Gerät zum Stapeln gleichartiger Gegenstände
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung des im Patentanspruch des Hauptpatentss umschriebenen Gerätes zum Stapeln gelichartiger Gegenstände mit einer Fördervorrichtung zum vereinzelten Antransport der Gegenstände an eine Stapelstelle und mit Transportmitteln zum Abtransport. der Gegenstände bzw. des Stapels derselben quer zur Eintrittsrichtung der gegenstände in die Stapelstelle, welches sich gemäss diesem Patentanspruch dadurch auszeichnet, dass an der Stapelstelle eine Vorrichtung vorhanden ist, die besim Eintreffen jedes Gegenstandes in seiner Endstellung in der Stapelstelle anspricht und die Mittel zum Abtransport des Gagenstandes bzw.
Stapels betätigt und die weitere Zufuhr von Gegen- ständen in die Stapelstelle verhindert.
Das im Hauptpatent beschriebene Gerät ist insbesondere zum Stapeln von Rohsteinen zur Hep- stellung von Lagersteinen bestimmt. Die Steine wer den dabei durch einen Fördervibrator direkt in die Sbapelstelle transportiert, in welcher ein sehr emp- findlicher Fühler, beispielsweise ein Miknophon, das volstndige Eintreten je eines Steines in die Stapel- stelle abtastet und die Stapelbewegung auslöst, Diese Lösung hat gewisse Nachteile, indem der Fühler auf Erschütterungen ansprechen kann, die nicht vom Auftreffen eines Gegenstandes auf den Fühler herrühren.
Ausserdem ist eine verhältnismässig teurer verstärker erforderich, um die schwachen Steuer- signale zur'Betätigung der Stapelvorrichtung zu verstärken. Die geringen Förderkräfte, welche vom Fördervibator auf die Gegenstände einwirken, sind oft ungenügend, um irgendwelche aussergewöhnliche Widerstände in der Bahn zum Antnansport der Gegenstände zu überwinden. Es ist dabei insbeson- dere unmöglich, während des Antransports der Gegenstände in dde Stapelstelle einen Klebstoff auf dieselben aufzutnagen, um sie im Stapel gegenseiit verkleben.
Es ist das Ziel vorliegender Erfindung, die oben erwähnten Nachteile zu vermeiden. Das Gerät gemäss den Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Bahn zum Antransport der Gegenstände zup Erhöhung der Förderkraft zusätzliche Fördermittel auf die Gegenstände wirken. Es ist damit möglich, die Gegenstände praktischzwangläufig zu fördern, um damit vorhandene Widerstände zu überwinden.
Ausserdem kann dank der höheren Förderkräfte anstelle eines sehr empfindlichen Fühlers ein weniger empfindlicher Fühler zur direkten Betätigung eines Steuerschaltens vongesehen werden, so dass der Verstärker vereinfacht werden kann und Fehlschaltungen ausgeschlossen werden können. Es ist ausserdem mög- lich, die e Gegenstände bei ihrem Antrangsport in die Stapelstelle mit Klebstoff zu versehen.
In der Zeichnung ist ein Ausfülirungsbeispiel des erfindungsgemässen Gerätes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht teilweise im Schnitt auf das Gerät.
Fig. 2 zeigt einen vengrösserben Querschnitt durch die Bahn zum Antransport der Gegenstände.
Fig. 3 zeigt einen vergrösserten Teilschnitt durch die Kupplung zwischen dem Mitnehmer und einer Betntigungsvorrichtung für denselben.
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die zweite Ausführungsform, und
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch die zweite Aus führungsform in etwas grösserem Massstab.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Ausführungsform weist an der Stpelstellt amen Stössel 2 auf, welcher die Gegenstäde, beispielsweise Uhrensteine, an einen durch die Führung 4 vongeschabenen Sbapel 5 fördert.
Gegenüber der Bahn 6, durch welche die Uhrensteine 3 in die Stapelstelel 1 eintreten, ist ein Fühler 7 angeordnet, welcher einen nciht dargestellten Schalter betätigt und damit jeweils eine Stapelbewegung des Stössels 2. auslöst. An das in Fig. 1 links liegende Ende der Bahn 6 schliesst der Ausgang 8 eines im übrigen nicht drgestellten Fördervibrtors üblicher Bauart an. Die (Bahn 6 ist bis in die Stapelstelle durch ein Glas 9 abgedeckt, welches verhindert, dass die Steine 3 nach en aus der Bahn austreten können, und durch welches die Lage der Sterne in der Bahn sichtbar ! ist.
Wie Fig. 2 zeigt, ist die ganze Anordnung der Bahn 6 und entsprechend auch der Stapelstelle leicht geneigt. Vor der offenen Seite der Bahn liegt eine Gleitplatte 10, welche dix Bálhftl nur im unteren Teil abschliesst. Auf der Platbe 10 legt den Kopf 11 eines Mitnehmers, welcher an seinen vordem, der Bahn 6 zugewandten Seite mit einem Diamantgreifer 12 besetzt ist. Der Mintehmerkopf 11 ist an einem aus Federdnaht bestehenden Mitnehmer 13 befestigt, dessen dem Kopf 11 gegenüberliegendes Ende mit dem einen Kurbelarm 14 einer auf Idem Zapfen 15 drehbar gelagerten Kurbel gekuppelt dst.
Die Schlaufe 16 des f edenoden Mitnehmers 13 liegt zwischen der Oberseite des Armes 14 und einer federbelasteten Scheibe 17, so dass der Mitnehmer 13 mit ; dlem Kurbelarm 14 durch eine Reibungskupplung ver- bunden ist. Der Arm 14 ist zwischen zwei An sohlaigstiften 18 beweglich, welche die Bewegung der Kurbel begrenzen. Am Arm 14 greift ausserdem eine Zugfdder 19 tan, welche die Kurbel iim Uhrzeigersinn zu verdrehen stucbt.
Die Kubel weist einen zweiten Arm 20 auf, gegen welchen ein nach unten vorragender Betäti- . gungsstift 21 des Tauchankers 22 eines Elektro magneben 23'anliegt. In einen Schlitz am oberen Ende des Tauchankers 22 greift das eine Ende eines einarmigen Hebels 25, der mittels eines Stiftes 26 schwenkbar gelagert ist. Ein Kupplungsstift 24 des Trauchkers 22 greift in einen Schlitz 27 des Hebels 25. Der Hebel 25 ist mittels eines Stiftes, 28 auch mit dem oberen Ende einer Kolbenstange 29 gekuppelt, die durch eine elastische Dichtung 30 in einen Zylinder 31 nagt und einen Kolben 32 trägt.
Der Zylinder 31 steht durch Bohrungen 33, 34 und 35 mit einem Uberströmfkanal 36 in Verbindung.
Der Durchflusswiderstand der Bohrung 35 kann mittels einer Regulierschraube 37 eingestellt werden.
Fig. 1 zeigt das Gerät kurz vordemEndedes Arbeitshubs d'es Mitnehmers 11. Der Greifer 12 des Mitenhmerkopfes 11 greift mit seiner scharfen Kante zwischen zwei benachbarte Steine 3 und schiebt die vor Idem Mitnehmer liegenden Steine in die Stapelstelle. Nach kurzer Zeit wird nun der Arm 14 gegen den unteren Anscblagstift 18 anschlagen, womit die Förderwirkung des Mitnehmers aussetzt. Die Folge davon ist, fdfass auch das Ein tneten weiterer Steine in die Stpelstelle aufhört, und damit der Stössel nicht mehr betätigt wird.
Nach dem Aussetzen der Tätigkeit des Stössels 2 wird durch eine nicht dargestellte Schaltung mit bestimmter Ver zögerung der Elektromagnet 23 erregt. Dadurch wird einerseits die Kurebel im Gegenuhrzeigresinn zurück gedreht, und. anderseits der Kolben 32 in dem mit Öl gefiillben Zylinder 31 nach unten verschoben.
Dieser Verschiebung des Kolbens 32 wird vorderhand nur geringer Widerstand entgegengesetzt, weil das durch den Kolben verdrängte Öl durch die Bohrungen 34 nund 35 in den Uberströmkanal 36 verdrängt werden kann. Wenn dagegen der Kolben 32 bei seiner Abwärtsbewegung unter die Bohrung 34 gelangt ist, kann das Öl nur noch durch die einen erhöhten Durchflusswidenstand aufweisende Bohrung 35 überströmen, wodurch die Abwärtsbewegung erheblich gedämpft wind, so dass der Arm 14 der Kurbel ohne erheblichen schlag gegen den oberen Anschlagstift 18 läuft, welcher den Leerhub der Kurbel. und damit des Mitnehmers 13 begrenzt.
Während dieses Loerhubs der'Kurbel wird der Kopf 11 bzw. der Greifer 12 des Mitnehmers von der Reihe von Stei- nen 3 abgehoben, wobei jedoch die Drehung des Mitnehmers 13 im Gegenuhrzeigersinn durch die obere Begrenzung 10a der Platte 10 begrenzt ist.
Infolge dieser Begrenzung der Schwenkbewegung des Mitnehmers 13 erfolgt während des zweiten Teils des Leerhubs des Kurbelarms 14 unter Überwindung einer gewissen Reibung eine Relativdrehung zwischen dem Mitnehmen 13 und dem Arm 14, während welcher Relativdrehung der Kopf 11 des Mitnehmers längs der oberen Begrenzung 10a der Platte 10 nach links in Fig. 1 zurückläuft.
Nach einer durch die nicht dargestellte Schaltung bestimmten Zeit wird der Elektromagnet 23 entregt, so dass nun die ugefder 19 die. Kurbel wieder im Uhrzeigersinn zurückdreht. Der Arm 20 bewegt datbei über den Stift 21 den Tauchanker 22 und somit dem. Hebel 25 und den kolben 32 wieder nach oben. Da sich der Kolben 32 vorerst unterhalb der Bohrung 34 befindet,'also der Ölausgleich nur durch die Bohrung 35 erfolgen kann, ist (diese Be- wegung vorderhand stark gedämpft.
Der'Mitnehmer 13 folgt der Drehbewegung des Kurbelarms 14 und da der Mitnehmer 13 einen verhältnismässig langen Hebelanm darstellt, wird der Kopf des Mitnehmers rasch wieder an ainer weiter hintenliegenden Stelle der Bahn 6 auf die Reihe von Steinen 3 aufgesetzt.
Bei der weiteren Rückdrehung der Kurbel beginnt nun der Mitnehmier wieder Steine in die Stapelstelle zu-fördern. Ist der Kolben 32 über die Bohrung 34 angestiegen, so kann der Vorschub des Mitnehlumers rascher erfolgan, so, dass das Einschieben und Stapeln der Steine mit der grösstmöglichen Geschwindigkeit erfolgen kann. Währen des Arbeitshusbe wird in umgekehrtem Sinn eine relative Drehung zwischen dem Arm 14 und Idem damit verbundenen Ende des Mitnehmers 13 erfolgen.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 zeuichnet sich im Gegensatz zu derjenigennachFig. 2 und 3 durch eine kontinuierlich arbeitende Fördervorichtung aus. Entsprechende Teile sind in Fig. 4 und 5 gleich beziehcnet wie in den Fig. 1 bis 3. Beidseititg der Bahn 6 sind Mitnehmerwalzen 38 und 39 ge- lagert, die in entgegengesetzter Richtung. angetrieben werden können. Die Walze 39 ist in einem nicht dargestellten, quer zur Bahn 6 beweglich angeordne- ten Lager gelagert, welches durch eine ebenfalls nicht dangestellte Feder in Richtung gegen die Bahn 6 gedrückt wind.
Damit ist gewährleistet, dass die Steine unabhängig von ihrer Dicke immer zuver- lässig von den Walzen 38 8 un ! d 39 erfasst und in die Stapelstelle gefördert werden. Auch bei dieser Aus- führungsform ist die Bahn 6 unmittelbar vor der Stapelstelle l durch eine zwecks Frelegung der Bahn quer zu derselben verschiebbare Abdeckung40 geschlossen, um das Austreten von Steinen nach oben zu verhindern.
Wie eingangs erwähnt wurde, gestattet die zu sätzliche Förderung der Steine oder sonstigen Gegen- stände durhc besondere Mitenehmer auch das Auftragen von Klebstoff auf die in die Stapeltelle ein tretenden Gegenstände. Zu diesem Zweck ist bei beiden Ausführungsformenunmittelbar vor dem Ein- tritt in die Stapelstelle an der in, Staperlichtung liegenden Begrenzungswtand der Bahn 6 die Austritts- öffnung eines Klebstoffkanals vorgesehen durch wel- ch, in nicht näher dargestellter Weise ein geeigneter, vorzugswaise thermoplastischer Klebstoff auf die eine Fläche der vorbeigeführten Gegenstände aufgetragen werden kann.
Anstelle der in den beiden Ausführungsbeispielen dargestellten Mitnehmer können auch. andere geeig- nete Fördervorrichtungen vorgesehen sein, anstelle von zwei Walzen gemäss Fig. 4 und 5 könnten bei- spielsweise Förderbänder vorges hen sein, zwischen welche die Steineeintreten,'undgegendieStapel- stelle-gefördert werden.
Es kann auch längs der Bahn eine die Gegen- stände fördernde Druckdifferenz wirken, die z. B. dadurch erzeugt wird, dass der Fprdervibrator in einem verschliessbaren druckfesten Gefäss angeordnet wird, in welchem während des Stapelns ein tuber- druck ereugt wird. Es ist dabei nicht erforderlich, dass ! die Steine oder dergleichen Gegenstände entsprechend einem Kolben dichtend in einer geschlossenen Bahn geführt sind, sondern eine genügende zu sätzliche Förderwirkung kann auch druch die Mitnahme der Gegenstände durch die in der Bahn in Förderrichtung auftretende. Luftströmung erzielt werden.