CH422150A - Gerät zur Überwachung der Spannung an einer Wechselstromleitung - Google Patents
Gerät zur Überwachung der Spannung an einer WechselstromleitungInfo
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Description
Gerät zur Überwachung der Spannung an einer Wechselstromleitung Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Überwa chung der Spannung an einer Wechselstromleitung.
Bei der Überwachung einer Hochspannungs- Übertragungsleitung ist häufig die Verwendung einer die Spannung anzeigenden Einrichtung, die einen Spannungswandler oder einen an die Übertragungs leitung angeschlossenen Kopplungskondensator er hält; angebracht. Derartige Einrichtungen können beispielsweise in unbesetzten Unterstationen einge setzt werden oder zur automatischen Anregung zum Umschalten, zur Spannungsüberwachung während Instandsetzungszeiten bzw. zur Gewinnung einer Be tätigungsspannung für einen Aufzeichnungsoszillo graphen verwendet werden.
Bei diesen Anwendungs fällen wird der Hochspannungs-Übertragungsleitung keine nennenswerte Leistung entzogen, so dass diese Einrichtung keine Belastung für die Übertragungslei- tung bilden.
Es ist bekannt, ein empfindliches Relais zu ver wenden, das mittels eines Kondensators an eine Übertragungsleitung gekoppelt ist, um eine Spannung ohne nennenswerte Leistungsentnahme aus der Übertragungsleitung zu gewinnen. Diese Spannung dient zur Betätigung des Relais, damit dieses eine Anzeige gibt, wenn ihm eine einem bestimmten Pro zentsatz der Leitungsnennspannung, beispielsweise 40 %, entsprechende Spannung zugeführt wird. Ein Absinken der Leitungsspannung bis auf einen niedri geren,
vorbestimmten Prozentsatz ihres Nennwertes, beispielsweise 10 %, lässt sich durch eine entspre- chende Spannung ebenfalls mittels des Relais anzei gen.
Dieses Relais ist üblicherweise parallel zu einem Erdungsschalter sowie zu einer für Schutzzwecke vorgesehenen Spitzenfunkenstrecke geschaltet; das Relais kann ferner parallel zu einer Röhre mit vorbe- stimmter Durchschlagsspannung angeordnet sein, um es vor sehr hohen Spannungsanstiegen, beispielsweise vor hohen Spitzenspannungen infolge von Schaltstös sen, zu schützen.
Grundsätzlich kann ein derartiger bekannter Relaiskreis ein Relais dann erregen, wenn ihm bei spielsweise 40 0/0 der Leitungsnennspannung entspre chende Spannungen zugeführt werden, und das Relais zwecks Anzeige eines Spannungsabfalls dann aberregen, wenn die Leitungsspannung auf angenä- hert 10 % ihres Nennwertes absinkt. Es ist aber in manchen Anwendungsfällen wünschenswert,
eine Einrichtung zu haben, die bei gegebenen Leitungs spannungen mit einer Genauigkeit von weniger als 10 0/0 anspricht und abfällt, und die ein Verhältnis von Abfallen zu Ansprechen von 67 0/a oder höher hat. Dieses Verhältnis und die gewünschte Genau igkeit können nur durch Verwendung einer Gleich stromquelle erhalten werden.
Es ist vorgeschlagen worden, einen Gleichrichter kreis zwischen die Wicklung des Relais und den Koppel-Kondensatorkreis zu schalten, aber die Er fahrung hat gezeigt, dass dann Gegenspannungen mit sehr hohen Spitzenwerten infolge von Schaltstössen auftreten, und es ist unwirtschaftlich, Gleichrichter zu verwenden, die den hohen Spitzenwerten der Gegen spannungen widerstehen können.
Die Erfindung vermeidet diese und andere Nach teile des Standes der Technik. Sie ist dadurch ge kennzeichnet, dass erfindungsgemäss mit der Wech selstromleitung ein Filternetzwerk elektrisch verbun den ist, dass derart bemessen ist, dass es Änderungen der nennfrequenten Komponente der Spannung an der Leitung überträgt, aber höherfrequente Kompo nenten dieser Spannung mindestens teilweise unter- drückt, dass an den Ausgang des Filternetzwerkes gleichrichtende Elemente angeschlossen sind,
und dass die von diesen Elementen abgegebene gleichge richtete Spannung einer Relaiseinrichtung zugeführt ist, die bei einem vorgegebenen Wert der Spannung an der Leitung zwecks Abgabe eines Signals an spricht und bei einer unterhalb dieses Wertes liegen den Spannung zwecks Beendigung der Signalgabe abfällt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung, die schematisch eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Gerätes zeigt, erläutert.
Die Übertragungsleitung 10 für hohe Wechsel spannungen ist mit dem einen Anschluss der Koppel kondensatoranordnung 11 verbunden, deren unterer Anschluss mittels des Leiters 12 mit dem einen An schluss des Abgriffskondensators 13 verbunden ist, während dessen anderer Anschluss mittels des Leiters 14 an Erde 15 gelegt ist.
Wenn auch der Kondensator 11 zwecks Vereinfachung der Zeichnung als einzel ner Kondensator dargestellt ist, kann er verständli cherweise - und das wird üblicherweise der Fall sein - als Anordnung von in Serie geschalteten Konden satoren ausgeführt sein, um auch grössere Spannun gen an der Hochspannungsleitung 10 erfassen zu können, ohne dass ein Durchbruch an der Kondensa- toranordnung erfolgt.
Über die Leiter 12 und 14 sind die Spitzen 16 und 17 einer Funkenstrecke für Schutzzwecke ange schlossen, und ebenfalls über die Leiter 12 und 14 ist der einpolige Erdungsschalter 18 angeschlossen.
Eine Funkenstreckenröhre 19, beispielsweise die im Han del unter der Typenbezeichnung KX-642 bekannte Röhre, ist über die Leiter 12 und 14 an den Abgriffs- kondensator 13 gelegt;
über die Leiter 12 und 14 sind ferner die Induktivität 21, der Leiter 22 und der Kondensator 23 angeschlossen. Induktivität 21 und Kondensator 23 bilden ein frequenzabhängiges und frequenzempfindliches Spannungsteiler- oder Tief- passfilter-Netzwerk. Für eine Leitungsfrequenz von beispielsweise 60 Hz stellt die Induktivität 21 eine sehr kleine Recktanz dar, und der überwiegende Teil der Spannung lieb an dem Kondensator 23,
der bei Nennfrequenz einen sehr hohen Reaktanzwert hat; andererseits besitzt die Induktivität 21 bei hohen Frequenzen, beispielsweise bei Schaltstössen, einen hohen Reaktanzwert, und der grössere Teil des Span nungsabfalls lieb an der Induktivität 21, während nur ein relativ kleiner Teil der Spannung zwischen den Leitern 22 und 14 erscheint.
Der Regelwider stand 25 mit dem veränderbaren Abgriff 26 ist zur Regulierung der Spannung an dem allgemein mit 27 bezeichneten Zweiweggleichrichter vorgesehen, des sen Eingangsklemmen 28 und 29 mit den Leitern 22 und 14 verbunden sind und dessen Ausgangsklem men 31 und 32 mit der Wicklung 33 des allgemein mit 34 bezeichneten Relais in Verbindung stehen.
Wie ersichtlich, besitzt das Relais 34 ein Paar von Kontakten 36 und 37 zwecks Überwachung von Nutzstromkreisen, die Indikationen des Vorhanden- seins einer Leitungsspannung am Leiter 10 zumindest von einem vorgegebenen Prozentsatz der normalen Höhe und ebenfalls Indikationen dann verursachen, wenn das Relais infolge einer fehlerhaften Leitungs spannung abfällt.
Es sei als Beispiel angenommen, dass im Betrieb des in der Figur dargestellten Gerätes der Leitung 10 eine normale, im wesentlichen sinusförmige 60 Hz-Welle zugeführt ist.
Diese Spannung verteilt sich über die Kondensatoren 11 und 13 umgekehrt proportional zu deren Kapazitätswerten, und die an dem Abgriffskondensator 13 stehende Wechselspan nung wird ferner über das frequenzempfindliche Spannungsteilernetzwerk mit der Induktivität 21 und dem Kondensator 23 in von der Frequenz abhängiger Weise aufgeteilt.
Der mit ansteigender Frequenz klei ner werdende, an dem Kondensator 23 stehende Teil der Abgriffsspannung wird im Gleichrichter 27 gleichgerichtet, und der Gleichstromausgang an den Klemmen 31 und 32 ist mit der Wicklung 33 des Relais 34 verbunden.
In der Praxis hat es sich ge zeigt, dass das Relais 34 bei einer vorgegebenen Lei tungsspannung mit einer Genauigkeit von weniger als 10 % ansprechen und abfallen wird, und dass es ein Verhältnis von Abfallen zu Ansprechen von 67 0/0 oder mehr besitzt.
Es hat sich ferner in der Praxis gezeigt, dass der Kreis hinlänglich gegen hochfre- quente Spannungsanstiege geschützt ist, die durch Schaltvorgänge oder andere Einschwingvorgänge er zeugt werden. Beim Testen des Kreises wurde festge stellt, dass sogar bei gerade unterhalb der Durch schlagsspannung des Koppelkondensators liegenden Spannungen die maximale Spannung an dem Gleich richter 27 weniger als 100 Volt beträgt.
Gleichrichter, die eine derartige Spannung aushal ten, sind ohne weiteres zu vertretbaren Preisen er hältlich.
Demgemäss ist eine zur Lösung der obenerwähn ten Aufgaben gut geeignetes Gerät geschaffen wor den, wobei diese Aufgaben in der Schaffung einer empfindlichen und genauen Relaisanordnung für die Gewinnung einer Anzeige des Vorhandenseins einer Spannung an einer Übertragungsleitung sowie in der Erzielung einer Anzeige beim Abfall der Spannung an der Übertragungsleitung auf einen vorbestimmten minimalen Wert oder darunter bestehen.
Zusätzlich zur Regulierung der Amplitude des dem Gleichrichter zugeführten Signals kann die Ein stellung des Wertes des veränderbaren Widerstandes 25 die Filtereigenschaften des Tiefpassfilters ändern, da dieser Widerstand den Teil einer Impedanz des L-C-Spannungsteilers bildet.
Der veränderbare Bürdenwiderstand 25 stellt fer ner ein Mittel zur Kompensation von Variationen der Werte der einzelnen Komponenten innerhalb zulässi ger Toleranzen dar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gerät zur Überwachung der Spannung an einer Wechselstromleitung, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Wechselstromleitung ein Filternetzwerk elek trisch verbunden ist, das derart bemessen ist, dass es Änderungen der nennfrequenten Komponente der Spannung an der Leitung überträgt, aber höherfre- quente Komponenten dieser Spannung mindestens teilweise unterdrückt, dass an den Ausgang des Fil ternetzwerkes gleichrichtende Elemente angeschlos sen sind, und dass die von diesen Elementen abgege bene gleichgerichtete Spannung einer Relaiseinrich tung zugeführt ist,die bei einem vorgegebenen Wert der Spannung an der Leitung zwecks Abgabe eines Signals anspricht und bei einer unterhalb dieses Wer tes liegenden Spannung zwecks Beendigung der Si gnalabgabe abfällt. UNTERANSPRÜCHE 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Filternetzwerk eine in Reihe mit den gleichrichtenden Elementen liegende Induktivität und einen dem Eingang der gleichrichtenden Ele mente parallelgeschalteten Kondensator enthält. 2.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass dem Filternetzwerk ausgangsseitig ein veränderbarer Widerstand zur Änderung der Filterei genschaften parallel geschaltet ist. 3. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Filternetzwerk mit der Wechsel stromleitung durch einen kapazitiven Spannungsteiler verbunden ist. 4. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass dem Filternetzwerk eingangsseitig beim Auftreten einer bestimmten Spannungsamplitude nie, derohmig werdende Schaltungselemente, wie Fun kenstrecken, parallelgeschaltet sind. 5. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Relaiseinrichtung einen Indikator für die Spannung an der Wechselstromleitung betä tigt.
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