw.

    Kohlendioxyd, organische Säuren, wie Ameisen  säure, Essigsäure,     Benzoesäure,    die     Anhydride    der  Säuren, wie     Essigsäureameisensäureanhydrid,    Essig  säureanhydrid,     Bernsteinsäureanhydrid.    Besonders       vorteilhaft    lässt sich das Verfahren gestalten, wenn  man die     Neutralsalze    der     Terephthalsäure,    insbeson  dere das     Dikaliumterephthalat,    mit einer     Benzoldi-          carbonsäure    oder deren     Anhydrid,    wie     Phthalsäure     oder     Phthalsäureanhydrid,

          umsetzt.    Dabei werden die       Dialkalisalze,    insbesondere das     Dikaliumsalz,    der       Phthalsäure    gewonnen, die dann nach dem Ver  mischen mit einem Katalysator und dem Eindamp  fen direkt einem     thermischen        Umlagerungsverfahren     zugeführt werden können.  



  Die     Veresterung    des sauren     Terephthalats    lässt  sich mit einwertigen primären     aliphatischen    Alkoho-         len    mit 1 bis 8, vorzugsweise 1 bis 4,     C-Atomen,     wie Methanol,     Äthanol,        Propanol    oder     Butanol,    oder  mit     1,2-Alkandiolen    mit 2 bis 10, vorzugsweise 2  bis 6,     C-Atomen,    wie Glykol,     1,2-Propylenglykol,          1,4-Butylenglykol,        1,6-Hexandiol,        1,3-Butandiol,        1,

  2-          Propandiol,        durchführen.    Man kann anstelle der  zweiwertigen Alkohole auch die entsprechenden     1,2-          Epoxyde,    wie     Äthylenoxyd,        Propylenoxyd,    verwen  den.  



  Das Verfahren lässt sich z. B. wie folgt durch  führen:       Dikaliumterephthalat    wird     mit        Phthalsäureanhy-          drid        in.        wässrigem    Medium bei 40 bis 150  C, ent  sprechend der folgenden Reaktionsgleichung, umge  setzt:  
EMI0002.0048     
    Die     Umsetzung        erfolgt    quantitativ.

   Die Menge  der     zuzugebenden        Benzolcarbonsäuren    lässt sich sehr  einfach über einen automatisch arbeitenden     pH-Wert-          regler    steuern, der auf einen Bereich zwischen 5,4  und 6,1,     vozugsweise    zwischen 5,5     und    5,8, einge  stellt ist.

   Nach dem     Filtrieren    oder Zentrifugieren des  sehr leicht wasserlöslichen     Dikahumphthalates    vom  praktisch wasserunlöslichen     Kaliumhydroterephtha-          lat    erfolgt in einer     zweiten        Stufe    in Gegenwart von    Alkohol, gegebenenfalls auch unter Zufügen eines       bekannten        Veresterungskatalysators,    bei Tempera  turen zwischen 80 und 350  C,     vorzugsweise    zwi  schen 140 und 350  C und den sich jeweils einstel  lenden Drücken,

   gegebenenfalls unter zusätzlich auf  gepresstem Stickstoff die weitere Umsetzung direkt  zum     Terephthalsäuredimethylester    mit ebenfalls prak  tisch quantitativer Ausbeute nach folgender Reak  tionsgleichung:  
EMI0002.0067     
    Das     Umsetzungsgemisch        kann    auch geringe Men  gen Wasser enthalten, die in der Regel durch die vom       Abschleudern    oder     Filtrieren    verbleibende Restfeuch  tigkeit des in der ersten Umsetzungsstufe erhaltenen       Monoalkaliterephthalates    eingebracht werden.

   Hier  bei     wirkt    sich die Anwesenheit des noch nicht     um-          gesetzten    sauren     Terep'hthalates,    das hier die Funk  tion der sonst für die     Veresterung    verwendeten  Säurekatalysatoren, wie Schwefelsäure,     Sulfonsäure     usw.,     übernimmt,    besonders vorteilhaft aus, da die       Veresterung    so auch ohne     zusätzliche    Katalysatoren  mit guter Ausbeute und hoher     Veresterungsgeschwin-          digkeit        durchgeführt    werden kann.  



  Bei Verwendung eines     Veresterungskatalysators,     wie     Zinkborat,        Meselgelkatalysatoren,    Aluminium  oxyd,     Cobaltsinterkatalysatoren,    lässt sich die Ver--         esterungsreaktion    auch bei tieferen Temperaturen  mit genügend hoher Reaktionsgeschwindigkeit durch  führen.

   Der nach der Abtrennung des überschüs  sigen Alkohols sowie des     gebildeten        Dikaliumtere-          phthalats    verbleibende Ester kann zur     Feinreinigung     von Spuren anderer Begleitstoffe     im    Vakuum destil  liert werden.     Terephthalsäurebisglykolester    lässt sich  auch durch     Umkristallisieren    aus heissem Wasser  reinigen.  



  Das     Verfahren    lässt sich sowohl     kontinuierlich     als auch     diskontinuierlich    gestalten.  



  Die auf diese Weise hergestellten     Terephthalsäure-          ester    zeichnen sich durch einen hohen Reinheitsgrad  aus und sind direkt zur Weiterverarbeitung auf     Poly-          äthylenterephthalat    verwendbar. Dass sich die so ge  wonnenen     Terephthalsäureester    trotz der einfachen      und direkten     Veresterung    ohne zusätzliche Reini  gungsverfahren zu einem einwandfreien Polyester ver  arbeiten lassen, ist überraschend, da bei allen bisher  bekannten Arbeitsweisen die Zwischenprodukte vor  her zahlreichen kostspieligen Reinigungsmethoden  unterworfen werden mussten, bevor sie zu einem       verspinnbaren    Polyester verarbeitet werden konnten.  



  Ein weiterer     Vorteil    dieses Verfahrens liegt darin,  dass man zur Herstellung des     Alkalihydrogentere-          phthalats    auch verunreinigte     Benzolcarbonsäure    ver  wenden kann, z. B. rohes     Phthalsäureanhydrid,    wie  es bei der     Anhydridherstellung        unmittelbar    erhalten  wird, oder     Benzolcarbonsäuren,    die durch Oxydation  von     Alkylbenzolen    erhalten und nicht gereinigt wur  den.  



  Verwendet man zur Ausfällung des sauren     Alkali-          terephthalats    eine organische     Benzolcarbonsäure,    wie       Phthalsäure,        Benzoesäure,        Isophthalsäure,    oder Ge  mische von     Benzolcarbonsäuren,    wie sie z. B. bei der  Oxydation von     Rohxylol    erhalten werden, so wird  hierbei das     Alkalikation    auf die zur Ausfällung der       Terephthalsäure    verwendete     Benzolcarbonsäure    über  tragen.

   Eine derartige Arbeitsweise bietet besonders  dann erhebliche     Vorteile,    wenn die     Alkaliterephtha-          late    auf dem Wege der bekannten     Isomerisierungs-          bzw.        Disproportionierungsreaktion    aus     Alkalisalzen     anderer     Benzolcarbonsäuren    gewonnen werden, da  hier dann eine verlustlose und unmittelbare Rück  führung des     Alkalliions    in den Reaktionskreislauf  möglich ist.

   Beim Ausfällen mit Mineralsäuren oder  organischen Säuren, wie     p-Toluolsulfosäure,    fällt hin  gegen das Alkali in Form des praktisch     wertlosen          Sulfates,        Chlorides,        Sulfochlorides    usw. an, wobei  eine Rückgewinnung für den Prozess nur auf dem  kostspieligen Wege einer     Schmelzflusselektrolyse    mög  lich ist.  



  Die in den Beispielen genannten Teile sind Ge  wichtsteile.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Mischung von 60,5 Teilen     Dikaliumtere-          phthalat,    18,7 Teilen     Phthalsäureanhydrid    und 250  Teilen Wasser wird unter Rühren kurzzeitig auf  95  C aufgeheizt und anschliessend auf 30  C abge  kühlt. In der Reaktionslösung stellt sich dabei ein       pH-Wert    von 5,7 ein. Man filtriert vom festen Rück  stand ab und wäscht diesen mit 20 Teilen kaltem  Wasser aus. Der trockene Rückstand besteht aus     50-,8     Teilen     Kaliumhydrogenterephthalat    mit einer Säure  zahl von 274.

   Im Filtrat sind 30,3 Teile     Dikalium-          phthalat    und eine sehr geringe Menge     Kaliumhydro-          genphthalat    gelöst.  



  Das saure     Monokaliumterephthalat    dient als  Ausgangsstoff für die     Veresterung.    Das Filtrat wird  mittels Pottasche auf einen     pH-Wert    von 8 gebracht,  dann werden 2 %     Cadiumcarbonat    zugegeben und  zur Trockne eingedampft. Anschliessend wird das  feste Gut durch thermische Umlagerung in     Dikalium-          terephthalat    übergeführt.  



  Die 50,8 Teile     Kaliumhydrogenterephthalat,    die  noch 3,5 % Wasser enthalten, werden in einem Druck-         rührkessel    in 180 Teilen Methanol     suspendiert    und  unter Rühren 5 Stunden auf 320  C erhitzt. Nach  dem Abkühlen auf Zimmertemperatur saugt man das  überschüssige Methanol vom ausgefallenen Feststoff,  der aus     Terephthalsäuredimethylester    und     Dikalium-          terephthalat    besteht, ab. Das     Feststoffgemisch    wird  anschliessend mit 100 Teilen Wasser in der Wärme  (60 bis 90 ) verrührt, wobei der     Dikaliumterephtha-          latanteil    vollständig in Lösung geht.

   Nach dem Ab  kühlen auf 20 bis<B>25'</B> C trennt man dann den was  serunlöslichen     Terephthalsäuredimethylester    von der       Dikaliumterephthalatlösung    (Trockengewicht 30,4  Teile) ab, die als Ausgangsstoff zur Gewinnung von       Kaliumhydrogenterephthalat    wieder verwendet wird.  Das     Methanolfiltrat,    das 2,2 Teile     Veresterungswas-          ser    und noch 2 Teile gelösten     Dimethylester    enthält,  kann vor dem     Aufdestillieren    nach Ergänzung der  verbrauchten     Methanolmenge    erneut für 3 bis 4  weitere     Veresterungsansätze    verwendet werden.

   Nach  dem Trocknen erhält man insgesamt 22,6 Teile an  rohem     Terephthalsäuredimethylester    (= 93,5 % der  berechneten Menge) von heller Farbe und einem  Schmelzpunkt von l39  C, der zur Feinreinigung aus  der     Schmelze    bei einem Druck von 5     Torr    über eine  Kolonne destilliert wird, wobei der     Dimethylester     über Kopf und die verbleibenden Spuren von Ver  unreinigungen als Sumpf abgenommen werden. Der  so erhaltene     Terephthalsäuredimethylester    ist     ohne     weitere Reinigung zur unmittelbaren     Polyäthylen-          terephthalatherstellung    geeignet.  



  Die quantitative Ausfällung des     Kaliumhydro-          genterephthalats    kann unter denselben Reaktionsbe  dingungen auch mit der äquivalenten Menge     eines     Gemisches aus     Benzolcarbonsäuren,    wie es z. B.

    durch Oxydation von     Rohxylol    mit einer Zusammen  setzung von 53,3 %     Isophthalsäure,    13,3 %     o-Phthal-          säure,   <B>18,2%</B>     Terephthalsäure,        15,27o        Benzoesäure     erhalten wurde, vorgenommen werden, wenn man  darauf achtet, dass der sich bei der Fällung einstel  lende     pH-Wert    etwa 5,6 bis 5,9 beträgt.

   In diesem  Fall wird die zusammen mit der     Fällungskomponente     eingebrachte     Terephthalsäure,    die aus dem     p-Xylal-          anteil    des     Rohxylols    stammt, ebenfalls in das saure       Monokaliumterephthalat    überführt und zusammen  mit dem aus dem     Dikaliumterephthalat    bei der Fäl  lung gebildeten     Kaliumhydrogenterephthalat    abge  trennt.  



  Die Ausfällung des     Monokaliumterephthalats    aus  dem wasserlöslichen neutralen     Dikaliumterephthalat     kann auch mit Kohlensäure nach der in der deutschen  Patentschrift Nr. 1081877 beschriebenen Arbeits  weise vorgenommen werden. Will man auf eine       Rückführung    des     Alkalianteils    in den Reaktions  kreislauf der     Phthalatisomerisierung    verzichten, so  kann man die Ausfällung des     Monoalkaliterephtha-          lats    natürlich auch mit einer Mineralsäure, wie Salz  säure, Schwefelsäure, oder einer organischen     Carbon-          säure,    wie Ameisensäure oder Essigsäure, durch  führen.

        <I>Beispiel 2</I>  48,5 Teile     Dikaliumterephthalat,    das durch ther  mische     Umsetzung    von     Kaliumbenzoat    bei 445  C  und unter     Kohlendioxyddruck    in Gegenwart von Ka  talysatoren in bekannter Weise erhalten wurde, wer  den mit 24,45 Teilen     Benzoesäure    in 250 Teilen  Wasser bei 90  C unter Rühren     umgesetzt,    wobei sich       ein        pH-Wert    von 5,75 einstellt.

   Nach dem     Abkühlen     auf 30  C schleudert man das ausgefallene     Kalium-          hydrogenterephthalat    vom     wasserlöslichen        Kalium-          benzoat    ab, das nach Zufügen eines Katalysators und  Eindampfen in bekannter Weise durch     thermische          Disproportionierung    in     Dikaliumterephthalat    und  Benzol     überführt    wird. Nach dem Auswaschen und  Trocknen des     Filterrückstandes    werden 40,8 Teile       Monokaliumterephthalat    erhalten.  



  Diese 40,8     Teile        Kaliumhydrogenphthalat    wer  den unter Zufügen von 1,2     Teilen        Zinkborat        in        einem          Druckrührbehälter    mit 200 Teilen     Methanol        aasge-          maischt,    auf 310  C     aufgeheizt    und     untrer        Rühren    3       Stunden    auf dieser     Temperatur    gehalten.

   Nach der  Entspannung wird das     Reaktionsgemisch    durch Ein  leiten von 35 Teilen überhitzten     Methanoldampfes     mit     Hilfe    einer Kolonne aufgearbeitet. Dabei ent  weichen am Kolonnenkopf     Terephthalsäuredimethyl-          ester    und Methanol,     während        Dikaliumterephthalat     und     Zinkborat    als     Destillationsrückstand    zurückblei  ben.

   Das Destillat wird auf +l0  C abgekühlt und  der ausgefallene     Dimethylester        mittels    einer Zentri  fuge abgetrennt und mit kaltem     Methanol    nachge  waschen. Nach dem Trocknen werden<B>18,5</B> Teile  reiner     Terephthal'säuredimethylester    erhalten. Das       Methanolfiltrat,    das noch für weitere     Veresterungs-          ansätze    benutzt werden kann,     enthält    noch etwa 0,2       Teile        Dimethylester    in gelöster Form, die bei der       Entwässerung    des Methanols zurückgewonnen wer  den können.

   Zur Abtrennung des     Katalysatoranteils     vom     Dikaliumterephthalat    wird der     Veresterungs-          rückstand    mit 60: Teilen     warmem    Wasser behandelt,  wobei 24,9 Teile     Dikaliumterephthalat    in Lösung  gehen und     nach    Abtrennung vom festen Rückstand  zur Aufarbeitung auf     üonoalkaliumterephthalat    zu  rückgeführt werden.

   Der     Veresterungskatalysator          kann    aber auch ohne vorherige Abtrennung zusam  men mit dem     Dikaliumterephthalat    zur     Aufarbeitung     auf     Monokaliumterephthalat        zurückgeführt    und dann  nach gleichzeitiger Abtrennung zusammen mit dem       Monoalkaliterephthalat    erneut in der     Veresterungs-          stufe    ohne vorherige     Aufarbeitung    verwendet werden.

    <I>Beispiel 3</I>  In eine Lösung von 121 Teilen     Dikaliumtere-          phthalat    in 750 Teilen Wasser wird bei 100  C  so lange     Phthalsäureanhydrid        eingerührt,    bis der     pH-          Wert    der Mischung 5,6 beträgt, und das ausgefal  lene     Monokaliumterephthalat    abgesaugt.  



  Das Filtrat, welches     Dikaliumphthalat    enthält,  kann wieder zur Herstellung von     Dikaliumterephtha-          lat    nach bekannten Verfahren verwendet werden.    Der feuchte     Filterkuchen        (Monokaliumterephtha-          lat)    wird in 280 Teilen Wasser aufgeschlämmt. In  diese Suspension wird bei 95  C so lange Äthylen  oxyd eingeleitet, bis die Mischung fast klar gewor  den ist. Es wird noch heiss filtriert, wobei 0,8 Teile       Monolcaliumterephthalat    gewonnen werden, die dem  nächsten     Ansatz    wieder zugefügt werden können.

   Das  klare Filtrat wird auf 0  C abgekühlt und das     aus-          kristallisierte        Bis-ss-hydroxyäthylterephthalat    (im fol  genden als     Bisglykolester    bezeichnet) abgesaugt und  getrocknet.    33,5 Teile vom     Schmelzpunkt    110  C.  



  Das Filtrat, welches das gesamte Kalium sowie  die nicht umgesetzte     Terephthalsäure    in Form     ihrer          Salze    bzw.     Estersalze        enthält,        wird        mit    so viel     Di-          kaliumterephthalat    versetzt, wie dem gewonnenen       Bisglykolester    entspricht, erhitzt und erneut der Fäl  lung mit     PSA    zugeführt.  



  <I>Beispiel 4</I>  In eine Lösung von 24,2 kg     Dikaliumterephthalat     in 150 kg Wasser wird bei 100  C so lange     P'hthal          säureanhydrid    eingerührt, bis der     pH-Wert    der Mi  schung 5,6 beträgt. Das ausgefallene     Monokalium          terephthalat    wird     abgetrennt    und in einem     Druck-          rührbehälter        mit    50 kg Wasser     angerührt.    Der Be  hälter wird geschlossen und     mit        Stickstoff    auf 30 atü  gebracht.

   Diese Mischung wird zusammen     mit    1 kg       Äthylenoxyd/Stunde    kontinuierlich durch ein auf  150  C geheiztes Rohr von 10 mm 0 und 12,35 m  Länge geleitet. Am Ende des Rohres befindet sich  ein Ventil, welches so     eingestellt    wird, dass stündlich  12 Liter der Mischung in eine mit einem     Rückfluss-          kühler    versehene Vorlage     auf        Normaldruck        entspannt     werden. Durch     Wasserverdampfung    und Abstrahlung  stellt sich in der Vorlage eine Temperatur von 85  bis 90  C ein.

   Bei dieser Temperatur wird von ge  ringen Mengen ungelöster Substanz     abfiltriert.    Die  geklärte Lösung kühlt man auf 0  C und trennt den       auskristallisierten        Bisglykolester,    der     geringe    Mengen       Monoglykolester    enthält, ab.    Nach dem Trocknen verbleiben 10,3 kg Ester.  Das     Filtrat,    welches 9,9 kg     Terephthalsäure    in     Form     ihrer     Salze    bzw.     Estersalze    enthält, wird, wie im Bei  spiel 1 beschrieben, in den Prozess     zurückgeführt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Terep'hthalsäure- estern, dadurch gekennzeichnet, dass man neutrale Salze der Terephthalsäure mittels einer Säure, die saurer als Terephthalsäure ist, und/oder den ent sprechenden Aashydriden und/oder sauren Salzen anderer Benzolcarbonsäuren in das saure Salz der Terephthalsäure überführt, dieses saure Salz mit Alkoholen oder Epoxyden umsetzt,
    das Umsetzungs gemisch in den Ester der Terephthalsäure und das neutrale Salz der Terephthalsäure zerlegt und den Terephthalsäureester aufarbeitet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die sauren Salze der Tere- phthalsäure in Gegenwart von Veresterungskataly- satoren mit den Alkoholen oder Epoxyden umsetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das bei der Zerlegung anfal lende Neutralsalz der Terephthalsäure als Ausgangs stoff in den Prozess zurückführt.
CH324863A 1962-03-23 1963-03-14 Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäureestern CH421073A (de)

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