CH422840A - Verfahren zur Herstellung von Farben zum Druck von Estampen im Durchdruck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farben zum Druck von Estampen im Durchdruck

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CH422840A
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CH
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antiseptic
solvent
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CH588264A
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Iwanowitsch Koreschkow Boris
Nikdandrowitsch Mironowi Peter
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Chudoshestwennij Fond Udssr
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D11/00Inks
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Farben zum     Druck    von     Estampen     im     Durchdruck       In neuerer     Zeit    wird in der praktischen Arbeit der       Malergraphiker    an     Estampen    weitgehend das     Durch-          druckverfahren    angewendet.

   Diesem Verfahren liegt  das weit     bekannte        Siebdruckverfahren    zugrunde, das  in der Textilindustrie, im graphischen Gewerbe sowie  auf anderen- Gebieten     angewendet    wird und     darin     besteht, dass die Druckfarbe auf den     Druckträger     durch eine Druckform hindurchgequetscht wird.  



  Man verwendet beim     Durchdruck    auf Papier und  Karton     gewöhnlich    Malerfarben oder     lithographische          Offsetfarben.    Jedoch weisen alle diese Farben im       Durchdruck    eine     Reihe    von Mängeln auf.  



  Die Malerölfarben     zeichnen        sich    durch eine hohe  Deckfähigkeit aus: infolgedessen ist es nicht möglich,  bei     übereinanderlagerung    von Farben eine lasierende  Wirkung zu erzielen     und        Komplement'ärfarben    zu  erhalten.  



  Bei ausreichenden     Farbschichtdicken    tritt bei den  lithographischen     Offsetfarben    eine starke Farbton  veränderung (es ergibt sich dabei eine gelbliche Fär  bung) ein, auch haben diese Farben eine zu lange  Trockenzeit (2 bis 3 Tage     und    mehr).  



  Die     lithographischen        Offsetfarben    sind nicht licht  beständig, sie     verblassen,        wodurch    ihre Qualität und  der     Estampewert    vermindert werden.  



  Ausserdem können die     Malerölfarben    und die       lithographischen        Offsetfarben    bei bestimmten     Farb-          schichtdicken    Ölaureolen auf dem     Druckpapier    und  einen für sie spezifischen Glanz     ergeben,    der für eine  visuelle     Wahrnehmung    störend ist.  



  Um die     genannten    Mängel zu beseitigen, wird ein       Verfahren    zur     Herstellung    von Druckfarben durch  Mischung der     Guasch    mit einer speziell dazu zu  bereiteten     Wassereindicke    vorgeschlagen, welche     beim          Kochen    von     Mehlkleister,    Leinöl,     Glyzerin,    Lösungs  mittel und Antiseptikum erhalten wird.

      Die     vorliegenden        Guaschdruckfarben    bieten ge  genüber den     Malerölfarben    und den     lithographischen          Offsetfarben    eine Reihe bedeutender     Vorteile.     



  Die     Verwendung        der        Guaschwasserfarben    gewähr  leistet eine beinahe sofortige Trocknung (5 bis 10  Min.), wodurch die     Trockenvorrichtungen    und der  lästige Geruch entfallen. Die     Guaschdruckfarben    sind  lichtbeständig;     dank    den der     Guasch    eigenen Eigen  schaften gestatten sie, mattierte     samt-        und        pastelartige     Überzüge zu erhalten.  



  Die Herstellung von     Druckfarben    auf einer Was  sereindicke gibt die     Möglichkeit,        sowohl        deckende    als  auch halbtransparente und     transparentlasierende     Überzüge     sowie    ein breites Gamma von     Komplemen-          tärfarben    und Zwischentönen durch     Übereinander-          legung        der    Farben bei einer     minimalen        Anzahl    von  Druckformen zu erzielen, was gestattet, Lakonismus,

    Sattheit und     Ausdruckskraft    der     Estampe    zu erreichen  und eine neue     Estampeart,    die      Guasch-Estampe     zu  erhalten.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wird     die          Guaschdruckfarbe    auf     folgende    Weise hergestellt:       Man    kocht die     Eindicke        nach    folgendem Rezept:

    feingemahlenes     Weizenmehl        10-15%     Wasser     70-80%     Leinöl<B>1-3</B> %  Glyzerin<B><I>5-8</I></B> %  Lösungsmittel 1-2 %       Antiseptikum   <B>0,2-0,3%</B>  Als Lösungsmittel sind Petroleum oder Lackben  zin zu verwenden, während als     Antiseptikum        Carbol-          sä        ure    oder     Salicylsäure    verwendet werden können.  



  In die     nach    dem Rezept gemessene Mehlmenge  wird     1/    Kaltwasser von der     gesamten        vorgeschriebe-          nen    Wassermenge unter Umrühren nach und     nach     zugegeben. Die gewonnene homogene Masse wird           dann    unter     fortlaufendem        Umrühren    in einem dünnen  Strahl in das kochende Wasser ausgegossen.

   In die  erhaltene Masse wird die nach dem Rezept vorge  schriebene Menge von     Leinöl    und     Antiseptikum        gleich-          falls    unter     Umrühren        hinzugegeben.    Nach Zugabe  dieser Komponenten soll die ganze Masse noch 10  bis 15     Minuten;        gekocht        werden.     



  Danach muss die     ganze    nach dem     Rezept        vorge-          schriebene    Menge von Glyzerin und Lösungsmittel hin  zugegeben     werden.    Nach Umrühren wird die ganze  Masse durch     ein    Feinsieb filtriert und     anschliessend     gekühlt.  



  Die     erhaltene    Eindicke wird     nun,    mit der     Guasch     der     gewünschten    Farbe     (oder        einer        Farbenmischung)     gemischt, wobei so viel     Guasch    genommen     wird,    wie  es gerade zur     Herstellung    der     Druckfarbe    mit ge  wünschter Sattheit und     Deckfähigkeit    - jedoch nicht  über 75 % von der     Gesamtmenge    der Druckfarbe   notwendig ist.  



  Falls sich die nach der     beschriebenen        Methode     hergestellte     Druckfarbe    nur     schwer    durch die Druck  form     hindurchquetschen    lässt, was von     dem    zur       Guaschherstellung        verwendeten        Pigmenten    abhängt,  setzt man noch etwas Glyzerin     über    die nach dem  Rezept     vorgeschriebene    Menge, z. B. 40-50 g je 1 kg  Druckfarbe, hinzu.  



  Um     pastellartige        Wirkung    zu     erzielen,    ist das       Guaschzinkweiss        hinzuzusetzen.     



  Nach Beendigung des Drucks mit den     Guasch-          druckfarben    werden die     Druckformen    mit     Kaltwasser     abgewaschen.  



       Beispiel          Man        schüttet    in ein Gefäss 150 g fein     gemahlenes     Weizenmehl und giesst unter     Umrühren    250 g Kalt  wasser ein.

       Die        erhaltene    Mischung wird in     einen          dünnen        Strahl    in ein     anderes        Gefäss        umgegossen,

      in  dem 750 g Wasser     sieden.        Unter    stetem Umrühren       setzt    man     dann    25 g Leinöl und 5 g     Salicylsäure    hinzu  und kocht noch 10-15     Minuten        weiter.    Der     erhaltenen     Masse setzt     man    100 g Glyzerin und 20 g     Lackbenzin     zu; dann wird das     Ganze        umgerührt,    durch     ein    Fein  sieb filtriert und     anschliessend        gekühlt.     



  Die erhaltene     Eindicke    wird mit der     Guasch    der       gewünschten    Farbe (oder einer     Farbenmischung)    ge-    mischt, wobei soviel     Guasch        genommen    wird, wie es  gerade zur Herstellung der     Druckfarbe    mit ge  wünschter Sattheit und Deckfähigkeit - jedoch     nicht     über 75% der Gesamtmenge     der    Druckfarbe - not  wendig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Farben zum Druck von Estampen im Durchdruck, dadurch gekennzeich net, dass die Guasch mit einer Wassereindicke ge mischt wird, die durch Kochen von Mehlkleister un ter Zusatz von Leinöl, Glyzerin, Lösungsmittel und Antiseptikum erhalten worden ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Wassereindicke durch Kochen von 10-15% Mehl, 70-80% Wasser, 1-3 % Leinöl, 5-8,% Glyzerin, 1-2 % Lösungsmittel und 0,2-0,3 % Antiseptikum erhalten worden ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungs mittel Petroleum verwendet wird. 3. Verfahren ,nach. Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungs mittel Lackbenzin verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Antisepti kum Salicylsäure verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Antisepti kum Carbolsäure verwendet wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verwen dete Gua@schmenge bis zu 75 % des Gewichts der Druckfarbe ausmacht. 7. Verfahren mach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass zu der Farbe 40-50 g Glyzerin je 1 kg Druckfarbe hinzugesetzt werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zu der Farbe Guaschzinkweiss hin- zugesetzt wird.
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