Einrichtung zum Überziehen von stabförmigen Gegenständen mit einem Schlauch
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Überziehen von im Querschnitt runden oder eckigen stabförmigen Gegenständen mit einem Schlauch.
In bekannter Weise werden stabförmige Gegenstände wie z. B. Rohre mit einem Kunststoffüberzug in der Weise versehen, in dem der Überzug erwärmt und somit erweitert wird, worauf das Aufziehen desselben auf das Rohr erfolgt. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass der Überzug seine Elastizität verliert und spröde wird, so dass ein sattes Aufliegen des Überzuges auf das Rohr nicht oder nur ungenügend erreicht werden kann. Ferner hat man vorgeschlagen, das Rohr im Sinterverfahren mit einem Überzug zu versehen, indem das Rohr über den Schmelzpunkt des pulverförmigen Kunststoffmaterials, aus welchem der Überzug bestehen soll, erhitzt und anschliessend das Pulvermaterial durch Spritzen oder Tauchen aufgetragen wird. Dabei entstehen unregelmässige und nur dünne Schichten, welche keine genügende Elastizität aufweisen.
Zweck der Erfindung ist, eine Einrichtung vorzuschlagen, bei welcher die vorgängig aufgeführten Nachteile vermieden werden können. Insbesondere soll die Einrichtung das Aufbringen eines Schlauch überzuges auf ein Rohr in kaltem Zustand ermöglichen, wobei die Elastizität des Schlauchüberzuges beibehalten werden soll.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung zum Üb erziehen von im Querschnitt runden oder eckigen stabförmigen Gegenständen mit einem Schlauch wird der zu überziehende stabförmige Gegenstand mittels einer Presseinrichtung in den gegen einen Anschlag aufliegenden Schlauchüberzug gepresst. Das Neue besteht darin, dass zur Aufnahme des Schlauchüberzuges eine zweiteilige Form vorgesehen ist, in welcher der Schlauchüberzug annähernd auf seiner gesamten Mantelfläche abgestützt wird.
Zweckmässigerweise kann im Bereiche des Anschlages ein federnd nachgiebig gelagerter, axial verstellbarer Bolzendorn angeordnet sein.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Längsvertikalschnitt dargestellt.
Die Einrichtung weist eine Grundplatte 1 auf, auf welcher ein pneumatisch beaufschlagter Zylinder in einem Gehäuse 2 gelagert ist. Im Zylinder ist ein nicht dargestellter Kolben vorhanden, dessen Kolbenstange 3 mit einem Rohrführungsdorn 4 ausgerüstet ist. Dieser ist von einer Überwurfglocke 5 umgeben, welche mittels einer Stellmuffe 6 verstellbar am Dorn 4 befestigt ist.
Auf der Grundplatte 1 ist ferner ein Halter 19 angeordnet, in welchem eine zweiteilige Form mittels Scharnieren 11 Aufnahme findet. Der Oberteil der Form ist mit 8 und der Unterteil mit 7 bezeichnet.
Die Ausbildung ist dabei so getroffen, dass der Oberteil 8 gegenüber dem Unterteil 7 aus der geschlossenen Stellung in eine offene Stellung geschwenkt werden kann. Die Formteile 7 und 8 dienen zur Aufnahme des Schlauchüberzuges 17, welcher z. B. als Polyäthylenrohr ausgebildet sein kann. Ein Stahlrohr 18, welches mit dem Schlauchüberzug versehen werden sollte, wird einerends mittels des Rohrführungsdornes 4 gehalten und findet andernends im Schlauchüberzug 17 Aufnahme.
Auf der Grundplatte 1 ist ferner eine Anschlagplatte 9 befestigt, welche ein Mantelrohr 10 trägt.
Dieses erstreckt sich gleichachsig zur Form 7, 8 und zum Rohrführungsdorn 4 und weist einen als Anschlag dienenden Absatz 20 auf. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, ist der gegen die Form gerichtete Teil des Mantelrohres 10 von grösserem Durchmesser als der übrige Teil desselben, wobei der Absatz 20 als Anschlag für den Schlauchüberzug 17 dient, welcher sich in das Mantelrohr 10 erstreckt. Ferner ist im Mantelrohr 10 ein Bolzen 12 in axialer Richtung federnd nachgiebig gelagert, dessen Bolzenkopf 13 sich in das Innere des Schlauchüberzuges erstreckt.
Mit 14 ist eine Druckfeder bezeichnet, welche den Bolzen 12 umgibt und diesen in der dargestellten Lage zu halten bestrebt ist. Das andere freie Ende des Bolzens 12, welches dem Bolzenkopf 13 abgekehrt ist, trägt eine Platte 21, die bei einer axialen Verschie- bung des Bolzens 12 gegen den Kopf 16 einer Stellschraube 22 stösst. Die Stellschraube 22 ist in einer zur Anschlagplatte 9 parallelen Platte 15 eingesetzt und so verstellbar, dass der Hub des Bolzens 12 kürzer oder länger gehalten werden kann.
Zum Aufziehen des Schlauchüberzuges wird der Kolben im Zylinder unter Druck gesetzt, worauf die Kolbenstange 3 mittels der Stellmutter 6 das Stahlrohr 18 in den Schlauchüberzug 17 einpresst. Um das Aufstauchen des Schlauchüberzuges 17 dabei zu verhindern, dient der Bolzenkopf 13, welcher als Kern vom Ende des Schlauchüberzuges 17 umgeben ist. Gegen Ende des Arbeitsprozesses stösst das Stahlrohr 18 gegen diesen Bolzenkopf 13, worauf letzterer entgegen der Wirkung der Feder 14 in die strichpunktierte Lage zurückgedrängt wird. Je nach Einstellung der Stellschraube 14 überragt der Schlauchüberzug das Ende des Stahlrohres 18 oder aber das Stahlrohr 18 ragt etwas aus dem Schlauchüberzug 17 heraus.
Durch die pneumatische Aufpressung wird der Schlauchüberzug 17 etwa um 2 O/o in sich aufgestaucht, wodurch eine Elastizitätsspeicherung erreicht wird. Der Schlauchüberzug bleibt immer elastisch und bei einer Verletzung desselben mit scharfen Gegenständen schliesst sich der entstandene Schnitt selbständig. Damit wird das sonst gefährdete Stahlrohr vor Oxydation geschützt.
Der Schlauchüberzug kann aus beliebigem Material bestehen und es ist möglich, ein Aluminiumrohr zum Überziehen eines Stahlrohres zu verwenden. Das Aluminiumrohr weist dabei einen Innendurchmesser auf, welcher dem Aussendurchmesser des Stahlrohres entspricht.
Der aufgezogene Mantel umfasst das Stahlrohr dicht, so dass das überzogene Stahlrohr weiter verarbeitet werden kann. So ist es möglich, aus dem Stahlrohr sog. Steigbügel herzustellen, welche dann beiderends eingemauert werden. Bei auswechselbarem Steigbügel wird anstelle eines Stahlrohres ein Aluminiumrohr von genügender Wandstärke verwendet. Ferner ist es möglich, den Schlauchüberzug mit einer Profilierung zu versehen, um die Gleitsicherheit zu erhöhen.
Ferner können in derselben Weise Leiterholme, Sprossen oder dgl. hergestellt werden.
Handelt es sich um Steigbügel oder andere in Mauerwerken zu verankernde Elemente, so ist es zweckmässig, die einzumauernden Enden schraubenförmig zu verdrehen, wodurch die Qualität und Festigkeit der Verankerung wesentlich erhöht wird. Die Verdrehung bewirkt, dass schraubenförmige Kanäle entstehen, welche den zwangsläufigen Zugang des Mörtels bis zum Grund der Aussparung ermöglichen und eine gleichmässige homogene Verteilung garantieren.
Sind die einzumauernden Teile aus Kunststoff oder mit einem Kunststoffüberzug versehen, so verwendet man eine darüber gestülpte bzw. gepresste Aluminiumhülse, deren Enden flachgepresst und durch schraubenförmige Verdrehung deformiert sind.