CH425455A - Blendenregler für photographische Apparate - Google Patents
Blendenregler für photographische ApparateInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B7/00—Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
- G03B7/08—Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
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Description
Blendenregler für photographische Apparate Die Erfindung betrifft einen Blendenregler für photographische Apparate mit aus einer Extremstel- lung ablaufender Blende, deren Ablaufbewegung beim Anstossen einer Kippschaltung freigebbar und nach Verstreichen einer von der Kippschaltung gesteuerten Zeitspanne anhaltbar ist.
Es ist bereits ein Blendenregler dieser Art bekannt, dessen einziger aus einer Extremstellung ablaufender Blendenring von einem Hemmwerk verzögert wird, um durch die der mechanischen Trägheit der Anhalte vorrichtung gegenüberstehende hohe Ablaufgeschwin digkeit eines ungehemmten Blendenringes keine Ein stellfehler auftreten zu lassen. Infolgedessen wird die Einstellzeit erheblich verlängert, was insbesondere beim Photographieren beweglicher Gegenstände Fehl aufnahmen, zumindest aber eine Veränderung des gewählten Bildausschnittes bis zur tatsächlich statt findenden Aufnahme, zur Folge hat.
Aufgabe der Erfindung ist das Vermeiden dieses Nachteiles durch Erhöhen der Einstellgeschwindigkeit unter Sicherung ausreichender Einstellgenauigkeit.
Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass die Blendenlamellen auf zwei in der kleinsten Blen- denöffnung gehaltenen Blendenringen gelagert sind,
wobei der erste Blendenring beim Anstossen der Kipp- schaltung und der zweite Blendenring nach Verstrei chen der von der Kippschaltung gesteuerten Zeitspan ne zum Ablauf freigebbar und beide Blendenringe nach dem Freigeben des zweiten Blendenringes gleich zeitig durch eine Bremsvorrichtung anhaltbar sind. Zweckmässig ist zwischen den Blendenringen eine Rastvorrichtung vorgesehen, welche beide Blenden ringe beim Freigeben des zweiten Blendenringes mit einander starr kuppelt.
Vorzugsweise ist die Rastvor- richtung aus von den Blendenringen radial abstehen den, sich gegenüber liegenden und radial geriffelten Rastlappen gebildet, die mindestens die Länge des Maximalhubes der Blendenringe aufweisen.
Vorzugs weise wird jeder der Blendenringe entgegen der Wir kung seiner Treibfeder von einem Sperrbolzen gehal ten, wobei die Sperrbolzen durch Elektromagnete be- tätigbar sind; der den zweiten Blendenring haltende Sperrbolzen betätigt einen Doppelhebel, der mit dem Klemmbolzen getrieblich verbunden ist. Der Doppel hebel weist vorzugsweise eine Klaue auf, welche die Antriebsscheibe eines Verschlussmechanismus fest hält.
Um wahlweise den Blendenregler sowohl auto matisch als auch manuell arbeiten zu lassen, kann in die Kippschaltung wahlweise ein Photowiderstand oder ein regelbarer Festwiderstand eingeschaltet wer den.
Zusätzlich können Führungsgrössen wie Belich tungszeit, Filterfaktoren und Filmempfindlichkeit da durch eingegeben werden, dass einer der Elektroma gnete zusammen mit seinem Sperrbolzen auf einen Träger gelagert ist, der nach Massgabe einer Skala mit Werten für Führungsgrössen einstellbar ist; der Träger kann zweckmässig mit einem Belichtungszeit einsteller gekuppelt oder selbst Belichtungszeiteinstel- ler sein. Die Einzelheiten der Erfindung sind aus einem dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiel zu ersehen.
In einem nicht besonders dargestellten Gehäuse 5 sind ein erster Blendenring 1 und ein zweiter Blen- denring 2 drehbar gelagert, die von Treibfedern 3 und 4 in eine Endlage zu ziehen gesucht werden. Auf den Blendenringen sind mittels der Treibstifte 9 und 10 die Blendenlamellen 11 gelagert, von denen der Über sichtlichkeit wegen nur eine dargestellt ist.
Der Blen- denring 1 weist einen Spannarm 6 auf, in dessen Weg am zweiten Blendenring 2 ein Mitnehmer 7 sowie ein seinen Ablauf blockierender Sperrbolzen 8 angeord net sind. Ein weiterer Sperrbolzen 12 ist im Wege eines Sperrlappens 13 des zweiten Blendenringes 2 vorgesehen.
Von den Blendenringen 1 und 2 stehen einander gegenüberliegende radial geriffelte Rastlap pen 14 und 15 ab, die im Bereich eines festen Klemm- backens 16 und eines diesem gegenüberliegenden Blen- denbolzens 17 schwingen.
Die Sperrbolzen 8 und 12 werden von Elektroma gneten 18 und 19 bewegt, wobei der Sperrbolzen 8 di rekt und der Sperrbolzen 12 über eine Kippschaltung 20 parallel an der Stromquelle 21 liegen, die mit tels des Kontaktes 22 einschaltbar ist. In Reihe mit der Kippschaltung 20 liegt ein Doppelkontakt 23 im Wege eines Schaltnockens 24 des Spannarmes 6.
Ausserdem ist der Doppelkontakt 23 über Anschlüsse a und b mit der Kippschaltung 20 verbunden, um bei nicht erfolgender Belichtung wegen der herrschenden unzureichenden Lichtverhältnisse die staugefundene Teilaufladung in der Kippschaltung zu löschen.
Um Belichtungsfaktoren als Führungsgrössen wie Belich tungszeit, Filterfaktoren und Filmempfindlichkeit be rücksichtigen zu können, ist der Sperrbolzen 12 zu sammen mit dem Elektromagneten 19 auf einem be weglichen Träger 28 befestigt, der nach Massgabe einer Skala 29 einstellbar ist.
Der Elektromagnet 19 ist über einen Selbsthaltekontakt 32 an die Stromquel le 21 gelegt, wobei in Reihe mit dem Selbsthaltekon- takt 32 ein gegen Ende des Ablaufes der Antriebs scheibe 27 von dieser betätigbarer Unterbrecher 31 geschaltet ist.
Der Klemmbolzen 17 ist über einen Doppelhebel 25 vom Sperrbolzen 12 betätigbar; der Doppelhebel 25 weist ausserdem eine Klaue 26 auf, die die An triebsscheibe 27 eines Verschlussmechanismus bekann ter Bauart hält. Damit der Blendenregler sowohl auto matisch als auch manuell arbeiten kann, ist in die Kippschaltung 20 wahlweise ein Photowiderstand 30 oder ein veränderbarer Festwiderstand 31 einschalt bar.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Zunächst wird durch Bewegen des Trägers 28 nach Massgabe der Skala 29 die gewünschte Belich- tungszeit eingestellt, indem ein Belichtungszeitregel- mechanismus bekannter Bauart mit diesem Träger gekuppelt ist. Weiterhin wird durch einen nicht be sonders dargestellten Umschalter entweder der Pho towiderstand 30 (Automatik) oder der verstellbare Festwiderstand 31 (Manuell) in die Kippschaltung 20 einbezogen.
Dann wird nach Anvisieren des zu pho tographierenden Gegenstandes der Kontakt 22 betätigt, wodurch gleichzeitig einerseits der Elektromagnet 18 den Sperrbolzen 8 aus dem Bereich des Spannarmes 6 zieht, damit die Treibfeder 3 den ersten Blendenring 1 und die Treibfeder 4 den Blendenring 2 in Pfeilrich tung drehen kann sowie andererseits die Kippschal- tung 20 an die Stromquelle 21 angeschlossen wird.
Beide Blendenringe 1 und 2 laufen zunächst gleichzei- tig ab, bis der zweite Blendenring 2 mit dem Sperr lappen 13 aud den Sperrbolzen 12 trifft und angehal ten wird. Dann läuft der Blendenring 1 allein weiter, und die Blendenlamellen 11 drehen sich um den Treib- stift 10, wobei sie in die der grössten Öffnung der Blende entsprechende Stellung zu gelangen suchen.
Nach der von der Kippschaltung 20 gesteuerten Zeitspanne wird der Elektromagnet 19 erregt, wodurch der Sperrbolzen 12 ausser Eingriff mit dem Blenden ring 2 kommt. Deshalb kann die Treibfeder 4 den zweiten Blendenring 2 wieder im gleichen Sinne wie den ersten Blendenring 1 drehen, so dass die Relativ drehung zwischen beiden Blendenringen 1 und 2 auf hört,
und die Blendenlamellen 11 die erreichte Blen- denöffnung nicht weiter vergrössern. Indem der Sperr bolzen 12 auf den Doppelhebel 25 trifft, wird dieser entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt. Dabei wer den über den Klemmbolzen 17 die radial geriffelten Rastlappen 14 und 15 gegeneinander gedrückt, so dass sich zur Unterbindung jeder Relativbewegung eine starre Kupplung zwischen den beiden Blendenringen 1 und 2 ergibt.
Gleichzeitig drückt der Klemmbolzen 17 den Rastlappen 15 gegen den Klemmbacken 16; nach einem kurzen Bremsweg gelangen beide Blen- denringe 1 und 2 zum Stillstand. Der Doppelhebel 25 schliesst ferner den Selbsthaltekontakt 32, so dass über den Elektromagnet 19 die Klemmung der bei den Blendenringe 1 und 2 solange aufrechterhalten bleibt, wie der durch das Ausheben der Klaue 26 eingeleitete Ablauf der Antriebsscheibe 27 dauert.
Erst gegen Ende des Ablaufes der Antriebsscheibe 27 trifft der Sperrlappen 35 auf den Unterbrecher 33, wodurch der Elektromagnet 19 stromlos wird. Der Sperrbolzen 12 und der Doppelhebel 25 kehren wieder in ihre Ruhelage zurück.
Ergibt sich der Verwendung des Photowiderstan des 37 zum Zwecke der automatischen Einstellung, dass der erste Blendenring 1 seinen Ablauf beendet hat, ohne dass der zweite Blendenring 2 ausgelöst worden ist, so ist das ein Zeichen dafür, dass das Einstellbereich erschöpft ist, und eine der herrschen den Helligkeit entsprechende Einstellung nicht erfol gen kann.
In. diesem Falle trifft der Schaltnocken 24 des Spannarmes 6 auf den Doppelkontakt 23, wodurch die Zuleitung zwischen der Stromquelle 21 und der Kippschaltung 20 unterbrochen und über die Leitun gen a und b ein Ableiten der Teilaufladung der die Kippzeit der Schaltung bestimmenden Kapazität vor genommen wird.
Vor dem Durchführen einer neuen Aufnahme wer den durch Erfassen des Spannarmes 6 beide Blenden ringe 1 und 2 entgegen der Treibfedern 3 und 4 im Uhrzeigersinn gedreht, bis die Sperrbolzen 8 und 12 einrasten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Blendenregler für photographische Apparate mit aus einer Extremstellung ablaufender Blende, deren Ablaufbewegung beim Anstossen einer Kippschaltung freigebbar und nach Verstreichen einer von der Kipp- schaltung gesteuerten Zeitspanne anhaltbar ist, da durch gekennzeichnet, dass die Blendenlamellen (11) auf zwei in der kleinsten Blendenöffnung gehaltenen Blendenringen (1, 2) gelagert sind, wobei der erste Blendenring (1)beim Anstossen der Kippschaltung (20) und der zweite Blendenring (2) nach Verstreichen der von der Kippschaltung gesteuerten Zeitspanne zum Ablauf freigebbar und beide Blendenringe (1, 2) nach dem Freigeben des zweiten Blendenringes (2) gleich zeitig durch eine Bremsvorrichtung (16, 17) anhaltbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Blendenregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Kippschaltung (20) wahl weise ein Photowiderstand (30) oder ein manuell re gelbarer Festwiderstand (31) einschaltbar ist.z. Blendenregler nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Blendenringen (1, 2) eine Rastvorrichtung (14, 15) vorgesehen ist, wel che beide Blendenringe (1, 2) beim Freigeben des zweiten Blendenringes (2) miteinander starr kuppelt. 3. Blendenregler nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung (14, 15) aus von den Blendenringen (1, 2) radial abstehenden, sich gegenüberliegenden und radial geriffelten Rastlappen (14, 15) gebildet ist, die mindestens die Länge des Maximalhubes der Blendenringe (1, 2) aufweisen.4. Blendenregler nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Rastlappen (14, 15) ein feststehender Klemmbadken (16) und ein be weglicher Klemmbolzen (17) angeordnet sind. 5. Blendenregler nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Blendenringe (1, 2) ent gegen der Wirkung seiner Treibfeder (3, 4) von einem Sperrbolzen (8, 12) gehalten wird, wobei die Sperr bolzen (8, 12) durch Elektromagnete (18, 19) betätig- bar sind.6. Blendenregler nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der den zweiten Blendenring (2) haltende Sperrbolzen (12) einen Doppelhebel (25) be tätigt, der mit dem Klemmbolzen (17) getrieblich ver bunden ist. 7. Blendenregler nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelhebel (25) eine Klaue (26) aufweist, welche die Antriebsscheibe (27) eines Verschlussmechanismus blockiert.B. Blendenregler nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippschaltung (20) und der den Sperrbolzen (8) der ersten Blendenringes (1) be- tätigende Elektromagnet (18) über einen gemeinsamen Kontakt (22) einschaltbar sind. 9. Blendenregler nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Elektromagnete (19) zusammen mit seinem Sperrbolzen (12) auf einem Träger (28) gelagert ist, der nach Massgabe einer Ska la mit Werten für Führungsgrössen wie Belichtungs zeit, Filter, Filmempfindlichkeit einstellbar ist.10. Blendenregler nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (28) mit einem Be- lichtungszeiteinsteller gekuppelt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| DD10430564 | 1964-05-09 |
Publications (1)
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ID=5478146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH1126964A CH425455A (de) | 1964-05-09 | 1964-08-27 | Blendenregler für photographische Apparate |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| AT (1) | AT254686B (de) |
| CH (1) | CH425455A (de) |
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1964
- 1964-08-21 AT AT724464A patent/AT254686B/de active
- 1964-08-27 CH CH1126964A patent/CH425455A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT254686B (de) | 1967-06-12 |
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