CH425646A - Drainageanlage für Druckschacht- und Druckstollenpanzerungen, sowie Verfahren zur Herstellung der Anlage - Google Patents
Drainageanlage für Druckschacht- und Druckstollenpanzerungen, sowie Verfahren zur Herstellung der AnlageInfo
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Description
Drainageanlage für Druckschacht- und Druckstollenpanzerungen, sowie Verfahren zur Herstellung der Anlage Die Erfindung betrifft eine Drainageanlage für Druckschacht- und Druckstollenpanzerungen, bei der in gewissen Abständen radiale Bohrungen angeordnet und untereinander durch ringförmige Sammelleitun- gen verbunden sind.
Solche Drainageanlagen werden für stählerne Schacht- und Druckstollenpanzerungen für Wasser kraftanlagen verwendet. Durch das im Gebirge be findliche Wasser stehen derartige Panzerungen unter einem mehr oder weniger grossen Druck auf die Aus senfläche, wobei die Grösse des Druckes von den jeweiligen geologischen Verhältnissen abhängt. Die ser äussere Druck auf die Panzerung ist ohne Bedeu tung für die jeweilige Panzerung des Schachtes oder Stollens, solange er kleiner ist als der Innendruck.
Wird der normalerweise Wasser führende Druck schacht bzw. -stollen aus irgendeinem Grunde ent leert, so kann die Gefahr auftreten, dass die Panze rung durch den Gebirgswasserdruck eingebeult wird. Dieser Gefahr wird in der Regel durch eine der fol genden Massnahmen oder eine Kombination dersel ben vorgebeugt. Die Panzerung erhält eine grössere Wanddicke, sie wird durch äussere Versteifungsringe ausgesteift, sie wird schubfest mit dem Gebirge verdübelt, der Gebirgswasserdruck wird zum Rohr inneren durch Entlastungsventile oder durch eine ausserhalb der Panzerung liegende Drainage ent spannt.
Eine Drainageanlage zum Durchführen der letztgenannten Massnahme ist Gegenstand der Er findung.
Die bekannten Drainageanlagen weisen die Nach teile auf, dass sie schon während des Hinterfüllens der Panzerung durch den zwischen Panzerung und Gebirge eingebrachten Beton verstopft werden kön nen, eine Kontrollmöglichkeit für den freien Durch gang der Drainageanlage nicht gegeben ist und ver- stopfte Leitungen wegen ihrer Unzugänglichkeit nicht wieder instandgesetzt werden können.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es obige Nachteile zu beheben. Durch vorliegende Drainage anlage wird der Fortschritt der vollständigen Durch- spülbarkeit des gesamten Systems erzielt, so dass z.
B. vor dem Entleeren des Druckschachtes bzw. des Druckstollens der freie Durchfluss durch das Draina- P C, systürn dadurch <B>-</B> e prüft werden kann, dass am oberen Ende der Spülleitung durch Farbe o. dgl. kenntlich gemachtes Wasser eingefüllt wird, das bei freiem Durchfluss am anderen Ende hinausfliesst.
Ist die Anlage verstopft, so können vom oberen Ende der Spülleitung aus Lösungsmittel eingeführt werden, ,die die Verstopfung beseitigen. Empfehlenswert ist es, mit derartigen Kontrollen und Leitungsspülungen nicht zu warten, bis der Druckschacht bzw. der Druckstollen entleert werden soll, sondern regelmäs- sig vorzunehmen.
Um die Möglichkeit einer Kontrolle der Anlage nach dem Entleeren des Dru kstollens oder Druck schachtes zu verbessern, wird beispielsweise vorge- schlag-.n, in Flucht mit den in das Gebirge führenden Radialbohrungen zweckmässig in der Panzerung durch Stopfen verschliessbare Bohrungen vorzusehen und in den ringförmigen Sammelleitungen in Flucht mit den Bohrungen Kreuzstücke anzuordnen, welche die Bohrungen mit der Sammelleitung verbinden. Werden die an sich bekannten Stopfen entfernt, so ist er möglich, eine eventuelle Verstopfung der Draina geanlage auf einfachste Weise zu lokalisieren.
Demgemäss ist Gegenstand der Erfindung: I. eine Drainageanlage für Druckschacht- und Druckstollenpanzerungen, bei der in gewissen Ab ständen radiale Bohrungen angeordnet und unterein ander durch ringförmige Sammelleitungen verbun- den sind, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die ringförmigen Sammelleitungen in der Weise mitein ander verbunden sind, dass sie in einer Spülleitung hintereinander liegen, sowie II. ein Verfahren zur Herstellung einer Anlage, dass dadurch gekennzeichnet ist,
dass man an den Sammelleitungen vor dem Hinterfüllen der Panze rung mit Material in die Radialbohrungen reichende Druckschläuche anordnet, die die Radialbohrungen mindestens annähernd ausfüllen, und diese nach dem Erhärten des Hinterfüllungsmaterials durch die Boh rungen der Panzerung entfernt.
Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird verhindert, dass die in das Gebirge führenden Radi- albohrungen sowie die in Flucht damit liegenden öff- nungen 'm den ringförmigen Sammelleitungen bzw. den Kreuzstücken beim Hinterfüllen der Panzerung mit Beton o. dgl. verstopft werden.
Mit Vorteil sind diese Druckschläuche aufblasbar ausgebildet und an ihrem dem Druckstollen zugewandten Ende mit Kupplungen für Druckluft versehen, so dass sie vor dem Hinterfüllen mit Pressluft aufgeblasen und nach dem Erhärten der Hinterfüllung entspannt und damit leichter entfernt werden können. Mit Vorteil wird dabei so vorgegangen, dass auch das Einbringen der Druckschläuche durch die Kreuzstücke der Sammel- leitungen erfolgt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh- rungsform der Erfindung an einem Druckschacht schematisch dargestellt.
Fig. 1 stellt einen Vertikalschnitt durch einen Teil des Druckschachtes dar (die Schachtpanzerung ist der Deutlichkeit der Zeichnung wegen in strichpunktier ten Umrisslinien dargestellt).
Fig. 2 zeigt den Schnitt II 1I in Fig. 1, während Fig. 3 vergrössert einen Ausschnitt entsprechend Punkt A in Fig. 2 darstellt.
Die Drainageanlage weist in gewissen Abständen 1 Radialbohrungen 2 auf, die in das Gebirge führen, in dem der Druckschacht 3 abgeteuft ist. Die Radial bohrungen sind durch ringförmige Sammelleitungen 4 verbunden, die in einer Spülleitung 5 hintereinan der liegen, also von einem in Richtung der Pfeile 6 oder 7 fliessenden Spülstrom hintereinander durch flossen werden.
Die Sammelleitungen 4 weisen an den Stellen der Radialbohrungen 2 Kreuzstücke 8 auf, deren Rohrstutzen 9 und 10 in der Achse 11 der in das Gebirge eingebrachten Radialbohrungen 2 und der in der Panzerung 12 des Druckschachtes 3 ange ordneten Bohrungen 13 liegen. Diese Bohrungen 13 werden nach Fertigstellen der Anlage mit Stopfen 14 verschlossen.
Vor dem Hinterfüllen des Zwischen raumes 15 zwischen der Druckpanzerung 12 und dem Gebirge 17 mit Beton 16 sind in der Ebene der Radi- albohrungen 2 und 13 elastische Druckschläuche 18 angeordnet worden, die die Radialbohrungen 2 annä hernd ausfüllen und an eine Druckluftleitung 19 mit tels an sich bekannter Kupplungen 20 o. dgl. ange schlossen sind.
Nach dem Erhärten des Betons 16 wird die Druckluft aus den Druckschläuchen 18 her ausgelassen, so dass diese schlaff werden und durch die Bohrungen 13 der Panzerung 12 hindurch ent fernt werden können. Anschliessend werden die Stopfen 14 in die Bohrungen 13 eingeschraubt, so dass die Radialbohrungen 2 über die durch die Druckschläuche 18 im Beton 16 gebildeten Kanäle mit den Sammelleitungen 4 verbunden sind. Treten Störungen der Anlage auf, so können nach dem Ent leeren der Anlage die Stopfen 14 entfernt werden, so dass die Störungsstelle leicht gefunden werden kann;
falls notwendig, ist auch ein Nachbohren der Radial- bohrungen 2 durch die Bohrungen 13 der Panzerung 12 hindurch möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Drainageanlage für Druckschacht- und Druck- stollenpanzerungen, bei der in gewissen Abständen radiale Bohrungen angeordnet und untereinander durch ringförmige Sammelleitungen verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmigen Sammelleitungen (4) in der Weise miteinander ver bunden sind, dass sie in einer Spülleitung (5) hinter einander liegen.II. Verfahren zur Herstellung einer Anlage nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man an den Sammelleitungen (4.) vor dem Hinterfüllen der Panzerung (12) mit Material (16) in die Radialboh- rungen (2) reichende Druckschläuche (18) anord net, die die Radialbohrungen (2) mindestens<U>annä-</U> hernd ausfüllen, und diese nach dem Erhärten des Hinterfüllungsmaterials (16) durch die Bohrungen (13) der Panzerung entfernt. UNTERANSPRÜCHE 1.Anlage nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in Flucht mit den in das Gebirge führenden Radialbohrungen (2) in der Panzerung (12) durch Stopfen (14) verschliessbare Bohrungen (13) vorgesehen sind und die ringförmigen Sammelleitun- gen (4) in Flucht mit den Bohrungen (2, 13) Kreuz stücke (8) enthalten, welche die Bohrungen (2, 13) mit der Sammelleitung (4) verbinden. 2.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man Druckschläuche (18) ver wendet, die an ihrem dem Druckstollen zugewandten Ende Kupplungen (20) für Druckluft aufweisen.
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