CH425011A - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der augenblicklichen Leistung eines Atomkernreaktors - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der augenblicklichen Leistung eines AtomkernreaktorsInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der augenbfickfichen Leistung eines Atomkernreaktors Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren zur Be stimmung der augenblicklichen Leistung eines Atom kernreaktors für Regelzwecke, wobei ein von der Reaktorleistung abhängiges Signal durch Multiplika tion des Messignals einer Neutronenflussmessung an einer Stelle im Reaktor mit einem Signal, das von der vom Reaktor abgegebenen thermischen Leistung ab hängig ist, gewonnen wird, und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens bei einem Atom kernreaktor, gekennzeichnet durch eine Neutronen- fluss-Messvorrichtung,
eine Vorrichtung zur Messung der thermischen Leistung des Reaktors und eine Multipliziervorrichtung, welcher die Signale der bei den vorherigen Vorrichtungen zugeführt werden.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens nach dem Hauptpatent, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Differenz zwischen dem gewonnenen Signal und dem von der thermischen Leistung abhängigen Signal gebildet wird und ein von dieser Differenz abhängiges Signal zur Steuerung einer Sicherheitseinrichtung des Reaktors verwendet wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass eine un gewollte Leistungsänderung des Reaktors bedeutend rascher festgestellt und einer solchen Änderung rascher entgegengewirkt werden kann als auf thermo- metrischem Wege.
Ferner betrifft die Erfindung eine weitere Ausbil dung der Vorrichtung nach dem Hauptpatent, die da durch gekennzeichnet ist, dass ein Vergleichsorgan vorgesehen ist, in dem die Differenz zwischen dem Ausgangssignal aus der Multipliziervorrichtung und dem Signal einer Kühlmittelmengenmessvorrichtung gebildet wird, dass der Ausgang des Vergleichsorgans mit einem zweiten Vergleichsorgan verbunden ist, in dem das aus dem ersten Vergleichsorgan kommende Differenzsignal mit einem Grenzwert verglichen wird, und dass der Ausgang des zweiten Vergleichsorgans mit der Sicherheitseinrichtung des Reaktors in Wir kungsverbindung steht.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschrei bung anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung: Fig. 1 eine erfindungsgemässe Kernreaktoranlage mit Einrichtung zum Schnellabschalten des Reaktors, Fig. 2 eine erfindungsgemässe Kernreaktoranlage mit Einrichtung zum Herabsetzen der Reaktorlei stung und Fig.3 eine Einrichtung zum Schnellabschalten des Reaktors,
wobei die Einrichtung als 2 von 3-Schaltung ausgebildet ist.
Gemäss Fig. 1 wird der Reaktor 1 von einem Kühlmittel durchströmt, das mit Hilfe der Umwälz- vorrichtung 14 im Kreislauf geführt ist und dessen Menge in Abhängigkeit der Temperatur des Kühlmit- tels,am Austritt aus dem Reaktor mittels des PI-Reg lers 15 eingestellt wird. Das im Reaktor 1 aufge heizte Kühlmittel gelangt in einen Wärmeübertrager 4, in dem es seine Wärme,
wie im Hauptpatent näher erläutert, an das Arbeitsmittel einer Dampfkraftan lage abgibt.
Am Reaktor 1 ist eine Neutronentlussmessvor- richtung 27 und an der Leitung 3 eine Messvorrich- tung 28 für die Kühlmittelmenge vorgesehen. Das Messignal der Neutronenfluss-Messvorrichtung 27 wird der Multipliziervorrichtung 30 zugeführt, die über ein Integrierorgan 31 auch das Signal der Men- genmessvorrichtung 28 erhält.
Das Ausgangssignal aus der Multipliziervorrichtung wird über die Leitung 26 aus dem PI-Regler 22 geschaltet, der über dem Servomotor 21 die Regelstäbe 20 des Reaktors ver stellt. Das Ausgangssignal aus der Multipliziervor- richtung 30 wirkt ausserdem auf das Vergleichsorgan 33 und das Additionsorgan 34. In dem Organ 33 wird das Ausgangssignal in der Leitung 26 mit dem von der Messvorrichtung 28 kommenden Signal ver glichen, und es wird dem Integrierorgan 31 ein der Differenz der beiden verglichenen Signale entspre chendes Signal zugeführt.
Das dieser Differenz entsprechende Signal wird ausser zum Integrierorgan 31 über eine Signalleitung 50 auch einem Vergleichsorgan 51 zugeführt. Das Vergleichsorgan 51 erhält über eine Signalleitung 52 ein Grenzwertsignal, das in dem Organ 51 mit dem Differenzsignal verglichen wird.
Das Vergleichsorgan 51 ist über eine Signalleitung 53 mit einem Schaltor gan 54 verbunden, das im Stromkreis eines Elektro magneten 55 liegt, der mit einem Neutronen absor bierenden Stab 56 zusammenwirkt, mit dessen Hilfe der Reaktor schnell abgeschaltet werden kann.
Das aus dem Ver ,gleichsdrgan 51 austreten-,die Signal wechselt seinen Sinn je nachdem, ob das Differenz- signal in der Leitung 50 grösser oder kleiner ist als das Grenzwertsignal in der Leitung 52. Wird das Dif ferenzsignal in der Leitung <B>50</B> grösser als das Grenz- wertsignal in der Leitung 52, so schaltet das.
Aus gangssignal in der Leitung 53 das Schaltorgan 54 aus, wodurch der Magnet 55 stromlos wird und der Stab 56 in den Kern des Reaktors 1 fällt. Damit wird der Reaktor sofort abgeschaltet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die Neutronenfluss-Messvorrichtung 27 und die Kühl mittelmengen-Messvorrichtung 28 in der gleichen Weise auf die Multipliziervorrichtung 30 geschaltet wie in dem Beispiel nach Fig. 1.
Auch gemäss Fig. 2 wird das Differenzsignal zwischen dem Ausgangssi- gnal,aus der Mulhipliziervorrichtung 30 und dem Ss- nal der Mengenmessvorrichtung 28 über die Signal- gnal der Mengenmessvorrichtung 5,
1' zugeführt. Die ses Organ 51' erhält von einem Grenzwertsignalgeber 60 über eine Leitung 52' ein Grenzwertsignal und bildet ein mit x bezeichnetes Differenzsignal, das einem Umformorgan 61 zugeführt wird. Aus dem Umformorgan 61 tritt ein Signal y aus, dessen Grösse gemäss der gezeichneten Funktion von x abhängig ist und das über eine Signalleitung 62 zu einem Addi tionspunkt 63 gelangt, wo es dem vom Dampfdruck abhängigen Signal aus dem Druckmessorgan 25 überlagert wird.
Wird der Neutronenfluss 9p plötzlich viel grös- ser, so wird das Signal in der Leitung 50 stark posi tiv. Von diesem Signal in der Leitung 50 wird im Vergleichsorgan 51' das Grenzwertsignal aus der Leitung 52' subtrahiert, woraus ein positives Signal x entsteht. Damit wird das Signal y grösser als Null und über den Additionspunkt 63 wird ein zu hoher Dampfdruck simuliert.
Auf dem Wege über die Pro portionalanteile der Regler 23 und 22 wird daraufhin sofort die Reaktorleistung herabgesetzt, indem der Servomotor 21 die Regelstäbe 20 so verstellt, dass diese tiefer in den Reaktorkern hineinragen. Auch auf diese Weise wird die Sicherheit der Reaktoran lage gewährleistet. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfin dung kann in der Signalleitung 62 ein Organ vorgese hen sein, das das Signal y auf seinem höchsten Wert festhält, den es jemals erreicht.
Diese Fixierung des Signales y ist dann nur durch Handeingriff auf einen kleineren Wert einstellbar oder aufhebbar.
Nach Fig.3 sind die Neutronenfluss-Messvor- richtung und die Kühlmittelmengen-Messvorrichtung dreifach ausgeführt. Jede der drei Neutronenfluss Messvorrichtungen 27, 27' und 27" ist mit einer Multipliziervorrichtung 30, 30' bzw. 30" verbunden, die über ein Integrierorgan 31, 31' bzw. 31" mit den Mengenmessvorrichtungen 28, 28' und 28" in Ver bindung stehen.
Die Signalleitungen der drei Men- genmessvorrichtungen 28, 28' und 28" sind in einem Punkt 57 zusammengeführt, von wo aus ein entspre chendes Mengensignal weitergeleitet wird, z. B. als Regelsignal zum Beeinflussen der Umwälzvorrich- tung 14. Das Differenzsignal zwischen dem Aus gangssignal der Multipliziervorrichtung 30 und dem Ausgangssignal der Mengenmessvorrichtung 28 wird wiederum im Vergleichsorgan 33 gebildet.
Dement sprechend sind Vergleichsorgane 33' und 33" für die Signale aus .der Multipliziervorridhtung <B>307</B> und der Mengenmeiss,vorrichtung 28' bzw. aus der Multipli- ziervorrichtung 30" und der Mengenmesssvorrichtung 28" vorgesehen.
Von den Vergleichsorganen 33, 33' und 33" führt je eine Signalleitung 65, 65' und 65" zu einer Vorrichtung 70, 70' und 71}". Jede dieser Vorrichtungen entspricht .dem Vergleichsorgan 51 in Fig. il. Ausserdem sind die Ausgangssigaalleitungen der Multipliziervorrichturugen 30,
<B>30'</B> und 30" im P'unkb 58 ,zur Signalleitung 26 zusammengefasst, die zum: P'I Regler 2 führt.
Jeder Vorrichtung 70, 70' und 70" wird ein Grenzwertsignal zugeführt über eine Leitung 52, 52' bzw. 52". Zwischen dem den Schnellabschaltstab 56 beeinflussenden Elektromragneben 55 und den Vor- richtungen 70, 70' und 70" sind .drei Relais 71, 71' und 71" vorgesehen, deren Konibaktsätze mit der Spule des Magneten 55 in der bekannten 3 von 3-Schaltung verbunden sind.
Damit ein Abfallen des Stabes 56 vom Elektromagneten 55 und damit ein Schnellab schalten des Reaktors erfolgen kann, müssen bei die ser Anordnung zwei der drei Relais 71, 71' und 71" abfallen, die in der Zeichnung im erregten Zustand dargestellt sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren nach Patentanspruch I des Hauptpa tentes, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz zwischen dem gewonnenen Signal und dem von der thermischen Leistung abhängigen Signal gebildet wird und ein von dieser Differenz abhängiges Signal zur Steuerung einer Sicherheitseinrichtung des Reak tors verwendet wird.II. Vorrichtung nach Patentanspruch II des Hauptpatentes zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I hiervor, dadurch gekennzeich net, dass ein Vergleichsorgan vorgesehen ist, in dem die Differenz zwischen dem Ausgangssignal aus der Multipliziervorrichtung und dem Signal einer Kühl mittelmengen-Messvorrichtung gebildet wird, dass der Ausgang des Vergleichsorgans mit einem zweiten Vergleichsorgan verbunden ist,in dem das aus dem ersten Vergleichsorgan kommende Differenzsignal mit einem Grenzwert verglichen wird, und dass der Ausgang des zweiten Vergleichsorgants mit der Sicher- heitseinrichtung des Reaktors in Wirkungsverbindung steht. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Differenzsignal mit einem Grenzwertsignal verglichen wird und bei Überschrei ten des Grenzwertsignals ein Schnellabschalten des Reaktors eingeleitet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Differenzsignal mit einem Grenzwertsignal verglichen wird und ein aus diesem Vergleich hervorgehendes Signal im Sinne einer Herabsetzung der Leistung des Reaktors in dessen Regelung eingreift. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das aus dem Vergleich hervorge hende Signal umgeformt und danach einem vom Dampfdruck im Dampferzeuger abhängigen Signal überlagert wird. 4. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang des zweiten Ver gleichsorgans mit einem Schaltorgan verbunden ist, das im Stromkreis eines mit einem Neutronen absor bierenden Schnellabschaltstab zusammenwirkenden Elektromagneten liegt. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein richtung als 2 von 3-Schaltung ausgebildet ist. 6.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang des zweiten Ver gleichsorgans mit einem Umformorgan verbunden ist, dessen Ausgang .der Signalleitung, eines, Druckmesis- organs an ,der Dampfleitung ,additiv aufgeschaltet ist.
Priority Applications (5)
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| NL646414373A NL145386B (nl) | 1964-11-16 | 1964-12-10 | Verbetering van de werkwijze voor het verkrijgen van een de momentele energieafgifte van een kernreactor representerend meetsignaal. |
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| CH1479264A CH425011A (de) | 1963-09-19 | 1964-11-16 | Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der augenblicklichen Leistung eines Atomkernreaktors |
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1964
- 1964-11-16 CH CH1479264A patent/CH425011A/de unknown
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