CH422443A - Vorrichtung zur Steuerung des Momentes einer hydrodynamischen Bremse - Google Patents
Vorrichtung zur Steuerung des Momentes einer hydrodynamischen BremseInfo
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Description
Vorrichtung zur Steuerung des Momentes einer hydrodynamischen Bremse Eine hydrodynamische Bremse mit einem von der abzubremsenden Maschine angetriebenen Schaufel kranz und einem feststehenden Schaufelkranz erzeugt eine mit der Drehzahl nach einer Funktion dritten Grades steigende Bremsleistung. Bauliche Massnah men wie Kreislaufgrösse, Beschaufelung usw. beein flussen die Steilheit der Bremsleistungskurve.
Wird eine Bremse nach einer bei niedrigen Dreh zahlen erwünschten hohen Bremsleistung ausgelegt, so ergeben sich bei höheren Drehzahlen unerwünscht überaus hohe Bremsleistungen.
Um diese zu vermeiden und überhaupt verschie dene Bremsleistungen einstellen zu können, ist es be kannt, in Bremsen mit Kernführungsriegen durch einen axial in den Kreislauf einschiebbaren Ring schieber zur Veränderung des Querschnittes des Kreislaufs zwischen Kernfühmuqgsring und Kreislauf aussenwand den Flüssigkeitsumlauf im Kreislauf zu drosseln.
Ausser dem Nachteil, dass Schaufelräder mit Kernführungsriegen in der Herstellung aufwendig und teuer sind, ergibt die Abschnürung der Kreislauf strömung durch den Ringschieber besonders beim Einstellen kleinerer Bremsleistungen bei höheren Drehzahlen eine ungeordnete Strömung mit Wirbel bildungen im Kreislauf, die Streuungen in der Brems leistung zur Folge haben.
Durch die Erfindlugg wird nun eine Leistungs- steuerung für eine hydrodynamische Bremse geschaf fen, die es ermöglicht, bei allen Drehzahlen jede ge wünschte Bremsleistung stabil einzustellen und die Nachteile der bekannten Bremssteuerungen zu ver meiden.
Erreicht wird dies bei einer Vorrichtung zur Steuerung des Momentes einer hydrodynamischen Bremse mit mindestens einem feststehenden und einem abzubremsenden Schaufelkranz ohne Kern- führungsringe in den beiden Schaufelkränzen durch Änderung des Profils der Kreislaufkammer durch eine in den feststehenden Schaufelkranz einschieb bare Ringwand und durch die Ausbildung der Ring wand als Schälvorrichtung zur Entnahme von Flüs sigkeit aus dem Kreislauf.
Durch Änderung des Profils der Kreislaufkammer wird die Form, und Grösse der Kreislaufströmung und ;damit die umlaufende Flüssigkeitsmenge unter Aufrechterhaltung einer geordneten Strömung geän dert. Da in den Schaufelkränzen keine Kernfüh rungsriege angeordnet sind und somit eine vollstän dige Unterbrechung der Kreislaufströmung nicht möglich ist, wird zur Einstellung kleinerer Leistungen bei hohen Drehzahlen Flüssigkeit aus dem Kreislauf entnommen.
Zur Flüssigkeitsentnahme ist die Ring- ,wand erfindungsgemäss als Schälvorrichtung .ausge bildet.
Eine besonders einfache Ausbildung einer fein fühligen Steuerung kann man dadurch erhalten, dass die Ringwand in voll eingeschobenem Zustand bis zum Spalt zwischen den beiden Schaufelkränzen reicht und dass der äussere Durchmesser der etwa zylindrischen Ringwand kleiner ist als der neutrale Kern der Kreislaufströmung.
Zur genauen Steuerung der Teilfüllung für kleine Leistungen kann in der Entnahmeleitung hinter der Schälvorrichtung eine stellbare Drosselvorrichtung angeordnet sein.
Weitere Einzelheiten gehen aus der nachfolgen den Beschreibung und Zeichnung hervor.
Fig. 1 bzw. 2 zeigt die obere bzw. die untere Hälfte einer einfachen hydrodynamischen Bremse mit ausgerückter bzw. mit eingerückter Ringwand im Längsmittelschnitt, je in der Endstellung der Ring wand, Fig. 3 die Abwicklung eines Teiles des Aussen mantels der Ringwand miit siebartig verteilten Öffnun gen in grösserem Massstab,
und Fig. 4 die Abwicklung eines Teiles des Aussen mantels einer Ringwand nach dem zweiten Ausfüh rungsbeispiel, ebenfalls in grösserem Massstab.
Die hydrodynamische Bremse nach Fig. 1 und 2 besteht aus einem Schaufelkranz 11 mit Schaufeln 12 und aus einem Schaufelkranz 13 mit Schaufeln 14 und 15. Die Schaufeln 14 und 15 können in beliebi ger Richtung angeordnet sein.
Der Schaufelkranz 11 sitzt auf einer Bremswelle 16, die von der abzubrem senden Welle einer Maschine, eines Fahrzeugs oder dgl. angetrieben wird. Die Bremsrolle 16 isst in einem Bremsengehäuse 17 in den Lagern 18 und 19 gelagert und mit einer Dichtung 20 gegen das Brem- sengehäuse 17 abgedichtet. Der Schaufelkranz 13 ist fest mit dem Bremsengehäuse 17 verbunden.
Im Bremsengehäuse 17 ist ein Ringraum 21 zum Füllen der Bremse mit Bremsflüssigkeit angeordnet, die durch eine Leitung 22 zugeführt wird und durch mehrere ;gleichmässig über ,den Umfang verteilte Füll- leitungen 23 zum Kern des Bremskreislaufs fliesst.
Eine Ringwand 24, der in den feststehenden Schaufelkranz 13 in einen freien Raum 25 zwischen den Schaufeln 14 und 15 schiebbar ist, dient nicht nur zur Änderung des Profils der Kreislaufkammer, sondern auch zum Verändern der Kreislauffüllung. Zu diesem Zweck ist die Ringwand 24 als Hohlkör per mit etwa zylindrischem Aussenmantel 26 ausge bildet. Durch Öffnungen 27 im Aussenmantel 26 wird Bremsflüssigkeit dem Bremskreislauf entnom men und gelangt in den Hohlraum 28 der Ringwand 24.
Die Entnahmeöffnungen 27 sind, wie in Fig. 3 gezeigt, über den ganzen Umfang des Aussenmantels 26 siebartig verteilt.
Die Ringwand 24 ist mit einem zylindrischen In nenteil 29 auf einem rohrförmigen Lagerkörper 30 im Gehäuse 17 axial schiebbar. Der Hohlraum 28 ist durch eine teleskopartige Rohrverbindung 31/32 mit einer Entnahmeleitung 33 verbunden. In die Entnah meleitung 33 ist eine stellbare Drossel 34 zur Ent nahmesteuerung eingebaut.
Eine im Gehäuse 17 gelagerte Welle 35 trägt eine Gabel 36, deren Enden 37 in Führungsbahnen 38 im Innenteil 29 greifen. Durch Schwenken der Welle 35 mit einem Hebel 39, der ausserhalb des Gehäuses 17 auf der Welle 35 angebracht ist, kann die Ringwand 24 gestellt werden.
Zum Bremsen wird der Bremskreislauf von einer nicht dargestellten Füllpumpe idurch Leitung 22, Ring raum 21 :und' Leitungen 23 ,mit Bremisflüssigkeit ge füllt. Lediglich durch Verschieben der Ringwand 24 in dem Schaufelkranz 13 wird der Kreislauf beein- flusst und damit die Leistung in einem bestimmten Bereich gesteuert.
Vor allem wird die bei voll gefüll tem Kreislauf mit steigender Drehzahl sehr schnell wachsende Bremsleistung mit der Ringwand 24 über einen weiten Drehzahlbereich in erwünschten Gren zen gehalten. Zur weiteren Steuerung der Bremse, besonders zur Erzielung kleinerer Leistungen bei mittleren und höheren Drehzahlen, wird zusätzlich die Füllung des Bremskreislaufs verändert. Da durch das Verschieben der Ringwand die Bremsleistung bei hohen Drehzahlen weit herabgesetzt werden kann, ergibt eine kleine Füllungsänderung auch nur eine kleine Änderung der Bremsleistung. Damit wird z. B.
bei gleichbleibender Flüssigkeitszufuhr mit der steh baren Drossel 34 in der Entnahmeleitung 33 eine ge naue Steuerung der Bremse erreicht. Es kann also jede beliebige Bremsleistung bei jeder Betriebsdreh zahl eingestellt werden.
Erfindungsgemäss übernimmt die Änderung der Kreislauffüllung ebenfalls die Ringwand 24. Am zylindrischen Aussenmantel 26, der in den Kreislauf tauchenden Ringwand 24 entsteht ein Stau, der Flüs sigkeit durch die Entnahmeöffnungen in den Hohl raum 28 der Ringwand 24 drückt. Vom Hohlraum 28 gelangt die entnommene Bremsflüssigkeit über die Rohrverbindung 31/32 in die Entnahmeleitung 33. Durch die stellbare Drossel 34 wird die Entnahme menge und damit die Kreislauffüllung gesteuert.
Eine solche feinfühlige Steuerungsmöglichkeit ist vorzüglich geeignet für eine Fahrzeugbremse, beson ders in Schienentriebfahrzeugen, für die konstante Bremsleistungen über einen weiten Geschwindig keitsbereich gefordert werden. Dabei kann die Bremsleistung bis zu etwa g/4 der Höchstgeschwin digkeit bei voller Füllung allein durch Verschieben der Ringwand und darüberhinaus bis zur Höchstge schwindigkeit mit der Füllungsänderung durch Ent nahme konstant gehalten werden.
Im Schienentrieb fahrzeug wird die Bremse zweckmässig mit dem Wechselgetriebe zusammengebaut und die Brems welle mit der Getriebehauptwelle gekuppelt. Man hat dabei den Vorteil, dass schon bei geringen Geschwin digkeiten durch die zugehörige Getriebeübersetzung die erwünschte Bremsleistung erzielt werden kann.
Ausserdem kann die Bremse zum Drehzahlan- gleichen beim Schaltvorgang im Wechselgetriebe herangezogen werden. Bei besonderen Anforderun gen beispielsweise an die Höhe und den Kurvenver lauf der Bremsleistung und deren Steuermöglichkei ten können auch zwei oder mehrere Föttinger-Kupp- lungen mit gleicher oder verschiedener Grösse zu sammengebaut werden, deren Bremskreisläufe gleichzeitig oder nacheinander eingeschaltet und ge steuert werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Steuerung des Momentes einer hydrodynamischen Bremse für Kraftfahrzeuge, insbe- sondere Schienentriebfahrzeuge, mit mindestens einem feststehenden und einem abzubremsenden Schaufelkranz ohne Kernführungsringe in den beiden Schaufelkränzen, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil der Kreislaufkammer durch eine in den festste henden.Schaufelkranz (13) einschiebbare Ringwand (24) geändert wird und dass die Ringwand (24) als Schälvorrichtung zur Entnahme von Flüssigkeit aus dem Kreislauf ausgebildet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringwand (24) in voll ein geschobenem Zustand bis zum Spalt zwischen den beiden Schaufelkränzen (11; 13) reicht.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Durchmesser der etwa zylindrischen Ringwand (24) kleiner ist als der Durchmesser des neutralen Kerns der Kreislaufströ mung. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch oder Unter anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine stell bare Drosselvorrichtung (34) in der Entnahmeleitung (33) hinter der Schälvorrichtung. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch oder Unter anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringwand (24) hohl ausgebildet ist und am äusseren Mantel (26) Entnahuneöffnungen (27; 40) hat.
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