CH424000A - Glimmentladungsröhre mit einer Zündanode und einer Überwachungselektrode - Google Patents
Glimmentladungsröhre mit einer Zündanode und einer ÜberwachungselektrodeInfo
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Description
Glimmentladungsröhre mit einer Zündanode und einer Überwachungselektrode Die Erfindung betrifft eine Glimmentladungs- röhre mit einer Zündanode und einer überwachungs- elektrode nahe der Anode, wobei die- Anode und die Kathode parallele Platten sind.
Bisher bekannte Bauarten dieser Röhren lassen sich praktisch nur von Hand montieren, so dass die Fertigungskosten verhältnismässig hoch sind. Die Hauptelektroden werden nämlich durch runde Plat ten gebildet, .die parallel zum Röhrenboden verlaufen. Bei der erforderlichen Handmontage müssen die Ab messungen verhältnismässig gross sein, da sonst die Genauigkeit der Elektrodenabstände unzulänglich ist.
Der Umfang der industriellen Verwendung von Glimmentladungsröhren dürfte stark von der Höhe der Fertigungskosten abhängig sein. Diese Ferti gungskosten lassen sich am besten durch maschinelle Montage herabsetzen. Ein zweites Hemmnis ausge dehnter industrieller Verwendung liegt in den Ab messungen, besonders da der rivalisierende Transi stor in dieser Hinsicht Vorteile bietet. Die Glimment- ladungsröhre ist jedoch vorteilhafter in bezug auf thermische Belastbarkeit und Unempfindlichkeit ge gen Temperaturschwankungen.
Die Erfindung bezweckt, eine Bauart einer Glimmentladungsröhre zu schaffen, die gegenüber den bekannten Bauarten Vorteile hat.
Die Glimmentladungsröhre nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass alle Elektroden plat- tenförmig ausgebildet sind und je mit den zugehöri gen Elektrodendurchführungen fluchten, welche im Röhrenboden festgeschweisst sind, dass sowohl die Zündanode als auch die überwachungselektrode zu der Ebene der Anode und der Kathode senkrecht an geordnet sind, und dass das Elektrodensystem bezüg lich einer Mittellängsebene der Röhre symmetrisch ist.
Vorzugsweise gehen die Einschnitte in der Anode und der Kathode von den freien Enden derselben aus, während auf der Rückseite die Kathode mit einem Material höheren Austrittsarbeit überzogen ist, um das Auftreten der Hilfsentladung auf der Vorder seite zu sichern.
Die Bauart nach der Erfindung eignet sich beson ders zur Durchführung eines bereits vorgeschlagenen Verfahrens, gemäss dem die Elektroden mit den fest- geschweissten Zuführungsdrähten in einer Lehre un tergebracht werden, worauf ein Pulverglasboden mit Öffnungen zur Aufnahme der Elektrodendurchfüh- rungen über diese Durchführungen geschoben und gleichzeitig mit dem Festschmelzen des Kolbens an dem Pulverglasboden an diesen festgeschweisst wird.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in der eine Glimmentladungsröhre nach der Erfindung, teilweise im Schnitt, beispiels weise dargestellt ist.
In der Figur bezeichnet 1 einen Pulverglasboden und 2 den Glaskolben, der oben in einem Ab schmelzpunkt 3 endet. Die Kathode 4 ist an dem Ende des Stromzuführungsdrahtes 5 und die Anode 6 ist an dem Ende des Stromzuführungsdrahtes 7 durch Stumpfschweissen befestigt.
Die Zündanode 8 ist an dem Ende des Stromzuführungsdrahtes 9 festge- schweisst und die Überwachungselektrode 10 ist an dem Ende des Stromzuführungsdrahtes 11 festge- schweisst. Die Zündanode 8 erstreckt sieh bis in den Einschnitt 12 in der Kathode, ohne dass sie in den Raum zwischen Anode und Kathode hineinragt. Die überwachungselektrode 10 erstreckt sich bis in den Einschnitt in der Anode,
auch ohne dass sie in den Raum zwischen Anode und Kathode hineinragt. Die Kathode 4 ist auf der Rückseite mit einer Nickel schicht 14 überzogen. Aus Symmetriegründen hat auch die Anode 6 auf der Rückseite einen Nickel überzug 15. Im übrigen bestehen die Elektroden aus Molybdänplatten. Der Abstand zwischen Anode und Kathode beträgt 1,5 mm. Die Röhre ist mit Argon von 100 mm ffg gefüllt. In der Röhre ist ausserdem 1 ,ct C Tritium vorhanden, um eine zu lange Zündver zögerung der Überwachungsentladung zu verhüten.
Beim Aufbau der Röhre befinden sich die Elek troden zunächst in einer Lehre und der Boden 1 wird mit den Stromzuführungsdrähten und gleichzeitig mit dem Kolben 2 am Boden 1 verschmolzen. Der Kol ben 2 ist ein gerades Rohrstück mit einem Durch messer von 6 mm, das ausserdem als Entlüftungsrohr dient. Nach der Behandlung in der Pumpe werden mittels Entladungen die Elektrodenoberflächen durch Zerstäubung gereinigt, wodurch ein dunkler Nieder schlag auf der Kolbenwand entsteht.
Eine Röhre mit den genannten Abmessungen hat eine Anode-Katho- de-Durchschlagsspannung von mehr als 280 V und eine Hilfsanodenzündspannung von etwa 130 V. Die Brennspannung beträgt 100 V und der Betriebsstrom ist 3 mA. Der zum Verhüten von Zündverzögerungen erforderliche Strom von der Anode zur überwa- chungselektrode 10 beträgt 10,uA. Die Röhre eignet sich für eine Zündfrequenz von 25 kHz nominal.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Glimmentladungsröhre mit einer Zündanode und einer Überwachungselektrode nahe der Anode, wobei die Anode und die Kathode parallele Platten sind, dadurch gekennzeichnet, dass alle Elektroden plat- tenförmig ausgebildet sind und je mit den zugehöri gen Elektrodendurchführungen fluchten, welche im Röhrenboden festgeschweisst sind, dass sowohl die Zündanode als auch die Überwachungselektrode zu der Ebene der Anode und der Kathode senkrecht an geordnet sind, und dass das Elektrodensystem,bezüg lich einer Mittellängsebene der Röhre symmetrisch ist. UNTERANSPRUCH Glimmentladungsröhre nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass je ein Einschnitt für die Überwachungselektrode bzw. die Zündanode in der Anode bzw. der Kathode von den freien Enden der selben ausgeht und dass die Kathode auf der Rück seite mit einem Material höherer Austrittsarbeit als die Vorderseite überzogen ist.
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