CH422191A - Schutzgas-Lichtbogenschweissanlage mit automatischer, regulierbarer Schutzgasnachströmung - Google Patents
Schutzgas-Lichtbogenschweissanlage mit automatischer, regulierbarer SchutzgasnachströmungInfo
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Description
Schutzgas-Lichtbogenschweissanlage mit automatischer, regulierbarer Schutzgas nachströmung Beim Arbeiten mit Lichtbogenschweissbrennern mit Inertgasschutz, insbesondere unter Verwendung einer nicht abschmelzenden, meist aus Wolfram be stehenden Elektrode, ist es erforderlich, die hoch erhitzte Elektrode auch nach Beendigung des je weiligen .Schweissvorgangs noch kurze Zeit vom Schutzgas umströmen zu lassen, und zwar bis sie -so weit .abgekühlt ist, !dass eine Verzunderung durch ,die ,Einwirkung der Umgebungsluft nicht mehr ein treten kann.
Zweckmässig erfolgt diese Nachströmung automatisch in der Weise, dass sie selbsttätig bei Beendigung des Schweissvorganges beginnt und nach einer im voraus festgelegten Zeitdauer ebenso selbst tätig wieder beendet wird.
Zur Durchführung der geschilderten Massnah men sind Einrichtungen ,der verschiedensten Art be kannt. Neben der Verwendung von Zeituhren oder ähnlichen Verzögerungsgliedern hat man schon be sondere Nachströmbehälter vorgesehen, die sich wäh rend des Schweissens .mit Schutzgas ,unter einem ge wissen Druck füllen .und nach Beendigung des Schweissvorganges ihren Inhalt durch eine Düse zum Brenner strömen lassen.
Die gebräuchlichen -Einrichtungen dieser Art sind meist nicht voll befriedigend. Die Anbringung einer Zeituhr ist verhältnismässig aufwendig und :auch störungsanfällig, während beim Einbau von Nach- strömbehältern :keine willkürliche Anpassung der Nachströmzeit :an das jeweilige Erfordernis möglich ist, die Nachströmzeit vielmehr in manchen Fällen zu lang, in anderen wieder zu kurz sein wird.
Gemäss der Erfindung wird eine in jeder Hin- Sicht zuverlässige automatische und regulierbare Schutzgasnachströmung dadurch erreicht, dass in der Schutzgas-Zuführungsleitung zum Brenner hinter einem Regelventil ein membranbetätigtes Absperr- ventil eingeschaltet ist, das durch den Gasdruck in einer hinter dem Reduzierventil von der Hauptleitung abzweigenden und zu dieser parallel verlaufenden Steuerleitung mittels. eines druckabhängigen Organs geschlossen wird, wobei in der Steuerleitung vor der Anschlussstelle zum Druckraum oberhalb der Membrane eine Drossel und hinter (der Anschluss stelle ein handbetätigtes Absperrorgan vorgesehen sind..
Schutzgashaupt- und -nebenleitung vereinigen sich vorzugsweise im Brennerhandgriff, in dein zweckmässig ,auch das handbetätigte Absperrorgan untergebracht ist.
Die in der Schutzgas-Steuerleitung gelegene Dros sel wird zweckmässig, sofern sie fest eingestellt ist, so bemessen, dass die Zeitspanne, innerhalb :derer bei Odem durch das Reduzierventil konstant gehalte nen Gasdruck genügend Gas in den Druckraum ober halb der Membrane des Absperrventils einströmt, um dieses in Schliessstellung zu bringen, der für die Nachströmung :erforderlichen Zeitspanne entspricht. Anderseits kann die in der Schutzgas-Hauptleitung .gelegene, fest eingestellte Drossel so bemessen sein, ,dass bei durch das Reduzierventil konstant :
gehalte nem Gasdruck und bei Offenhaltung des Regelventils sowie des membranbetätigten eine zur Deckung des maximalen Schutzgasbedarfes des Bren ners voll ausreichende Gasmenge zum Brenner strömt.
.Es wind .ein Schutzgas-Lichtbogenschweissbrenner geschaffen, der sich durch einfache und gegen Stö rungen unempfindliche Bau- und Wirkungsweise aus zeichnet. Dabei ist von besonderem Vorteil, wenn 'un Brennergniff nur ein einziges Absperrorgan ange ordnet ist, so @dass der Brenner sehr leicht und kein. gehalten werden kann.
Die übrigen Einrichtungen dagegen befinden sich mit Vorteil entweder unmittel- bar ,an der Gasflasche oder aber in einem gesonder ten Steuergerät, ohne die Bedienungsperson räumlich oder ,gewichtsmässig zu belasten.
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand ,der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungs- form, und zwar zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Schutz- gas-Lichtbogensehweissanlage .im gesamten und Fig. 2 das membranbetätigte Absperrventil allfein in vergrössertem Massstab.
Das :dem mit :einer nicht abschmelzenden Elek trode ausgestatteten Brenner 1 zuzuführende Schutz gas wird der Vorratsflasche 2 entnommen. An dieser ist das übliche Reduzierventil 3, das Aden Gasdruck lauf einer bestimmten Höhe, beispielsweise 4 atü, konstant hält, sowie ein Gasmengenmesser 4 -:an gebracht.
Hinter dem diese Teile tragenden Stutzen teilt sich die Gasleitung in zwei parallele Zweige, und zwar in die Hauptleitung 5 mit dem Regelventil 6 und der fest eingestellten Drossel 7, an die sich ein membranbetätigtes Absperrventil 8 anschliesst, sowie .in, die Steuerleitung 9, in der sich ebenfalls eine in der Regel festeingestellte Drossel 10 befindet. Die beiden ,Leitungen 5 und 9 führen dann,
vor zugsweise in Gestalt von ,zwei flexiblen Schläuchen 5' und 9', zum Brennerhandgriff 11, in dem sie sich - hinter einem in der Steuerleitung 9' .angebrachten handbetätigten Absperrorgan 12 - wieder vereinigen. Das Gas strömt dann in bekannter Weise zum Bren ner 1.
Das in der Hauptgasleitung 5 angeordnete mem branbetätigte Absperrventil 8 wird mittels einer druckabhängigen Membrane 13, :an deren Stelle ,auch ,ein sonstiges hierfür geeignetes Glied, wie beispiels weise ein Druckzylinder mit beweglichem Kolben, treten kann, entgegen der Kraft einer in öffnendem Sinne wirkenden Feder 14 durch Aden in der Steuer leitung 9 herrschenden Gasdruck geschlossen .gehal ten (Fig. 2). Zu diesem Zweck ist der Druckraum 15 oberhalb der Membrane 13 durch eine Leitung 16 mit :der Steuerleitung 9 verbunden.
Die Vor spannung der Offenhaltefeder 14 kann in bekann ter Weise durch eine Regulierschraube 17 verstärkt oder vermindert werden.
Die Wirkungsweise der Einrichtung äst folgende: Während des Schweissvorganges ist das handbetätigte Absperrorgan 12 im Brennerhandgriff 1 offen. Der Gasdruck oberhalb der Membrane 13 ist sehr nie- drig, er entspricht dem geringen, beim Ausströmen des Gases aus dem Brenner entstehenden Druck abfall.
Demzufolge wird auch das membranbetätigte Absperrventil 8 unter der Wirkung des von unten anstehenden Gasdruckes sowie gegebenenfalls der Feder 14 offengehalten, .und das Schutzgas strömt - zum überwiegenden Teil .durch die Hauptleitung 5-5',
zu einem kleineren Teil durch die Steuerleitung 9-9' - .zum Brenner 1, wobei .die Gasmenge durch das Regelventil 6 eingestellt wird. Brei Beendigung der Schweissung schliesst,der Be dienungsmann Idas Absperrorgan 12 in der Steuer- leItung 9-9', wodurch nur noch über die Haupt leitung 5-5' Schutzgas zum Brenner strömt.
Ander seits drückt das unter der Wirkung der Drossel 10 nur verhältnismässig langsam durch den vorderen Teil der Steuerleitung 9 und die Vebindungsleitung 1.6 in den Raum 15 oberhalb der Membrane 13 .des .Absperrventils 8 strömende Gas - entgegen der Wirkung der Feder 14 - die Membrane 13 all mählich auf den Ventilsitz und sperrt so nach eini ger Zeit auch den weiteren Gasstrom über die Haupt leitung 5-5' zum Brenner 1 .ab.
Durch entsprechende Wahl der Vorspannung der Feder 14 sowie durch geeignete Bemessung der Drossel 10 kann der Zeit raum zwischen dem Schliessen des Ventils 12 und dem Abschluss des Ventils 8, die sogenannte Nach- strömzeit, beliebig festgelegt werden.
Dabei ist die Feder 14 jedoch so zu bemessen, dass beim Erreichen ,des vollen, vom Reduzierventil 3 konstant gehalte nen Druckes das membranbetätigte Absperrventil 8 auf jeden Fallgeschlossen ,ist. Der Durchgang der in der Hauptleitung 5 gele genen Drossel 7 wird so gewählt, dass nach öffnen der Ventile 6 und 8 - ebenfalls unter Berücksichti- gung des durch das Reduzierventil 3 konstant gehalte nen Druckes -eine Gasmenge zum Brenner 1 strömt, !die etwas grösser ist ,als die ,
maximal benötigte Gas menge zur Durchführung,der Schweissung. Bei Wiederbeginn der Schweissung ist vom Be- dienungsmann lediglich das Absperrorgan 12 im. Brennerhandgriff 11 zu öffnen. Es strömt dadurch zunächst der Inhalt des oberhalb der Membrane 13 ;des Ventils 8 befindlichen Druckraumes 15 durch die Steuerleitung 9' zum Brenner 1.
Die Membrane 13 wird entlastet, die Feder 14 öffnet, vom unter halb der Membrane herrschenden Gasdruck unter stützt, das Ventil 8, worauf du nomale Gasstrom einsetzt.
Die Erfindung lässt sich sinngemäss in der ver schiedensten Form verwirklichen und ist ,nicht ,auf ,das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann beispielsweise (die Verstellbarkeit der Offen- haltefeader 14 äm membranbetätigten Absperrventil 8 entfallen,
wenn dafür statt der fest eingestellten Drossel 10 in der .Steuerleitung 9 ein regelbares Drosselventil vorgesehen wird, mit dessen Hilfe die durch die Steuerleitung 9 strömende Gasmenge und damit -auch die Nachströmzeit in weiten Grenzen verändert wenden kann.
Auch .ist es möglich, bei entsprechender Wahl,des Gasdruckes sowie bei ent sprechender Bemessung :der Durchmesser von Ventil sitz ,und Membrane die Offenhaltefeder 14 gänzlich wegfallen ,zu lassen. Fürgewisse Betriebszwecke kann es in diesem Fall sogar genügen, wenn ausserdem auch auf die ,
Regelbarkeit der in der Steuerleitung gelegenen Drossel 10 ganz verzichtet wird, so dass ,allein durch Verwendung einer .fest eingestellten Dros sel in der Steuerleitung sowie einer nicht unter Feder- spannung stehenden Membrane eine im wesentlichen konstante Nachströmzeit bewirkt wird.
Schliesslich kann je nach den Erfordernissen des Einzelfalles Idas Betätigungsglied des vorzugsweise nm Brennerhandgriff gelegenen Absperrorgans für die Steuerleitung mit Odem -Betätigungsglied eines elektri schen Schaltorgans gekoppelt sein, das beispielsweise zum ,Ein- und Ausschalten des Schweissstromes oder der Hochfrequenz bzw. zur Auslösung irgendwelcher sonstiger zusätzlicher Schaltvorgänge innerhalb der Schweissanlage dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schutzgas-Lichtbogenschweissanlage mit automa tischer, regulierbarer Schutzgasnachströmung, da durch gekennzeichnet, dass in :der Schutzgas-Zufüh rungsleitung (5) zum Brenner (1) hinter einem Regel ventil (6) ein membranbetätigtes Absperrventil (8) eingeschaltet ist, Idas durch den Gasdruck in einer hinter Odem Reduzierventil (3) von:der Hauptleitung (5) abzweigenden und zu dieser parallel verlaufen- ,den Steuerleitung (9) mittels eines druckabhängigen Organs (13) geschlossen wird., wobei in der Steuer- leitung (9) vor der Anschlussstelle zum Druckraum (15) oberhalb der Membrane (13) eine Drossel (10) und hinter der Anschlussstelle ein handbetätigtes Ab sperrorgan (12) vorgesehen sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Schweissanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schutzgashaupt- und -steuerleitung (5, 9) im Brennerhandgriff (11) wieder vereinigen und auch das handbetätigte Absperrorgan (12) im Handgriff untergebracht ist.2. Schweissanlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Span nung oder Offenhaltefeder (14) des membranbetätig ten Absperrventils (8) durch eine Regulierschraube (17) verstärkt oder verringert und damit die Nach- strörnzeät vergrössert oder verkleinert werden kann. 3.Schweissanlage nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine solche Bemessung der in der Schutzgas-Steuerleitung (9) gelegenen, fest eingestell ten Drossel (10), dass die Zeitspanne innerhalb derer bei dem durch das Reduzierventil (3) konstant ge haltenen Gasdruck genügend Gas in den Druckraum (15) oberhalb der Membrane (13) des Absperrventils (8) einströmt, um dieses in Schliessstellung zu bringen, der für die Nachströmzeit erforderlichen Zeitspanne entspricht. 4.Schweissanlage nach Patentanpruch, gekenn zeichnet durch eine solche Bemessung einer hinter dem Regelventil (6) angeordneten, in der Schutzgas Hauptleitutng (5) gelegenen, fest eingestellten Drossel (7), dass bei durch das Reduzierventil (3) konstant gehaltenem Gasdruck und bei Offenhaltung des Re gelventils (6) sowie des membranbetätigten Absperr ventils (8) eine zur Deckung des maximalen Schutz gasbedarfes am Brenner ausreichende Schutzgasmenge durch die Hauptleitung (5) zum Brenner (1) strömt. 5.Schweissanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied des vor zugsweise im Brennerhandgriff (1) gelegenen Ab sperrorgans (12) mit Odem Betätigungsglied eines zur Auslösung zusätzlicher Schaltvorgänge innerhalb der Schweissanlage dienenden elektrischen Schaltorgans verbunden ist. 6.Schweissanlage nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in ,der Schutzgas-Steuerleitung (9) gelegene Drossel (10) verstellbar ausgebildet ist und die Federspannung im membrangesteuerten Absperrventil (8) konstant ist.7. Schweissanlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die als druckabhängiges Organ wirkende Membrane (13) im membrangesteuerten .Absperrventil (8) :allein unter dem in den beiden ,Druckräumen herrschenden Gasdruck steht.
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Cited By (2)
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| EP0036736A3 (en) * | 1980-03-17 | 1981-12-16 | Valmont Industries Inc. | Control apparatus for reducing the waste of welding gas |
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