CH426564A - Verfahren zur Herstellung von prägbaren, blattförmigen Gegenständen und nach diesem Verfahren hergestellter Gegenstand - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von prägbaren, blattförmigen Gegenständen und nach diesem Verfahren hergestellter Gegenstand

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CH426564A
CH426564A CH1178864A CH1178864A CH426564A CH 426564 A CH426564 A CH 426564A CH 1178864 A CH1178864 A CH 1178864A CH 1178864 A CH1178864 A CH 1178864A CH 426564 A CH426564 A CH 426564A
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44—DECORATIVE ARTS
    • B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/08—Stamping or bending
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32—LAYERED PRODUCTS
    • B32B—LAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00—Layered products comprising a layer of synthetic resin

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  • Laminated Bodies (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     prägbaren,        blattförmigen    Gegenständen  und nach diesem Verfahren     hergestellter    Gegenstand    Die Erfindung bezieht sich auf ein Blattmaterial,  das .durch Prägen mit Buchstaben, Ziffern und ande  ren Zeichen oder dekorativen Mustern versehen wer  den kann,     die    eine von der ursprünglichen Farbe des  Blattmaterials abweichende Farbe haben, sowie auf  ein Verfahren     zur    Herstellung von solchem Blattma  terial.  



  Es sind verschiedene     Materialien    und Verfahren  bekannt, um Etiketten und Erkennungsmarken her  zustellen. Ein bekanntes Verfahren besteht darin,  Buchstaben oder     Ziffern    auf Streifen aus Papier oder  ähnlichem Material oder auf Blätter, die dann in Eti  ketten zerschnitten werden, zu schreiben oder zu  drucken. Dieses altbewährte Verfahren ist für viele  Anwendungen sehr nützlich, hat jedoch den     Nachteil,     dass es die Verwendung von Tinte oder Farbe und  von Einrichtungen zum Anbringen der Tinte oder  Farbe erfordert. Auch sind die so hergestellten Eti  ketten     nicht        immer    genügend dauerhaft.  



       Ein    anderes bekanntes Verfahren umfasst die  Herstellung von geschichteten Blättern mit einer  Oberflächenschicht     m    einer ersten Farbe und einer  tieferen Schicht in einer zweiten Farbe. Um die ge  wünschten Buchstaben oder Ziffern zu erzeugen,  wird die Oberflächenschicht in geeigneter Weise gra  viert oder stellenweise weggeschnitten, so dass Teile  der tieferen Schicht sichtbar werden. Auf diese Weise  werden Buchstaben und Ziffern erzeugt, die eine von  der Farbe der Oberflächenschicht des geschichteten  Blattes abweichende Farbe haben.  



  Die nach diesem Verfahren hergestellten Etiket  ten und Erkennungsmarken sind sauber und dauer  haft; das Verfahren hat     jedoch    den Nachteil, dass das  Gravieren oder stellenweise Ausschneiden relativ  zeitraubend ist und nur mit teuren Spezialgeräten  durchgeführt werden     kann.       Ein weiteres bekanntes Verfahren     .umfasst    das  Prägen von     Ziffern    und Buchstaben in Blätter oder  Streifen aus geeignetem Material mit Hilfe zusam  menpassender Formen, zwischen welche die Blätter  gelegt werden. So werden z. B. Etiketten durch Ein  prägen von Buchstaben und     Ziffern    in Blätter oder  Streifen aus Aluminium oder Kunststoff hergestellt.

    Die so hergestellten Etiketten sind sehr dauerhaft; sie  haben jedoch den Nachteil, dass die Buchstaben und       Ziffern    dieselbe Farbe haben wie die Blätter oder  Streifen, in die sie geprägt sind, so dass die Buchsta  ben und Ziffern nicht immer genügend sichtbar sind.  Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist schon vorge  schlagen worden, die geprägten Buchstaben und Zif  fern zu schwärzen oder     sonstwie    zu färben. Dadurch  wurde jedoch wieder die Verwendung von Tinte oder  Farbe und von Einrichtungen zum Auftragen dersel  ben erforderlich.  



  Nach einem anderen bekannten Verfahren wer  den andersfarbige Prägungen ohne Verwendung von  Tinte oder Farbe durch     Deformationskräfte    in steifen  Blättern aus thermoplastischem Harz erzeugt, welche       Deformationskräfte    eine bleibende Kaltverformung  der Blätter an den geprägten Stellen ergeben. Die er  forderlichen Kräfte werden normalerweise durch zu  sammenpassende Prägewerkzeuge erzeugt, welche  den gewünschten Buchstaben und Ziffern entspre  chen. Blattmaterialien, die für die Durchführung die  ses Prägeverfahrens geeignet sind, sind z.

   B. steife  thermoplastische aus einer     Polyvinylchloridverbin-          dung    oder gewissen     Kopolymeren    von     Polyvinylchlo-          rid    im Gemisch mit Zusatzstoffen, welche Harzblätter  geschichtet sind und eine vergütete,     micellare    Struk  tur sowie anfänglich eine     gleichmässige        Grundfarbe     aufweisen, welche     durch    die .beschriebene Deforma  tion geändert wird, um die abweichende Farbe der      Prägungen zu erzeugen. Die Zusatzstoffe können  z.

   B. einen     Stabilisator,    ein     Schmiermittel    und Farb  stoffe, wie Aluminiumhydrat,     hydratisiertes    Chrom  hydroxyd,     Magnesiumsilikat,        Schlämmkreide,        Diato-          meenerde    oder Tone,     enthalten.     



  Dieses letztere     Verfahren    ergibt gut aussehende  und dauerhafte Etiketten und Erkennungsmarken mit  gutem Farbkontrast. Im allgemeinen wird durch das  Prägen der beschriebenen Materialien deren Farbe in  weiss geändert, die Ausdrücke  andersfarbig  und        Farbänderung     sollen daher insbesondere auch   weiss  umfassen. Bei diesem bekannten     Verfahren     werden also Farbänderungen durch einen einfachen       Prägevorgang    erzeugt, wobei keine Tinten oder Far  ben nötig sind.

   Oft wird es jedoch als     nachteilig    emp  funden, dass die bei diesem Verfahren verwendeten  Blätter eine gewisse     .minimale    Dicke aufweisen müs  sen, um genügend steif zu sein, so dass sie beim Prä  gen die gewünschte Farbänderung zeigen. Dies ob  wohl     natürlich    auch Blätter der angegebenen     Art,    die  zu dünn     sind,        um    im freitragenden Zustand die     ge-          wünschte    Farbänderung zu zeigen, latente     Farbände-          rungseigenschaften    aufweisen.

   Solche dünneren Blät  ter wären aus den folgenden Gründen oft     wünschbar:     Erstens sind die Materialien, aus welchen diese  bei Prägung farbändernden Blätter hergestellt wer  den, relativ teuer, so     dass        merkliche    Einsparungen  möglich wären, wenn die Blattdicke unter     die    er  wähnte minimale Dicke herabgesetzt werden könnte.  



  Zweitens sind Blätter, die genügend .dick sind, um  die gewünschte Farbänderung in     ihrem    freitragenden  Zustand zu zeigen, so steif, dass ihre     Steifigkeit    in  manchen Fällen, so bei der Verwendung als     Klebe-          Etikette,    störend ist. Blätter mit geringerer Dicke wür  den sich besser an Oberflächen verschiedener For  men anpassen lassen und würden weniger zum  Krümmen     und    Knittern neigen als die dickeren, stei  feren Blätter. Mit einem Klebstoff versehene Blätter,  die so dünn sind, dass sie nur latente     Farbänderungs-          eigenschaften    aufweisen, wären sehr geeignet für  Klebe-Etiketten oder als Dekorationsmaterial.  



       Drittens    sind Blätter, die genügend dick sind, um  die gewünschte Farbänderung in     ihrem    freitragenden  Zustand zu zeigen, im allgemeinen gegen mechani  sche Deformationen anderer Art als das Prägen, z. B.  gegen Verbiegen, empfindlich, indem sie Farbände  rungen zeigen, wenn sie verbogen oder     sonstwie     mechanisch deformiert werden. Blätter, die so dünn  sind, dass sie nur latente     Farbänderungseigenschaften     aufweisen, wären gegenüber diesen mechanischen  Deformationen weniger     empfindlich.    Auf diese Weise  könnte also der Unterschied der Reaktion der Blätter  auf Prägen und andere mechanische Deformationen  erhöht werden.  



  Viertens wurde festgestellt, dass Blätter, die ge  nügend dick     sind,    um die gewünschte Farbänderung  im freitragenden Zustand zu zeigen, eine uner  wünschte     Unschärfe    der andersfarbigen Prägungen  ergeben, indem gewisse Farbänderungen auch in den  Gebieten unmittelbar neben den geprägten Buchsta-         ben    und Ziffern auftreten. Dünnere Blätter, die den  vorstehend erwähnten grösseren Reaktionsunter  schied auf Prägen .und andere mechanische Deforma  tionen, einschliesslich mechanische     Deformationen,     die beim Prägen unbeabsichtigt auftreten, aufweisen,  würden diese Unschärfe der Prägungen in geringerem  Masse zeigen und damit sauberere Etiketten ergeben.  



  Fünftens wäre es für manche Anwendungen, z. B.  wenn Etiketten in Reiter bestehender Karteien einge  führt werden sollen, wünschbar, Blätter oder Streifen  zu haben, deren Dicke geringer ist als die bisher für  Farbänderungen in freitragenden Blättern oder Strei  fen erforderliche     minimale    Dicke.  



  Das Hauptproblem bei der Erfüllung dieser Wün  sche liegt darin, dass Blätter,     die        nicht    die     erwähnte          minimale    Dicke haben, in ihrem freitragenden Zu  stand keine genügende Farbänderung zeigen, sondern  praktisch nur latente     Farbänderungseigenschaften     aufweisen.  



  Um dieses Problem zu lösen und die     Erfüllung     der genannten Wünsche zu     ermöglichen,    ist das     erfin-          dungsgemässe    Verfahren zur Herstellung von präg  baren, blattförmigen Gegenständen, welche an ge  prägten Stellen     Farbänderungseffekte    zeigen, dadurch  gekennzeichnet, dass ein Film aus einem Material  hergestellt wird, das die Eigenschaft hat, bei Prägung  einen     Farbänderungseffekt    zu zeigen, wobei die  Dicke des Films auf ein Mass begrenzt wird, das un  ter der Dicke liegt, welche nötig ist, um einen nützli  chen     Farbänderungseffekt    beim Prägen des Films in  freitragendem Zustand zu erzielen, und dass der Film  mit einer :

  daran haftenden Stützschicht versehen wird,  deren Dicke und     Steifigkeit    ausreichen, um dem     Film     beim Prägen deutliche     Farbänderungseigenschaften     zu verleihen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht  also .die wünschbare Verwendung von nur latent farb  ändernden     Filmen    und verleiht diesen Filmen deut  liche     Farbänderungseigenschaften.     



  Das Verfahren nach der Erfindung ist nicht zu  verwechseln mit denjenigen bekannten Verfahren,  bei welchen eine Schutzschicht zum Schutze eines  Klebstoffes auf einer Seite des Films oder zur Ver  stärkung des Films an einem Film angebracht wurde,  der selbst schon genügend dick war, um eine genü  gende Farbänderung beim Prägen zu zeigen.  



  Die im erfindungsgemässen Verfahren zu ver  wendende Filmdicke kann nicht     zahlenmässig    genau  angegeben werden, da das Mass der Filmdicke, wel  ches nur latente und noch nicht deutliche     Farbände-          rungseigenschaften    ergibt, von der Art und Zusam  mensetzung des Filmmaterials abhängt. Im allgemei  nen werden latente - und nicht deutliche -     Farbän-          derungseigenschaften    erhalten, wenn die Filmdicke  unterhalb etwa 0,075 bis 0,1 mm liegt. Dünnere  Filme, etwa mit einer Dicke von 0,025 bis 0,05 mm,  können ebenfalls verwendet werden.  



  Die am Film haftende Stützschicht kann eine  Dicke aufweisen, die grösser ist als die Dicke des       Films    mit latenten     Farbänderungseigenschaften.         Auch die Dicke der Stützschicht kann nicht     zahlen-          mässig    genau angegeben werden, da die Dicke der  Stützschicht, die erforderlich ist, um dem     Film    deutli  che     Farbänderungseigenschaften    zu     verleihen,    von  verschiedenen Faktoren     abhängt,    unter anderem von  der     Steifigkeit    der Stützschicht und des Films und  von der Art, Zusammensetzung und Dicke des Films.

    In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird eine  Stützschicht mit einer Dicke von etwa 0,125 bis  0,2 mm verwendet.  



  Die Stützschicht kann .aus einem steifen Material  bestehen, z. B. aus steifem     Polyvinylchlorid,        Acrylo-          nitril-Butadien-Styren,        Polystyren,    Polyäthylen oder  harzimprägniertem Papier. Die Stützschicht kann  auch aus zwei oder mehr Lagen zusammengesetzt  sein, von denen mindestens eine aus steifem Material  bestehen kann.  



  Die Erfindung bezieht sich auch auf einen nach  dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten,       prägbaren,    blattförmigen Gegenstand. Dieser Gegen  stand umfasst einen Film aus einem Material, das die  Eigenschaft hat, bei Prägung einen     Farbänderungsef-          fekt    zu zeigen, wobei die Dicke des Films unter der  Dicke liegt, welche nötig ist, um einen nützlichen       Farbänderungseffekt    beim Prägen des Films in frei  tragendem Zustand zu erzielen, und eine am Film  haftende Stützschicht, deren Dicke und     Steifigkeit     ausreichen, um dem Film beim Prägen deutliche       Farbänderungseigenschaften    zu     verleihen.     



  Anhand der Zeichnung werden nachstehend Aus  führungsbeispiele der Erfindung im einzelnen erläu  tert. In der Zeichnung zeigen:       Fig.        1A    und 1B     ein        nicht    geschichtetes Blatt aus  bei Prägung farbänderndem Material,       Fig.    2A und 2B ein geschichtetes, bei Prägung  farbänderndes Blatt gemäss einem ersten Ausfüh  rungsbeispiel der Erfindung,       Fig.    3 ein geschichtetes, bei Prägung     farbändern-          des    Blatt gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel  und       Fig.    4 ein geschichtetes,

   bei Prägung     farbändern-          des    Blatt gemäss einem dritten Ausführungsbeispiel.       Fig.        1A    zeigt in Seitenansicht .einen Streifen oder  ein Blatt 10 aus einem Material, welches bei Prägung  die eingangs erwähnten     Farbänderungseffekte    zeigt.  Das Blatt 10 besteht z.

   B. aus einer der in der     USA-          Patentschrift    Nr. 2 925 625 angegebenen     Polyvi-          nylchlorid-    oder     Polyvinylchlorid-Kopolymer-Ver-          bindungen.        Gewünschtenfalls    kann der Streifen oder  das Blatt 10 auch aus Verbindungen bestehen, die       Acrylonitril-Butadien-Styren    oder     Polystyren    statt       Polyvinylchlorid    enthalten.

   Der Streifen oder das  Blatt aus einem dieser     Styrene    kann wie in der     USA-          Patentschrift    Nr. 2 925 625 beschrieben hergestellt  werden, z. B. durch     Kalandern,    Strang-Pressen oder       auf    einer Schlichtpresse.  



  Damit der Streifen oder das Blatt 10 eine nützli  che Farbänderung zeigt, muss er bzw. es an den Stel  len, welche die Farbe ändern sollen, einer gewissen  Kaltverformung unterworfen werden. Zu diesem    Zweck ist es nötig, dass die Dehnungszonen     beim     Prägen auf die Gebiete beschränkt sind, in welchen  die Farbe ändern soll. Wenn dünne Blätter verwendet  werden, erstrecken sich die Dehnungszonen von den       Prägstellen    aus über einen gewissen Bereich der Blät  ter. Dies ist in     Fig.    1B dargestellt.  



  Nach     Fig.    1B ist das Blatt 10 mit einer einfachen  Prägung 11 versehen worden. Wenn die Dicke des  Blattes 10 kleiner als etwa 0,075 bis 0,1 mm ist, dann  erstreckt sich die Dehnungszone D beim Prägen auf  beiden Seiten der Prägestelle über einen beträchtli  chen Bereich des Blattes, da die     Beweglichkeit    des  Blattmaterials relativ gross und die     Steifigkeit    des  Blattes bei derart kleinen Dicken relativ gering ist.  Dies hat zur Folge,     dass    die     Deformationskräfte    beim  Prägen in einem relativ grossen Bereich des Blattes  oder Streifens wirksam werden, so dass eine genü  gende Kaltverformung nur in den Gebieten 12 und  13 auftritt, wo das Blatt gebogen wird.

   Diese verteilte  Farbänderung ergibt keinen als nützlich zu bezeich  nenden     Farbänderungseffekt.     



  Wäre der Streifen oder das Blatt 10 so .dick wie  die in den bekannten     Farbänderungs-Prägeverfahren     verwendeten Blätter, dann wäre er bzw. es. genügend  steif und hätte eine genügend kleine Beweglichkeit,  um einen nützlichen     Farbänderungseffekt        zu    ergeben.  Dadurch würden jedoch die eingangs geschilderten  Vorteile dünner Blätter verloren.  



  Nach     Fig.    2A ist eine Stützschicht 20 an dem  dünnen Streifen oder Blatt oder Film 10 befestigt,  z. B. mittels eines     Klebstoffes.    Die Stützschicht 20  besteht aus einem der eingangs genannten Stützmate  rialien.  



  Wenn die geschichtete     Struktur    aus den Lagen  oder Schichten 10 und 20 geprägt wird, wie in       Fig.    2B bei 21 angedeutet, dann wird dabei durch die       Steifigkeit    der Stützschicht 20 der Streifen oder Film  10 versteift, sodass die Dehnungszone D     mindestens     annähernd auf die Prägestelle beschränkt bleibt. Die  Längen der Dehnungszonen sind in den     Fig.        1A,    113,  2A und 2B durch strichpunktierte Linien angegeben.

    Wenn die Dehnungszone wie in     Fig.    2B angegeben  beschränkt ist, dann heisst das, dass beim Prägen  praktisch kein Material in     merklichem    Ausmass von  der Seite gegen die Prägestelle gezogen wird, so dass  im Gebiet der Prägung eine genügende Kaltverfor  mung auftritt, um die gewünschte     Farbänderung,    wie  bei 22 angedeutet, zu erzeugen. Gleichzeitig wird das  Auftreten von Farbänderungen in dem der Prägung  benachbarten Gebiet herabgesetzt oder beseitigt. Es  ergibt sich daher eine sehr scharf begrenzte, saubere  Farbänderung der Prägung.  



  Um das vorstehend Gesagte besser zu erläutern,  ist in     Fig.        1A    ein Element 1 einer bestimmten Länge  a eingezeichnet, und in     Fig.    2A ist ein Element 2 der  selben Länge a eingezeichnet. Wenn das in     Fig.        1A     gezeigte Blatt 10 wie in     Fig.    1B     dargestellt,    geprägt  wird, dann nimmt die Länge des Elementes 1 um  einen.

   Betrag     Ala    zu; es ergibt sich also eine neue  Länge von     a+Ala    und eine relative Dehnung     e1    von    
EMI0004.0001     
    wobei a die     ursprüngliche        Länge    des Elementes 1  und     Aia    die schon erwähnte Längenzunahme des       Elamentes    1 ist.  



       Wenn    die in     Fig.    2A dargestellte, die Lagen 10  und 20 umfassende, geschichtete     Struktur    wie     in          Fig.    2B gezeigt, geprägt wird,     dann        nimmt    die Länge  des Elementes 2 um einen Betrag     A2a    zu; es ergibt  sich also eine neue Länge von     a+A2a    und eine rela  tive Dehnung     c,    von  
EMI0004.0016     
    wobei a die ursprüngliche Länge des Elementes 2  und     A2a    die Längenzunahme des Elementes 2 ist.  



  Wenn die Dehnungszone D wie in     Fig.    2B gezeigt  auf das Gebiet der Prägung beschränkt ist, dann sind  die Spannungen im     Film    10 bei der Dehnung um den  Betrag     e2    grösser als die Spannungen im Film 10, die  bei der Dehnung um den Betrag     .e1    auftreten, wenn  die Dehnungszone sich über das Prägegebiet hinaus  erstreckt und bewegliches Material, wie durch die  Pfeile 16 in     Fig.    1B angedeutet, während der     Prägung     gegen die Prägestelle und nach dem Prägevorgang  elastisch     zurückfliessen    kann.  



  Man sieht also, dass das Vorhandensein der  Stützschicht 20 die Entstehung von     Kaltverfor-          mungskräften        ermöglicht,    die ausreichen, um eine       Farbänderung    in einem streifen- oder     blattförmigen          Film    10 zu erzeugen, welcher ohne die Stützschicht  20 keine genügenden Spannungen zur Erzeugung  einer nützlichen     Farbänderung    bilden könnte.  



       Fig.    3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei  welchem eine Stützschicht 50 von der Art der Stütz  schicht 20 nach     Fig.        2A    und 2B an einem bei Prä  gung     farbändernden        Film    40 von der Art des Films  10 nach     Fig.    2A und 2B lösbar     befestigt    ist. Auch  hier     ist    der     Film    40 so dünn,     dass    er für sich allein  nur latente     Farbänderungseigenschaften    aufweist.

    Um dem     Film    40 beim Prägen deutliche     Farbände-          rungseigenschaften    zu verleihen, ist die Stützschicht  50 am Film 40 mittels     eines    Klebstoffes 47     befestigt.     Der Klebstoff 47 kann einer der bekannten     druck-          empfindlichen    Klebstoffe sein, die eine feste Ver  bindung gegen Gleiten zwischen dem Film und der       Stützschicht    bilden, die jedoch     gewünschtenfalls    ein       Abschälen    der Stützschicht vom Film gestatten.

    Klebstoffe     dieser        Art    sind für Etiketten seit Jahren  gebräuchlich.  



  Da der bei Prägung     farbändernde    Film 40 so  dünn     ist,    dass er nur latente     Farbänderungseigen-          schaften    aufweist, entsteht nach dem Abschälen der  Stützschicht 50 nach der Prägung ein ideales, selbst  klebendes Etiketten- oder Dekorationsmaterial, da  ein so dünner     Film    sich viel leichter     an        verschiedene     Oberflächen     anpasst    und weniger zu Verbiegung und       Knickung        neigt    als ein bei Prägung farbänderndes    Blatt, das dick genug ist,

   um für sich     allein    deutliche       Farbänderungseigenschaften        aufzuweisen.     



  Vor dem     Abschälen    der Stützschicht 50 verleiht  dieselbe dem nur latente     Farbänderungseigenschaften     aufweisenden     Film    40 beim Prägen deutliche     Far-          bänderungseigenschaften,    so dass eine Prägung mit  scharf begrenzter, deutlicher     Farbänderung    entsteht,  wenn die Schichten 40 und 50 zusammen wie bei 41  in     Fig.    3 angegeben geprägt werden.  



       Gewünschtenfalls    kann das Abnehmen der Stütz  schicht 50 durch     einen    Löseüberzug 51 bekannter  Art auf der Oberfläche der Stützschicht 50 und in       Berührung    mit dem Klebstoff 47 erleichtert werden.         Fig.4    zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel,  welches     wiederum    einen latent     farbändernden        Film     40a von der Art des     Films    40 nach     Fig.    3 und des  Films 10 nach     Fig.        2A    und 2B umfasst.

   An dem     Film     40a ist eine aus mehreren Lagen     zusammengesetzte     Stützschicht 50a befestigt. Die Stützschicht 50a     um-          fasst    eine lösbare Schicht 52 von der Art der Stütz  schicht 50 nach     Fig.    3, oder der Stützschicht 20 nach       Fig.    2A und 2B, eine dauernd mit dem Film 40a ver  bundene Schicht 53 und     eine        Klebstoffschicht    47a  zwischen den Schichten 52 und 53. Auch hier kann  die     innere    Oberfläche der lösbaren Schicht 52 mit  einem Löseüberzug bekannter Art versehen sein, der  das Abnehmen der Schicht 52 nach dem Prägen er  leichtert.

      Die Zwischenschicht 53 kann aus .dünnem Faser  material bestehen, z. B. aus     imprägniertem    oder     un-          imprägniertem    Papier oder Gewebe, oder aus gefärb  ter oder ungefärbter     Metallfolie    oder aus gefärbtem,  ungefärbtem oder     metallisiertem    Kunststoff.     Ge-          wünschtenfalls    kann das den Film 40a bildende  Material in der Form eines flüssigen     Überzuges    auf  die Zwischenschicht 53 aufgetragen und dann ge  trocknet oder auf andere Weise     verfestigt    werden, um  einen     Film    der gewünschten Dicke zu bilden. So  kann z.

   B. eine     Acrylonitril-Butadien-Styren-Verbin-          dung    auf eine     eloxierte    Aluminiumfolie aufgetragen  und zu einem Film     verfestigt    werden.    Die Zwischenschicht 53     schafft    für den Film 40a  eine     Untergrundfarbe,

      welche das Aussehen der her  gestellten Etiketten oder Dekorationsgegenstände       verbessert    und die verschiedensten Farbwirkungen       ermöglicht.        Ähnliche    Wirkungen können beim     Aus-          führungsbeispiel    nach     Fig.    3 dadurch     erzielt    werden,  dass man. in die     Klebstoffschicht    47 einen Farbstoff  einbaut.  



  Bei manchen Anwendungen kann der     Film    40  nach     Fig.    3 bzw. 40a nach     Fig.    4 ungefärbt gelassen  werden, wobei die Farbwirkung durch den     Farbstoff     bzw. eine gefärbte oder     metallisierte    Zwischenschicht  erzeugt wird, wie im vorangehenden Abschnitt be  schrieben. Man wird auch erkennen, dass es nicht  nötig ist, die beschriebenen Filme auf eine hohe     Stei-          figkeit    3a     zu    vergüten, wenn die Stützschicht dem  Film eine genügende     Steifigkeit    verleiht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCHI Verfahren zur Herstellung von prägbaren, blatt- förmigen Gegenständen, welche an geprägten Stellen Farbänderungseffekte zeigen, dadurch gekennzeich net, dass ein Film aus einem Material hergestellt wird, das die Eigenschaft hat, beiPrägung einenFarb- änderungseffekt zu zeigen, wobei die Dicke des.
    Films auf ein Mass begrenzt wird, das unter der Dicke liegt, welche nötig ist, um einen nützlichen Farbänderungseffekt beim Prägen des Films in frei tragendem Zustand zu erzielen, und dass der Film mit einer daran haftenden Stützschicht versehen wird, deren Dicke und Steifigkeit ausreichen, um dem Film beim Prägen deutliche Farbänderungseigenschaften zu verleihen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Film aus einem Material her gestellt wird, das eine Polyvinylchloridverbindung, eine Polyvinylchlorid-Kopolymer-Verbindung, eine Acrylonitril-Butadien-Styren-Verbindung oder eine Polystyrenverbindung enthält, welche die Eigenschaft hat, bei Prägung einen Farbänderungseffekt zu zei gen. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dicke des Films auf weniger als 0,1 mm begrenzt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dicke des Films auf weniger als 0,05 mm begrenzt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Stützschicht verwendet wird, deren Dicke grösser als die Dicke des Films ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Stützschicht verwendet wird, deren Dicke 0,125 bis 0,2 mm beträgt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Stützschicht aus einer steifen Polyvinylchloridverbindung, aus einer steifen Acrylo- nitril Butadien-Styren-Verbindung, aus einer stei fen Polystyrenverbindung, aus einer steifen Polyäthy- lenverbindung oder aus harzimprägniertem Papier verwendet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Stützschicht verwendet wird, die aus mindestens zwei Lagen zusammengesetzt ist, von denen mindestens eine aus steifem Material be steht. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen dem Film und der Stütz schicht eine Schicht aus druckempfindlichem Kleb stoff angebracht wird, so dass die Stützschicht von der Klebstoffschicht abschälbar ist. 9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Klebstoffschicht ein Farb stoff eingebaut wird. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Klebstoffschicht und dem Film eine dauernd mit dem Film verbun dene Zwischenschicht angebracht wird. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zwischenschicht aus dün nem, faserigem Material, aus imprägniertem oder un- imprägniertem Papier oder Gewebe, aus gefärbter oder ungefärbter Metallfolie oder aus gefärbtem, un gefärbtem oder metallisiertem Kunststoff verwendet wird. 12.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Film auf der Zwischen schicht dadurch hergestellt wird, dass das Filmmate- rial in der Form eines flüssigen Überzuges auf die Zwischenschicht aufgetragen und dann verfestigt wird. PATENTANSPRUCH II Prägbarer, blattförmiger Gegenstand, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE 13.
    Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Film aus einem Material besteht, welches eine Polyvinylchloridverbindung, eine Polyvinylchlorid-Kopolymer-Verbindung, eine Acrylonitril-Butadien-Styren-Verbindung oder eine Polystyrenverbindung enthält, welche die Eigenschaft hat, bei Prägung einen Farbänderungseffekt zu zei gen. 14. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Films weniger als 0,1 mm beträgt. 15.
    Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Films weniger als 0,05 mm beträgt. 16. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Stützschicht grös ser ist als die Dicke des Films. 17. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Stützschicht 0,125 bis 0,2 mm beträgt. 18.
    Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschicht aus einer stei fen Polyvinylchloridverbindung, aus einer steifen Acrylonitril-Butadien-Styren-Verbindung, aus einer steifen Polystyrenverbindung, aus einer steifen Polyäthylenverbindung oder aus harzimprägniertem Papier besteht. 19.
    Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützschicht aus mindestens zwei Lagen zusammengesetzt ist, von denen minde stens eine aus steifem Material besteht. 20. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Stützschicht und dem Film eine Schicht aus druckempfindlichem Klebstoff angeordnet ist. 21. Gegenstand nach Unteranspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffschicht ,gefärbt ist. 22.
    Gegenstand nach Unteranspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Klebstoffschicht und der Stützschicht eine Löseüberzugsschicht ange ordnet ist, um das Lösen der Stützschicht von der Klebstoffschicht zu erleichtern. 23. Gegenstand nachUnteransprüchen20, 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Film und der Klebstoffschicht eine dauernd mit dem Film verbundene Zwischenschicht angeordnet ist. 24.
    Gegenstand nach Unteranspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht aus dün nem Fasermaterial, aus imprägniertem oder unim- prägniertem Papier oder Gewebe, aus gefärbter oder ungefärbter Metallfolie oder aus gefärbtem, unge färbtem oder metallisiertem Kunststoff besteht.
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