Vorrichtung zur schwenkbaren Halterung des Gehäusedeckels einer Schreibmaschine Es ist bekannt, den Gehäusedeckel bei Schreib maschinen abnehmbar zu gestalten. Dies hat jedoch den Nachteil, dass dieser z. B. durch Fallenlassen be schädigt wird. In Büros ist oft kein geeigneter Ab stellplatz für den Deckel vorhanden, wenn das Farb band gewechselt wird.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nach teile. Sie betrifft eine Vorrichtung zur schwenkbaren Halterung des Gehäusedeckels einer Schreibmaschine und ist gekennzeichnet durch einen Träger für den Gehäusedeckel, welcher die Bewegung des Gehäuse deckels aus der geschlossenen Stellung von der öff- nung des Gehäuses weg gestattet, und einen Hebel, der mit dem einen Ende am Gehäuse und mit dem anderen am Gehäusedeckel drehbar befestigt ist.
Einzelheiten ergeben sich anhand der beigegebe nen Zeichnungen aus der folgenden Beschreibung, in welcher ein Ausführungsbeispiel dargelegt wird.
Es zeigt: Fig. 1 - die Perspektivansicht einer Schreibma schine mit ausgebrochenen Teilen des Gehäusedek- kels und der Vorrichtung; Fig.2 - die Teilseitenansicht der Schreibma schine in Fig. 1; Fig. 3 - die Ansicht nach Fig. 2, mit ausgezoge nem Gehäusedeckel nach Fig. 2 ; Fig. 4 - den Schnitt entlang Linie 4-1. in Fig. 2 Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel, in welchem die Schreibmaschine die Kennziffer 10 trägt.
Die Schreibmaschine 10 umfasst das Gehäuse 11, auf welchem auf bekannte Weise eine Tastatur und ein Wagen mit den Kennziffern 12 bzw. 13 angeordnet sind. Die Vorderteile der in Abstand angeordneten Seitenwände 14 und die Vorderwand 15 des Gehäu ses 11 (Fig. 1) sehen im Gehäuse 11 zwischen der Tastatur 12 und dem Wagen 13 eine Öffnung vor. Verschiedene Innenteile sind in der Öffnung 16 un tergebracht, wozu unter anderem die Typenhebel 17 (in Fig. 1 werden nur vier gezeigt) und die Farbband spulen 18 gehören. Die gewölbte Abdeckung 20 ist zum Schutz dieser Teile auf dem Gehäuse 11 in einer Ebene über der Öffnung 16 angebracht. Die Neue rung ist natürlich auf keine bestimmte Schreibma schine beschränkt.
Die Zeichnungen sind vereinfacht und zeigen nur diejenigen bekannten Teile der Schreibmaschine 10, welche für das Verständnis der Neuerung erforderlich sind.
Die Abdeckung 20 besteht aus der oberen Wand 21 mit der genau ausgebildeten Öffnung 22, so dass beim Schreiben die Typenhebelarme 17 auf bekannte Weise gegen das Farbband schlagen. Ferner besteht die Abdeckung 20 aus den in Abstand angeordneten Seitenwänden 24 und der Stirnwand 25. Die Unter kanten der in Abstand angeordneten Seitenwände 24 (Fig. 1 und 4) sitzen auf den Oberkanten der in Ab stand angeordneten Seitenwände 14 des Gehäuses 11. Die Unterkante der Stirnwand 25 der Abdeckung 20 stösst an der Oberkante der Vorderwand 15 des Ge häuses 11 an.
Gleiche in Abstand angeordnete Träger (Fig. 1) sind an den entgegengesetzten Seitenwänden 14 des Gehäuses 11 in der Öffnung 16 vorgesehen, welche die Abdeckung 20 bei der Bewegung von der öff- nung 16 weg halten. Zu diesem Zweck sind zwei in Abstand angeordnete Träger 26 (Fig. 1) auf den ent gegengesetzten Seitenwänden 14 ausgebildet, jeder Träger 26 ist mit einem starren Arm 27 versehen, und an seinem freien Ende hat der Arm 27 die Ver längerung 28.
Der Drehstab 29 führt durch die öff- nung 16 neben der Vorderwand 15 des Gehäuses, wobei die entgegengesetzten Enden des Stabes 29 in den in Abstand angeordneten Armen 27 der Träger 26 drehbar gelagert sind. Nach Fig. 1 sind auf jeder Seite der Öffnung 16 in Abstand angeordnete bügel förmige Schienen 30 angeordnet, die jeweils mit dem Schenkel 31 und Winkel 32 versehen sind.
Ein Ende eines jeden Schenkels 31 der Schiene 30 ist an einem Ende des Stabes 29 drehbar befestigt, so dass sie mit dem Stab in die Pfeilrichtungen A und Bin Fig. 2 gedreht werden kann. Die Winkel 32 einer jeden Schiene 30 sind jeweils an einem von zwei in Ab stand angeordneten Ansätzen 34 auf der Unterseite der oberen Wand 21 durch geeignete Mittel z. B. den Stift 33 drehbar befestigt, wodurch die Abdeckung 20 am Gehäuse 11 befestigt wird.
Ausserdem sind Mittel vorgesehen, welche nor malerweise die Abdeckung 20 in der geschlossenen Stellung auf dem Gehäuse 11 (Fig. 1 und 2) halten und welche aus zwei auf den entgegengesetzten Enden des Stabes 29 angeordneten Zugfedern 35 be stehen. Jede Feder 35 ist mit einem Ende an dem Zapfen 36 befestigt, wie aus Fig. 4 hervorgeht. Der Zapfen 36 ist an der Verlängerung 28 des Trägers 26 befestigt, während das andere Ende der Feder 35 an dem Zapfen 37 auf der Schiene 30 angebracht ist. Die Schienen 30 werden dadurch normalerweise von den Federn 35 um den Stab 29 (Fig. 2) in Pfeilrich tung A vorgespannt, so dass die Abdeckung 20 auf dem Gehäuse 11 lagert.
Wenn der Schreiber die Abdeckung 20 von der Öffnung 16 abnehmen will, um ungehinderten Zu gang zu den Innenteilen zu erhalten, erfasst er die Abdeckung 20 und hebt sie hoch; dann verschiebt er die Abdeckung 20 in Richtung auf die Tastatur 12 (rechts in Fig. 2), wodurch die Schienen 30 und der Stab 29 in einem Bogen gegen die Vorspannung der Federn 35 in Richtung des Pfeiles B in die in Fig. 3 mit gestrichelten. Linien angegebene Stellung B be wegt werden.
In dieser Stellung befinden sich die Längsachsen der nun verdrehten, in Abstand ange ordneten Federn 35 links vom Mittelpunkt des Sta bes 29 (Fig.3). Wenn nun die Abdeckung 20 in Richtung auf die Tastatur 12 geschwungen wird, können die Federn 35 nach dem überschreiten des Mittelpunktes des Stabes 29 wirksam werden und zur Bewegung der Schienen 30 in eine Horizontalebene von der Öffnung 16 weg beitragen.
Dabei kommen die Schenkel 31 der Schienen 30 mit der Oberkante der Gehäusevorderwand 15 (Fig. 3) in Kontakt und werden von den Zugfedern in dieser Stellung gehal ten, wobei die Abdeckung 20 von den Winkeln 32 gehalten wird. Die Abdeckung 20 dreht sich ausser- dem auf den Stiften 33 an den Winkeln 32 in die in Fig. 3 mit durchgehender Linie angegebene Stellung, wodurch die Unterkante der Stirnwand 25 der Ab deckung auf der Tastatur lagert.
In dieser geöffneten Stellung des Gehäuses ist von vorne und von hinten ungehinderter Zugang zur Öffnung 16 der Schreib maschine 10 gegeben.
Um die Abdeckung 20 in die geschlossene Stel lung auf dem Gehäuse 11 über der Öffnung 16 zu rückzubringen, wird die Abdeckung 20 in Richtung auf den Wagen 13 (links in Fig. 3) bewegt, bis die Längsachsen der Federn 35 wiederum über den Mit telpunkt des Stabes 29 gelangen, wo mit Hilfe der exzentrischen Wirkung der Federn 35 die Schienen 30 die Abdeckung 20 in die Ruhelage auf dem Ge häuse 11 zurückbewegen.
Die Abdeckung 20 kann ausserdem aus der Nor mal- oder Ruhelage (Fig. 1 und 2) so bewegt werden, dass der Zugang zur Öffnung 16 begrenzt ist. Um dies zu erreichen, wird die Abdeckung 20 aus der in Fig. 2 mit durchgehender Linie angegebenen Stellung gehoben, wodurch die Schienen 30 zur Tastatur 12 in Richtung des Pfeiles B gegen die Vorspannung der Federn 35 in die in Fig. 3 gestrichelte Linie gedreht werden.
Die Abdeckung 20 wird dann gegen den Wagen 13 um die Stifte 33 in Richtung des Pfeiles C (Fig.3) gekippt, bis die Führungskante 21A der oberen Wand 21 der Abdeckung an den Farbband spulen 18 anschlägt.
Da die Längsachsen der Federn 35 den Mittelpunkt des Stabes 29 nicht überschritten haben, wie dies in bezug auf die Bewegung der Ab deckung 20 in die Stellung des ungehinderten Zu gangs der Fall war, werden die Schienen 30 von den Federn 35 in. Richtung des Pfeiles A (Fig. 2) gehalten, um die Abdeckung 20 in Kippstellung auf den Farb- bandspulen 18 zu halten, so dass von der Vorderseite der Schreibmaschine 10 beschränkter Zugang ge währt wird.
Die neue Befestigungsvorrichtung ist natürlich nicht auf die beschriebene Anordnung beschränkt, in welcher die Schienen 30 mit dem Stab 29 drehbar verbunden sind. Gegebenenfalls können die Schienen 30 mit einzelnen Drehzapfen: an den Trägern 26 auf geeignete Weise vorgesehen sein, welche die Abdek- kung 20 bei der beschriebenen Bewegung tragen.
Die vorstehende Beschreibung zeigt, dass die vor gelegte Vorrichtung zur Befestigung der Abdeckung 20 viele praktische Vorteile hat. Unter anderem be steht ein Vorteil darin, dass infolge der einfachen Konstruktion und der wenigen Teile die Herstel lungskosten gesenkt und die Reparatur und Wartung auf einem Mindestmass gehalten werden. Ferner kann die beschriebene Befestigungsvorrichtung für die Abdeckung 20 in einem verhältnismässig kleinen Raum untergebracht werden und gewährt ohne Ab nahme der Abdeckung 20 vom Gehäuse 11 sowohl begrenzten als auch ungehinderten Zugang zu den inneren Teilen der Schreibmaschine 10.