Gerät zur Anzeige der Verschiebungsgrösse eines Schlittens
Ein Gerät zur Anzeige der Verschiebungsgrösse eines Schlittens, bei dem die Verschiebungsgrösse mit Hilfe elektrischer Ziffernanzeigeröhren oder dgl. ablesbar ist, bei dem eine Vielzahl von mit den Kathoden der zugeordneten Ziffernanzeigeröhren verbundener Kontakte, sowie wenigstens eine über die Kontakte gleitende Bürste vorgesehen sind, wobei die Bürste an die einem bestimmten Verschiebeweg entsprechenden Kontakte Spannung legt, ist bekannt. Es ist ferner bekannt, zwischen den Kathoden der Ziffernanzeigeröhre und den Kontakten der zugeordneten Kontaktleiste vorteilhaft ein Nullschalter vorzusehen, der es gestattet, in jeder beliebigen Schlittenstellung in der zugeordneten Ziffernanzeigeröhre den Wert Null einzustellen.
Wird eine derartige Nulleinstellung in den den einzelnen Dezimalen zugeordneten Ziffernanzeigeröhre vorgenommen, so wird nur in Ausnahmefällen die Bürste der den höheren Dezimalen zugeordneten Kontakte genau am Anfang eines neuen Kontaktes stehen, so dass im allgemeinen schon nach einer Verschiebung um einen Bruchteil eines Intervalles die nächste Zahl in der zugeordneten Ziffernanzeigeröhre aufleuchtet. Dies darf jedoch nicht sein. Aufgabe der Erfindung ist es, Mittel anzugeben, welche in jeder beliebigen Schlitten- und Bürstenstellung einerseits die Nullstellung zulassen und die es andererseits gewährleisten, dass jede Bürste von dieser Stellung aus ein ganzes Messintervall überfahren muss, damit die nächste Ziffer in der Ziffernanzeigeröhre aufleuchtet.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass zwischen den Kontakten und den Kathoden der Ziffernanzeigeröhren wenigstens ein Nullschalter vorgesehen ist, dass ferner in den Kathodenleitungen ein weiterer, der nächst höheren Dezimalen zugeordneter Schalter liegt, der zehn mit den Kathodenleitungen der Ziffernanzeigeröhre verbundene Kontakte aufweist, dass über diese Kontakte eine vorzugsweise mit dem Nullschalter drehbare zweiteilige Brücke geleitet, deren einer Brückenteil in der Normalstellung die zehn Kontakte des weiteren Schalters überbrückt, deren andere jedoch in der Normalstellung ohne Strom bleibt, dass die Kontaktleiste der den weiteren Schaltern zugeordneten Dezimalen verdoppelt ist,
und die denselben Ziffern zugeordneten Kontakte der Teilleisten um ein durch diese Leiste bestimmtes Messintervall gegeneinander versetzt und miteinander verbunden sind und dass jeder Brückenteil mit einer Bürste verbunden ist und jede der Bürsten auf eine Teilkontaktleiste gleitet.
Die Wirkungsweise dieses weiteren Schalters in Verbindung mit der unterteilten Kontaktleiste soll anhand der Zeichnung beschrieben werden.
Vorteilhaft sind die Felder jeder Teilkontaktleiste gegeneinander seitlich versetzt, so dass insgesamt vier unterbrochene Kontaktreihen entstehen und jede einer Einzelkontaktleiste zugeordnete Bürste ist verdoppelt. Diese Ausbildung gewährleistet, dass auch bei längerem Gebrauch und einer damit verbundenen Verschmierung der Enden der Kontakte sich keine Brücken zwischen den Kontakten bilden. Dies würde nach sich ziehen, dass die Bürste nicht nur an einen Kontakt Spannung legt, sondern gleichzeitig an mehrere, so dass mehrere Ziffern in der Ziffernanzeigeröhre gleichzeitig aufleuchten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Schaltung für drei Dezimalen
Fig. 2 eine Einzelheit der Fig. 1
Fig. 3 eine geänderte Schalterstellung
Fig. 4 eine geänderte Kontaktleistenausbildung.
Von der Millimeter-Ziffernanzeigeröhre 1 gehen zehn den Ziffern 0 bis 9 zugeordnete Kathodenieitun- gen 2 an einen Umschalter 3 und von hier aus an einen Nullschalter 4 Der Umschalter 3 ändert auf Wunsch die Zählrichtung in der Ziffernanzeigeröhre 1. Der Nullschalter bewirkt, dass der Anzeigewert in der Ziffernanzeigeröhre 1 in den Wert Null verwandelt werden kann. Von dem Nullschalter 4 gehen je zehn den Ziffern 0 bis 9 zugeordnete Leitungen an die entsprechenden Kontakte einer Millimeter-Kontaktleiste 5. Mit dem verschiebbaren Schlitten (nicht dargestellt) ist eine Bürste 6 verbunden, die je nach Schlittenstellung einen der Kontakte der Millimeterleiste 5 an Masse legt, so dass die entsprechende Ziffer in der Ziffernanzeigeröhre 1 aufleuchtet.
Parallel zu den Leitungen zwischen dem Umschalter 3 und dem Nullschalter 4 liegt ein Schalter 7.
In den Verbindungsleitungen sind Dioden 15 vorgesehen, welche bewirken, dass der Strom nur vom Schalter 7 über die Bürste 6 zur Masse fliessen kann, nicht aber auch umgekehrt. Die Dioden 15' verhindern, dass hierbei Strom zur Zifferanzeigeröhre 1 gelangt. Vom Schalter 7 gehen zwei Leitungen 8 und 8' zu zwei Bürsten 81 und 8,'. Die Bürste 8J legt an einen Kontakt einer Kontaktleiste 9, Fig. 2, und die Bürste 8; an einen Kontakt einer Kontaktleiste 9' Spannung.
Die Kontaktleisten 9 und 9' entsprechen sich. Ihre Kontakte sind durch Leitungen 2', Fig. 1, über einen Nullschalter 4' und einen Umschalter 3' mit den Kathoden einer Ziffernanzeigeröhre 10 verbunden. Die den einzelnen Ziffern der Anzeigeröhre 10 zugeordneten Kontakte sind eingekreist bei den einzelnen KontaktfeIdern vermerkt. Man erkennt, dass das Kontaktfeld der Ziffer 0 der Reihe 9 gegen das Kontaktfeld der Ziffer 0 der Reihe 9' um ein Intervall versetzt ist und dass beide Kontaktfelder miteinander elektrisch verbunden sind. Eine entsprechende Anordnung ist für die weiteren Kontaktfelder getroffen.
In Fig. 2 ist weiterhin dargestellt, dass der Schalter 7 im wesentlichen aus zwei Scheiben 7' und 7" besteht. Die Scheibe 7' weist über ihren halben Umfang verteilt zehn Kontakte 0 bis 9 auf, sowie einen Kontakt 0', welcher diametral zum Kontakt 9 liegt. Die Kontakte 0 bis 9 sind mit den entsprechenden Katho denieitungen derZiffernanzeigeröhre 1 verbunden. Der Kontakt 9 ist ausserdem mit der Bürste 8, verbunden und der Kontakt 0' mit der Bürste 8,'. Die Scheibe 7" ist mit dem Nullschalter 4 drehbar. Sie weist zwei Brücken 11' und 11" auf. Die Brücke 11' verbindet in der Normalstellung die Kontakte 0 bis 9 der Scheibe
7'. Die Brücke 7"ist in dieser Stellung stromlos, da sie mit keinem der Kontakte 0 bis 9 in Verbindung steht.
Verschiebt man den Schlitten, dann gleitet die Bürste
8, zunächst über den Nullkontakt der Kontaktreihe
9, anschliessend über den Kontakt 1 dieser Kontaktreihe usw., und es leuchtet in der Ziffernanzeigeröhre
10 jeweils eine entsprechende Zahl auf. Da der Kon takt 7" stromlos ist, bleibt die Kontaktreihe 9' in die ser Schalterstellung wirkungslos.
Wird jetzt in einer Stellung A (gestrichelt eingezeichnet) der Bürsten 8, und 8,' eine Nulleinstellung in der Millimeter-Ziffernanzeigeröhre 1 vorgenommen, dann wird gleichzeitig die Scheibe 7" derart verdreht, dass die Brücke 11' nur noch die Kontakte 3 bis 9 der Scheibe 7' verbindet (Fig. 3). Die Kontakte 0 bis 2 sowie der Kontakt 0' stehen über die Brücke 11" mit der Bürste 8,' in Verbindung. Die Brücke 11' erhält jetzt beim Überfahren der Ziffern 0 bis 6 der Millimeter-Anzeigeröhre 1, welche den Kontakten 3 bis 9 der Scheibe 7' entsprechen, Strom, so dass über den Kontakt 9', die Bürste 8, und das Feld 0 der Reihe 9 Spannung an die Nullkathode der Röhre 10 gelegt wird.
Beim Überfahren der Ziffern 7, 8 und 9 der Millimeterröhre, welche den Kontakten 0, 1, 2 der Scheibe 7' entsprechen, wird die Brücke 11' stromlos und die Brücke 11" erhält jetzt Spannung. Demzufolge erhält über den Kontakt 0,', die Bürste 8,' und das Feld Null der Reihe 9' die Nullkathode der Röhre 10 wiederum Spannung. Beim Überfahren der Linie B in Fig. 2 erhält wieder die Brücke 11' von einem der Kontakte 3 bis 9 Strom. Die zugeordnete Bürste 8, liegt jetzt auf dem Feld 1 der Reihe 9, so dass in der Röhre 10 die Zahl 1 aufleuchtet. Nach Durchfahren des Feldes 1 wird die Bürste 11' stromlos und es erhält jetzt wieder die Bürste 11" von einem der Kontakte 0, 1 und 2 der Scheibe 7' Spannung.
Die zugeordnete Bürste legt ihre Spannung an das Feld 1 der Reihe 9' und es leuchtet nach wie vor die Ziffer 1 in der Ziffernanzeigeröhre 10 auf, und zwar so lange, bis die Bürsten 8, und 8,' über die Linie C nach rechts hinausgefahren sind. Auf diese Weise leuchtet also stets über eine gesamte Intervallänge der Reihen 9 oder 9' eine Ziffer in der Ziffernanzeigeröhre 10 auf, nur dass durch den Schalter 7 der Punkt des Wechsels zwischen zwei Zahlen der Ziffernanzeigeröhre 10 verlegt ist.
Diese Anordnung lässt sich auch für die Dezimeterwertanzeige in einer Röhre 20 und für die Anzeige höherer Dezimalen vorsehen.
Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Kontaktreihe 9 in eine Reihe 9l und 92 unterteilt und die Kontaktreihe 9' in eine Reihe 9,' und 92' Die Felder der einzelnen Kontaktreihe sind gegeneinander versetzt. Aus diesem Grunde sind auch die Bürsten 8, und 8,' in Bürsten 82 und 83 sowie 82' und 83' unterteilt. Die Bürsten 82 und 83 sind parallel geschaltet, ebenso die Bürsten 82' und 82', so dass sich dieselbe Wirkung ergibt wie bei der Ausbildung nach Fig. 1.
Der Vorteil dieser Ausbildung ist jedoch der: Beim Überstreichen der Kollektorfelder wird Material abgetragen, das zwischen den einzelnen Feldern liegenbleibt. Da die Zwischenräume zwischen den einzelnen Kontaktfeldern gemäss Fig. 2 sehr eng sein müssen, kann es hierbei vorkommen, dass die einzelnen Kontaktfelder durch den Materialabtrag überbrückt werden, so dass stets mehrere Ziffern gleich zeitig in der Anzeigeröhre aufleuchten, was nicht er wünscht ist. Dieser Nachteil tritt gemäss Fig. 4 nicht auf, weil der Abstand zwischen den Feldern jetzt wesentlich grösser geworden ist.