CH422234A - Verfahren zur Herstellung von Grauguss - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Grauguss

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Publication number
CH422234A
CH422234A CH6265A CH6265A CH422234A CH 422234 A CH422234 A CH 422234A CH 6265 A CH6265 A CH 6265A CH 6265 A CH6265 A CH 6265A CH 422234 A CH422234 A CH 422234A
Authority
CH
Switzerland
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melt
cast iron
sub
barium
gray cast
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Application number
CH6265A
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English (en)
Inventor
Theo Steine Hans
Wolfgang Dr Simm
Original Assignee
Castolin Soudures Sa
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/24Selection of soldering or welding materials proper
    • B23K35/30Selection of soldering or welding materials proper with the principal constituent melting at less than 1550°C
    • B23K35/3053Fe as the principal constituent
    • B23K35/306Fe as the principal constituent with C as next major constituent, e.g. cast iron

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Grauguss    Zum Schweissen     von    Gusseisen verwendet man  neben artfremdem vor allem auch arteigenes Mate  rial. Besonders bei Grauguss .ist es dabei von grosser  Bedeutung, dass das verwendete Zusatzmaterial von  bester Qualität     äst,    um     einwandfreie,    grau erstarrte  Schweissungen von hoher Festigkeit zu gewährleisten.  



  Üblicherweise werden arteigene Schweissstäbe durch  Giessen hergestellt, wobei bei starken     Durchmessern     hochwertige Qualitäten relativ einfach zu erzielen  sind. Dünne Querschnitte bieten jedoch, und das nicht  nur bei der Herstellung von Schweissstäben, erhebliche  Schwierigkeiten, sowohl was die     Grauerstarrung        als     auch die :einwandfreie Graphitausbildung anbetrifft.  



  Selbst das Impfen mit handelsüblichen sogenann  ten Impfmitteln führt oft nicht zum Erfolg. Unter  Umständen Herreicht man zwar die volle Grauerstar  rung auch bei dünnen Querschnitten, jedoch sind  infolge,der häufig ungünstigen Graphitausbildung die  Festigkeiten meist weit unter dem erzielbaren Maxi  mum, und die mit solchem Schweisszusatzmaterial  ;durchgeführten Schweissungen sind trotz Anwendung  hochwertiger Flussmittel porös.  



  Es wunde nun gefunden, dass Grauguss mit fein  lamellarem Graphit hergestellt worden kann, wenn  die Schmelze an sich bekannter Zusammensetzung  vor dem Abgiessen mit hoch Barium haltigen Impf  mitteln, die mindestens 10 %, vorzugsweise mehr als  25 %, Barium in metallischer Form     enthalten,    be  handelt wird.  



  Besonders bewährt hat sich ein Burium/Silicium  mit 30-70 % Barium, das ,auch geringe     Zusätze     anderer Elemente, wie z. B. Calium, Mangan, Cer,  Zirkonium, Magnesium, enthalten kann.  



  Die besten     Verhältnisse    werden erzielt,     wenn          man    ein     bestimmtes        Schmelzverfahren        einhält.        Nach     .der Erfindung     empfiehlt    es sich, die Schmelze vor  dem Impfen auf 1500-1700  C,     vorzugsweise        rauf       1550-1600  C, für etwa 5-30 Min., vorzugsweise  10-20 Minuten, zu überhitzen. Nach :dem Abstehen  lassen der Schmelze sollte bei     1400,1500     C, vor  zugsweise bis etwa 1450  C, geimpft und nach Mög  lichkeit oberhalb 1350  C vergossen werden.  



  Die Impfmittelmengen können von 0,03-0,5  je nach Gussstück und Zusammensetzung variiert  werden. Meistens werden Mengen von 0,05-0,.3  in Frage kommen; die besten Ergenisse erzielt .man  mit 0,1-0,2 % Barium/Silicium mit 30-70 % Barium.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren hat seich be  sonders bei Gusslegierungen mit 2,0-4,5 %, vorzugs  weise 2,5-4,2 %, Silicium bewährt. Der Kohlenstoff  gehalt sollte dabei zwischen 2,8 und 4,1 % vorzugs  weise zwischen 3,1 und 3,6 %, gehalten werden. Den  günstigsten Effekt hat das erfindungsgemässe Ver  fahren bei einem Sc-Faktor 1,05-1,15 % (Giesserei  taschenkalender).  



  Zusätze von Kupfer, Nickel, Phosphor, Mangan,  Chrom, einzeln oder zu mehreren, bringen gewisse  Vorteile. Auch Zinn, Wolfram, Molybdän, Vanadin  und andere mehr sind in geringen Mengen zulässig.  



  Die besten Ergebnisse erzielt man mit dem erfin  dungsgemässen     Verfahren,    wenn man die Formober  fläche bei Sandguss mit Harz, vorzugsweise Phenol  harz, vorbehandelt (ansprühen) und trocknet. Diese  Formvorbereitung garantiert     nicht    nur beste Ober  flächenbeschaffenheit des Gussstückes, sondern vor  allem auch feinste Graphitausbildung und Oxydar  mut an der Oberfläche. So gegossene Schweisszusatz  werkstoffe zeichnen sich     idurch    hervorragende Fliess  eigenschaften und ein sehr     sauberes        Schmelzbad        paus.     



  Das nachfolgende Beispiel zeigt     dieüberzeugenden     Ergebnissee .des     erfindungsgemässen    Verfahrens:  <I>Beispiel</I>  Eine     Graugussschmelze    mit 3,35 % Kohlenstoff  und 3,7 % Silicium     wind    auf 1550  C     überhitzt,        ben         1450 C mit 1,5,g/kg Barium/Silicium 50/50 geimpft  und bei 1420  C vergossen.

   Die     Sandformen        sind     für 500 mm     lange    Stäbe von 3 mm     Durchmesser          vorgerichtet.        Die        einwandfrei    ausgegossenen Stäbe       besitzen        eine        glatte        porenfreie    Oberfläche und     sind     bis an     Idas    letzte Ende einwandfrei grau.

   Sie     besitzen     eine hohe     Festigkeit    .und     sind    für das     autogene     Schweissen auf Grund des feinst lamellaren Graphits  besonders     gut    geeignet. Die     Schweissstäbe    haben     ein     vorzügliches     Fliessverhalten    und ergeben mit     den    ver  schiedensten Flussmitteln verschweisst immer poren  freies     Schweissgut.     



  Mit der gleichen Schmelze wunden auch 2 mm  starke Ringe gegossen, welche     :ebenfalls    eine     sehr     fein lamellare Graphitstruktur aufwiesen. Damit ist       die        Eignung    des Verfahrens     allgemein.        .für        dünnwan-          dige    Gussstücke nachgewiesen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Grauguss reit fein lamellarem Graphit, dadurch gekennzeichnet, dass .die Schmelze vor dem Abgiessen mit hoch barium- haltigen Impfmitteln, (die mindestens 10 % Blarium in metallischer Form enthalten, behandelt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, :
    dadurch gekennzeichnet, dass die Impfmittel mindestens 25 Barium enthalten. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man mit Barium/Silicium be handelt, das 30-70 % Barium und eventuell geringere Anteile üblicher Beimengungen enthält.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter- anspruch 1 :oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass :die Schmelze vor dem Impfen auf 1500-1700 C, vor zugsweise auf 1550 C-1600 C, überhitzt wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter- ,ansprach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Impfmittel bei Temperaturen in oder Schmelze von 1400-1500 C, vorzugsweise bei 1450 C, hin- zugefügt wird und dass oberhalb 1350 C vergossen wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder Unter anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelze 2,0-4,5 % vorzugsweise 2,5-4,2 %, Sili cium enthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1 oder 2, :dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelze 2,8-4,1 %, vorzugsweise <B>3,1-3,6</B> %, Kohlenstoff enthält. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass .die Schmelze einen SG-Faktor von 1,05-1,15 % be- sitzt. B. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass oder Schmelze Zusätze von ,Kupfer, Nickel, Phosphor, Mangan oder Chrom beigefügt werden. PATENTANSPRUCH II Verwendung :des nach Patentanspruch I herge stellten Graugusses als Schweisszugatzwerkstoff.
    UNTERANSPRUCH 9. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, @dass man Aden Grauguss in Form von Stäben verwendet.
CH6265A 1965-01-05 1965-01-05 Verfahren zur Herstellung von Grauguss CH422234A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0726327A1 (de) * 1994-12-05 1996-08-14 Maschinenfabrik & Eisengiesserei Ed. Mezger AG. Bremsklotzsohle und Verfahren zu deren Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0726327A1 (de) * 1994-12-05 1996-08-14 Maschinenfabrik & Eisengiesserei Ed. Mezger AG. Bremsklotzsohle und Verfahren zu deren Herstellung

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