CH421768A - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer Aussenbeschichtung auf Gewebeschläuche, insbesondere Feuerlöschschläuche - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer Aussenbeschichtung auf Gewebeschläuche, insbesondere Feuerlöschschläuche

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CH421768A
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Description


  
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer Aussenbeschichtung auf Gewebeschläuche, insbesondere Feuerlöschschläuche
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen einer Aussenbeschichtung auf Gewebeschläuche, insbesondere Feuerlöschschläuche.



   Nach dem Aufbringen der Aussenbeschichtung auf Gewebeschläuche nach einem der üblichen Verfahren, wie Streichen, Tauchen oder Spritzen in Form von Lösungen des aufzubringenden Materials aus Gummi, künstlichem Gummi oder Kunststoffen in Lösungsmitteln, wie Essigester, Benzol, Aceton oder Äthylacetat muss eine Verdampfung des Lösungsmittels zwecks Trocknung der aufgebrachten Aussenschicht erfolgen. Dabei treten Schwierigkeiten auf durch Blasenbildung an der Oberfläche oder innerhalb der aufgebrachten Beschichtung. Auch kann, unter Umständen noch nach vielen Jahren, ein Ablösen der Aussenbeschichtung von der Gewebeschicht erfolgen, das auf den Trocknungsvorgang zurückzuführen ist.

   Ganz besondere Schwierigkeiten ergeben sich dann, wenn eine Aussenbeschichtung auf einen Schlauch aufgebracht werden soll, der an seiner Innenseite mit einer Beschichtung aus Gummi, Kunstgummi oder Kunststoffen versehen ist.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zu schaffen, mit denen es möglich ist, das Aufbringen der Aussenbeschichtung in Form von Lösungen so durchzuführen, dass jegliche Blasenbildung, ein Klebrigbleiben der Beschichtung und ein Ablösen der Beschichtung von der Gewebeschicht auch nach langer Gebrauchszeit mit Sicherheit vermieden wird. Zu diesem Zweck besteht die Erfindung darin, dass zum Trocknen der auf die Aussenseite des Gewebeschlauches aufgebrachten Lösung das Innere des Schlauches beheizt und eine fortschreitende Trocknung der aufgebrachten Aussenschicht von innen nach aussen erfolgt.

   Vorzugsweise wird das Beheizen des Schlauchinnern bereits vor   dem    Aufbringen der   Aussenschicht    vorgenommen, so dass bereits beim Aufbringen der Aussenschicht die Aussenseite   des    Schlauches erhöhte Temperatur hat. Das   Beheizen des      Schlaluchinnern    erfolgt vorteilhaft in der Weise, dass der Schlauch mit einer   aufiveheizten      Füllung    aus Wasser   oder einem      sonsti-    gen Medium versehen wird.

   Zweckmässig wird der mit der Aussenschicht zu versehende   Gewebeschlauch    von unten nach oben durch die Vorrichtung zum Auf  bringen    der Aussenschicht hindurchgeführt und die annähernd mengenmässig konstante Füllung behält    dabei stets die gleiche Höhe e bei wobei die Beheizung    der Füllung von aussen vorgenommen wind. Vorteil   haft wird d zum stetigen Durchführen des Verfahrens bei    Verwendung endlicher Schlauchlängen das Ende der ablaufenden Schlauchlänge mit dem Anfangs ende der nächst folgenden Schlauchlänge flüssigkeitsdicht verbunden.

   Wenngleich nach Verlassen der zum Auftragen der Aussenbeschichtung dienenden Vorrichtung der Schlauchinnenraum die ihm erteilte Temperatur zweckmässig noch eine Zeitlang beibehält, so dass das Temperaturgefälle  von innen nach aussen  aufrechterhalten wird, kann es zweckmässig sein, dass nach Durchführung der Trocknung bis zu einem gewissen Grade eine zusätzliche Trocknung mittels Belüftung und/oder Wärme von aussen angewendet wird.



   Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.



   Mit 1 ist ein Gewebeschlauch bezeichnet, der in einem früheren Arbeitsgang mit einer Innenauskleidung aus Gummi, künstlichem Gummi oder Kunststoffen versehen ist. Der Schlauch befindet sich aufgewickelt auf einer drehbar gelagerten Trommel 2  und wird von dieser abgezogen und über Führungsrollen 3, 4 geführt. Dabei ist der Schlauch in seinem Inneren mit einer Füllung 5 aus Wasser oder einem anderen Medium gefüllt. Auf der Führungsstrecke zwischen den Rollen 3 und 4 ist unterhalb des Schlauches eine Heizvorrichtung 6 für den Schlauch vorgesehen, die aus einem oder mehreren Heizelementen bestehen kann, denen ein Heizmittel, z. B.



  Warmwasser, Dampf   0. dgl.    zugeführt wird. Der durch die Wasserfüllung aufgeweitete und vorgewärmte Schlauch wandert dann von unten nach oben durch einen Behälter 7, in dem die auf die Aussenseite des Schlauches aufzubringende Lösung 7' enthalten ist. Nach dem Austritt aus dem Behälter 7 weist der Schlauch an seiner Aussenseite eine Lösungsschicht auf, und es beginnt nunmehr die Trocknung der Lösung und zwar von innen nach aussen, d. h. von der   inneren,    an   Ider      Gewebeschicht    anliegenden und teilweise in diese eingedrungenen Zone der Beschichtung nach aussen hin.

   Wenn, wie in dem dargestellten Beispiel der Schlauch nach dem Verlassen des Tauchbehälters 7 durch den freien Raum geführt wird, so genügt eine Temperaturdifferenz von etwa   10-20"    gegenüber der Raumtemperatur, um die Trocknung  von innen nach aussen  der Aussenbeschichtung zu gewährleisten.



   Nach Zurücklegung einer ersten Trocknungsstrecke im freien Raum kann eine zusätzliche Trocknung durch eine Beheizungs- und/oder Belüftungsvorrichtung 8 vorgesehen sein, worauf anschliessend eine nicht dargestellte Kühlzone folgen kann.



   Der Schlauch wird schliesslich   über    eine Haspel 9 geführt, läuft dann über eine Spannrolle   10    mit Gewicht   10' sind    eine weitere   Fiihrun,, srolle      H    zu der Aufwickeltrommel 12.



   Bei Bewegung des Schlauches in der dargestellten Richtung hat die   Schlauchfüilung    ständig die gleiche Höhe, die gegeben ist durch die Längenverhältnisse und die eingefüllte Menge. Der Abschluss der Füllung erfolgt auf der Seite der Trommel 2 durch die Windungen des auf der Trommel flachliegenden Schlauches. Um ein stetiges Arbeiten zu ermöglichen, obwohl die Schläuche üblicherweise endliche Längen aufweisen, ist es zweckmässig, beim Ablauf einer Schlauchlänge von der Trommel 2 das Ende des ablaufenden Schlauches flüssigkeitsdicht mit dem Anfang ende einer nächstfolgenden aufgetrommelten Schlauchlänge zu verbinden, so dass die gleiche Füllung ohne Betriebsunterbrechung immer wieder verwendet werden kann und ein   neues    Auffüllen des Schlauches bei Beginn einer neuen Schlauchlänge vermieden wird.



   Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Aufbringen der Aussenbeschichtung im Tauchverfahren dargestellt. es versteht sich aber, dass das Aufbringen auch nach dem Streichverfahren, nach dem Spritzverfahren oder nach einem sonstigen Verfahren   erfolgen    kann und   Idie      Erfindung      auch    dann   vorteilhiaft    anwendbar ist.



   Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die als Ausführungsbeispiel dargestellte Einrichtung beschränkt; an dieser sind vielmehr verschiedene Ab änderungen möglich, ohne von dem Erfindungsgedanken abzuweichen. So kann statt der dargestellten   Heizeinrichtung    6 irgendeine andere Heizeinrichtung zum Aufheizen des Schlauches verwendet werden.



  Auch ist es nicht unbedingt erforderlich, den mit der Aussenbeschichtung zu versehenden Schlauch in Richtung von unten nach oben die Vorrichtung zum Aufbringen der Aussenbeschichtung durchlaufen zu lassen. Anstelle der dargestellten Tauchvorrichtung kann eine Vorrichtung zum Aufbringen der Aussenbeschichtung im Streichverfahren, im Spritzverfahren o. dgl. treten.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zum Aufbringen einer Aussenbeschichtung in Form von Lösungen auf Gewebeschläuche, insbesondere Feuerlöschschläuche, und vor allem solche Schläuche, die mit einer inneren Auskleidung aus Gummi, Kunstgummi oder Kunststoffen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass zum Trocknen der auf die Aussenseite des Gewebeschlauches aufgebrachten Lösung das Innere des Schlauches beheizt und eine fortschreitende Trocknung der aufgebrachten Aussenschicht von innen nach aussen erfolgt.
    PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Abrollvorrichtung (2) für aufgewickelte Schlauchlängen, eine Heizvorrichtung (6) zum Erwärmen des Schlauches, eine Vorrichtung (7) zum Aufbringen der Lösung auf die Aussenseite des Schlauches, eine Heiz- und/oder Belüftungseinrichtung (8), eine Abzugshaspel (9) und eine Aufwickelvorrichtung (12).
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Beheizen des Schlauchinnern bereits vor dem Aufbringen der Aussenschicht vorgenommen wird, so dass bereits beim Aufbringen der Aussenschicht die Aussenseite des Schlauches erhöhte Temperatur hat.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zum Beheizen des Schlauchinnern der Schlauch mit einer aufgeheizten Füllung aus Wasser oder einem sonstigen Medium versehen wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Aussenschicht zu versehende Gewebeschlauch von unten nach oben durch die Vorrichtung zum Aufbringen der Aussenschicht hindurchgeführt wird und die annähernd mengenmässig konstante Füllung dabei stets die gleiche Höhe beibehält, wobei die Beheizung der Füllung von aussen vorgenommen wird.
    4. Verfahren anch Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zum stetigen Durchführen des Verfahrens bei Verwendung endlicher Schlauchlän gen das Ende der ablaufenden Schlauchlänge mit dem Anfangsende der nächst folgenden Schlauch länge flüssigkeitsdicht verbunden wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nach Durchführung einer ersten Trocknung der aufgebrachten Beschichtung von innen nach aussen eine zusätzliche Trocknung mittels Belüftung und/oder Wärme von aussen angewendet wird.
    6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, unter Verwendung eines Tauchbehälters, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Wasser gefüllte und vorgewärmte Schlauch durch den Tauchb eh älter (7) von unten nach oben hindurchgeführt und die Trocknungsstrecke oberhalb des Tauchbehälters, vor der Abzug- und Aufwickelvorrichtung (9, 10, 11, 12) angeordnet ist.
CH481164A 1963-06-26 1964-04-15 Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer Aussenbeschichtung auf Gewebeschläuche, insbesondere Feuerlöschschläuche CH421768A (de)

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