<B>Pumpe, insbesondere für plastische Massen</B> Pumpen, für insbesondere plastische Massen, sind in zahlreichen Ausführungen bekannt.
Sie alle leiden jedoch daran, dass dieselben, be dingt durch die schwierig zu bewegenden, zu fördern den, meist sehr dickflüssigen plastischen Massen, den praktischen Betriebsbedingungen oft nur kurzzeitig standhalten. Hierzu kommt, dass - bedingt durch die Konsistenz des Materials - durch die überstar ken Reibungsverhältnisse derselben, Abnutzungen und Verstopfungen, die schon innerhalb der Pumpe und deren Organe auftreten, oft die Wirtschaftlich keit dieser Pumpen in Frage gestellt wird. Ferner ist eine schnelle Auswechslung verschliessener Teile nicht möglich.
Ein beachtlicher Nachteil besteht noch darin, dass die Geräte in ihrem Aufbau nur für bestimmte enge Leistungsgrenzen ausgelegt werden.
Verlangt wird aber leichte Auswechslung des An triebes, bzw. der Förderteile und Verteilerorgane und eine universale Fördereinrichtung, die sich in weiten Grenzen anpassen lässt.
Der schwächste Punkt im Fördern von plastischen Massen sind jedoch die Öffnungs- und Schliess- ungsorgane, in Form von Schiebern und Ventilen, welche das unter hohem Druck stehende Material irgendwie verschieben müssen. Das erfordert ganz beachtliche Antriebskräfte für diese Organe, bedingt durch die kurzen Betätigungszeiten, und verursacht beachtliche Abnutzungen. Diese Nachteile werden durch vorliegende Erfindung beseitigt.
Sie bezieht sich auf eine Pumpe insbesondere für plastische Massen, bei der das Zulaufen, d. h. Einsaugen, und das Ablaufen, d. h. Fördern von Ma terial durch ein hin und her bewegtes, ventil- und schieberloses, wenigstens auf einem Teil flexibles, kombiniertes Einlauf-Auslauf-Organ geregelt wird, welches auf einer Trägerplatte sitzt und auf einer Traverse geleitet, welch letztere mit einem Material- förderzylinder zu dem Zweck verbunden ist, den Auf bau der Pumpe im Baukastensystem ausführen zu können.
Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar zeigt Fig. 1 eine Pumpe im Längsschnitt und Fig. 2 einen Schnitt nach Linie A-A.
In den an beiden Seiten offenen Zylinder 1, in welchem sich der Kolben 2 durch bekannte Antriebs mittel, z. B. durch eine Kolbenstange 3 oder derglei chen, bewegt, wird das zu fördernde Material aus dem Einlauf 4 in den Zylinder 1 hineingesogen, bzw. nach beendetem Saughub in Richtung 5 in das För- derrohr 6 und von dort zur Verwendungsstelle hin aus gedrückt. Am linken Ende des Zylinders 1 ist ein normalisierter Schwenk- und Schnellverschluss 7 angebaut, welcher so beschaffen ist, dass er ohne Umbau für die verschiedenen Zylinderdurchmesser und Antriebsorgane verwendet werden kann.
Der Schwenk-Schnellverschluss 7 ist um den Bolzen 8 drehbar und mit einer Halteschraube 9 fixiert. Durch diesen Verschluss kann bei herausgezogenen Kol ben 2 das gesamte komplette Antriebsteil 10 um gelegt werden, was für den Transport der oft sehr langgebauten Geräte von grossem Wert ist.
An der linken Fläche 11 des Schwenk-Schnell- verschlusses 7 sitzt der auswechselbare Antrieb 10, der in diesem Falle als Hydraulik-Antrieb gezeichnet ist und zur Bewegung des Kolbens 2 dient. Diese Anordnungen können auch für Mehrzylinder-Förder- pumpen Verwendung finden.
Um zu verhindern, dass die sich an den Man schetten des Kolbens 2 festsetzenden Materialparti kel den Betrieb der Pumpe beeinträchtigen, ist zweckmässig das linke Zylinderende bei 12 konisch erweitert, sodass sich die Manschetten ausdehnen und atmen können. Dadurch werden die anhaltenden, störenden Partikel frei gegeben und automatisch ent fernt. Bekannte Spüleinrichtungen können dabei in Anwendung kommen.
Der Erfindungsgegenstand arbeitet ohne Anwen dung irgendwelcher Ventile oder Schieber, die das teils unter hohem Druck stehende Material inner halb der Materialleitung verdrängen müssen. Dabei wird durch die Umsteuerung das zu fördernde Ma terial vom Einlauf 4 in den Zylinder 1 gesogen und sodann nach Verschluss des Einlaufes 4 und nach Freigabe und Verbindung des Zylinders 1 mit Rohr 6 in dieses gedrückt. Dieser Vorgang beruht auf dem Prinzip des Abscherens. Das ist das Wesentliche, nämlich ein. kombiniertes,
teils flexibles Einlauf-Aus- lauforgan, wie in der rechten Seite der Fig. 1 und im Schnitt der Fig. 2 dargestellt ist.
Das flexible Einlauforgan 13, aus Gummi oder anderem beweglich gestaltbarem Material, ist flansch- artig an einer Metallplatte 14, die länglich aus geführt ist, befestigt. An dieser Platte 14 sitzt aus- serdem, so nahe wie möglich, ein Rohr 15. Die Platte 14 besitzt somit zwei Bohrungen, und zwar Bohrung 16 für den Fördermaterial- Einlauf aus dem flexiblen Teil 13 und Bohrung 17 für den Material-Auslauf.
Um Materialstauungen zu verhüten, haben beide Bohrungen möglichst die gleichen Innendurchmes ser wie die Zylinder-Bohrung 1. An der Platte 14 sitzen vier Lagerböcke 18 mit zwei Führungsstangen 19, die ebenfalls in vier Lagerböcken 20 geführt sind.
Das Abscheren des Materials erfolgt in den Pfeil richtungen 21. Die vier Lagerböcke 20 sitzen fest auf der Traverse 22, welche nur eine Bohrung 23 ent hält. Mit der Traverse 22 fest verbunden sitzt der übliche Saug-Druck-Zylinder 1, in wlechem sich der angetriebene Kolben 2 bewegt.
Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes: Wird der Kolben 2 nach links gezogen, so steht, wie in Fig.l gezeichnet, die Öffnung 16 des flexi blen Einlauforganes 13 in axialer Richtung vor der Öffnung 16 für ungehinderten Materialeinlauf. Das Material wird in den Zylinder 1 hineingesogen. Am Ende des Kolbenhubes wird ohne Anwendung zu sätzlicher Ventile, Schieber oder dergleichen, das flexible Einfüll-Auslauforgan seitlich weggezogen.
Damit schliesst automatisch die Fördergutzufi'Lrtung und die Bohrung 17 des Rohres 15 steht vor der Ausgangsöffnung 23. Der Druckhub des Kolbens 2 beginnt alsdann und drückt das Material in Pfeil richtung 24 in das Förderrohr 25 nach der Verwen- dungs-Stelle. Wegen der hin und her gehenden Be wegung des Füllorganes 13 wird das erste Stück des Rohres 25 zweckmässig aus ebenfalls flexiblem Ma terial hergestellt.
Zwecks Verschleiss- und Reibungs- verminderung zwischen Platte 14 und Traverse 22 gleiten beide Teile nicht unmittelbar aufeinander, son dern besitzen zueinander einen geringen Abstand. Dadurch werden gleichzeitig die Führungsstangen 19 entlastet. Dieselben verklemmen sich nicht und die Antriebskräfte für die hin und her gehenden Bewe gungen des gesamten Verteiler-Organes sind, im Ge gensatz zu bekannten Schiebern und Ventilen ande rer Systeme, äusserst gering.
Selbst bei grössten Drük- ken wird das Material nur glatt durchgeschnitten, aber nicht verdrängt. Um eine Abdichtung zwischen der Platte 14 und der Traverse 22 zu erhalten ist ein Abdichtungsring 26, z. B. aus Gummi, ringför mig in die Platte 14 eingelegt.
Um eine weitere Abdichtung und sogar eine zu sätzliche Reinigung und Schmierung zwischen der Platte 14 und der Traverse 22 zu erreichen, ist ein weiterer Abdichtungsring 27 eingelegt. Zwischen bei de Abdichtungsringe ist eine Wasservorlage vorgese hen, welche einen ständigen oder zeitweisen Zu- und Ablauf erhalten kann. Zwischen Platte und Traverse gelaufenes Material wird dadurch hinweggespült. Die se Einrichtung ist von besonderem Wert für störungs freies Arbeiten, ausserdem verschleiss- und kraftmin dernd.
Ein Nachteil der bekannten Schieber- und Ven- til-Konstruktionen ist der, dass sich feste Körper, z. B. Steine bei der Betonförderung, an den Trenn- und Schiebeflächen und Kanten, begünstigt durch die Materialverdrängung, festklemmen. Die gewünschte und notwendige Material-Durchlauföffnung wird da durch verkleinert, der Wirkungsgrad sinkt ab.
Um die beachtlichen Mängel zu beheben, ist die Öffnung 23 in der Traverse 22 in der Vor schubrichtung 21 erweitert. Durch diese Raumver- grösserung ist ein Ausweichplatz für z. B. störende Steinldemmungen geschaffen. Die Trennkanten 28 lie gen frei.
Dadurch wird folgender Vorteil erreicht: Freier ungehinderter Durchlauf des Fördermate- rials, voller Nutzeffekt, keine Materialstauung, Aus nutzung des vollen Förderdruckes zur Materialför- derung, wenig Kantenverschleiss. An das Einfüllorgan 13 kann man entweder einen flexiblen oder einen festen Trichter 29 bzw. Zulauf anbringen. Das flexible Einlauf-Auslauforgan kann um eine der Füh rungsstangen 19 nach oben oder unten abgeschwenkt werden, wenn man eine Führungsstange 19 heraus zieht.
Dadurch werden alle Teile leicht zugänglich für die Reinigung und Auswechslung. Besonders die Rin ge 26 und 27 sind leicht zugänglich.
Die Praxis, insbesondere bei Betonförderung, hat gezeigt, dass sehr oft zusätzliche Rührwerke oder Rüttler in die Füll-Trichter eingebaut werden müs sen, da Verstopfungen und Brückenbildungen lau fend erfolgen und nicht geringe Betriebsstörungen erzeugen.
Durch die laufenden Hin- und Herbewegungen des Einfüll-Auslauf-Organes gemäss der Erfindung befindet sich das Material in ständiger Bewegung, und die beschriebenen Nachteile der Verstopfungen und Brückenbildungen und auch der Entmischung sind dadurch behoben. Der Zylinder 1 ist dadurch voll mit Material gefüllt. Der volumetrische Wirkungs- grad liegt relativ hoch. Lästige Luftpolster sind aus geschaltet.