CH423320A - Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Mündungsgeschwindigkeit von Geschossen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Messen der Mündungsgeschwindigkeit von Geschossen

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CH423320A
CH423320A CH1389164A CH1389164A CH423320A CH 423320 A CH423320 A CH 423320A CH 1389164 A CH1389164 A CH 1389164A CH 1389164 A CH1389164 A CH 1389164A CH 423320 A CH423320 A CH 423320A
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CH1389164A
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Keller Jean-Pierre
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Schweizerische Eidgenossenschaft Kriegstechnische Abteilung Emd
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  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

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  Verfahren und Vorrichtung     zum    Messen der.     Mündungsgeschwindigkeit     von Geschossen    Die Erfindung bezieht sich auf ein     Verfahren    und  eine Vorrichtung     zur    Messung der     Mündungsge-          schwindigkeit    der Geschosse von     Schusswaffen    mit  Rücklauf.  



       Gewisse    Apparate zum Messen der Anfangsge  schwindigkeit der Geschosse benützen eine     Messhasis     von 1 m Länge, welche mit :der Mündung des Waf  fenlaufes verbunden ist. An beiden Enden dieser       Messbasis:    sind     elektrostatische    oder elektromagneti  sche Impulsgeber angeordnet, welche .beim Durch  gang des Geschosses je einen elektrischen Impuls lie  fern. Beim Abgang des     :Schusses    ist jedoch die Waffe  einem Rücklauf unterworfen und mit ihr auch die       Messbasis,    welche an -der Mündung befestigt ist.

   Die       Geschossgeschwindigkeit    ergibt sich aus der     .Division     der Länge der     .Messbasis    durch -die Zeit, welche das  Projektil benötigt, um dieselbe vom einen zum     andem     Ende .zu durchlaufen. Die so erhaltene Geschwindig  keit ist     jedoch    nur eine Relativgeschwindigkeit     VR-          Was    interessiert, ist die tatsächliche Anfangsgeschwin  digkeit     va,    welche das Geschoss beim Durchlaufen  des     Mündungsquerschnittes    besitzt.

   Diese wird er  halten, indem     die    gemessene     Relativgeschwindigkeit     um einen Wert korrigiert wird, der die     Rücklaufge-          schwindigkeit    der     Messbasis    im Augenblick der  Messung repräsentiert.  



  Bis heute hat man     diesen    Korrekturwert durch  Vergleichen der Messungen der VR mit     gleichzeitig          gelieferten        Messresultaten    einer     grossen,    fixen     Mess-          basis    .und entsprechendes     Interpolieren    ermittelt. In  dessen sind     diese        Vergleichswerte    ungenau, da sie  durch     verschiedene    schwer bestimmbare Faktoren       beeinflusst    werden.  



  Die     Erfindung    beseitigt diesen     Nachteil        restlos     durch ein neues     Messverfahren,    das zweckmässig au  genblicklich und mit sehr grosser Genauigkeit die je-         weiligen    Korrekturwerte automatisch liefert. Das  Verfahren besteht darin, dass man die Rücklauf  strecke misst, die die Waffe in der     Zeitspanne    zu  rücklegt, während welcher das Geschoss die     Messbasis     durchläuft.

   Die Erfindung bezieht sich auch auf     eine          vorteilhafte        Vorrichtung    zur Durchführung dieses  Verfahrens, die sich dadurch ,auszeichnet, dass am  Waffenlauf ein     Trägheitskörper    in Richtung der Lauf  achse gleitbar     gelagert        ,ist    und dass der     Trägheitskör-          per    bzw.

   der Lauf     m-it    einer     Messskala    und der Lauf       bzw.    der     Trägheitskörper    mit einem Ableseorgan ver  sehen ist, das die     Rücklaufstrecke    in der     Basis-Durch-          laufzeit    des Geschosses an Hand der Skala selbst  tätig registriert.  



  Vorzugsweise kann dabei die     Messskala    aus auf       einem    Magnetband aufgebrachten magnetischen Im  pulsen bestehen und der     Ablesekopf    dann ein elektro  magnetischer Hörkopf sein, -der an einen elektrischen  Impulszähler angeschlossen ist.  



  Auf der Zeichnung ist ein     Ausführungsbeispiel     der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt.  



       Fig.        la-le    zeigen schematisch einen Waffenlauf       mit    damit verbundener     Messbasis    in drei Phasen beim       Abschuss.     



       Fig.    2 zeigt     einen    Längsschnitt durch den Waffen  lauf mit der darauf angebrachten     Rücklauf-Messvor-          richtung.     



  Auf oder Wiege W ist     -das    Rohr R einer Kanone       gleitbar    gelagert, so dass es     beim    Abschuss in bekann  ter     Weise    zurück- und wieder nach vorn laufen kann.  An der Mündung M des Rohres ist eine     Messbasis     MB befestigt, deren eigentliche     Messstrecke   <I>X =</I> 1 m  beträgt. Am Anfangs- und am Endpunkt :dieser     Mess-          strecke    ist je ein elektromagnetischer Impulsgeber     J1     bzw. J2 angeordnet, welche beim     Geschossdurchgang     je einen elektrischen     Steuerimpuls    liefern.

        Die     Fig,    la     zeigt    die Anordnung vor dem Ab  schuss und die     Fig.        1b    in dem     Augenblick,    wenn     dass     Geschoss G     den        Anfang    der     Messstrecke        passiert.    Ein       Vergleich    der     beiden        Figuren    zeigt,     d.ass    Rohr und       Messbasis        inzwischen    bereits einen kleinen Rücklauf       ausgeführt    haben.

   Die     Fig.        1c    zeigt den Augenblick,  ,in welchem das Geschoss G das Ende der     Messbasis     passiert. In der Zeit     4t,    in welcher das Geschoss die  M     essstrecke    durchlaufen hat, hat diese     zusammen        mit     der Waffe R, wie ein Vergleich der     .Fig.    1b und     1c     zeigt, den     Rückl        aufweg        4X    zurückgelegt.  



  Wie aus     Feg.    2 ersichtlich, ist auf dem Rohr R  ein Gehäuse K befestigt, in welchem auf zwei zum  Rohr achsparallelen Führungsstangen S ein     Trägheits-          körper    T verschiebbar     gelagert    .ist.     Diese        Lagerung        ist     so ausgeführt, dass eine kleinstmögliche     Laufreibung     entsteht.

   Am     Trägheitskörper    T ist     ein    leicht aus  wechselbares     .Magnetband    B befestigt, auf welchem       in.        regelmässigen    Abständen von je genau 0,1 mm     ma-          gnetische        Impuls-        aufgebracht    sind. Fest     am    Rohr     ist     ein elektromagnetischer Hörkopf H so angeordnet, dass  das Magnetband B an demselben entlang     läuft,    wenn  sich der     Trägheitskörper        .gegenüber    .dem Rohr ver  schiebt.

   Der Hörkopf H ist an einen elektronischen       Impulszähler    (nicht dargestellt)     angeschlossen    und  liefert diesem bei -der genannten     Relativbewegung    je  einen     elektrischen        Impuls    für jeden durchlaufenden  Impuls auf :dem     .Magnetband.    Auch     die        erwähnten          Steuerimpulse    der     Impulsgeber        f1    und J2 werden  auf diesen     Zähler    geführt und steuern dessen     Zähl-          dauer.     



  Wenn nun ein Geschoss die     Messstrecke    X durch  läuft,     erhält    der     Zähler    einen     Anfangs-    und     einen          Endsteuerimpuls.        Während    dieser gleichen Zeit     4t     läuft die Waffe mit dem Hörkopf H um     die    Strecke       4X        zurück,    um welche sich die tatsächlich wirk  same     Messstrecke        verkürzt.    Die Anzahl der     Impulse,

       die am Hörkopf<I>H</I> in der Zeit     4t        vorbeilaufen,        und     die der Zähler     direkt    registriert, gibt also die Rück  laufstrecke     während:    der     Messzeit    unmittelbar in  0,1 mm an, das     heisst    aber, da die     Messstrecke    1 m  beträgt,     direkt    die     Korrektur        in    % der     gemessenen    Re  lativgeschwindigkeit     vR.     



  Die     Geschwindigkeitskorrektur    a kann direkt  wie folgt     bestimmt    werden:  
EMI0002.0095     
    Und     weil   <I>X = 1</I> m und     a   <I>X</I> in 0,1     mm    geliefert,  so ist  
EMI0002.0099     
         Zweckmässig    ist     der    Zähler mit einem     Registrier-          gerät    verbunden, das die     Messband-    sowie die     Steuer-          impulse        gemeinsam    auf einen     Registrierstreifen    auf  zeichnet,

   so dass diese auch graphisch .ausgewertet  werden     können.     



  Da die Rücklaufzeit der Waffe samt     Messstrecke     bis     zu,demjenigen    Zeitpunkt,     in    dem das Geschoss     die          Messstrecke    verlässt, in allen     -in    der Praxis vorkom  menden     Fällen    kleiner ist als     1/logo    Sekunde, kann die  Ruhelage des     vorzugsweise    aus Metall     bestehenden          Trägheitskörpers    während der     Messzeit        praktisch    als  vollkommen .betrachtet     werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Messen der Mündungs- geschwindigkeit der Geschosse von Schusswaffen mit Rücklauf mit Hilfe :einer mit dem Waffenlauf verbundenen Messbasis, dadurch gekennzeichnet, dass man die Rücklaufstrecke misst, die der Waffenlauf in der Zeitspanne zurücklegt, während welcher das Geschoss die Messbasis durchläuft.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ,am Waffenlauf ein Trägheitskörper in Richtung der Laufachse gleitbar gelagert ,ist und dass der Trägheits- körper oder der Lauf mit einer Messskala und der Lauf oder -der Trägheitskörper mit einem Ableseor- .gan versehen ist,
    das .die Rücklaufstrecke in der Basisdurchlaufzeit des Geschosses an Hand der Skala selbsttätig registriert. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Messskala aus ,auf einem Magnetband aufgebrachten magnetischen Impulsen besteht und das Ableseongan :
    ein elektromagnetischer Hörkopf ist, der an einen elektronischen Impulszähler angeschlossen ist. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Anfang und .am Ende der Messbasis je ein auf den Geschossdurchgang anspre chender elektrischer Impulsgeber angeordnet ist, des sen Impulse auf den Zähler gegeben werden und die sensteuern. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, -dass die Messbasis 1 m und die Ska- lenteilungder Messskala 0,1 mm betragent.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4342961A (en) 1980-03-11 1982-08-03 Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon-Buhrle Ag Apparatus for measuring the muzzle velocity V-null of a projectile fired from a weapon
DE102011080449A1 (de) * 2011-08-04 2013-02-07 Airbus Operations Gmbh Verfahren, abschusseinrichtung und vorrichtung zur ermittlung einer auftreffgeschwindigkeit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4342961A (en) 1980-03-11 1982-08-03 Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon-Buhrle Ag Apparatus for measuring the muzzle velocity V-null of a projectile fired from a weapon
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