Halterung für verstellbare Filterrohre an Ultraviolett-Bestrahlungsgeräten
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halterung für verstellbare Filterrohre an Ultraviolett-Bestrahlungsgeräten.
Bestrahlungsgeräte mit einstellbaren Spektralbereichen der auszusendenden Ultraviolettstrahlung weisen oft Filterrohre auf, welche die langgestreckte Ultraviolett-Strahlenquelle umgeben. Die Filterrohre sind für langwellige Ultraviolett strahlung durchlässig.
Ungefilterte kurzwellige Ultraviolettstrahlung wird dadurch beigegeben, das zumindest ein Filterrohr von einer Einstellverrichtung aus axial verschiebbar ist.
Es entsteht eine in ihrer Grösse einstellbare Öffnung, durch welche ungefilterte Strahlung unmittelbar von der Ultraviolett-Strahlenquelle abgegeben werden kann.
Es ist eine Ausführungsform bekannt, bei welcher die Filterzylinder zwischen zwei ringförmigen Flanschen angeordnet sind. Jeder Flansch ist mittels Schrauben mit einem Verstellsteg verbunden. Der Filterzylinder ist zwischen den Flanschen lose eingesetzt. Eine Justierung, d. h. eine exakte Zuordnung zwischen einer bestimmten Filterzylinderstellung und der Einstellvorrichtung ist nicht möglich. Für Filtergeräte ist jedoch wesentlich, dass ein für die kosmetische Bestrahlung einmal gefundenes, auf eine zu bestrahlende Person bezogene optimale Mischungsverhältnis zwischen langwelliger und ungefilterter Ultraviolettstrahlung reproduzierbar ist. Die Einstelltoleranz muss deshalb in engen Grenzen gehalten werden. Dies gilt insbesondere für Geräte mit einer für den kosmetischen Bereich gespreizten Einstellskala.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Filterrohrhalterung ist darin zu sehen, dass die Halterungselemente wegen ihrer Grösse und Lage die Abstrahlung behindern.
Alle Nachteile werden durch die Erfindung vermieden. Die neue Halterung besteht aus einem Biegeteil zum Umfassen des Filterrohrs mit radialen, zur Aufnahme eines Gestänges mit Öffnungen versehenen Abschnitten und mit einer sich radial erstreckenden U-förmigen Lasche. Die Halterung kann aus einem verformbaren Metallstreifen hergestellt sein.
Die Verbindung zwischen Filterrohr und der Halterung wird in einfacher Weise durch Verformen hergestellt. Vorteilhafterweise kann das Verformen in der Weise geschehen, dass zunächst das Filterrohr und danach das Gestänge vom Biegeteil festgelegt wird. Auf diese Weise ist eine sehr genaue Justierung möglich. Znächst wird das Filterrohr von der Halterung fest erfasst. Das Filterrohr lässt sich leicht in einer bestimmten vorgegebenen Lage fixieren, und in dieser Stellung wird das der Verstellung des Filterrohres dienende Gestänge festgeklemmt. Die Verklemmung des Gestänges erfolgt hierbei dadurch, dass die radialen Abschnitte durch Verbiegen eine Schräglage erhalten, wodurch sich die Öffnungen in den radialen Abschnitten fest an das Gestänge anlegen. Darüber hinaus ist es möglich, die Klemmung durch eine unlösbare Verbindung, etwa eine Schweissung, zu unterstützen.
Der ganze Montagevorgang wird durch die erfindungsgemässe Halterung erheblich vereinfacht. Die Verbindung zwischen dem Filterrohr und der Verstellvorrichtung ist jedoch genauer als bei der bisher bekannten Technik. Darüber hinaus kann die Halterung klein gehalten und zur Abstrahlungsrichtung seitlich versetzt angeordnet werden, so dass der Strahlenftuss kaum oder nur unwesentlich behindert wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Ultraviolett-Bestrahlungsgerätes mit der Halterung im geklemmten und justierten Zustand.
Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung der Halterung vor der Montage.
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht der Halterung vor der Montage.
Fig. 4 eine schematische Schnittansicht der Halterung im teilweise geklemmten Zustand und
Fig. 5 eine schematische Schnittansicht mit der Halterung im endgültig verformten Zustand.
In Fig. 1 ist ein allgemein mit 10 bezeichnetes Bestrahlungsgerät mit einem Reflektor 12 und einem darin befindlichen Ultraviolettstrahler 14 sowie zwei Infrarotstrahlern 16 dargestellt. Der Ultraviolettstrahler 14 ist von zwei Filterrohren 18 und 20 umgeben. Jedes Filterrohr wird von einer Filterhalterung 22 getragen, von der nur diejenige Halterung in der Darstellung zu sehen ist, die mit dem Filterrohr 18 und einer Verstellstange 24 verbunden ist.
Oben auf dem Bestrahlungsgerät 10 ist ein Zeigerhebel 28 erkennbar, der mit einer Markierung 30 versehen ist, die gegenüber einer Skala 32 ablesbar ist. Die Skala ist unterteilt in einen kosmetischen Bereich K und in einen therapeutischen Bereich T. Der kosmetische Bereich K ist gespreizt, und der Verstellweg des Zeigerhebels 28 über diesen Bereich K korrespondiert mit einer relativ geringen Verstellbewegung der Verstellstange 24. Wird der Zeigerhebel 28 über den Bereich K geschwenkt, hebt bzw. senkt sich die Verstellstange 24 nur über ein geringes Mass.
Hierdurch bewegen sich das Filterrohr 18 und das Filterrohr 20 um entsprechende Beträge aufeinander zu oder voneinander weg. In jedem Fall entsteht ein in seiner Öffnungsweite veränderlicher Ringspalt 34.
Beim Bewegen über den therapeutischen Bereich T wird der Ringspalt 34 so gross, dass die Abstrahlung im wesentlichen der Abstrahlung ungefilterter Geräte entspricht.
Die Halterung besteht aus einem Biegeteil 22, welches in Fig. 2 im vergrösserten Massstab wiedergegeben ist. Die offenen Enden des Biegeteils 22 bilden Aufnahmewinkel 36 für das Filterrohr. Der axiale Abstand der Aufnahmewinkel 36 ist etwas grösser als die axiale Grösse des Filterrohrs. An die Aufnahmewinkel 36 schliessen sich radiale Abschnitte 38 an, die mit Öffnungen 40 zur Aufnahme der Verstellstange 24 versehen sind. Zwischen den radialen Abschnitten 38 verläuft eine U-förmige oder bügelförmige Lasche 42.
Die vorteilhafte Montage der neuen Halterung lässt sich anhand der Fig. 3 bis 5 erläutern. Zunächst wird das Filterrohr 18 lose in die Aufnahmewinkel 36 eingesetzt. Durch die Öffnungen 40 ist die Verstellstange 24 bereits hindurchgesteckt. Dann wird mit einem geeigneten Werkzeug die U-förmige Lasche 42 gemäss der in Fig. 4 gezeigten Stellung so weit zusammengebogen, dass die Aufnahmewinkel 36 das Filterrohr 18 festklemmen. Dann wird das Filterrohr 18 mit einer nicht dargestellten Lehre in eine Stellung gebracht, die einer bestimmten Einstellung der Markierung 30 auf dem Zeigerhebel 28 gegenüber der Skala 32 entsprechen soll. Dies kann beispielsweise die Stellung sein, an welcher der kosmetische Bereich K in den therapeutischen Bereich T übergeht.
Danach wird die U-förmige Lasche 42 in der aus Fig. 5 hervorgehenden Weise weiter zusammengedrückt.
Hierbei verbiegen sich die radialen Abschnitte 38 derart, dass die Öffnungen 40 einen Klemmsitz für die Verstellstange 24 bilden. Die Klemmverbindung zwischen den radialen Abschnitten 38 und der Verstellstange 24 kann durch eine unlösbare Verbindung, beispielsweise durch Schweissen, unterstützt werden.