CH421301A - Expansionsgefäss an einem elektrischen Gerät mit Isolierflüssigkeitsfüllung, insbesondere an einem Ölkondensator - Google Patents
Expansionsgefäss an einem elektrischen Gerät mit Isolierflüssigkeitsfüllung, insbesondere an einem ÖlkondensatorInfo
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Description
Expansionsgefäss an einem elektrischen Gerät mit Isolierflüssigkeitsfüllung, insbesondere an einem Ölkondensator Hochspannungsölkondensatoren und andere mit flüssigen Isolierstoffen gefüllte elektrische Geräte, die zum Druckausgleich bei Temperaturschwankungen mit einem gasgefüllten, nach aussen hermetisch ab geschlossenen Expansionsgefäss am Kopfende aus gerüstet sind, haben normalerweise eine bestimmte Betriebslage, wenn das Expansionsgasvolumen nicht mittels einer elastischen Trennwand vom Ölvolumen abgeschlossen ist.
Weicht man bei solchen trenn wandlosen Geräten von der vorgeschriebenen Be triebslage mehr als zulässig ab, z. B. bei Transport und Montage, so können Gasblasen aus dem Expansions- gefäss an den aktiven Teil, z. B. Kondensatorstapel, gelangen. Dabei sei unter Expansions(gas)volumen das zum Expansionsgefäss gehörige Volumen, unter aktivem Teil das Volumen verstanden, welches elek trisch beansprucht wird und von Gas frei zu halten ist.
Bleiben Gasblasen an Stellen hängen, an denen im Betrieb hohe elektrische Feldstärke herrscht, dann können unerwünschte Ionisations- und Glimmer- scheinungen auftreten, die die Betriebssicherheit herabsetzen, HF-Störungen hervorrufen und die Le bensdauer des Gerätes infolge örtlicher Zerstörungen und Erzeugung schädlicher Zersetzungsprodukte ver kürzen.
Eine bekannte Erfindung weicht der akuten Ge fahr des Gaseintritts in Bereiche des aktiven Teils aus, indem sie das Expansionsgefäss vom übrigen Volu men durch eine starre Wand trennt. Der Verbindungs kanal zwischen aktivem und Expansionsvolumen besteht aus einem Rohr, das durch die starre Trenn- wand in das Expansionsgefäss reicht, und dessen öff- nung sich genau in der geometrischen Mitte des Ex- pansionsgefässes befindet.
Steht die Öffnung des Rohres im Expansionsge- fäss bei jeder Lage des Gerätes auch bei kleinstem Ölgesamtvolumen (Kälte) unter Öl, d. h., ist das Ex pansionsgefäss zu mehr als der Hälfte ölgefüllt, dann dringen keine Gasblasen zum aktiven Teil, solange das Gerät sich in beliebiger Lage in Ruhe oder lang samer Bewegung befindet. Die oben beschriebene Massnahme ist jedoch in vielen Fällen unzuverlässig, z. B. bei relativ langen (1 m und mehr) mit relativ viel dünnflüssigem Isolierstoff (4 1 und mehr) ge füllten Apparaten, wenn diese schnellen Bewegungen und Erschütterungen, z.
B. beim Transport und Mon tage, ausgesetzt sind, insbesondere dann, wenn das Expansionsgefäss unterhalb statt wie in Betrieb ober halb des Apparates zu stehen kommt.
Gasblasen dringen zunächst beim Schütteln unter die Öloberfläche im Expansionsgefäss und gelegent lich vor die Eintrittsöffnung des Verbindungsrohres, von wo sie weiter aufsteigen können.
Befindet sich erst einmal Gas im aktiven Volu men eines länglichen Apparates, z. B. Kondensators, so bewirkt im weiteren Verlauf die Elastizität der ein gedrungenen Gasblasen, dass Öl im Verbindungsrohr hin- und hergepumpt wird und leicht mehr Gasblasen mitreisst. Das Prinzip verliert daher seinen Sinn, so bald mehr Gas in den aktiven Teil eingedrungen ist, als sich innert kurzer Zeit in Öl zu lösen vermag, wobei das Gaslösungsvermögen des Öls mit der Zeit ohnehin abnimmt, indem sich ein Gleichgewichts- zustand zwischen gelöstem Gas und Gasdruck im Expansionsgefäss einstellt.
Eine einfache Abhilfe gegen das Eindringen von Gasblasen besteht drin, den Querschnitt des Verbin dungskanals möglichst klein zu wählen, oder sogar in der Verwendung eines Kapillarrohres. Sobald ' der Apparat bei tiefen Temperaturen noch richtig arbeiten muss, bei denen der flüssige Isolierstoff dickflüssig wird, ist es jedoch nicht mehr möglich, ein Rohr mit sehr kleinem Querschnitt zu verwenden, da dies bei Abkühlunä 'zteinem zu grossen Unterdruck, ja so gar zur , Bildung gefährlicher Hohlräume im aktiven Teil führen würde.
Bei der zweckmässigen Ausführung des Expan- sionsgefässes mit Trennwand und Verbindungskanal sind also die entgegenlaufenden Einflüsse hoher Vis kosität bei Kälte und leichter Blasenbildung bei Wäi'= nie zu berücksichtigen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Expansionsger=.. fass an einem elektrischen Gerät mit Isolierflüssig- keitsfüllung, insbesondere an einem ölköndensator,, bei welchem Gerät ein Verbindungskanal zwischen aktivem Volumen und Expansionsvolumen vörhanden . ist, der mit einem-Ende im Mittelteil des Expansions-- volumens ausmündet und welches dadurch gekenn zeichnet ist, dass der Verbindungskanal durch.
destens einen porösen Einsatz ausgerüstet ist, welcher Einsatz dazu dient, das Eindringen von Gasblasen in den aktiven Teil zu verhindern: Bei grossen Expansionsgefässen ist es vorteilhaft, die Blasenbildung beim Schütteln durch geeignet Ausbildung des Expansionsgefässes öder dessen Un terteilung in kommunizierende Kammern zu unter drücken. Um die bei stärksten Schüttelbeanspru chungen noch evtl. eindringenden Gasblasen nicht in den aktiven Teil gelangen zu lassen, können noch zusätzliche Fallen in das Kanalrohr eingebaut werden, welche die Gasblasen fangen.
Diese, weyden:mit der Zeit vom vorbeiströmenden Öl gelöst. Dadurch er hält man ein lageunabhängiges Gerät (z. B. Konden= sator), das zwischen Transport/Montage und Inbe triebnahme keiner Ölkontrolle bedarf. Diese,-- Lösung besitzt gegenüber den bekannten Abschlüssen mittels Gummimembran oder Gummi bzw.-Metallbelag z. B.
die Vorteile längerer Lebensdauer (keine verschleissen- den Teile), erhöhter Betriebssicherheit (keine biege beanspruchten Lötstellen oder Nähte wie z. B. bei Faltenbälgen), und grossen Einsatzbereiches (tempera turunempfindlich, ölbeständig, für grosse und kleine Ölvolumina anwendbar). Daneben ist die Konstruktion billiger als mit Balg oder Membran, bei welch letzte ren besonders das elastische Glied bei kleinen bis mitt leren Fertigungsstückzahlen teuer wird.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungs beispiele des Erfindergedankens dargestellt. Fig. 1 zeigt den oberen Teil eines Ölkondensators mit Ex- pansionsgefäss I und Isolator III. I und III sind zu sammen mit einer Trennscheibe II hermetisch gegen aussen abgeschlossen. Im Isolator HI befindet sich der Wickelstapel IV; das Kanalrohr V ist in der Zwi- schenscheibe <B>11</B> öldicht verschweisst oder ähnlich.
Es ist an einem oder beiden Enden mit den Sieben VI und VII aus Drahtgeflecht abgeschlossen. Seine Öff nung mit dem Sieb VII befindet sich in der--;Expari- sionsgefässmitte und auch bei niedrigstem ÖIspiegel unter Öl.
Das Kanalrohr V kann auch über die Mitte hinaus- geführt geführt und am .durch @ride\veisci@lossen Öffnungen ermöglxcht.@"@,,, werden, wobei der die ihrerseits in hxpansionsgefässmitte im Kanalrohr an gebracht sind (Fig. 2).
Diese Löcher werden eben falls mit engmaschigem Drahtgeflecht abgeschlossen. Das Kanalrohr kann auch mit einem Bündel feinster Kapillarrohre gefüllt sein, die in der Mitte weiter hervorstehen als am Rande, um das Abgleiten von Blasen zu erleichtern (Fig. 3).
Eine weitere Variante stellt die teilweise oder völ lige Füllung des Kanalrohres mit einem porösen Stoff (Fig. 4i , und b) dar. Eine günstige Unterteilung des Expansionsgefässes kann gemäss Fig. 5 und 6 her gestellt Werden: Um das Kanalrohr V ist ein Zylinder X mit einigen Flügeln IX geschoben (Fig. 5).
Der Zy linder X'ünel. die Flügel IX haben die lichte Höhe des Expansionsgefässes. Iri"den Zylinderkanten befinden sich einige Kerben XIII (Fig. 1), die den Öldurchfluss Ü:4 - ' en.' Anstelle des Zylinders mit Flügeln ist auch ein System von Kammern oder Waben anwendbar; auch eine horizontale Unterteilung ist möglich- (Fig. 6).
Weiter kann das selbst in passendei Weise,i etwa durch -eine Einschnürung in der Mitte (Fig. 7) geformt werden und damit die Blasenent wicklung behindern (Verkleinerung des Ölspiegels):
Eine weitere- Abschirmung gegen aufsteigende Blasen stellt der Kegelhut dar (XVI);- seine Spitze ist abge= schnitten und das entstandene Loch wird mit dem Schirm XVII verdeckt (Fig. 8). Der Hut wird über die Öffnung: des Kanalrohres gestülpt.
Bei dieser Ausführung können aussteigende Blasen nicht mehr geradlinig vor den Kanalabschluss . gelan gen, der erforderliche Umweg für die Gasblasen er höht die Sicherheit beträchtlich. Die Lösungen Fig. 5 und 6 bewirken die Auf teilung-des Ölvolumens; wodurch sich kleinere Ölbe- wegungen und dadurch geringere Blasenbildung er gibt. Für stärkste Schüttelbeanspruchung (langer Trans portweg od. ä.) bietet die Ausführung nach Fig. 9 erhöhte Sicherheit. In das Kanalrohr V sind in axialen Abständen trichterähnliche Scheiben.
XIV eingesetzt, die eine zen trische oder exzentrische Bohrung haben, wobei bei zentrischen Bohrungen auf dem Sieb VII ein zusätz licher Niet XII befestigt ist, welcher auftretende Bla sen von den Löchern der Trichterscheiben ablenkt. Bei exzentrischen Bohrungen fluchten die Löcher dreier aufeinanderfolgender Scheiben nicht. Dadurch wird ebenfalls erreicht, dass etwa eindringende klein ste Blasen in den Fallen, gebildet aus V und XIV, hängen bleiben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Expansionsgefäss an einem elektrischen Gerät mit Isolierflüssigkeitsfüllung, insbesondere an einem Öl- kondensator, bei welchem Gerät ein Verbindungska nal zwischen aktivem Volumen und Expansionsvolu men vorhanden ist, der mit einem Ende im Mittel teil des Expansionsgefässes ausmündet, dadurch ge kennzeichnet, dass der Verbindungskanal durch min destens einen porösen Einsatz ausgerüstet ist, zum Zwecke, das Eindringen von Gasblasen in den akti ven Teil zu verhindern. UNTERANSPRÜCHE 1.Expansionsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich der poröse Einsatz auf der Seite des Expansionsgefässes befindet und den Ver bindungskanal abschliesst. 2. Expansionsgefäss nach Unteranspruch 1, mit einem Rohr als Kanal, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Einsatz konvex oder kegelig über das ex- pansionsgefässeitige Rohrende vorsteht. 3.Expansionsgefäss nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das im Expansions- gefäss befindliche Ende des Rohres mit einem Sieb aus engmaschigem Drahtgeflecht ohne vorstehende Teile abgeschlossen ist, um das Abgleiten etwaiger Blasen zu behindern. 4. Expansionsgefäss nach Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dem aktiven Vo lumen zugewandte Ende des Rohres mit einem po rösen Körper, z. B. einem feinen Sieb, abgeschlossen ist. 5.Expansionsgefäss nach Patentanspruch, mit einem Rohr als Kanal, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr ein Bündel Kapillarrohre enthält, dessen mittlere Rohre auf der Expansionsgefässseite weiter über die Kanalrohröffnung vorragen als die Randka pillaren. 6. Expansionsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal ein Rohr ist, das um 10...20% mehr als die halbe axiale Länge des Expan- sionsgefässes in dieses hineinragt, am freien Ende öldicht verschlossen ist und in der halben Höhe des Expansionsgefässes Löcher aufweist, die mit engma schigem Drahtgeflecht abgeschlossen sind. 7.Expansionsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Verbindungs- kanals vor zudringenden Gasblasen durch einen Zy linder geschützt ist, der im Abstand um den Verbin dungskanal liegt und mit an der Zylinderaussenwand symmetrisch verteilt und radial angeordneten Flügeln versehen ist, wobei der Flüssigkeitsaustausch zwischen den so gebildeten und das Expansionsgefäss unter teilenden Kammern durch Spalte oder Kerben an den Kammerwänden zwischen diesen und der Expansions- gefässwandung oder durch kleine Bohrungen in den Kammerwänden stattfinden kann. B.Expansionsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Verbindungs kanals vor zudringenden Gasblasen durch ein System von Fächern oder Waben geschützt ist, die den Ex pansionsraum in einzelne Kammern unterteilen, wo bei der Flüssigkeitsaustausch zwischen den so gebil deten und das Expansionsgefäss unterteilenden Kam mern durch Spalte oder Kerben an den Kammerwän den zwischen diesen und der Expansionsgefässwan- dung oder durch kleine Bohrungen in den Kammer wänden stattfinden kann. 9.Expansionsgefäss nach Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein kegelförmiger Hut, mit einem Loch in der Kegelspitze und mit einem dieses Loch auf der Kegelaussenseite abdeckenden Schirmblech, vor der axialen Öffnung des Verbin dungskanals befestigt ist. 10. Expansionsgefäss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es eine Einschnürung auf weist, um die Öffnung des Verbindungskanals vor zudringenden Gasblasen zu schützen.11. Expansionsgefäss nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 oder 4, dadurch gekennzeich net, dass im Kanalrohr konische Scheiben mit kon- oder exzentrischen Bohrungen angeordnet sind, derart, dass entweder ein Niet auf dem Sieb der Expansions- gefässseite oder die Versetzung der exzentrischen Lö cher gegeneinander, oder dass der Endverschluss einen freien Durchblick durch den Verbindungskanal ver sperrt. 12. Expansionsgefäss nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Expansionsgefäss ein inertes Gas unter Druck verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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1962
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Also Published As
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| AT249820B (de) | 1966-10-10 |
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