Verfahren und Einrichtung zum dynamischen Auswuchten einer Uhrwerksunruh
Es sind eine Anzahl von Verfahren und Einrichtungen zum dynamischen Auswuchten der Unruhen von Uhrwerken bekannt, bei denen allen jedoch mindestens zwei voneinander etrennbe,. auf- einande-rfolgende Hauptopemtionen erforderlich sind, die oft mehrmals wiederholt werden müssen, bis die Unwucht der Unruh nbeseibigt ist, und die zudem meist noch in mehrene zeitraubende Einzelopera- Honem zerfallen.
Bei diesen bekannten Verfahren wird in einem ersten Hauptsohritt die zu beseitigende Unwucht geortet und wertmässig festgestellt. Hierzu wird generell die Unruh auf einem mechanisch schwingungsfähigen System, z. B. durch ein elektrisches Drehfeld in rasche Rotation versetzt. Ist eine Unwucht vor handen, so erzeugt das Schwingungssystem eine me chanische Grösse, z. B. einen Ausschlag, der durch einen sogenannten Schwingungsaufnehmer in eine . elektrische Gr¯¯e, z. B. eine Wechselspannung umgewandelt wird, deren Amplitude und Phasenlage ein Ma¯ fUr die e Gr¯¯ e und Lage der zu berichtigenden Unwucht bilden.
In diesem Zusammenhang ist es auch bekannt, durch die bei Unwucht auftretende mechanische Grolle ainen Stromkreis zu schliessen, der die Unruh enthÏlt, und dadurch einen Funken- iiberschlag auf die Unruh zu erzeugen, der durch einen Brennfleck auf der Unruh die Lage des Aus wuchtfehlers markiert. Nach diesem ersten Haupt- scihnitt ist es dann erforderlich, die Unruh anzu halten-wobei es auch wiederum bekannt ist, die genannte elektrische Grösse hierzu zu verwenden- und hierauf an der stillstehenden Unruh zwecks Beseitigung der festgestellten Unwucht Material ab zutragen oder auch hinzuzuifügen.
Bei Uhrwedsunccuhen wunde dies ±rayer fast ausschlie¯lich mittels an der Peripherie befindlicher Schräubchen bewerkstelligt, in neuerer Zeit wurde es auch bekannt z. B. durch Bohrer oder Elektroerosion an den entsprechenden Stellen des Rotationskörpers Material zu entfernen.
In n neuester Zeit ist ein Verfahren bekannt ge worden, das auf elektrochemischem Wage der Unruh in einem Elektrolytbad Material. anlagert oder entfernt. Auch bei diesem Verfahren mu¯ die Unruh zur Korrektur stillgesetzt werden und anschliessend mindestens zur Kontrolle nochmals wie f r den ersten Schritt beschrieben, in Drehung versetzt werden.
Es ist verständlich, dass die unter Umständen mehrmalige Wiederholung der beiden erwähnten Sdhritte zur Ermittlung bzw. zur Berichtigung der Uniwucht viel Zeit beanspruchen, so dass das dynamische Auswuchten ! einen nicht unerheblichen Kostenfaktor bei der Produktion von Uhrwerken narstellt.
Die ErNindung bezweckt eine Vereinfachunlg der beschriebenen Verfahren.
Htierzu ist'erEndungsgemäss ein Verfahren'zum dynamischen Auswuchten einer Uhrwerksunruh, bei welcher die auszuwuchtende Unruh zur Rotation gebracht wird und. eine. durch eine e allfÏllige Unwucht während der Rotation auftretende mechanische Grolle in einen. elekt@ischen Impuls umgewandelt wird, der den Ort der zu benichtigenden Unwucht anzeigt, dadurch gekennzeichnet, da¯ dieser Impuls dazu verwendet wi@d, entsprechend seiner Dauer einenLaserstrahl.auszulösen,der'andiesem Ort Material von der Unruh abtrÏgt, wÏhrend diese rotiert.
Gegenstand der Erfindung ist weiter eme Ein- richtung zur Durchfühnung ides obigen Verfahrens, welche, mit einer Vorrichtung, in welcher eine auszuwuchtende Unruh mindestens auf einer Seite ela stisch lagejibar und in Drehung versetzbar ist und mit einer Vorrichtung, um die bei der Drehung der Unruh durch eine Unwucht derselben erzeugten Schwingungen der elastischen Lagerung in die Un- wucht anzeigende, elektrische Impulse umzuwandeln, versehen, odadurch gekennzeichnet ist, da¯ sie Mittel zur Erzeugung eines Laser-Strahles im Bereich der Unruh besitzt, welcher Strahl durch diie genannten Impulse so gesteuert ist,
dass er nach Ma¯gabe der Impuladauer an der bezeichneten Stelle der Unruh wähnend'derDrohungderselbenMateaalabträgt.
Das erfindungsgemässe Verfahren und ein. Aus fühnungsbeispieleinerEinnichtungzur'DurchHjhrung desselben, welche ebenssalls'Gegenstand der vor- liegenden Erfindung ist, soll 7an folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden, deren einzige Figur schematisoh eine Anordnung zum dynamischen Auswuchten einer Uhrwerksunpuh zeigt.
Die. auszuwuohtende Unruh eines Uhrwerkes ist mit 1 bezeichnet. Sie ist mit senkrecht stehender Rotationsachse 12 in einem oberen Lager 2 und einem unb ren Lager 3 frei drehend gelagert. Durch ein n nicht dargestelltes elektrisches Drehfeld kann die Unruh 1 in bekannter Waise nach Massgabe des Drehfeldes in eine rasche Rotation um ihre Achse 12 versetztwerden.DasobereLaiger 2 ist starr, während , das unter Lager 3'am freien Ende einer andernends bei 13 fest eingespannten Blattfeder 4 sitzt, die in der Zoiohnung'in Seitenansicht erscheint und sich m der Verlängerung der Unruhachse 12 erstreckt.
Das untere Lager 3 kann somit in Richtung der Pfeile 14 ausschwingen.
Ist die Unruh 1 mit einer Unwucht behaftet, so wird sie, wenn sie durch das Drehfeld in schnelle Rotation versetzt wird, die untere Lagerung 3 und d die damit verbundene Blattfeder 4 je nach Unwucht in mehr oder weniger grosse Schwingungen m Rich- tung der Pfeile 14 versetzen. Diese von der Unwucht . abhÏngige mechanische Grösse wird einem sogenann- ten Schwingungsaufnehmer 6 zugeleitet, der die Schwingungen der Blattfeder 4 bei 5 abnimmt. Im Schwingungsaufnehmer 6 werden die mechanischen Schwingungen in elektrische Impulse umgewandelt, die den Ort der zu berichtigenden Unwucht anzeigen.
Zwar treten'die Auslenkungen) der Blattfeder natur- gemϯ wie durch die P@eile 14 angedeutet nach bei- den Breitseiten der Blattfeder 4 auf, also sowohl beim Phasenwinkel 0 wie auch beim Phasenwinkel 180 , so dassf der an der Stele des Phasenwinkels 0 ange- ordnete Schwingungsaufnehmer 6 auch den Ausschlag beim Phasenwinkel 180¯ aufnehmen w nde. Durch einen. elektrischen Kunstgriff bann jedoch dieser unerw nschte Impuls mittels einer elektrischen Diode unterdrückt werden. Da diese Ant der Ermittlung und Anzeige von Gr¯¯e und Ort einer allfÏlligen Unwucht seit längerer Zeit bekannt und durchentwickelt ist, braucht hier nicht näher darauf eingegangen zu wenden.
Die vom Schwingungsaufnehmier 6 an den Klem- men 15 abgegebenen Wechselstromimpulse werden idem Eingang eines Modulationsverstärkers 10 zugeleitet, an dessen Ausgang 17. am Laser-Apparat 11 angeschlossen ist. Dieser ist, auf die Stelle des nicht unterdrückten Impulses, also dort, wo die allfällige Unwucht der Unruh 1 voll registriert wird, auf die Unruh gerichtet, d. h. praktischerweise gegenüber idem Schwingungsaufnebmer 6 an der Stelle des Phasenwinkels 180¯.
Dieser Laser-Apparat ist durch die Impulse, welche vom Sobwingungs.aufnehmer 6 abgegeben werden, so gesteuert, dass er entsprechend ihrer Dauer seinen energiereichen Strahl erzeugt, der am Unnuhreifen Material verdampfte, wobei ! am UnruhreifenmehroderwenigergrosseKratergebildet werden. Dabei kann die Ein-Ausschaltung f r den Fachmann ohne Schwierigkeiten so angelegt werden, da¯ sie im Rhyth@us der allfÏlligen Unwucht der Unruh erfolgt und der Laser-Strahl nur gerade an der Stelle der Unruh wirkt, an der sich das jeweil s grösste Unwuchtgewicht befindet. Ist keine Umwucht vorhanden, so tritt auch kein Impuls auf.
Ist eine Unwuchtaufweisende Unruh einmal zwischen die Lager 2 und 3 eingesetzt und in Drehung versetzt, so erfolgt die Auslösung des Laser-Stahles automa- tischundseinFehlenzeigt. an, da¯ der Vorgan des Auswuchtensinderbeschriebenen Weise vöBigauto- matisch beendet ist, und zwar in einer nach Sekunden bemessbaren Zeit und ohne dass zwischendurch die Unruhr angehalten werden müsste.
PATENTANSPR¯CHE
I. Verfahren zum dynamischen Auswuchten einer Uhrwerksunmh,gemässwelchem'dieUmnuhzur Rotaiton gebracht wird und eine durch eine allfÏllige Unwucht wahrend der Rotation auftretende mechani- sche Grole in einenielektrisohemImpulsumgewandelt wird, der den Ort der zu berichtigenden Unwucht anzeigt,dadurchgekennzeichnet,.dassdieserImpuls dazu verwendet wird, entsprechend seiner Dauer einen Laser-Strahl auszul¯sen, der an diesem Ort Material von der Unruh abträgt, wÏhrend diese rotiert.