CH423962A - Einlagige Rechteckspule aus Metallband, insbesondere für elektrische Synchronmaschinen - Google Patents
Einlagige Rechteckspule aus Metallband, insbesondere für elektrische SynchronmaschinenInfo
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Description
Einlagige Rechteckspule aus Metallband, insbesondere für elektrische Synchronmaschinen Die vorliegende Erfindung betrifft eine einlagige Rechteckspule aus Metallband, insbesondere für elek trische Synchronmaschinen.
Einlagige Spulen aus Kupferband z.B., haben ge genüber solchen, die in mehreren Lagen gewickelt sind, den grossen Vorteil, dass sie die Verlustwärme an der äusseren Oberfläche abführen, da bei dieser Ausführung nur der Wärmewiderstand des Kupfers selber überwunden werden muss, während bei Mehr lagenwicklungen dem Wärmeabfluss dazu noch die grösseren thermischen Widerstände der Windungs- und Lagenisolationen entgegenstehen. Die meisten Vor schriften über die zulässigen Erwärmungen aus der gemessenen Widerstandserhöhung billigen daher den einlagigen Wicklungen einen um 10 höheren Wert zu.
Auch mechanisch sind einlagige Wicklungen, z.B. für rotierende Pole, vorteilhafter, weil ihr Widerstands moment gegenüber der tangentialen Ausbiegungsten- denz der achsparallelen Schenkel infolge der Zentri fugalkräfte nicht, wie bei den Mehrlagenwicklungen, von der Verklebungsgüte der Lagen und der Haft festigkeit der Windungsisolation abhängig ist.
Ander seits besteht bei Synchronmaschinen ein vordring liches Interesse an einer möglichst grossen Windungs- zahl, weil dadurch die Erregerspannung vergrössert und der Erregerstrom verkleinert werden kann, was sich auf den ganzen Erregerkreis günstig auswirkt. Für die Einlagenwicklung ist diese Forderung schwie riger zu erfüllen, weil sie für das Windungskupfer auf dünne, bandförmige Profile führt, welche auf der Breitseite jeweils um 90 gerollt werden müssen.
Bei gegebener Bandbreite, welche durch die Grösse der Pollücke bestimmt wird, wird die Bandstärke durch den Rolliervorgang auf ein Minimum begrenzt, das je nach Bandbreite und Krümmungsradius auf etwas unter ca. 1,5 mm begrenzt ist. Dabei sind Nach- arbeiten an den innen aufgestauchten Krümmungs- stellen unvermeidlich, wenn eine optimale Messhaltig keit der Schichthöhe erreicht werden soll.
Die Herstellung derartiger Spulen wird weiterhin kompliziert, wenn einzelne Kühlwindungen, welche über die normalen Windungen seitlich vorstehen, an zuordnen sind, um die Abkühlung der Spulen zu ver bessern. Werden diese vorstehenden Kühlwindungen aus dem gleichen Profil gebildet, indem sie um einen entsprechend grössern Dorn gerollt werden, so erge ben sich zusätzliche Werkzeugkosten. Werden sie da gegen aus entsprechend breiteren Bändern gebildet, so sind sie in der vorgegebenen Zahl in den Verband der Normalwindungen einzuschweissen oder zu löten und sorgfältig zu verputzen.
Erfindungsgemäss ist die Rechteckspule, durch welche die genannten Nachteile vermieden werden sollen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Rechteck bandteilen zusammengesetzt ist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes werden anschliessend anhand von Figuren erläutert. Es zeigt: Fig. 1 Bandteile vor deren Verlöten zu einer ein- lagigen Rechteckspulenwindung, Fig. 2 eine fertige Rechteckspule mit Anschlüssen, Fig. 3 ein Eckteil einer Lage einer Rechteckspule, unmittelbar vor dem Lötprozess,
Fig. 4 eine Darstellung analog Fig. 3 mit anders geformten Lötstreifen, Fig. 5 an den Enden unter 45 geschnittene Band teile zur Herstellung von Stossfugen der Rechteck spule, Fig. 6 und 7 Ausschnitte aus Eckbereichen von Bandteilen, unmittelbar vor deren Zusammenl_ötung, Fig. <B>8</B> eine schematische Darstellung einer Teilan- sieht eines Polschuhs mit einlagiger Rechteckspule, teilweise im Schnitt,
Fig. 9 eine Darstellung analog derjenigen gemäss Fig. 8, mit aufgebogenen,. seitlich von der Spule ab stehenden Kühlrändern, Fig. 10 einen Ausschnitt aus dem Eckbereich einer einlagigen Rechteckspule, mit aussen abgeschnittener Ecke.
Eine einlagige Rechteckspule, wie diese insbeson- dere in Synchronmaschinen verwendet wird und dort um einen Polkern gewunden bzw.
aufgeschichtet und durch den Polschuh gehalten wird, ist in Fig. 2 er sichtlich, während die eine Spulenwindung aufbauen den Einzelteile aus Fig. 1 hervorgehen. Zwei Bänder 1 und 3 der längern Windungsseite sind derart über einander verschoben, dass sich vorstehende Rand teilenden 5 und 7 ergeben.
Analog werden zwei Bänder 9 und 11 der kurzen Windungsseite mit den Bandteilenden 13 und 15 zurecht gelegt. Die länger dimensionierten und an einem Ende nicht abgesetzten Streifen 17 und 19 bil den die Anschlussstellen der Spule, wie dies in Fig. 2 ersichtlich ist.
Die Rechteckspule ist einteilig, indem in anschliessend erläuterter Weise die einzelnen Band teile miteinander verbunden werden und man ab- schliessend die einzelnen Windungen durch eine Iso- lationszwischenlage, beispielsweise ein Isolierpapier 21, voneinander elektrisch trennt.
Auf diese Weise entsteht eine einlagige Rechteckspule 23.
Die Herstellung einer derartigen. Spule geht wie folgt vor sich: Wie in Fig. 1 ersichtlich, werden die entsprechen den Bänder 1 und 3 bzw. 9 und 11 usw. derart über einander gelegt, dass die Bandteile 5 und 7 bzw. 13 und 1.5 usw. vorstehen.
Nun werden unter Zwischenlegung einer Lötfolie 25 die Endteile, z.B. 5 und 15, aufein- ander gelegt, gepresst und erhitzt, so dass sich diese beiden Endteile verbinden, wobei ein Teil des Lotes auch in den Grenzbereich der beiden überlappten Bandteile 1 und 3 bzw. 9 und 11 fliesst und damit auch die Stossfugen ausfüllt.
Zum Erhitzen werden die Endteile zwischen zwei planparallele Kohleelektroden gelegt, gleichzeitig ge- presst und durch Stromdurchgang erhitzt.
Während in Fig. 3 die Lötfolie dreieckartige Form aufweist, finden in Fig. 4 zwei Lötstreifen 27 und 29 Verwendung, was eine entsprechende Lötmaterialein- sparung mit sich bringt.
Anstelle der rechteckigen oder quadratischen über lappung gemäss den Fig. 1 - 4 ist es möglich, die Ecken der aufeinander liegenden Bandteile unter 45 zu schneiden (Fig. 5 - 10). Es werden nach dem Be schneiden, wie Fig. 5 zeigt, die Bandteile mit den Bandenden 31 und 32 gegeneinander verschoben, so dass sich ein Überlappteil 33 bildet. Ein analoger Überlappteil 37 entsteht bei den Bandenden 35 und 36.
Durch Zwischenlegen eines Lötstreifens 39 zwischen die überlappteile 33 und 37 und Zusammenschieben der Bandenden 31, 32, 35 und 36 bis zum Zusammen- stoss der unter 45 geschrägten Stösse und durch anschliessendes Pressen und Erhitzen entsteht eine Eckverbindung durch Löten der entsprechenden Bän der.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 6 ergeben sich an der äussern Kante herausragende Spitzen, während an der innern Kante die überlappteile 33 und 37 in Dreieckflächen nicht aufeinander liegen.
Um insbesondere diese innenliegenden Dreieck flächen zu vermeiden, ist in Fig. 7 eine andere Zu- schnittmöglichkeit gezeigt, in welcher jeweils das eine Band eines Bandteiles in einem kurzen Gradschnitt 41, dem sich ein 45 -Schrägschnitt 43 anschliesst, ge schnitten wird. Auf diese Weise entsteht eine korrekte, innere 90 -Ecke, während aussen die beiden kleinen Spitzen 45 und 47 sowie der entsprechende Teil der .Lötfolie 44 weggeschnitten werden.
In Fig. 8 ist ein Teil eines Polschuhs 50 darge- stellt, um welchen eine einlagige Rechteckspule, ana log der Spule 23, gewickelt ist. Bei dieser Ausführung sind von Zeit zu Zeit breitere Bandteile angeordnet, so dass sich Kühlwindungen 52 ergeben, welche aus sen von der Spulenkontur abstehen.
Es ist, wie dies Fig. 9 veranschaulicht, möglich, diese Kühlstreifen an den Rändern aufzubiegen, wo durch sich gespreizte Kühlränder 54 und 56 ergeben.
Dank dem beschriebenen Verfahren zur Herstel lung solcher einlagiger Rechteckspulen ist es ein leichtes, durch Einlöten breiterer Bandteile zwischen die Normalbandteile, ohne zusätzlichen Arbeitsauf wand oder irgendwelchen Materialverlust, derartige besser gekühlte Spulen herzustellen.
In Fig. 10 ist ein Ausschnitt aus einer Stossfuge von Bandteilen dargestellt, wobei die äussere Ecke 58 der Spule weggeschnitten ist, was einen vorteil haften, trichterförmigen Einlauf des Kühlmittels zwischen nebeneinanderliegenden Spulen bzw. Polen ergibt.
Es ist auch möglich, derartige einlagige Rechteck spulen aus dickeren Bändern herzustellen und diese, z.B. unter Schutzgas stumpf zu schweissen. So kön nen für grosse Pole Rechteckspulen durch Ver- schweissung der Stossfugen von unter 90 geschnitte nen Hartkupferbändern gewonnen werden.
Das beschriebene Herstellungsverfahren erlaubt mit einfachen Einrichtungen rechteckige Flachwin dungen beliebiger Bandbreite von so geringer Dicke herzustellen, wie dies der Füllfaktor, der wirtschaftlich überhaupt noch zulässig erscheint, ermöglicht.
Das Abstanzen der Ecken, wie dies Fig. 10 zeigt, bringt weiterhin den Vorteil der Gewichtsersparnis mit sich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einlagige Rechteckspule aus Metallband, insbe sondere für elektrische Synchronmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Spule aus Rechteckband- teilen (1, 3, 9, 11) zusammengesetzt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Rechteckspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandteile durch Stumpf- schweissung miteinander verbunden sind.2. Rechteckspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bandteil zwei, z.B. gleich lange, aufeinanderliegende Bänder (1, 3 bzw. 9, 11) weist, welche gegeneinander derart verschoben sind, dass auf jedem Bandende ein Teil (5 bzw. 7 bzw. 13 bzw. 15) des einen Bandes über das andere vorsteht und dass die vorstehenden Teile (5, 7, 13, 15) der Bänder übereinandergelegt und das Ganze zu einer einlagigen Rechteckspule verlötet ist.3. Rechteckspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandteile an ihren Enden in einen Winkel von 45 geschnitten sind (Fig. 5). 4. Rechteckspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandenden auf der innen- liegenden Seite einen Einschnitt (41) senkrecht zur Bandlängskante aufweisen, welcher in einen 45 - Schnitt (43) übergeht, um in den inneren Ecken freie Zonen zu umgehen (Fig. 7).5. Rechteckspule nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Bandteile breiter aus gebildet sind und über den Spulenrand in Form von Kühlrippen (52) vorstehen (Fig. 8). 6. Rechteck-spule nach Patentanspruch und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vor stehenden Bandteile (54, 56) gespreizt sind (Fig. 9).
Priority Applications (1)
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| CH1054065A CH423962A (de) | 1965-07-28 | 1965-07-28 | Einlagige Rechteckspule aus Metallband, insbesondere für elektrische Synchronmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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ID=4364289
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4121204A1 (de) * | 1991-06-27 | 1993-01-14 | Flohe Gmbh & Co | Wassergekuehlte drossel fuer hochstromanlagen |
| DE4226764A1 (de) * | 1992-08-13 | 1994-02-17 | Asea Brown Boveri | Drosselspule |
| DE102021112869A1 (de) | 2021-05-18 | 2022-11-24 | Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co Kg | Spulenanordnung |
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1965
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Cited By (4)
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| DE4226764A1 (de) * | 1992-08-13 | 1994-02-17 | Asea Brown Boveri | Drosselspule |
| US5376911A (en) * | 1992-08-13 | 1994-12-27 | Asea Brown Boveri Ltd. | Choke coil |
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