Verfahren zum Einrollen mehrfacher Schliessfaltungen an flachen Gegenständen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bilden und Einrollen mehrfacher Schliessfaltungen an flachen Gegenständen, insbesondere an vollen oder mit Nüssen durchsetzten Schokoladetafeln und dergleichen, wobei zwei auf der oberen bzw. unteren Seite des Gegenstandes anliegenden Folienabschnitte durch Falten mindestens eines dieser Abschnitte flach aneinander gelegt und hernach in einer zweiten Phase umeinander eingerollt werden und wonach diese Doppelfalte ihrerseits nochmals eingeschlagen wird.
Beim maschinellen Bilden von doppelten Schliesfaltungen an flachen Gegenständen, wie Schokoladetafeln, insbesondere mit Nüssen durchsetzten, oder dergleichen, begegnet man immer wieder Schwierigkeiten mancherlei Art, deren Ursachen in der Beschaffenheit des einzuwickelnden Gegenstandes selbst, sodann in der Qualität der Einwickelfolie und der Falterbeschaffenheit, jedoch vor allem in der Art des Faltverfahrens selbst liegen. So zeigt es sich gelegentlich bei Doppelfaltungen, beispielsweise Zick Zack-Faltung, dass die V-förmigen Falter beim Einfahren in die Wickelfolie diese beschädigen, bzw. beim Ausfahren die gelegten Falten teilweise wieder öffnen, so dass der angestrebte Zweck der Faltung unerfüllt bleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, den genannten Schwierigkeiten wirksam zu begegnen. Die Lösung der Aufgabe besteht in einem Verfahren der genannten Art, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass gleichzeitig mit dem Bilden der ersten Faltung auch das Abkanten einer Vorfalte in einem Folienabschnitt zur zweiten Einrollfaltung mittels eines eine gradlinige Bewegung ausführenden Drehfalters erfolgt und dass diese Vorfalte mittels einer anschliessenden Teildrehbewegung des genannten Drehfalters um die eigene Achse zur Bildung der Einrollfaltung geschlagen und dass diese zweite Falte mittels einer anschliessenden gradlinigen Bewegung eines Greiffalters um eine Längskante des Gegenstandes zur Bildung der dritten Schliessfaltung geschlagen wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1-5 je einen Querschnitt durch eine und dieselbe Faltstation mit den Faltelementen und einer Schokoladetafel in fünf aufeinander folgenden Phasen des Einwickelverfahrens; und
Fig. 6 in grösserem Massstab einen Querschnitt durch ein Ende einer eingewickelten Schokoladetafel.
In Fig. 1 ruht die einzuwickelnde Schokoladetafel 1 auf einer Faltstation. Die Einwickelfolie 2 wurde bereits auf dem Durchgang zur Faltstation U-förmig um den Gegenstand gelegt. Die Schliessfalter 3, 4 und 5 befinden sich noch in ihren zugehörigen rückwärtigen Ausgangsstellungen, so dass der Durchgang der Tafel 1 horizontal von rechts nach links erfolgen kann.
In Fig. 2 befinden sich die Falter 3 und 4 in Schliessstellung, in welche sie mit (nicht dargestellten) voneinander getrennt aber synchron angetriebenen Bewegungsorganen geführt wurden, wobei Falter 4 zeitlich etwas vor Falter 3 in der dargestellten Endstellung eintrifft, so dass letzterer kurz vor dem Bewegungsende federnd auf die Pressfläche des Falters 4 auftrifft. Gleichzeitig mit Falter 4 ist auch Falter 5 mittels eines (nicht dargestellten) getrennt aber synchron wirkenden Bewegungsorgans aus der Lage gemäss Fig. 1 in die Lage gemäss Fig. 2 befördert worden, wodurch die beiden Längskanten der Folie 2 auf eine gewisse Breite rechtwinklig abgedreht werden.
In der in Fig. 3 dargestellten Phase hat sich Falter 3 bereits wieder zurückgezogen, während sich Falter 4 noch immer in Berührung mit der Schliessnaht der Folie 2 befindet. Sobald Falter 3 sich genügend weit zurückgezogen hat, führt Falter 5 eine Drehbewegung von 90" aus und schliesst die umgebördelten Kanten der Einwickelfolie nach innen mit der ersten Schliessfaltung zusammen.
Inzwischen ist Greiffalter 6 in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt. Seine Aufgabe besteht in der Überführung des Gegenstandes 1 von der Faltstation zur nächstfolgenden Station der Einwickelmaschine.
Er beschreibt hierfür eine Horizontalbewegung nach links und wird sodann angehoben, um den Rückweg über die inzwischen auf der Faltstation eingetroffene Tafel 1 zu nehmen.
Fig. 4 zeigt, dass sich Falter 5 inzwischen zurückgedreht und gleichzeitig, jedoch getrennt angetrieben, in die obere Ausgangsstellung zurückgezogen hat, um dadurch den Weg für den Greiffalter 6, sowie für die von rechts nachfolgende Tafel 1' (Fig. 5) freizugeben.
Fig. 4 zeigt die doppelte Schliessfaltung fertig eingerollt, wobei der vom Greifer 6 eingeschlagene Lappen längs der Seitenkante der Tafel 1 glatt zum Anliegen kommt.
In Fig. 5 ist die Tafel 1 bereits auf der Faltebene von rechts nach links um einen Schritt weiter befördert worden, während gleichzeitig die nachfolgende Tafel 1' mittels eines nicht dargestellten Förderorgans zur Faltstation geschoben wird, worauf sich der beschriebene Faltvorgang wiederholt.
Die Falter 3, 4 und 5 können vorteilhaft als elektrische Heizkörper ausgebildet werden, zwecks thermoplastischer Schweissung der doppelt gefalteten Einwickelfolie. Der Ablauf des vorstehend beschriebenen Faltvorganges wird dadurch nicht beeiffflusst.
Fig. 6 zeigt abschliessend in grösserem Massstab einen Querschnitt durch das Ende einer fertig in die Folie eingewickelten Tafel 1.
Method for rolling in multiple closing folds on flat objects
The invention relates to a method for forming and rolling in multiple closing folds on flat objects, in particular on full chocolate bars or chocolate bars interspersed with nuts and the like, wherein two film sections lying on the upper or lower side of the object are laid flat against one another by folding at least one of these sections and then afterwards are rolled around each other in a second phase and then this double fold is in turn tucked in again.
When mechanically forming double closing folds on flat objects, such as chocolate bars, especially those interspersed with nuts, or the like, one encounters difficulties of many kinds, the causes of which are in the nature of the object to be wrapped itself, then in the quality of the wrapping film and the nature of the folder mainly lie in the nature of the folding process itself. Occasionally, with double folds, for example zigzag folds, the V-shaped folders damage the wrapping film when it is inserted or partially open the folds again when it is extended, so that the intended purpose of the folding remains unfulfilled.
The invention is based on the object of effectively countering the difficulties mentioned. The object is achieved in a method of the type mentioned, which is characterized in that simultaneously with the formation of the first fold, the folding of a pre-fold in a film section for the second roll-in fold is carried out by means of a rotary folder executing a straight movement and that this pre-fold is performed by means of a Subsequent partial rotary movement of said rotary folder around its own axis to form the roll-in fold and that this second fold is turned around a longitudinal edge of the object to form the third closing fold by means of a subsequent rectilinear movement of a gripping folder.
An exemplary embodiment of the subject matter of the invention is shown schematically in the drawing. Show it:
1-5 each show a cross section through one and the same folding station with the folding elements and a chocolate bar in five successive phases of the wrapping process; and
6 shows, on a larger scale, a cross-section through one end of a wrapped chocolate bar.
In Fig. 1, the chocolate bar 1 to be wrapped rests on a folding station. The wrapping film 2 has already been placed in a U-shape around the object on the passage to the folding station. The closing folders 3, 4 and 5 are still in their associated rear starting positions, so that the board 1 can pass horizontally from right to left.
In Fig. 2, the folders 3 and 4 are in the closed position, in which they were guided with separate but synchronously driven movement organs (not shown), with folder 4 arriving somewhat before folder 3 in the illustrated end position, so that the latter shortly before the end of the movement impinges resiliently on the pressing surface of the folder 4. Simultaneously with folder 4, folder 5 has also been moved from the position according to FIG. 1 to the position according to FIG. 2 by means of a (not shown) separately but synchronously acting movement element, whereby the two longitudinal edges of the film 2 are turned at right angles to a certain width .
In the phase shown in FIG. 3, the folder 3 has already withdrawn, while the folder 4 is still in contact with the closing seam of the film 2. As soon as folder 3 has withdrawn sufficiently, folder 5 executes a rotary movement of 90 "and closes the beaded edges of the wrapping film inwards with the first closing fold.
Meanwhile, Griffalter 6 has returned to its original position. Its task is to transfer the item 1 from the folding station to the next station of the wrapping machine.
For this purpose, it describes a horizontal movement to the left and is then raised in order to take the way back via panel 1, which has meanwhile arrived at the folding station.
Fig. 4 shows that the folder 5 has meanwhile turned back and at the same time, but separately driven, has withdrawn to the upper starting position, thereby clearing the path for the handle folder 6 and for the panel 1 'following from the right (Fig. 5).
4 shows the double closing fold completely rolled up, the flap folded in by the gripper 6 coming to rest smoothly along the side edge of the panel 1.
In FIG. 5, the panel 1 has already been conveyed one step further on the folding plane from right to left, while at the same time the following panel 1 'is pushed to the folding station by means of a conveyor element (not shown), whereupon the described folding process is repeated.
The folders 3, 4 and 5 can advantageously be designed as electrical heating elements for the purpose of thermoplastic welding of the double-folded wrapping film. The sequence of the folding process described above is not influenced by this.
Finally, FIG. 6 shows, on a larger scale, a cross-section through the end of a panel 1 completely wrapped in the film.