CH421670A - Mahlverfahren für diskontinuierlich und kontinuierlich arbeitende Mühlen und Mahlanlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Mahlverfahren für diskontinuierlich und kontinuierlich arbeitende Mühlen und Mahlanlage zur Durchführung des Verfahrens

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CH421670A
CH421670A CH509663A CH509663A CH421670A CH 421670 A CH421670 A CH 421670A CH 509663 A CH509663 A CH 509663A CH 509663 A CH509663 A CH 509663A CH 421670 A CH421670 A CH 421670A
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A Goeser Paul
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Draiswerke Gmbh
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      Mahlverfahren    für diskontinuierlich und kontinuierlich arbeitende  Mühlen und Mahlanlage zur Durchführung des Verfahrens    Die     Erfindung        betrifft    ein Mahlverfahren für dis  kontinuierlich     und        kontinuierlich    arbeitende Mahl  körper     enthaltende        Mühlen,    bei denen die Mahlkör  per und das Mahlgut durch Rührwerke bewegt und  wobei das Mahlgut     mit    den     Mahlkörpern    unter  Druck gesetzt     wird,    sowie Mahlanlage zur Durchfüh  rung dieses Verfahrens.  



  Für das neue Verfahren sind Mühlen geeignet,  soweit die     Mahlkörper,    beispielsweise     Kugeln,    sich in  geschlossenen Räumen bewegen. Diese Mühlen wer  den bisher bei     normalem    atmosphärischem Druck be  trieben. Es ist auch schon bekannt, diese Mühlen  unter Vakuum zu betreiben. Auch die Verwendung  von Schutzgas unter normalem atmosphärischem  Druck ist bekannt.

   Bei     einer        Kugelmühle    zur Schei  dung von     Edelmetallen    aus     Mineralien    unter Anwen  dung von     Chemikalien        wird    vor Beginn des Mahl  vorganges     Luft        zur    Erhöhung des     Innendruckes    zu  geführt.

   Bei atmosphärischem     Druckausgleich    wird  keinerlei     Einfluss    der Atmosphäre oder des Druckes  auf die für die     Dispergierung    der Festkörper in den       Flüssigkeiten        verantwortlichen        Scherkräfte    bezweckt.  Bei der     Anwendung    von Vakuum soll die     Gasadsorp-          tion,    die     eine    Benetzung und     Aufteilung    von Fest  pulver-Kornagglomeraten     herabsetzt    oder verhindert,  beseitigt werden.

   Die     Verwendung    von Schutzgas  dient zur     Beschleunigung    oder Bremsung von Reak  tionen innerhalb des Mahlgutes und soll Unfallge  fahren     vermindern.    Mit dem Grad der     Mahlung    bzw.       Agglomerataufteilung.    und     Dispergierung    besteht  meistens kein     Zusammenhang.     



  Es hat sich gezeigt,     'dass    mit diesen bekannten       Verfahren    in vielen Fällen nicht die gewünschte       Mahlwirkung    erzielt wird. Demgemäss besteht die Er  findung darin, dass bei Mühlen der     eingangs    erläu  terten Art auf das Mahlgut sowie auf die Mahlkör-    per     zu    dem für die     Mahlgutzufuhr    und den Mahl  gutablass nötigen Druck     zusätzlich    ein Druck durch       einen        Verdichtungs-    oder     Pumpvorgang    ausgeübt       wird.    Anstelle mit atmosphärischem Ausgleich oder  mit Unterdruck zu arbeiten,

   wird gemäss der Erfin  dung bewusst ein Überdruck     in    den geschlossenen  Mahlbehältern der Mühle erzeugt. Die     Druckhöhe     kann je nach dem zu verarbeitendem Gut und nach  dem gewollten Endergebnis in     beliebigen    Grenzen  variiert werden.  



  Durch den so auf das Mahlgut ausgeübten Druck  entsteht eine Verstärkung der im Mahlgut auftreten  den Scherkräfte. Diese Verstärkung der Scherkräf  te ist     wesentlich    wichtiger als beispielsweise die Ver  minderung der     Gasadsorption    durch     Anwendung    ei  nes Vakuums. Der Druck selbst kann je nach dem       jeweiligen        Mahlzweck    verschieden     gewählt    werden.  



  Bei     diskontinuierlich    arbeitenden     Rührwerksmüh-          len    mit geschlossenen Mahlräumen     wird    das     Mahlge-          fäss    zweckmässig mittels einer     Mahlgutpumpe        unter     Druck gesetzt.

   Bei kontinuierlich arbeitenden Müh  len mit geschlossenen     Mahlgefässen        wird    das Mahl  gut zweckmässig unter Druck zugeführt und der Ab  lass mit einer Drossel oder einem     Druckminderven-          til    so     gesteuert,    dass     innerhalb    der geschlossenen       Mahlräume    ein gewollter     Druck        aufrechterhalten     wird.  



  Zur     Durchführung    des Verfahrens bei an sich  bekannten     Mühlen    der oben     erwähnten    Arten ist es  nur notwendig, geeignete Mittel zur     Erzeugung    eines       Druckes    auf das Mahlgut mit den     Mahlkörpern    an  zuwenden.     Insbesondere    bei diskontinuierlich arbei  tenden     Mühlen    genügt dazu eine Pumpe     für    das  Mahlgut.

   Bei kontinuierlich arbeitenden Mühlen ist  zweckmässig ausser der Pumpe für das Mahlgut noch  eine Drossel bzw. ein     Druckminderventil    am Ab-      lass vorgesehen, wodurch in geeigneter Weise der  Druck     innerhalb    des Mahlraumes bzw. der Mahl  räume gesteuert werden kann.

   Wird der     Druck     nicht durch das Mahlgut     bewirkt,    sondern durch     zu-          sätzliche        Druckmittel,        wie    Druckgas oder derglei  chen, dann ist an geeigneter Stelle des     Mahlraumes     eine     Zufuhr    für ein von     einem    Kompressor oder der  gleichen     geliefertes    Druckgas     vozusehen.     



       In    -den     Zeichnungen    sind schematisch Ausfüh  rungsbeispiele der     Erfindung    dargestellt. Dabei  zeigt:       Fig.    1 eine     Trommelmühle    bzw.     Rührwerkskugel-          mühle        mit    den verschiedenen     Möglichkeiten    der  Druckerzeugung,       Fig.    2 eine     Rührtopfmühle    und       Fig.    3 eine     Mehrfachkugelmühle.     



       In    einer     Mahltrommel    1 werden     mittels    einer  Welle 2 Rührwerkzeuge 3 bewegt. Der Antrieb der       Rührwerkswelle    2 ist nicht dargestellt."     In    der Zufüh  rung 4 für das     Mahlgut    ist eine Pumpe 5 einge  schaltet, deren     Pumpleistung        verändert    werden kann.  Am Auslass 6     ist    eine Drossel -7     bzw.-    ein     Druckmin-          derventil    vorgesehen.

   Diese Drossel ist bei diskonti  nuierlicher Arbeitsweise- während des Mahlvorganges  geschlossen, während sie bei     kontinuierlich    arbeiten  den     Mühlen    den dauernden Durchgang des Mahl  gutes     unter        Aufrechterhaltung    eines entsprechenden  Druckes im Mahlraum erlaubt.  



  Bei der dargestellten Mühle kann auch über -ei  nen     Anschluss    8 von einem Kompressor 9 oder dgl.       Druckluft    oder ein Druckgas in den     Mahlraum        zu-          geführt    werden.  



  Es ist durchaus     möglich,    bei der     in        Fig.    1 dar  gestellten     Mühle,    ebenso wie bei den     anderen    Aus  führungsbeispielen, je nach dem     Verwendungszweck     nur das eine oder andere Mittel     zur    Druckerzeu  gung vorzusehen.     In        Fig.    2 ist eine an sich bekann  te     Rührtopfmühle    dargestellt.

   Der Rührtopf 11 be  steht dabei aus einem     unteren,    vorzugsweise mit ei  nem     Kühlmantel    21 versehenen und einem mit ei  nem Sieb 22 ausgestatteten oberen     Teil.    An der       senkrecht    gelagerten     Welle    12 sind Rührscheiben 13,       zur    Bewegung des Mahlgutes und der     Mahlhüfskör-          per,    beispielsweise     Kugeln,    angeordnet. Das Mahl  gut     wird    über eine zentrische am Boden des Rühr  topfes 11 mündende     Zuführung    14 zugeleitet.

   Das       gemahlene        Gut-    verlässt über den Auslass 16 die       Mühle.    Zur Abdichtung des     Rührtopfinneren    ist ei  ne     Stopfbuchse    23 an sich     für    die Welle 12 vorge  sehen.     In    die Leitung 14 ist eine Pumpe 15 einge  schaltet, die das Mahlgut unter entsprechendem  Druck, der beispielsweise an einem Manometer 24  überwacht werden     kann,        in    den Rührtopf 11 drückt.  Am Auslass 16 kann eine Drossel 17 bzw. ein Druck  minderventil vorgesehen sein.

   Falls     gewünscht,    kann  auch an dieser Stelle ein     Überwachungsmanometer     25 angeordnet werden.  



       In        Fig.    3 ist     eine        kontinuierlich    arbeitende     Mehr-          fachkugelmühle    dargestellt, die     im    wesentlichen aus    drei (oder     mehreren)        Rührtopfmühlen    nach     Fig.    2  besteht, wobei     zweckmässig    die Mittel zur Drucker  zeugung     und    Druckaufrechterhaltung nicht bei jeder       Mühleneinheit        sondern    bei der     Mühlengruppe    nur  einmal vorgesehen sind.

       Im    übrigen     wird    bei der       Mehrfachkugelmühle    dasselbe     erfindungsgemässe          Mahlprinzip    angewendet. Das Mahlgut wird aus ei  nem Vorratsbehälter 26 mit     Hilfe    der     erwähnten     Pumpe 15     in    die erste     Rührtopfmühle    27 gebracht.

    Von dort wird das gemahlene Gut über eine     Verbin-          dungsleitung    14' in die zweite     Rührtopfmühle    28 ge  leitet und von dieser über     eine    weitere Leitung 14"  in die dritte     Mühle    29. Es handelt sich praktisch     um     drei gleichartige     hintereinander    geschaltete Mühlen,  wodurch die     Behandlungsdauer    für das zu mahlende  Gut entsprechend verlängert werden kann. Die Be  dienungsweise und die 'Art der Druckerzeugung un  terscheidet -sich nicht von -derjenigen für     eine        ein-          zelne    Mühle.  



  Die     Erfindung    ist     nicht    auf die dargestellten und  beschriebenen     Ausführungsbeispiele        beschränkt.    Sie  lässt sich     vielmehr    auch bei Mühlen mit anderen       Mahlhilfskörpern    anwenden     und    ebenso ist es mög  lich, die Mittel zur Druckerzeugung einerseits über  das     zugeführte        Mahlgut    oder über ein gesondertes  Druckgas     einzeln    oder wahlweise einschaltbar vorzu  sehen. -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Mahlverfahren für diskontinuierlich und konti nuierlich arbeitende Mahlkörper enthaltende Müh len, bei denen die Mahlkörper und das Mahlgut durch Rührwerke bewegt und wobei das Mahlgut mit den Mahlkörpern unter Druck gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass auf das Mahlgut sowie auf die Mahlkörper zu dem für die Mahlgutzufuhr und den Mahlgutablass nötigen Druck zusätzlich ein Druck durch einen Verdichtungs- oder Pumpvorgang aus geübt wird.
    II. Mahlanlage zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I mit mindestens einem geschlossenen bzw. verschliessbaren Mahlraum und beliebig bewegbaren Mahlkörpern, gekennzeichnet durch Mittel zur Druckerzeugung bzw.
    Druckauf rechterhaltung innerhalb des geschlossenen Mahl- raumes. UNTERANSPRÜCHE 1. Mahlanlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Mühlen gleicher Art hinterein- ander angeordnet sind wobei die Mittel zur Druck- erzeugung bzw. zur Druckaufrechterhaltung jeweils nur an der ersten bzw. letzten Mühle angebracht sind.
    2. Mahlanlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung des Mahlgut- durchsatzes und zur Konstanthaltung des Druckes innerhalb der Mahlräume Drosseln oder Druckmin- derventile an der Austrittsöffnung des Fertiggutes vorgesehen sind. 3.
    Mahlanlage nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Mühlen untereinander druckdicht verbunden sind, sodass in allen Mühlen der Mehrfachmühle der gleiche Druck herrscht.
CH509663A 1963-04-23 1963-04-23 Mahlverfahren für diskontinuierlich und kontinuierlich arbeitende Mühlen und Mahlanlage zur Durchführung des Verfahrens CH421670A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3642330A1 (de) * 1986-12-11 1988-06-23 Basf Ag Ruehrwerksmuehle zum mahlen von pigmenten

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3642330A1 (de) * 1986-12-11 1988-06-23 Basf Ag Ruehrwerksmuehle zum mahlen von pigmenten
EP0271012A3 (de) * 1986-12-11 1989-07-19 BASF Aktiengesellschaft Rührwerksmühle zum Mahlen von Pigmenten
US4966331A (en) * 1986-12-11 1990-10-30 Basf Aktiengesellschaft Stirred ball mill for grinding pigments

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