CH423820A - Dampfentspanner für Niederdruck-Umleiteinrichtungen in Dampfkraftanlagen - Google Patents
Dampfentspanner für Niederdruck-Umleiteinrichtungen in DampfkraftanlagenInfo
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Description
Dampfentspanner für Niederdruck-Umleiteinrichtungen in Dampfkraftanlagen Die Erfindung betrifft einen Dampfentspanner für Niederdruck-Umleiteinrichtung in Dampfkraftanla- gen, bei der der Dampf unter Umgehung einer Kraft anlage entspannt und gekühlt und schliesslich in einen Kondensator geleitet wird.
Dampfkraftanlagen werden heute in den meisten Fällen mit einer Einrichtung versehen, die es ermög licht, den vom Dampferzeuger kommenden Dampf am Krafterzeugungsaggregat, z. B. einer Turbine oder Turbinengruppe vorbei in das dahinter liegende System, etwa einen Kondensator oder ein Gegen drucknetz zu leiten. Aufgabe derartiger Einrichtungen ist es, die sonst im Krafterzeugungsaggregat dem Dampf entzogene Energie so zu vernichten, dass der gleiche Endzustand des Dampfes erreicht wird, was im Hinblick auf die Dimensionierung der nachfolgen den Einrichtung erforderlich ist.
Einrichtungen der genannten Art bestehen grund sätzlich aus einem Regelventil und einem Dampf umformer. Eine Niederdruck-Umleiteinrichtung mün det normalerweise in einen Kondensator. Die Ent spannung auf den sehr niedrigen Druck und die meistens sehr weitgehende Kühlung machen Dampf- entspanner erforderlich, die sich weitgehend von an deren Dampfumformern unterscheiden und eine be sondere Gruppe darstellen.
Es sind verschiedene Bauarten für Dampfentspan- ner in Niederdruck-Umleiteinrichtungen bekannt. Sie lassen sich wiederum in zwei Gruppen mit folgenden typischen Merkmalen aufteilen: 1. Bei den Bauarten der ersten Gruppe sind Ent spannung und Kühlung voneinander getrennt. In den Kühlern wird feinversprühtes Wasser mit relativ lang sam strömendem Dampf vermischt.
2. Das Hauptmerkmal der zweiten Gruppe ist die kombinierte Kühlung und Entspannung. In einer der Entspannungsstufen wird in den mit überschallge- schwindigkeit strömenden Dampfstrahl grob verteil tes Wasser eingespritzt, das sich in der anschliessen den Verwirbelungszone mit dem Dampf vermischt und diesen kühlt. Gleichzeitig mit der Abkühlung wird auch eine Entspannung durchgeführt.
Die Vorrichtungen der ersten Gruppe haben den Nachteil, dass die Kühler verhältnismässig grosse Ab messungen haben. Ausserdem sind aufwendige und schlecht regelbare Sprüheinrichtungen erforderlich.
Bei den bekannten Ausführungsformen der zwei ten Gruppe konnte eine enge Verbindung von Heiss- dampf und Wasser führenden Teilen bisher nicht ver mieden werden, was häufig zu Schäden geführt hat, da infolge des hohen Temperaturgradienten in den einander berührenden Teilen starke mechanische Spannungen auftreten.
Die Schwierigkeiten der zuletzt genannten Art treten aber in mehr oder weniger grossem Masse bei allen bekannten Vorrichtungen auf, gleichgültig zu welcher der vorerwähnten Gruppen sie gehören.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden. Hierzu wird ein Dampfentspanner für Niederdruck-Umleiteinrichtungen in Dampfkraftanla gen vorgeschlagen, der aus einer ersten Stufe zum Kühlen und Entspannen des Dampfes mit einer Ent spannungsdüse und einer Vorrichtung zum Einsprit zen von Wasser in den Heissdampf besteht sowie einer dieser Stufe nachgeschalteten weiteren Stufe zum rest lichen Entspannen des Dampfes.
Die Vorrichtung ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen den Heissdampf führenden Teilen der ersten Stufe und den Wasser führenden Teilen der Einspritz vorrichtung ein wärmedämmendes und dehnungsaus gleichendes Zwischenglied angeordnet ist. Dieses Zwi schenglied besteht gemäss einer bevorzugten Ausfüh- rungsform des Erfindungsgegenstandes aus einem dünnwandigen Rohr, welches die Düse und das End stück des Heissdampfrohres umfasst.
Die Dampfentspannungsdüse wird bei der erfin dungsgemässen Vorrichtung vorteilhafterweise als dünnwandige Kegelstumpfdüse ausgeführt, wie dies auch in anderen Vorrichtungen bekannt ist.
Um die Erfindung näher zu erläutern, wird auf die beiliegende Zeichnung verwiesen, in der der Er findungsgegenstand beispielsweise wiedergegeben ist. Es stellen dar: Fig. 1 einen Querschnitt durch die erfindungs- gemässe Vorrichtung; Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 in grösserem Massstab.
Der zu entspannende und zu kühlende Dampf strömt durch das Heissdampfrohr 1 in die Vorrich- tung ein. Am Ende dieses Rohres befindet sich die Dampfentspannungsdüse 2, die vorzugsweise die Form einer dünnwandigen Kegelstumpfdüse hat. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der vordere Rand 3 der Düse 2 in radialer und/oder axialer Rich tung gewellt ist.
Hierdurch entsteht eine grössere Strahloberfläche als bei glattem Rand, wodurch sich eine bessere Durchmischung von Dampf und einge spritztem Wasser ergibt.
Im Endbereich der Dampfentspannungsdüse 2 ist eine Vorrichtung 4 zum Einspritzen von Wasser in den Dampfstrahl angeordnet. Diese Vorrichtung be steht in bekannter Weise aus einem Ringkanal 5, durch den das Wasser zugeführt und gleichmässig um den Umfang verteilt wird. Aus dem Ringkanal 5 tritt das Wasser in den Ringspalt 6 und von dort in eine in Richtung des Dampfaustrittes weisende Ringdüse7.
Beim Zusammentreffen des aus der Ringdüse 7 austretenden Wassers mit dem mit überschallge- schwindigkeit strömenden Dampf tritt eine innige Durchmischung ein sowie eine starke Abkühlung des Dampfes, die jedoch infolge der Verdampfung des eingespritzten Wassers mit starker Volumenexpansion verbunden ist.
Der auf diese Weise gekühlte und vor entspannte Dampf tritt in die zweite Stufe der Vor richtung ein, welche aus einem Rohr 8 besteht, das über seinen gesamten Umfang und seine gesamte Länge mit Dampfdurchtrittsöffnungen 9 ausgestattet ist. Um die bei der Erwärmung des Rohres 8 auf tretende Längsdehnung aufzufangen, ist das Rohr an seinem Ende 10 so gelagert, dass es sich in axialer Richtung verschieben kann.
Der durch die Dampfaustrittsöffnungen 9 austre tende Dampf gelangt in den Sammelraum 11 und wird von dort über nicht dargestellte Öffnungen ab- geführt.
Erfindungsgemäss ist nun zwischen den Heiss- dampf führenden Teilen 1; 2 und den Kaltwasser füh renden Teilen 5; 6; 7 ein wärmedämmendes und deh nungsausgleichendes Zwischenglied 12 angeordnet, welches im dargestellten Ausführungsbeispiel die Form eines dünnwandigen Rohres 13 aufweist,
wel- ches durch eine Schweissstelle 14 mit dem Heiss dampfrohr 1 verbunden ist und an dessen entgegen- gesetzten Ende die Einspritzvorrichtung 4 befestigt ist.
Das Heissdampfrohr 1 dehnt sich bei der Durch strömung mit Dampf stärker als der kalt bleibende Flansch 15 aus, ein Umstand, dem dadurch Rechnung getragen ist, dass das Zwischenglied 12 aus einem elastischen Werkstoff, etwa dünnwandigem Stahl be steht.
Der hohe Wärmewiderstand des dünnwandigen Rohres 13 und die guten Wärmeabführungsmöglich- keiten an Aussen- und Innenseite verhindern eine nen nenswerte Wärmedurchleitung zur Einspritzvorrich- tung 4.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungs- beispiel lässt erkennen, dass die gesamte Einspritzvor- richtung sowie der über einen Steg 16 mit dieser ver bundene Sammelraum 11 mitsamt dem Rohr 8 letzt lich von dem Zwischenglied 12 getragen wird.
Zwar wird in der Praxis durch entsprechende Abstützungen dafür gesorgt, dass die Gewichte, bzw. die durch diese bedingten Kräfte abgefangen werden. Immerhin kann der Fall eintreten,
dass durch besondere Belastungen oder auch durch Schwingungen eine dauernde oder auch vorübergehende Berührung zwischen der Dampfentspannungsdüse 2 und der Innenfläche der Einspritzvorrichtung 5 eintritt. Um in einem solchen Fall die Berührungsfläche zwischen den genannten Teilen und damit den Wärmeübergang möglichst ge ring zu halten, wird in weiterer Ausgestaltung der Er findung vorgeschlagen, dass die Einspritzvorrichtung 4 an denjenigen Teilen,
die die Dampfentspannungs- düse im geringsten radialen Abstand umgeben, Nuten oder Rillen angebracht sind. Dieser Massnahme kann im Berührungsfalle erhebliche Bedeutung zukommen, da eine zu starke Erwärmung der Einspritzvorrich- tung zu grossen Wärmespannungen und unter Um ständen zur Zerstörung derselben führen kann.
Infolge des neuen Aufbaus der Gesamtvorrichtung ergibt sich weiter noch der Vorteil, dass die gesamte Vorrichtung, also die Dampfentspannungsdüse 2, die Einspritzvorrichtung 5 und das Rohr 8 bzw. der Sammelraum 11 mit nur einem einzigen Flansch zu- sammengehalten wird.
Dieser Flansch ist selbst ein Teil der Einspritzvorrichtung 5 und ist in der Zeich nung mit 15 dargestellt. Hierdurch ist die Vorrich tung leicht zu demontieren, was im Störungsfalle von besonderer Bedeutung ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dampfentspanner für Niederdruck-Umleiteinrich- tungen in Dampfkraftanlagen, bestehend aus einer er sten Stufe zum Kühlen und Entspannen des Dampfes mit einer Entspannungsdüse und einer Vorrichtungzum Einspritzen vonWasser in denHeissdampf sowie einer dieser Stufe nachgeschalteten Stufe zum restlichen Ent spannen des Dampfes, dadurch gekennzeichnet,dass zwischen den Heissdampf führenden Teilen (1; 2) der ersten Stufe und den Wasser führenden Teilen (5; 6; 7) der Einspritzvorrichtung (4) ein wärmedämmendes und dehnungsausgleichendes Zwischenglied (12) an geordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Dampfentspanner nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das wärmedämmende und dehnungsausgleichende Zwischenglied (12) ein die Düse (2) und das Endstück des Heissdampfrohres (1) umfassendes dünnwandiges Rohr (13) ist.2. Dampfentspanner nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Dampfentspannungs- düse (2) eine dünnwandige Kegelstumpfdüse ist. 3. Dampfentspanner nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Rand (3) der Dampf- entspannungsdüse (2) in radialer und/oder axialer Richtung gewellt ist.4. Dampfentspanner nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Einspritzvorrichtung (4) an denjenigen Teilen, die die Dampfentspannungs- düse in geringstem radialem Abstand umgeben, Nuten oder Rillen aufweist. 5. Dampfentspanner nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (12), die Einspritzvorrichtung (4) und das Teil (8; 11) zum restlichen Entspannen des Dampfes durch einen ein zigen Flansch<B>(15)</B> lösbar miteinander verbunden sind.
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