CH422426A - Verfahren zur Herstellung von flüssigkeitsgekühlten Kolben und nach dem Verfahren hergestellter Kolben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von flüssigkeitsgekühlten Kolben und nach dem Verfahren hergestellter KolbenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von flüssigkeitsgekühlten Kolben und nach dem Verfahren hergestellter Kolben Die immer höhere spezifische Leistung von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Dieselmoto ren für Nutzfahrzeuge, stellt unter anderem auch an die Kolben dieser Motoren immer grössere Anforde rungen bezüglich Festigkeit und thermischer Bela stungsfähigkeit. Man hat deshalb bereits Dieselmo- torkolb,en. mit einer Flüssigkeitskühlung ausgerüstet, wie sie bei stationären Grossmotoren seit langem üblich ist.
Die Anordnung von Hohlräumen für die Kühlflüssigkeit im Kolbenboden bedingt jedoch be sondere Herstellungsverfahren für die Kolben. Es ist bereits bekannt, die Kolben mehrteilig auszubilden, also z. B. im Bereiche des Kolbenbodens einen als Kolbenringträger dienenden Ring durch Auf schrumpfen, Verschrauben oder Schweissen zu befe stigen. In diesem Ring und/oder im Kolben kann dann ein ringförmiger Kühlkanal vorgesehen werden. Diese Lösungen haben jedoch nicht voll befriedigt. Bei der mechanischen Verbindung durch Schrauben und beim Aufschrumpfen besteht die Gefahr, dass sich im Betrieb die Teile wieder lösen.
Auch das Schweissen nach den verschiedenen bekannten Ver fahren, wie Stumpfschweissung, Autogenschweissung, Schutzgasschweissung oder elektrische Lichtbogen- schweissung, hat verschiedene Nachteile. Der Werk stoff wird an der Schweissstelle meist überhitzt, wodurch seine Eigenschaften je nach Legierung in unerwünschter Weise verändert werden. Zudem tre ten beim Schweissen oft Deformationen auf, die auch durch die anschliessende Nachbearbeitung nicht voll ausgeglichen werden können.
Die Erfindung bezweckt, die bei den bisher be kannten Herstellungsverfahren auftretenden Nach teile zu beheben. Sie betrifft ein Verfahren zur Her stellung von Kolben für Brennkraftmaschinen mit einem Hohlraum im Kolbenboden für Flüssigkeits- kühlung, insbesondere Ölkühlung und ist dadurch gekennzeichnet, dass man den Kolbenrohling durch Pressen oder Giessen herstellt, wobei am Kolben schaft in Abstand vom Kolbenboden zwei über den ganzen Umfang verlaufende Absätze vorgesehen werden, an denen sich der Innendurchmesser des Kolbens erweitert,
dass man hierauf auf den dem Kolbenboden näheren ersten Absatz eine abgepasste Zwischenwand auflegt und anschliessend mittels eines Hilfsmatrizenkerns das Material des zweiten Absatzes durch Nachpressen derart verformt, dass es sich als rundum verlaufender Wulst auf die Zwi schenwand legt und diese fixiert, worauf die Fertig bearbeitung des Kolbens durch Bohr- und Dreharbei ten erfolgt.
Die Erfindung betrifft ferner einen nach dem er findungsgemässen Verfahren hergestellten Kolben. Dieser ist dadurch gekennzeichnet, dass er im Ab stand vom Kolbenboden eine einen Flüssigkeitskühl- raum begrenzende, eingepresste Zwischenwand auf weist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele von nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestell ten Kolben, sowie schematisch einige Verfahrens schritte dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Axialschnitt durch einen Kolben, wobei in der rechten Hälfte die Schnittfläche durch das Kolbeiibelzenauge und, in der linken Hälfte senk- recht dazu verläuft,
Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 in schematischer Darstel lung Axialschnitte durch einen Kolbenrohling in ver schiedenen Phasen des Herstellungsverfahrens und Fig. 5 einen Axialschrnitt in zwei zueinander senk- rechten Ebenen einer zweiten Ausführungsform eines Kolbens.
Der in Fig. 1 dargestellte Kolben weist einen ge schlossenen Kühlraum 1 unterhalb des Kolbenbodens 2 auf. Der Raum 1 ist durch eine Zwischenwand 3 begrenzt, die durch vorspringende Wulste 4 befestigt ist. Zwei Bohrungen 6 verbinden den Kühlraum 1 mit den Bohrungen 5 der Kolbenbolzenaugen. Durch diese Bohrungen 5 wird das als Kühlflüssigkeit die nende Schmieröl z. B. über Nuten in den nicht darge stellten Kolbenbolzen zu- und abgeführt.
Die Herstellung eines solchen Kolbens erfolgt gemäss den in den Fig.2-4 dargestellten Verfah- rensschritten. Zuerst wird ein Kolbenrohling gemäss Fig. 2 gepresst oder gegossen. Die ebenfalls vorhan denen Vorsprünge für die Kolbenbolzenaugen sind in den Fig. 2-4 nicht gezeichnet. Am Kolbenschaft sind zwei über den ganzen Umfang verlaufende Absätze 7 und 8 vorgesehen.
Auf den Absatz 7 wird, wie in Fig.3 dargestellt, die Zwischenwand 3 aufgelegt, deren Umriss genau demjenigen des Kolbenschaftes in der Zone zwischen dem ersten und zweiten Absatz 7 bzw. 8 entspricht. Hierauf wird mittels eines Matri- zenkernes das Material des Absatzes 8 kalt oder warm gegen die Zwischenwand 3 gepresst.
Die Zwi schenwand 3 wird nun durch den Wulst 4 festge klemmt, wie dies auch in Fig. 1 dargestellt ist. An- schliessend wird der Kolbenrohling auf übliche Weise fertig bearbeitet, d. h. mit Ringnuten und Bohrungen für den Kolbenbolzen .und die KühlbLu- und abfuhr versehen und Überschliffen.
Die Zwischenwand 3 kann verhältnismässig dünn gehalten werden. Sie soll aus einem Werkstoff herge- stellt sein, der einen ähnlichen Wärmeausdehnungs- koeffizienten aufweist wie das Kolbenmaterial. Es kommt beispielsweise eine Leichtmetall-Legierung auf Aluminium- oder Magnesiumbasis oder auch ein austenitischer Stahl in Frage. Als Kolbenmaterial kommt eine der bekannten Leichtmetall-Legierungen in Frage, z.
B. eine siliciumhaltige Aluminiumlegie- rung oder auch gesintertes Aluminium. Die Haftung zwischen der eingepressten Zwischenwand 3 und dem Kolbenmaterial kann, ähnlich wie beim Al-Fin Ver- bundgussverfahren durch Aufbringen einer dünnen metallischen Zwischenschicht durch Diffusionshaf tung verbessert werden.
Zur Steigerung der Kühlwirkung können der Kol benboden auf der Innenseite und/oder die Zwischen wand mit oberflächenvergrössernden Kühlrippen oder ähnlichen Vorsprüngen versehen werden. Im Zwischenboden 3 kann ein kleines Loch vorgesehen sein, damit beim Einpressvorgang die eingeschlos sene Luft entweichen kann. Vor Fertigstellung des Kolbens muss dann dieses Loch z. B. durch Schweis- sen verschlossen werden.
In Fig.5 ist ein Dieselmotorkolben dargestellt, welcher im Kolbenboden eine herzartige Brennkam mer 9 aufweist. Die Zwischenwand 3, welche einen Kühlraum 1 abgrenzt, ist nach dem bereits beschrie benen Verfahren befestigt. Der Rohling für diesen Kolben wird vorzugsweise gegossen.
Dies ermöglicht die Anordnung von Aussparungen 10 zwischen Kol benboden und Bolzenaugen, sowie die gezeichnete Ausbildung des Brennraumes 10.
Gegebenenfalls könnte aber auch ein Rohling für einen Kolben nach Fig. 5 kalt- oder warmgepresst werden, wobei nachträglich die hinterschnittenen Aussparungen durch Fräsen erzeugt werden müssten. Die Befestigung der Zwischenwand 3 erfolgt jedoch in jedem Fall durch Einpressen mittels eines Matri- zenkerns.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Kolben für Brennkraftmaschinen mit einem Hohlraum im Kol benboden für Flüssigkeitskühlung, insbesondere Ölkühlung, dadurch gekennzeichnet, dass man den Kolbenrohling durch Pressen oder Giessen herstellt, wobei am Kolbenschaft in Abstand vom Kolbenbo den (2) zwei über den ganzen Umfang verlaufende Absätze (7, 8) vorgesehen werden, an denen sich der Innendurchmesser des Kolbens erweitert, dass man hierauf auf den dem Kolbenboden (2) näheren ersten Absatz (7) eine abgepasste Zwischenwand (3)auflegt und anschliessend mittels eines Hilfsmatrizenkerns das Material des zweiten Absatzes (8) durch Nach pressen derart verformt, dass es sich als rundum ver laufender Wulst (4) auf die Zwischenwand legt und diese fixiert, worauf die Fertigbearbeitung des Kol bens durch Bohr- und Dreharbeiten erfolgt.II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Kolben, dadurch gekennzeichnet, dass er im Abstand vom Kolbenboden (2) eine einen Flüssig keitskühlraum (1) begrenzende, eingepresste Zwi schenwand (3) aufweist. UNTERANSPRUCH Kolben nach Patentanspruch II, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Zwischenwand (3) und/oder die Innenseite des Kolbenbodens (2) mit Kühlrippen oder zapfen versehen ist.
Priority Applications (1)
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| CH876165A CH422426A (de) | 1965-06-23 | 1965-06-23 | Verfahren zur Herstellung von flüssigkeitsgekühlten Kolben und nach dem Verfahren hergestellter Kolben |
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| CH422426A true CH422426A (de) | 1966-10-15 |
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ID=4344425
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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1965
- 1965-06-23 CH CH876165A patent/CH422426A/de unknown
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