CH426458A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren, Platten oder dgl. in einem Strang unter Verwendung von Fangstoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren, Platten oder dgl. in einem Strang unter Verwendung von Fangstoffen

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CH426458A
CH426458A CH153765A CH153765A CH426458A CH 426458 A CH426458 A CH 426458A CH 153765 A CH153765 A CH 153765A CH 153765 A CH153765 A CH 153765A CH 426458 A CH426458 A CH 426458A
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CH
Switzerland
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screw
screw press
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Application number
CH153765A
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English (en)
Inventor
Brueggen Rudolf
Original Assignee
Brueggen U Soehne M
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J3/00Manufacture of articles by pressing wet fibre pulp, or papier-mâché, between moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description


      Verfahren    und Vorrichtung zur Herstellung von     Rohren,    Platten oder dgl.       in    einem     Strang    unter     Verwendung    von     Fangstoffen       Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und       eine        Vorrichtung        zur    Herstellung von Rohren, Plat  ten oder dgl. in einem Strang unter Verwendung von  Fangstoffen, die bei der Fertigung von Zellstoff, Pa  pier oder     dgl.    im nassen Zustand anfallen.    Bisher ist es notwendig, die nassen Fangstoffe zu  entwässern und die feuchten Fangstoffe zu trocknen.

    Die Entwässerung sowie Trocknung erfolgt in der  Hitze durch Verdampfen des in den Fangstoffen vor  handenen Wassers. Bei der Trocknung entstehen feste  Stücke, die für die weitere Verarbeitung zerkleinert  und     zerfasert    werden müssen.     Hierauf        erfolgt    erst     die     Zugabe von die Eigenschaften verbessernden Zusät  zen und die plastische Verformung unter Zugabe von  Wasser. Es kommen eine     Vielzahl    von aufeinander  folgenden Arbeitsgängen zur Anwendung, durch wel  che die Fertigung hohe Kosten verursacht. Das hat  zur Folge, dass die Werkstücke aus Fangstoffen hoch  wertige Eigenschaften haben müssen, welche die  teuren Herstellungen     wirtschaftlich    zum Tragen  bringen.

   Ausserdem werden umfangreiche Anlagen       erforderlich.    So ist es erklärlich, dass nach den bis  herigen Kenntnissen nur     einmal    verwendbare Werk  stücke sich aus Fangstoffen nicht herstellen lassen,  trotzdem sie sich durch Feuerfestigkeit und hohe     Iso-          lierfestigkeiten    auszeichnen.  



  Die Erfindung soll die Aufgabe lösen, die aufge  zeigten Nachteile auf einfachste Weise zu beseitigen.  Ihr Wesen wird darin gesehen, dass der nasse Fang  stoff in einer Schneckenpresse zunächst weitgehend  entwässert, bis zur Standfestigkeit entfeuchtet, sodann  verformt und an der Luft getrocknet wird.  



  Der     Erfindungsgegenstand    ist auf der Zeichnung  in einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch  im Längsschnitt dargestellt.    Die Erfindung geht von der überraschenden und  neuartigen Erkenntnis aus, dass die Fangstoffe in  einer Schneckenpresse nach einer weitgehenden Ent  wässerung bis zur Erreichung einer gehörigen Stand  festigkeit entfeuchtet werden können, die eine blei  bende Verformung gewährleistet und eine Trocknung  an der Luft zulässt. Zur Erhöhung der Standfähigkeit  der entfeuchteten Fangstoffe werden den nassen  Fangstoffen Bindemittel, wie Zement, Gips oder  Kunststoffe, zugegeben. Hierdurch lassen sich auch  auf einfachste Weise die jeweils gewünschten Eigen  schaften der aus den Fangstoffen herzustellenden  Werkstücke erreichen.  



  Die zur Ausführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens zur Anwendung kommende Vorrichtung be  steht aus einer     Entwässerungsschneckenpresse    1 und  einer nachfolgenden     Entfeuchtungs-    und     Verfor-          mungsschneckenpresse    2. Der Erfindungsgegenstand  wird dadurch nicht verlassen, dass die Presse 2 in  mehrere Abteilungen unterteilt ist, um eine weitge  hende     Entfeuchtung    zu betreiben und die für die  Formgebung erforderliche Standfestigkeit zu gewähr  leisten. Die Entwässerungspresse 1 sowie die nach  folgende     Entfeuchtungs-    und     Verformungspresse    2  haben eine gemeinsame Schneckenwelle 3, die durch  eine Siebplatte 4 unterteilt ist.

   Diese Siebplatte 4  hat eine feste Verbindung mit dem Gehäuse 5.  



  Vor und hinter der Siebplatte 4 befinden sich in  der Gehäusewandung 5 feine     Ausnehmungen    6,  durch welche das Innere der Platte mit einem Flüssig  keitsablauf 7 in offener Verbindung steht. Um die  Entwässerung und die     Entfeuchtung    zu verbessern,  wird innerhalb eines jeden     Pressenteils    1     bzw.    2 vor  der Siebplatte 4 bzw. dem Mundstück 8 ein     möglichst     hoher Druck erzeugt. Um diese Wirkung zu verwirk  lichen, weist die Siebplatte nur     im    oberen     Teil    die      Lochungen auf.

   Die Lochungen können auch     in    einer  geringeren     Anzahl    auf der ganzen     Plattenfläche          gleichmässig        verteilt    sein, die den in den     Pressenab-          teilungen    1, 2 zu erzeugenden Drücken entsprechen.  



  Die von den Halden abzuführenden     Fangstoffe     liegen teilweise in festen Klumpen vor. Um auch diese  Massen in einem kontinuierlichen Arbeitsvorgang in  der Schneckenpresse verarbeiten zu können, ist es       vorteilhaft,    auf der Schneckenpresse 1, 2 eine     Zer-          faserungseinrichtung    anzuordnen. Diese     Zerfase-          rungseinrichtung    besteht aus einer     Siebplatte    9, über  welche Schaber 10 umlaufen. Die Schaber 10 haben  an ihren Rücken 11 eine kammartige Ausgestaltung.

    Diese Rücken 11 stossen während ihres     Umlaufes     zwischen Hackern 12, die an feststehenden     Flügeln     13 sitzen. Diese Flügel 13 mit ihren Hackern 12 er  strecken sich in radialer     Richtung    durch den Schacht  14 der     Zerfaserungseinrichtung.    Die umlaufenden  Schaber 10 mit ihren     kammartigen    Rücken 11 er  halten ihren Antrieb durch eine Welle 15. Es ist auch  möglich, dass der Mantel 16 mit seinem Sieb 9 und  den     Flügeln    13 der Hacker 12     umläuft,        während    die  Welle 15     mit    ihren Schabern 10 sowie den kammar  tigen Rücken 11 feststeht.  



  Die Kämme 11 und Hacker 12 zerfasern die in  festen     Klumpen    zugegebenen     Fangstoffe.    Durch die  über der Siebfläche sich bewegenden Schaber 10  werden die     Fangstoffasern    durch die Siebplatte 9       hindurchgedrückt    und fallen durch den Zugabe  schacht 17 der Schneckenpresse 1-8. Um die     Zer-          faserung    zu     erleichtern,    wird in dem     Zugabeschacht     14 durch die Leitung 18 Flüssigkeit zugegeben.

   Es  ist auch zweckmässig, eine geeignete     Zuleitung    für die       Zumischung    von     Bindemitteln,    wie Zement, Gips  oder Kunstharz, vorzusehen. Die über die Siebplatte       vorbeistreichenden    Schaber haben infolge ihrer Win  kelstellung zur Siebfläche eine durchgreifende Misch  wirkung und drücken das Gemisch durch die Durch  lochungen der Siebplatte 9. Auf diese Weise wird er  reicht, dass ein Gemisch mit gleichmässiger Vertei  lung der     Gemengeteile    in die Schneckenpresse 1, 2  fällt und der herausgepresste Strang ein homogenes  Gefüge aufweist, welches den jeweils     geforderten    Ei  genschaften entspricht.

   Der Erfindungsgegenstand  wird dadurch nicht verlassen, dass der     Zerfaserungs-          maschine    auch Altpapier zugegeben wird, welches im       beliebigen    Zustand durch die     Zerfaserungseinrichtung          zerkleinert    wird.  



  Des weiteren hat es sich als vorteilhaft herausge  stellt, das Gehäuse 5 der Schneckenpresse 1, 2 mit  einer Heizvorrichtung 19     auszurüsten.    Die     Zerfase-          rungseinrichtung    9-16 kann ebenfalls mit einer     Heiz-          vorrichtung    versehen sein. Diese Heizvorrichtung be  steht aus einem die Gehäusewandungen 5 und/oder  16 umgebenden     Hohlraum    19, durch welche ein    heisses Medium durchgeleitet wird. Die     Beheizung    19  am Ende der Schneckenpresse 2, 8 kann soweit be  trieben werden, dass der ausgepresste Strang sich im  nahezu trockenen Zustand befindet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Rohren, Platten oder dgl. in einem Strang unter Verwendung von Fangstoffen, die bei der Fertigung von Zellstoff, Pa pier oder dgl. im nassen Zustand anfallen, dadurch gekennzeichnet, dass der nasse Fangstoff in einer Schneckenpresse zunächst weitgehend entwässert, "bis zur Standfestigkeit entfeuchtet, sodann verformt und an der Luft getrocknet wird.
    1I. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Entwässerungssehneckenpresse sowie eine nachfolgende Entfeuchtungs- und Verformungs- schneckenpresse aufweist, die eine gemeinsame Schnecke haben, die durch mindestens eine Sieb platte unterteilt ist, die mit dem Schneckengehäuse verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Erhöhung der Standfestigkeit der entfeuchteten Fangstoffe den nassen Fangstoffen Bindemittel, wie Zement, Gips, Kunststoff, zugege ben werden.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneckengehäuse vor der Siebplatte durch feine Ausnehmungen mit dem Ab lauf für Flüssigkeiten in offener Verbindung steht. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebplatte nur teilweise durchlocht ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Schneckenpresse eine Zerfaserungseinrichtung ange ordnet ist. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zer- faserungseinrichtung von einer Siebplatte mit darüber umlaufenden Schabern gebildet ist, deren kammartige Rücken zwischen Hackern an feststehenden Flügeln stossen. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zer- faserungseinrichtung mit Zuführungen für Flüssigkei ten und/oder Bindemittel ausgerüstet ist.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mit einer Heizvor- richtung ausgerüstet ist.
CH153765A 1965-02-04 1965-02-04 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren, Platten oder dgl. in einem Strang unter Verwendung von Fangstoffen CH426458A (de)

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