CH426224A - Verfahren zum Verbinden von geformten Gebilden aus hochmolekularen linearen aromatischen Polyestern - Google Patents

Verfahren zum Verbinden von geformten Gebilden aus hochmolekularen linearen aromatischen Polyestern

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CH426224A
CH426224A CH968463A CH968463A CH426224A CH 426224 A CH426224 A CH 426224A CH 968463 A CH968463 A CH 968463A CH 968463 A CH968463 A CH 968463A CH 426224 A CH426224 A CH 426224A
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CH
Switzerland
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aromatic polyesters
molecular weight
high molecular
linear aromatic
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Application number
CH968463A
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Wiegand Hans-Dietrich
Maderer Josef
Faust Karl
Mueller Gerhard
Krainhoefner Rudolf
Original Assignee
Hoechst Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin

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  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description


  Verfahren     zum    Verbinden von geformten Gebilden aus hochmolekularen     linearen     aromatischen Polyestern    Geformte Gebilde aus hochmolekularen linearen  aromatischen Polyestern, z. B. Drähte, Folien, Bän  der, Platten, besitzen in     verstrecktem    Zustand eine  hohe Festigkeit. Sollen solche geformten Gebilde  miteinander verbunden werden, so muss die Verbin  dungsstelle möglichst die gleiche Festigkeit aufweisen  wie die geformten Gebilde selbst, da sonst bei Bela  stung eine Zerstörung der Verbindung auftritt. Es ist  bekannt, geformte Gebilde aus hochmolekularen  linearen aromatischen Polyestern durch     Verschweis-          sen,    d. h. durch Einwirkung von Hitze, miteinander  zu verbinden.

   Hierbei müssen jedoch Temperaturen  angewandt werden, die oberhalb des Schmelzpunktes  der geformten Gebilde liegen. Durch diese hohen  Temperaturen wird die molekulare Orientierung und  damit die Festigkeit der geformten Gebilde an der  Verbindungsstelle weitgehend verringert.  



  Es ist auch bekannt, Formkörper aus aromati  schen Polyestern, z. B,     Spritzgussartikel,    mit Kleb  stoffen, z. B. auf Basis von synthetischem Kau  tschuk,     miteinander    zu verbinden. Diese Verbindun  gen ergeben jedoch nicht die gewünschte und not  wendige Festigkeit der Verbindungsstelle.  



       überraschend    wurde nun gefunden, dass geformte  Gebilde wie Drähte, Drahtgewebe, Folien, Bänder  oder Platten, aus     hochmelokularen    linearen aromati  schen Polyestern, miteinander verbunden werden  können, wenn man die zugerichteten Verbindungs  stellen der Gebilde mit einem Gemisch aus minde  stens zwei der nachfolgenden Lösungsmittel für den  Polyester, und zwar     Orthochlorphenol,        Tetrachlor-          äthan,    Phenol,     m-Kresol,        Benzylalkohol,        Resorcin,     Chlorbenzol und Anilin bestreicht, unter Druck zu-         sammengefügt,    kurzzeitig auf 140-165  C erhitzt,

    abkühlt und gegebenenfalls nach dem Abkühlen bei  Zimmertemperatur     verstreckt.     



  Unter Zurichten versteht man das schräge Ab  schneiden oder das     Übereinanderlegen    der Enden der  Gebilde. Besonders bei dünnen Gebilden ist es not  wendig, die Verbindungsstelle so zuzurichten, dass  eine möglichst grosse     Verbindungsfläche    geschaffen  wird. Dies kann z. B. bei der Verbindung von Dräh  ten oder Borsten dadurch erfolgen, dass die Enden  der Drähte oder Borsten schräg abgeschnitten wer  den. Dünne Folien dagegen werden soweit überein  ander geklebt, dass eine ausreichend grosse Verbin  dungsfläche entsteht.  



  Die Verbindungsfläche muss in jedem Fall mög  lichst glatt sein. Nach dem Zurichten werden die  Verbindungsstellen mit dem     erfindungsgemässen          Lösungsmittelgemisch    bestrichen. Es hat sich dabei  überraschend herausgestellt, dass insbesondere     ter-          näre    Gemische der genannten Lösungsmittel eine  sehr gute Verbindung ergeben und daher besonders  vorteilhaft sind.  



  Ausserdem ist es möglich, so vorzugehen, dass  man eine Lösung des Polyesters, aus dem die geform  ten Gebilde bestehen, in den beanspruchten     Lösungs-          mittelgemischen    zum Bestreichen verwendet. Diese  Lösung kann bis zu 20     Gew.o/o    des Polyesters gelöst  enthalten.  



  Geeignete     Lösungsmittelgemische    im Sinne der  vorliegenden Erfindung sind beispielsweise die fol  genden, wobei unter Teilen jeweils Gewichtsteile zu  verstehen sind:      .1. 10     Teile        Orthochlorphenol     3     Teile    Phenol  2     Teile        Tetrachlaräthan          22.        il    Teil     Orthodhlürphenel     12 Teile     Phenol     8 Teile     Tetrachloräthan     3. 5     Teile        Phenol,     1     Teil        m@Kresol:

       4. 8 Teile     Orthochlorphenol     1 Teil Phenol  7 Teile     Tetrachloräthan     5. .l     Teil        Benzollalkohol     1 Teil     Anihn     6. ,l     Teil        Orehochlorphenol     3     Teile        Phenol     7.     ,l    Teil     Orthochlorphenol     6 Teile Phenol  2 Teile     Tetrachloräthan     B. ,1 Teil     Orthoohlorphenol     15 Teile Phenol       .10        Teile        Tetrachloräthan     9.

   3     Teile    Phenol  1     Teil        Chlorbenzol     10. 5 Teile Phenol  1 Teil     Chlorbenzol     Die zugerichteten Enden der geformten Gebilde  werden, nachdem sie mit dem     Lösungsmittelgemisch     bestrichen sind, unter Druck zusammengefügt. Durch  die Einwirkung der     Lösungsmittelgemische    in der  Wärme (140-165  C) tritt     eine    starke     Quellung    der  Verbindungsstelle ein. Die Zeitdauer .der Erwär  mung richtet sich nach der Dicke der geformten Ge  bilde. Sie beträgt beispielsweise bei     Drähten    5-10  Sekunden.

   Bei dickeren Bändern oder Platten muss  die Zeitdauer der Erwärmung entsprechend lang ge  wählt werden. Es war überraschend, dass schon bei  Temperaturen zwischen 140 und 165  C nach dem  erfindungsgemässen Verfahren feste Verbindungen  der geformten     Gebilde    erzielt werden können.  



  Durch das angegebene     Lösungsmittelgemisch     werden die Gebilde an den Verbindungsstellen     ange-          löst,    wodurch beim nachfolgenden Erwärmen und  Zusammendrücken die Verbindung entsteht. Werden  dagegen Lösungen des Polyesters, aus dem die Ge  bilde bestehen, in den     erfindungsgemässen        Lösungs-          mittelgemischen    verwendet, so     verbindet    der gelöste  Polyester zusätzlich die Verbindungsstellen beim  nachfolgenden Erwärmen.

   In beiden     Fällen    werden  schmale Zonen von     unverstrecktem    Polyester erhal  ten.     Beim    Verbinden von     verstreckten    geformten Ge-    bilden aus     hochmelokularen    linearen aromatischen  Polyestern ist es daher notwendig, nach dem Abküh  len der Verbindungsstellen eine nochmalige     Ver-          streckung    durchzuführen. Diese     Verstreckung    wird  durch eine Belastung, die geringer ist als die Festig  keit der geformten Gebilde, erzielt.

   Vorzugsweise  wird die     Verstreckung    unter Anwendung .einer Bela  stung von 50-70 % der Reissfestigkeit der     zu    ver  bindenden Gebilde     vorgenommen.    Die nachträgliche       Verstreckung    wird zweckmässig bei Zimmertempera  tur durchgeführt. Durch die nachträgliche     Verstrek          kung    werden die vorher beim Verbinden     unter    Er  wärmen und unter Druck durch das     Lösungsmittelge-          misch    hervorgerufenen     unverstreckten    Stellen erneut  orientiert.

   Gleichzeitig werden die durch die     Quellung     entstandenen verdickten Stellen wieder beseitigt.  Durch diese Arbeitsweise werden Verbindungen der  geformten Gebilde erhalten, die sowohl die gleich  hohe Festigkeit wie diejenige der     ursprünglichen    Ge  bilde als auch den gleichen Durchmesser aufweisen.  Eine     Verringerung    der Festigkeit der geformten Ge  bilde an der Verbindungsstelle durch Aufhebung der  molekularen Orientierung oder durch eine     Änderung     des Querschnittes tritt nach dem     erfindungsgemässen     Verfahren also nicht     ein.     



  Die nachträgliche     Verstreckung    kann in Ausnah  mefällen wegfallen, wenn es sich bei den zu verbin  denden geformten Gebilden um     unverstreckte    Ge  bilde, z. B. um Platten, handelt. Im     Regelfall    wird  jedoch von     verstreckten    Gebilden ausgegangen.  



  Zur Erwärmung der zu verbindenden geformten  Gebilde auf eine Temperatur von l40-165  C kann       ein    in geeigneter Weise, vorzugsweise elektrisch,       heizbares    Gerät verwendet werden, das eine kurz  zeitige Wärmeübertragung auf das geformte Gebilde  gestattet, wobei es besonders vorteilhaft ist, wenn  dieses Gerät die Verbindungsstelle der geformten Ge  bilde im gesamten Umfang genau     umschliesst.    Bei  dieser Anordnung wird durch die eintretende     Quel-          lung,    verursacht durch das     Lösungsmittelgemisch,    ein  starker Druck auf die Verbindungsstelle ausgeübt.  Die Abkühlung im Anschluss an die kurzzeitige Wär  mebehandlung soll möglichst schnell erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Verbinden von geformten Gebil den, wie Drähten, Drahtgeweben, Folien, Bändern oder Platten, aus hochmolekularen linearen aromati schen Polyestern, dadurch gekennzeichnet, dass man die zugerichteten Verbindungsstellen der Gebilde mit einem Gemisch aus mindestens zwei der folgenden Lösungsmittel für den Polyester, und zwar Ortho- chlorphenol, Tetrachloräthan, Phenol, m-Kresol, Ben- zylalkohol, Resorcin, Chlorbenzol und Anilin, be streicht, unter Druck zusammenfügt,
    kurzzeitig auf 140-165' C erhitzt und abkühlt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man die geklebten Gebilde nach dem Abkühlen bei Zimmertemperatur verstreckt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man die nachträgliche Verstrek- kung unter Anwendung einer Belastung von 50-70 % der Reissfestigkeit der Gebilde durchführt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Lösungsmittelgemisch verwendet, das maximal 20 % des Polyesters, aus dem die geformten Gebilde bestehen, gelöst enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein ternäres Lösungsmittel gemisch verwendet.
CH968463A 1962-08-08 1963-08-05 Verfahren zum Verbinden von geformten Gebilden aus hochmolekularen linearen aromatischen Polyestern CH426224A (de)

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