CH426052A - Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe

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CH426052A
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monoazo dyes
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CH661660A
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Ernest Dr Merian
Otto Dr Senn
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group
    • C09B29/08Amino benzenes

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Description


  Verfahren zur Herstellung     wasserunlöslicher        Monoazofarbstoffe       Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren  zur Herstellung     wasserunlöslicher        Monoazofarbstoffe     der allgemeinen Formel  
EMI0001.0005     
    worin R1 den Rest einer von wasserlöslich machen  den Gruppen freien     Diazokomponente    der Benzol-,  Naphthalin- oder     heterocyclischen    Reihe, beide R  einander gleiche oder voneinander verschiedene     nied-          rigmolekulare        Alkylreste    bedeuten,

   welche zusam  men mindestens einen negativen     Substituenten    und  mindestens einen 1 bis 5     Kohlenstoffatome    aufwei  senden     -O-Acrylrest    besitzen, und worin der Kern A  weitere     Substituenten    mit Ausnahme von wasserlös  lich machenden Gruppen tragen kann.

   Sie werden  hergestellt, indem man 1     Mol    der     Diazoverbindung     aus einem von wasserlöslich machenden Gruppen  freien Amin der Benzol-, Naphthalin- oder     hetero-          cyclischen    Reihe, 1     Mol    eines tertiären Amins der  Formel  
EMI0001.0020     
    worin beide R' einander gleiche oder voneinander  verschiedene     niedrigmolekulare        Alkylreste    bedeuten,  welche zusammen mindestens einen negativen     Sub-          stituenten    und mindestens eine     Hydroxylgruppe    be  sitzen,

   und mindestens 1     Mol    eines funktionellen  Derivates einer 1 bis 5     Kohlenstoffatome    aufweisen  den Säure aufeinander einwirken lässt.  



  Die tertiären Amine der Zusammensetzung     (II)     tragen definitionsgemäss in den     N-Alkylresten    min  destens einen negativen     Substituenten    (z. B. ein Halo-         genatom,    eine     Nitril-,    eine     Nitro-    oder eine     C-Acyl-          gruppe)    und mindestens eine     Hydroxylgruppe.     



  Sie können des weitern in 2- und/oder     5-Stel-          lung    des     Benzolkernes    durch Halogenatome oder       niedrig        ,molekulare        Alkyl-,        Alkoxy-        oder        Acylamino-          gruppen,    deren Wasserstoffatome gegebenenfalls ganz  oder teilweise durch Fluor ersetzt sind, substituiert  sein.  



  Es wurde nun gefunden, dass wasserunlösliche       Monoazofarbstoffe    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0048     
    in mancher Hinsicht besonders vorteilhafte Eigen  schaften haben. In dieser Formel bedeuten Y und  X     gleiche    oder verschiedene Halogenatome. Die  übrigen Symbole sind die gleichen wie im Haupt  patent. Die Farbstoffe werden erhalten, wenn 1     Mol     der     Diazoverbindung    aus einem von wasserlöslich  machenden Gruppen freien Amin der allgemeinen  Formel  
EMI0001.0052     
    in der X und Y die zuvor genannte Bedeutung ha  ben, in der in der     Hauptpatentschrift    angegebenen  Weise umgesetzt wird.  



  Die neuen Farbstoffe ziehen z. B. auf     Cellulose-          esterfasern    (z. B.     Acetatkunstseide,    Triacetatkunst-           seide),    synthetische     Polyamidfasem    (z. B. Nylon),       Polyvinylfasern,        Terephthalsäureesterfasern    (z. B.        Terylen ,         Dacron ,    eingetragene Schutzmarken)  und     Polyacrylnitrilfasem    (z. B.  Orion ,      Dynel ,           Acrilan ,        eingetragene    Schutzmarken) in orangen       gelbstichig    braunen Tönen auf.

   Die mit ihnen er  haltenen Färbungen sind sehr licht-,     rauchgas-,     schweiss-, wasch- und     sublimierecht.    Der besondere       Vorteil    der neuen     Farbstoffe        liegt    in ihrer Kombi  nierbarkeit mit anderen     Farbstoffen    für die Herstel  lung von     Färbungen    in Modetönen.  



  Die     im    folgenden Beispiel     genannten    Teile sind       Gewichtsteile.     



  <I>Beispiel 1</I>  83 Teile     2,6-Dichlor-4-nitro-l-aminobenzol    wer  den in eine aus 450     Teilen    konzentrierter Schwefel  säure und 28,5 Teilen     Natriumnitrit    hergestellte       Nitrosylschwefelsäure        eingetragen.    Man     rührt    4  Stunden bei     Raumtemperatur,

      lädt die     dickflüssige     Reaktionsmasse auf 1400 Teile Wasser und 2400  Teile     Eis    aus und zerstört     einen    geringen     Überschuss     an salpetriger Säure     mit        Amidosulfonsäure.    Zur kla  ren     Diazolösung    fügt     man    eine Lösung von 76 Tei  len     N-Cyanäthyl-N-oxyäthylanilin    in 50 Teilen einer       301laigen        Salzsäure    und 30     Teilen    Eis. Dabei tritt       augenblicklich    Kupplung ein.

   Die erhaltene     Farb-          stoffsuspension    wird nach 1stündigem     Rühren    mit  7000 Teilen Wasser verdünnt, filtriert, säurefrei ge  waschen und     getrocknet.     



  50 Teile des so erhaltenen     2,6-Dichlor-4-nitro-          4'-(N-cyanäthyl        N-oxyäthylamino)1,1'-azobenzolwer-          den    zusammen mit 200 Teilen     Essigsäureanhydrid     während 2 Stunden zum Sieden erhitzt. Nach dem  Erkalten filtriert man geringe Mengen einer Verun  reinigung ab und verdünnt hierauf das     Filtrat    mit  750 Teilen     Äthylalkohol.    Beim Stehenlassen     kristal-          lisiert    der neue     Farbstoff    aus.

   Er     schmilzt        in        gerei-          nigtem    Zustand bei 132-133 . Er lässt sich in übli  cher Weise, z. B. durch Mahlen mit einem     Disper-          giermittel    und mit Natriumsulfat, zu einem     Farb-          stoffpräparat    verarbeiten, mit dem man     Acetatkunst-          seide    und     Polyterephthalsäureesterfasem    in     gelbsti-          chig    orange-braunen Tönen mit hervorragenden       Echtheitseigenschaften,    besonders mit ausgezeichne  ter Licht-,

   Rauchgas- und     Sublimierechtheit,    färben  kann.  



  Man bereitet ein Färbebad aus 0,6 Teilen des so  erhaltenen und mit     Hilfe    von     Türkischrotöl        disper-          gierten    Farbstoffes, 6 Teilen eines     Fettalkoholsulfo-          nates    und 3000 Teilen Wasser. Man bringt bei Zim  mertemperatur 100 Teile     Acetatkunstseide        in    das  Bad ein,     erwärmt    dieses innerhalb von einer Stunde  auf 80  und     hält    es     während    1     Stunde    bei dieser  Temperatur. Nach dieser Zeit ist der     Färbeprozess     beendigt.

   Man     nimmt    das Färbegut aus dem Bade  heraus,     spült    und trocknet es. Es ist in     gelbstichig     orange-braunen Tönen von ausgezeichneten Echt  heitseigenschaften gefärbt.  



  Zur Verbesserung der     Dispergierfähigkeit        kann     der Farbstoff     vorgängig    des Färbeprozesses mit ge-    eigneten     Netzmitteln,        Dispergiermitteln    oder     Emul-          gatoren,    vorzugsweise in Gegenwart von anorgani  schen Salzen, z. B. Natriumsulfat,     vermahlen    wer  den. Er kann auch als wässrige Paste innig mit  einem     Dispergiermittel    vermischt und durch geeig  nete     Trocknung    in ein     Farbstoffpulver    überführt wer  den.

   Synthetische     Polyamidfasern    werden nach der  selben Methode bei 90-100 ,     Terephthalsäureester-          fasern    bei 120-130  unter Druck oder bei 90-100        in    Gegenwart von     überträgem    gefärbt.  



  Derselbe Farbstoff wird erhalten, wenn man       1-(N-Cyanäthyl-N-acetoxyäthylamino-)benzol    als  Kupplungskomponente verwendet.  



  Farbstoffe mit     ähnlichen    Eigenschaften     erhält     man, wenn man     2,6-Dibrom-4-nitro-l-aminobenzol     als     Diazokomponente    oder     1-(N-Cyanäthyl-N-acet-          oxyäthylamino)-3-methylbenzol    als Kupplungskom  ponente verwendet.

      <I>Beispiel 2</I>  Man     diazotiert    29,6 Teile     1-Amino-2,6-dibrom-          4-nitrobenzol    nach der im Beispiel 1 gegebenen     Vor-          schrift,        giesst    die Reaktionsmasse     in    Eiswasser, ent  fernt den     überschuss    an salpetriger Säure mit     Amido-          sulfonsäure    und klärt die Lösung nötigenfalls durch  Filtrieren.

   Hierauf lässt man bei 0-5      eine    kalt be  reitete     Lösung    von 23,2 Teilen     1-(N-Cyanäthyl-N-          acetoxyäthyl-amino)-benzol    in<B>100</B> Teilen Eisessig       zufliessen    und rührt bis     zur    Beendigung der Kupp  lungsreaktion. Man filtriert den Farbstoff ab. wäscht  ihn     säurefrei    und trocknet     ihn.    Er     schmilzt    bei     130-          133     C.

   Fein     dispergiert    kann er zum Färben von       Acetatseide    oder     Polyesterfasern    dienen. Man     erhält     orange-braune     Färbungen    von ausgezeichneten Echt  heitseigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Monoazofarbstoffe der allgemeinen Formel EMI0002.0140 in der X und Y gleiche oder verschiedene Halogen atome und beide R einander gleiche oder vonein ander verschiedene niedrigmolekulare Alkylreste be deuten, welche zusammen mindestens einen negati ven Substituenten und mindestens 1 bis 5 Kohlen stoffatome aufweisenden -O-Acylrest besitzen, und worin der Kern A weitere Substituenten mit Aus nahme von wasserlöslich machenden Gruppen tragen kann,
    dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol der Diazoverbindung aus einem von wasserlöslich ma chenden Gruppen freien Amin der allgemeinen For mel EMI0003.0001 in der X und Y gleiche oder verschiedene Halogen atome sind, 1 Mol eines tertiären Amins der Formel EMI0003.0004 worin beide R' einander gleiche oder voneinander verschiedene niedrigmolekulare Alkylreste bedeuten,
    welche zusammen mindestens einen negativen Sub- stituenten und mindestens eine Hydroxylgruppe be sitzen, und mindestens 1 Mol eines funktionellen Derivates einer 1 bis 5 Kohlenstoffatome aufweisen den Säure aufeinander einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Veresterungsreaktion vor der Kupplungsreaktion durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Veresterungsreaktion nach der Kupplungsreaktion durchführt.
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