CH424987A - Ungepoltes Kleinstrelais mit Umschaltkontaktvorrichtung - Google Patents
Ungepoltes Kleinstrelais mit UmschaltkontaktvorrichtungInfo
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Description
Ungepoltes Kleinstrelais mit Umschaltkontaktvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf ein ungepoltes Kleinstrelais mit einem innerhalb eines Solenoids be wegbaren zweiflügeligen Anker und einer von einem Ankerflügel betätigten Umschaltkontaktvorrichtung.
Bei Kleinstrelais ist es vor allem von Bedeutung, dass die Reibung des Ankers auf ein Mindestmass verringert wird, um noch genügend grosse Kontakt kräfte zu erhalten. Dies hängt vor allem damit zusam men, dass bei Verkleinerung der Abmessungen eines Relais auch das zur Verfügung stehende Volumen für die Erregerwicklung nur gering ist. Um eine Anker kraft zu erzeugen, die übliche Kontaktkräfte bewirkt, muss daher vielfach die Erregerleistung des Relais erhöht werden. Geringe Kontaktkräfte führen näm lich bekanntlich zu hohen Übergangswiderständen, ausserdem ist dann das Relais relativ stossempfind- lich.
Kleinstrelais, die in der Regel in Serienfertigung hergestellt werden, sollen im übrigen mit relativ wenig Einzelteilen aufgebaut werden können, so dass die Herstellungskosten gering sind. Dabei muss versucht werden, die verwendeten Einzelteile möglichst ein fach zu gestalten, trotzdem soll aber eine den Betriebs verhältnissen angepasste Änderung, beispielsweise hinsichtlich des Kontaktmaterials, ohne wesentlichen Eingriff in die Relais-Konstruktion möglich sein.
Diese Forderungen werden nach der Erfindung dadurch weitgehend erfüllt, dass bei einem Relais der eingangs näher bezeichneten Art zur Lagerung des Ankers die Aussenkante eines innerhalb des Solenoids angebrachten Polschuhs dient, wobei als Gegenlage ein unmagnetisches Gabelstück vorgesehen ist. Ausser- dem ist an einem Ankerflügel eine den Mittelkontakt bildende Kontaktfeder mit einem aufgeschweissten drahtförmigen Kontaktelement vorgesehen, das be- triebsmässig zwischen dem Ruhekontakt und den Ar beitskontakt umschaltbar ist.
Dabei ist es vorteilhaft, dass sich die Ankerfeder mit einer Schlaufe an einer Warze des Ankers abstützt. Eine zweckmässige Ausführungsform der Erfin dung sieht dabei vor, dass die Ankerfeder neben der Lagefixierung zum Erzeugen der Ruhekontaktkraft und der Ankerrückstellkraft dient. Ausserdem kann die Ankerfeder zugleich als zusätzliche Stromzufüh rung für den Mittelkontakt verwendet werden. Die Erfindung erfüllt unter diesen Voraussetzungen weit gehend die Forderungen, die an ein serienmässig her stellbares Kleinstrelais gestellt werden.
Es wird dabei eine reibarme Lagerung des Ankers durch eine Biege feder erreicht, die gleichzeitig noch die erwähnten an deren Aufgaben übernimmt. Ausserdem wird durch die im Schwerpunkt gelagerte geringe Ankermasse und durch die das Kontaktelement tragende Kontakt feder, die als Mittelkontakt dient, eine weitgehend prellarme Kontaktgabe erzielt.
Durch die Tatsache, dass an der Kontaktfeder ein drahtförmiges Kontaktelement befestigt ist, wird er reicht, dass sich bei einer gewünschten Änderung des Kontaktwerkstoffes die Federkonstante der Kontakt vorrichtung nicht ändert und dadurch auch bei Ver wendung anderer Kontaktwerkstoffe mit gleichen Kontaktkräften zu rechnen ist.
Es ist also jederzeit möglich, den Verwendungszweck eines Kleinstrelais der beschriebenen Art und damit den Kontaktwerk stoff hinsichtlich der sekundär zu schaltenden Kreise zu wechseln, ohne dass dabei andere Kennwerte für das Relais gültig sind. Es ist nämlich dabei lediglich erforderlich, ein anderes -Kontaktelement vorzusehen, die eigentliche Kontaktfeder bleibt für jeden Betriebs fall gleich.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus nachfolgen der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Er findung.
Es zeigen: Fig. 1 die Ausführung des Elektromagnetsystems im Schnitt, Fig. 2 eine mit dem Bezugszeichen A versehene Einzelheit nach Fig. 1 in vergrösserter Darstellung.
Das in der Fig. 1 dargestellte ungepolte Elektro- magnetsystem in Kleinstbauweise besteht im wesent lichen aus einem Sockel 1, bei dem über eine Druck- glaseinschmelzung 2a Sockelstifte 3a, 3b und 3c ange bracht sind.
An den Enden der Sockelstifte 3a und 3b befindet sich starre Edelmetall-Kontaktrollen, und zwar der Ruhekontakt 4a und der Arbeitskontakt 4b. Am Anker 5 ist die Kontaktfeder 6a aus Federwerk- stoff angebracht, an der sich das eigentliche draht- förmige, aufgeschweisste Kontaktelement 6b aus Kon taktwerkstoff befindet. Dadurch ist gewährleistet, dass trotz Verwendung verschiedener Kontaktwerkstoffe die Federkonstante des Kontaktsystems gleich ist,
was sonst bei bekannten Ausführungen nur durch ent sprechende Ausbildung des Kontaktdrahtes entspre chend der Werkstoffkennwerte möglich ist.
Als Ankerlagerung ist, wie in Fig. 2 noch ver- grössert dargestellt, ein Schneidemager gewählt, des sen Schneide 13 vom Polschuh 14 gebildet wird. Das Gegenlager besteht aus dem Anker 5 und dem unma- gnetischen Gabelstück 16 (Fig. 1). Es dient zur seit lichen Fixierung des Ankers 5. Eine unmagnetische Ankerfeder 7 aus Federdraht wird in einen Schlitz 18 am Polschuh 14 eingehängt und stützt sich an einer Warze 19 des Ankers 5 ab.
Die Ankerfeder <B>7</B> ist als Biegefeder mit einer Schlaufe 7a für die erforderliche Anpassung an die magnetische Kraft-Weg-Charakte- ristik ausgebildet. Die Ankerfeder hat eine Reihe Be dingungen zu erfüllen, die nicht nur mit der reibar men Ankerbewegung und der Erzeugung der erfor derlichen Ruhekontaktkraft des Ankers zusammen hängen, sondern sie soll auch als Ankerrückstellfeder wirksam sein.
Darüber hinaus dient sie als zusätzliche Stromzuführung für den Mittelkontakt, der als äus- seren Anschluss den Sockelstift 3c besitzt.
Die Spulenanschlüsse 8 sind mittels einer Druck- glasdurchführung 2b hermetisch dicht in die Fluss führungsplatte 9 eingeschmolzen. Der der Flussfüh- rungsplatte 9 zugehörige Polschuh 15, der mit einer unmagnetischen Metallhülse 10 an der Stelle 9a her metisch dicht verbunden ist, bildet mit dem Anker 5 den Arbeitsluftspalt 5b, während der am anderen Ende des Ankers 5 wirksame Arbeitsluftspalt die Be zeichnung 5a trägt.
Die unmagnetische Metallhülse 10 dient gleichzeitig als Spulenkörper, auf dem sich iso liert die Erregerwicklung 11 befindet.
Das Elektromagnetsystem besteht fertigungsmäs- sig aus zwei Baugruppen, wobei die eine Baugruppe die Kontaktanordnung mit Anker umfasst, während die andere Baugruppe die Erregerwicklung mit Pol schuh aufweist. Die Polschuhflächen werden bei der Montage parallel zueinander ausgerichtet. Durch die Verbindung der beiden Baugruppen an der Stelle 20 wird gleichzeitig der hermetische Abschluss des Kon taktraums erzielt, der frei von organischen Stoffen ist.
Die aus Weicheisen bestehende Hülse 12 dient, wie gestrichelt angedeutet, als magnetischer Rück- schluss für das Elektromagnetsystem und führt den Erregerfluss, sie hat aber gleichzeitig die Aufgabe eines mechanischen Schutzes für das Relais. An den Stellen 21 kann zusätzlich ein hermetischer Abschluss der Erregerwicklung 11 zur Vermeidung von Elektro- lyse-Erscheinungen vorgesehen werden.
Da die Weich- @eisenhülse 12 das Spannungspotential der Mittelkon- taktfeder 6a bzw. des Mittelkontakts 6b aufweist, ist zur Isolation des gesamten Kleinstrelais ein Isolier schlauch 17 vorgesehen.
Das Kleinstrelais arbeitet weitgehend lageunabhängig und ist weitgehend stoss- und schüttelfest, da der An ker 5 im Schwerpunkt gelagert ist. Durch die nur kleine Ankermasse und der angepassten Steifigkeit der Mit telkontaktfeder 6a wird in Verbindung mit einem vor gesehenen Überhub, bei dem also der Ankerhub grösser ist, als der Kontakthub, eine weitgehend prellarme -Kontaktgabe erreicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Ungepoltes Kleinstrelais mit einem innerhalb eines Solenoids bewegbaren zweiflügeligen Anker und einer von einem der beiden Ankerflügel betätigten Um schaltkontaktvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Lagerung des Ankers (5) die Aussenkante eines innerhalb des Solenoids angebrachten Polschuhs @(14) dient,wobei als Gegenlage ein unmagnetisches Gabelstück (16) vorgesehen ist, und dass an einem Flügel des Ankers (5) eine den Mittelkontakt bildende Kontaktfeder (6a) mit einem aufgeschweissten draht- förmigen Kontaktelement (6b) vorgesehen ist, das be- triebsmässig zwischen dem Ruhekontakt (4a) und dem Arbeitskontakt (4b) umschaltbar ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Ungepoltes Relais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich die Ankerfeder (7) mit einer Schlaufe (7a) an einer Warze (19) des An kers (5) abstützt. 2. Ungepoltes Relais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ankerfeder neben der Lagefixierung zur Erzeugung der Ruhekontaktkraft der Umschaltvorrichtung und der Rückstellkraft des Ankers dient.3. Ungepoltes Relais nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Ankerfeder (7) als zusätzliche Stromzuführung für die Kontaktfeder (6a) bzw. für das Kontaktelement (6b) vorgesehen ist. 4. Ungepoltes Relais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die in der Erregerwick lung (11) vorgesehenen Polschuhe (14, 15) im Quer- schnitt die Form eines Kreisabschnittes aufweisen und innerhalb des Solenoids diagonal versetzt angeordnet sind.5. Ungepoltes Relais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an einem Ende des zwei flügeligen Ankers an der dem Polschuh zugewandten Seite eine Trennwarze vorgesehen ist. 6. Ungepoltes Relais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die elektrischen Anschlüs se (8a, 8b) der Erregerwicklung (11) an der dem Sok- kel (1) des Relais abgewandten Seite herausgeführt sind.
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