Ventil für Ölbrenner Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ventil für Ölbrenner mit einem durch den Öldruck von einem Ventilsitz abhebbaren, beweglichen Ventilkör per.
Fällt bei einem Ölbrenner mit einem bekannten Ventil der obengenannten Art die Drehzahl der Ölpumpe und damit der Öldruck beim Abstellen der letzteren oder aus andern Gründen ab, so erhält der Brenner bei einer gewissen Pumpendrehzahl zu wenig Luft. Da aber das Ventil dann noch nicht ganz ge schlossen ist und immer noch Öl zur Zerstäuberdüse des Brenners gelangt, russt .die Flamme oder, wenn diese bereits erloschen ist, gelangt immer noch etwas Öl in die Zerstäuberdüse. Diese verrust oder wird sonstwie verschmutzt.
Zweck der Erfindung ist es, diesen Übelstand zu beheben. Darum ist das erfindungsgemässe Ventil gekennzeichnet durch ein im beweglichen Ventilkör per eingebautes Druckablass-Ventil, das beim Schliessvorgang des Ventils bei einem bestimmten Öldruck zwecks Ablassens des letzteren automatisch geöffnet wird.
Das Druckablass-Ventil kann z. B. so ausgebildet sein, dass der Öldruck bei einer Ölpumpe mit einer Betriebsdrehzahl von 2800/min schon beim Absin ken der Drehzahl auf 2000/min abgelassen wird und das Brenner-Ventil sich dann plötzlich ganz schliesst. Bei 2000/min ist der Luftüberschuss immer noch so gross, dass ein Russen der Brennerflamme nicht ein tritt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausfüh rungsform des erfindungsgemässen Ventils.
Fig. 1 ist ein Axialschnitt durch das Ventil, mit dem Druckablass-Ventil in Ansicht, und Fig. 2 in grösserem Masstab ein Ausschnitt aus Fig. 1, aber mit dem Druckablass-Ventil im Schnitt. Der Ventilsitz 1 bildet den Boden eines Zwi schenstückes 2, das zur nicht dargestellten Zerstäu- berdüse führt. Der Ventilsitz 1 hat einige Durchlässe 3, von denen in der Zeichnung nur einer sichtbar ist.
In einer Bohrung 4 des Pumpengehäuses 5 in wel cher das Zwischenstück 2 eingeschraubt ist und in welche die Druckleitung 30 der Pumpe ein mündet, ist der kolbenartige, bewegliche Ven tilkörper 6 axial verschiebbar. Ein in einer Boh rung 7 des Körpers 6 festsitzendes Einsatzstück 8 hat einen Fortsatz 9, auf welchem ein mit den Öffnungen 3 des Ventilsitzes 1 zusammenarbeitender Ventilring 10, der z. B. aus Gummi bestehen kann, aufgesetzt ist.
Das Einsatzstück 8 ist auf weiter unten beschriebene Weise fest mit einem Führungsstück 11 verbunden, auf dessen Flansch 12 sich die Ventil- schliessfeder 13 mit ihrem einen Ende abstützt. Das andere Ende dieser Feder 13 stützt sich über einen Teller 14 auf dem runden Kopf 15 einer Regulier schraube 16 ab, die verstellbar in ein in die Bohrung 4 eingeschraubtes Verschlussstück 17 eingeschraubt ist. Zum Verstellen der Regulierschraube 16 zwecks Änderung der Spannung der Feder 13 wird die in das Stück 17 eingeschraubte Deckscheibe 18 entfernt und hierauf die Schraube 16 mittels eines Schraubenzie hers verstellt.
Eine weitere, zwischen dem bewegli chen Ventilkörper 6 und dem festen Verschlussstück 17 eingesetzte Feder 19 sorgt dafür, dass ein be stimmtes öldruckminimum nicht unterschritten wer den kann.
Würde das Ventil nur aus den bisher beschriebe nen und in Fig. 1 dargestellten Teilen bestehen, so könnten die eingangs erwähnten Nachteile auftreten. Nun ist aber zusätzlich noch das in Fig. 2 dargestellte Druckablassventil folgender Bauart vorgesehen: In einer Bohrung 20 des Einsatzstückes 8 und einer Bohrung 21 des Führungsstückes 11 ist axial beweglich der Druckablass-Ventilkörper 22 vorgese hen.
Dieser hat eine ins Innere des Führungsstückes 11 mündende Bohrung 23 und eine radiale in die Bohrung 23 führende Öffnung 24, die mit einer Um fangsnut 33 des Körpers 22 in Verbindung steht. Zwei Schlitze 34, von denen nur einer gezeigt ist, verbinden die Bohrung 23 mit der Aussenseite des Körpers 22.
Das Innere des Führungsstückes 11 steht durch eine Bohrung 25 mit der Bohrung 4 und diese durch eine Leitung 26 (Fig. 1) mit der Rücklauflei- tung oder der Saugseite der nicht dargestellten Pumpe in Verbindung. Eine sich auf einem Bund 27 des Druckablass-Ventilkörpers 22 und auf dem Füh rungsstück 21 abstützende Feder 28 hat das Bestre ben, den Druckablass-Ventilkörper 22 aus dem Ein satzstück 8 hinaus zu bewegen.
Dieses Einsatzstück 8 hat eine radiale Bohrung 29, die dazu bestimmt ist, mit der Öffnung 24 des Ventilkörpers 22 zusammen zuarbeiten.
Das beschriebene und dargestellte Ventil arbeitet wie folgt: In der in der Zeichnung dargestellten Lage der Teile ist das Ventil geschlossen. Der Druckraum, also der links der Stirnseite 31 des Ventilkörpers 6 lie gende Teil der Bohrung 4 steht über die in einer Achse liegenden Öffnungen 24 und 29 durch die Rückleitung 26 mit der Rücklaufleitung oder mit der Saugseite der Pumpe in Verbindung. Wird die Pumpe jetzt angelassen, so erfolgt durch die aufeinander aus gerichteten Öffnungen 24 und 29 zuerst die Entlüf tung.
Nähert sich die Drehzahl der Pumpe der Be triebsdrehzahl von z. B. 2800/min, d. h. überschreitet sie z. B. 2000/min, so wird trotz der Verbindung des Druckraumes über die Öffnungen 24, 29 mit der Lei tung 26 der Druck auf die Stirnseite 31 des bewegli chen Ventilkörpers 6 so gross, dass dieser entgegen der Wirkung der Federn 13 und 19 zurückgedrückt wird, während der Druckablass-Ventilkörper 22 durch die Feder 28 vorerst weiter an den Boden der Vertiefung 32 des Ventilsitzes 1 angedrückt bleibt.
Die Öffnungen 24 und 29 liegen nun nicht mehr gleichachsig zueinander, d. h. sie decken sich nicht mehr, so dass die Verbindung zwischen dem Druck raum und der Rückleitung 26 über die Öffnungen 24 und 29 unterbrochen ist.
Der Ventilring 10 hebt sich nun unter dem vollen Betriebsdruck weiter vom Ven- tilsitz 1 ab und die Zerstäuberdüse erhält die gewollte Ölmenge. Während des Betriebes fliesst ein Teil des Öles dauernd durch die Schlitze 34 und durch die Bohrung 23 in den Pumpenrücklauf ab, weil nur ein Teil der geförderten Ölmenge zur Speisung der Zer- stäuberdüse benötigt wird.
Sinkt aus irgendwelchem Grunde die Pumpen drehzahl und damit der Öldruck, so beginnt unter der Wirkung der Schliessfeder 13 der Ventilring 10 seine Schliessbewegung. Das Einsatzstück 8 bewegt sich gegenüber dem Druckablass-Ventilkörper 22 auf den Sitz 1 zu und im Augenblick, da die Öffnungen 24 und 29 wieder die gegenseitige Lage gemäss Fig. 2 haben wird der Öldruck sofort aufgehoben und die Feder 13 schliesst das Ventil plötzlich ganz.
Die ge genseitige Lage der Öffnungen 24 und 29 bei offe nem Ventil wird bei einer bestimmten Stärke der Federn 13 und 28 so gewählt, dass das Druckablass- Ventil sich bei einer gegenüber der Betriebsdrehzahl reduzierten Pumpendrehzahl d. h. bei einem Öldruck öffnet, bei dem ein Russen der Brennerflamme noch nicht auftritt.