CH422839A - Verfahren zum Bedrucken von Zeitschriftenpapier nach dem Rotationstiefdruckverfahren - Google Patents

Verfahren zum Bedrucken von Zeitschriftenpapier nach dem Rotationstiefdruckverfahren

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CH422839A
CH422839A CH71863A CH71863A CH422839A CH 422839 A CH422839 A CH 422839A CH 71863 A CH71863 A CH 71863A CH 71863 A CH71863 A CH 71863A CH 422839 A CH422839 A CH 422839A
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vinyl
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Schmid Joseph
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Description


  Verfahren zum Bedrucken von Zeitschriftenpapier nach dem       Rotationstiefdruckverfahren       Das     Rotationstiefdruckverfahren    hat für den  Druck von Zeitschriften eine sehr grosse Bedeutung       erlangt,    da es erlaubt, in kurzer Zeit grosse     Auflagen     von guter Qualität im Ein- oder     Mehrfarbendruck     zu liefern. Mit den bisher üblichen     Drucktinten    sind       Druckgeschwindigkeiten    bis zu etwa 250 m pro Min.  zu bewältigen.

   Bei höheren Druckgeschwindigkeiten  können jedoch Schwierigkeiten auftreten,     indem    dann  die Druckfarben an den     Mitläuferwalzen    ansetzen,  was zu     Verschmierungen    führt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man die Druck  geschwindigkeit ohne     Nachteil        bedeutend    erhöhen  kann, wenn man     Druckfarben    verwendet, welche ein  Pigment mit einer durchschnittlichen Teilchengrösse  von höchstens 1     ,u,    ein     Vinylchlorid-Copolymerisat,     ein     Ketonharz    und ein organisches Lösungsmittel ent  halten.  



  Die verfahrensgemäss zu verwendenden Pigmente  haben eine     durchschnittliche        Teilchengrösse    von höch  stens 1     u,    vorzugsweise von höchstens     0,5,u,    und sind  zweckmässig im     V%nylchlorid-Copolymerisat        disper-          giert.    Solche Dispersionen werden     vorteilhaft    nach  dem in der französischen Patentschrift Nr.<B>1079</B> 477       (Case    2997) beschriebenen Verfahren durch Kneten  des Pigmentes im     Vinylchlorid-Copolymerisat    in Ge  genwart von     Mahlhilfskörpern,    insbesondere wasser  löslichen Salzen, hergestellt.

    



  Als     Vinylchlorid-Copolymerisat        verwendet    man  vorzugsweise ein     Vinylchlord-Vinylester-Copoiymeri-          sat,    beispielsweise ein     Vinylchlorid    -     Vinylbutyrat,          Vinylchlorid-Vinylpropionat    und insbesondere ein       Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymerisat,

          welches    vor  zugsweise zu     mindestens    80 % aus     Vinylchlorid    und  zu 15 % aus     Vinylacetat    und     gegebenenfalls    noch in  untergeordneter Menge aus anderen     Vinylverbindun-          gen    besteht.

      Als     Ketonharze    verwendet man vorzugsweise die  durch Selbstkondensation     eines        cycloaliphatischen          Ketons,    beispielsweise     Cyclopentanon    oder insbeson  dere     Cyclohexanon    oder     a-Methylcyclohexanon    er  haltenen Kondensationsprodukte. Man verwendet       zweckmässig    ungefähr gleiche     Gewichtsteile        Vinyl-          Copolymerisat    wie     Ketonharz    und etwa 0,3 bis 1,2       Teile    Pigment auf 1 Teil des Harzgemisches.

      Das Lösungsmittel soll ein gutes Lösungsvermö  gen für beide Harze aufweisen. Man wählt zweck  mässig ein Gemisch eines     aliphatischen        Ketons,    ins  besondere     Methyläthylketon,    und eines aromatischen  Kohlenwasserstoffes,

   beispielsweise     Xylol    und ins  besondere     Toluol.    Man verwendet vorzugsweise  gleiche     Volumteile    der beiden     Lösungsmittelkompo-          nenten.    Unter Umständen kann sich ein 20- bis  30 %     iger        überschuss    der einen     Lösungsmittelkompo-          nente    als vorteilhaft erweisen.

   Das     Mengenverhältnis     zwischen Harzgemisch und     Lösungsmittel    wird durch  2 Erfordernisse bestimmt: Einerseits muss genügend  Lösungsmittel vorhanden sein, damit das Harz     gelöst     bleibt, und anderseits muss es innerhalb solcher Gren  zen liegen, dass die Viskosität der Druckfarbe den für  die Durchführung des     Druckverfahrens    erforderlichen  Wert aufweist. In der Regel werden mit einem Men  genverhältnis von Harz: Lösungsmittel, das zwischen  1 : 6 und 1 : 10 liegt, gute Resultate erhalten.    Die Durchführung der Drucke erfolgt auf den  gebräuchlichen Tiefdruckrotationsmaschinen.

   Dazu  ist noch zu bemerken,     -dass    die meisten der bisher im  Gebrauch stehenden Druckmaschinen, selbst wenn  sie an der oberen Grenze ihrer Kapazität beansprucht  werden, gar nicht in der Lage sind, die Vorteile des  erfindungsgemässen Verfahrens voll auszunützen, da       dieses    bedeutend höhere Druckgeschwindigkeiten er-           laubt,        als    dies mit den bisher gebräuchlichen Maschi  nen     möglich    ist.  



  Die verfahrensgemäss erhältlichen Drucke zeich  nen sich durch hohe     Brillanz    und auffallend     gute        Tri-          chromiewirkung    aus. Im     weiteren    ist die gute Reib-         echtheit,    Haft-     und        Knickfestigkeit    der erhaltenen  Drucke zu erwähnen.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile       Gewichtsteile.       <I>Beispiel</I>    Auf einer     8-Farben-Tiefdruck-Rotationsmaschine          mit    einem     Druckgeschwindigkeitsbereich    von 240 bis  300     m/Min.    wird beidseitig     satiniertes        Cellulosepapier     von 90     g/m2    nach dem     Vierfarbendruckverfahren            nacheinander    mit     einer        gelben,    roten, blauen und  schwarzen     Druckfarbe    bedruckt. Die Druckfarben  wurden wie folgt erhalten:    <I>1.

   Gelb:</I>  4     Teile    einer Dispersion, bestehend zu 50 % aus dem     Disazofarbstoff    der Formel  
EMI0002.0027     
    dessen durchschnittliche Teilchengrösse zwischen 0,1  bis     0,5,u    liegt, und zu 50 % aus einem     Copolymerisat     aus 85 %     Vinylchlorid    und 15 %     Vinylacetat,    werden  mit weiteren 5 Teilen des genannten     Copolymerisats     und 5 Teilen des durch Selbstkondensation von     Cyclo-          hexanon    erhaltenen Harzes, das unter dem Handels-         namen        AFS    (Bayer)     erhältlich    ist,

   und einer Mischung  aus 43     Teilen        Methyläthylketon    und 43 Teilen     Toluol     im     Schnellrührer    vermischt.  



  Die Auslaufzeit der Druckfarbe aus dem Ford  becher Nr. 4 beträgt 14 Sek.    <I>2. Rot:</I>  8 Teile einer Dispersion, bestehend zu 40 % aus dem Farbstoff der Formel  
EMI0002.0042     
    und zu 60 % eines     Copolymerisats    aus 85 %     Vinyl-          chlorid    und 15 %     Vinyl'acetat    sowie 2 Teile     einer    Dis       spersion,    bestehend zu 45 % aus dem Farbstoff der       Formel     
EMI0002.0050     
    und zu 55 % aus dem gleichen     Copolymerisat    (wobei  die     durchschnittliche    Teilchengrösse der Pigmente zwi  schen 0,1 bis 0,5     ,u        liegt)

      werden mit weiteren 5     TeiL          len    des     genannten        Copolymerisats    und 5 Teilen des  durch     Selbstkondensation    von     Cyclohexanon    erhal  tenen Harzes, das unter dem Handelsnamen Kunst-         harz        AFS        (Bayer)        erhältlich    ist, und mit einer Mi  schung aus 40 Teilen     Methyläthylketon    und 40 Tei  len     Toluol        im        Schnellrührer    vermischt.  



  Die Auslaufzeit der Druckfarbe aus dem Ford  becher Nr. 4 beträgt 51 Sek.  



  <I>3. Blau:</I>  6     Teile        einer    Dispersion, bestehend zu<B>50%</B> aus       ss-Kupferphthalocyanin,    dessen     durchschnittliche    Teil  chengrösse zwischen 0,1 und 0,5     ,u    liegt, und zu 50  aus einem     Copolymerisat,    das zu 85 % aus     Vinylchlo-          rid    und zu 15 % aus     Vinylacetat        besteht,

      werden mit  weiteren 5 Teilen des genannten     Copolymerisats        und     5 Teilen des     durch    Selbstkondensation von     Cyclo-          hexanon    erhaltenen Harzes, das unter dem Handels  namen Kunstharz     AFS        (Bayer)        erhältlich        ist,

      und  mit     einer    Mischung aus 42 Teilen     Methydäthylketon     und 42     Teilen        Toluol    im     Schnellrührer        vermischt.         Die Auslaufzeit der Druckfarbe aus dem Ford  becher Nr. 4 beträgt 14 Sek.  



  <I>4. Schwarz:</I>  11 Teile einer Dispersion, bestehend zu 50 % aus  Russ, dessen     durchschnittliche    Teilchengrösse zwi  schen 0,1 bis 0,5     ,u    liegt, und zu 50 % aus einem     Co-          polymerisa't,    welches zu 85 % aus     Vinylchl'orid    und zu  <B>15%</B> aus     Vinylacetat    besteht, werden mit weiteren  5 Teilen des genannten     Copolymerisats    und 5     Teilen     des durch Selbstkondensation von     Cyclohexanon    er  haltenen Harzes, das     unter    dem Handelsnamen Kunst  harz     AFS        (Bayer)

          erhältlich    ist, und mit einer Mi  schung aus 39 Teilen     Methyläthylketon    und 39     Teilen          Toluol    im     Schnellrührer        vermi'sc'ht.     



  Die Auslaufzeit der Druckfarbe aus dem     Förd-          becher    Nr. 4     beträgt    36 Sek.  



  Die Druckfarben Rot, Blau     und    Schwarz konnten       noch    mit 20 bis 30 Teilen     Toluol    verdünnt werden,  während das Gelb mit etwa 5 Teilen eines     Verdik-          kungsmittels    folgender Zusammensetzung versetzt  wurde:  25 %     Vinylchlorid-Vinylaceta't-Copolymerisat    85 : 15,  15 %     Polykondensationsharz    aus     Cyclohexanon,     35 %     Methyläthylketon,     25 %     Toluol.     



  Die erhaltenen Drucke zeichnen sich     durch    hohe  Brillanz, gute     Trichromiewirkung,    ausgezeichnete  Reibechtheit, Haft- und Knickfestigkeit aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Bedrucken von Zeitschriftenpapier nach dem Rotations-Tiefdruckverfahren, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Druckfarben verwendet, welche ein Pigment mit einer durchschnittlichen Teil chengrösse von höchstens 1 ,u, ein Vinylchlorid- Copolymerisat, ein Ketanharz sowie ein organisches Lösungsmittel enthalten. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Pigmente mit einer Teil chengrösse von unter 0,5 ,u verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da:ss man als Vinylchlorid-Copoly- merisat ein Vinylchlorid - Vinylacetat - Copolymerisat verwendet, das zu mindestens<B>80%</B> aus Vinylchlorid besteht. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ketonharz das Selbst- kondensationsproduk't von Cyclohexanon verwendet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als organisches Lösungs mittel ein Gemisch eines aliphatischen Ketons und eines aromatischen Kohlenwasserstoffes verwendet. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch, enthaltend ungefähr gleiche Teile Methyläthylketon und Toluol, verwendet. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Vinylcopoly- merisat zu Ketonharz ungefähr 1 : 1 beträgt. PATENTANSPRUCH 1I Das gemäss Patentanspruch I erhaltene bedruckte Zeitschriftenpapier.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2442877A1 (fr) * 1978-11-27 1980-06-27 Sir Soc Italiana Resine Spa Composition et procede de revetement pour pellicules d'emballage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2442877A1 (fr) * 1978-11-27 1980-06-27 Sir Soc Italiana Resine Spa Composition et procede de revetement pour pellicules d'emballage

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