CH426878A - Verfahren zur Herstellung der Monoalkyläther des 1,5-bzw. 1,8-Dihydroxy-anthrachinons - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Monoalkyläther des 1,5-bzw. 1,8-Dihydroxy-anthrachinons

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CH426878A
CH426878A CH1188763A CH1188763A CH426878A CH 426878 A CH426878 A CH 426878A CH 1188763 A CH1188763 A CH 1188763A CH 1188763 A CH1188763 A CH 1188763A CH 426878 A CH426878 A CH 426878A
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CH
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anthraquinone
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sulfuric acid
dihydroxy
preparation
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CH1188763A
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Inventor
Kurt Dr Klemm
Guenter Dr Gehrke
Original Assignee
Bayer Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07C50/00Quinones
    • C07C50/26Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms
    • C07C50/34Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms the quinoid structure being part of a condensed ring system having three rings
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    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/52Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by doubly-bound oxygen atoms
    • C07C309/53Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by doubly-bound oxygen atoms the carbon skeleton containing carbon atoms of quinone rings

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung der Monoalkyläther des   1,5-    bzw.   1,8-Dihydroxy-anthrachinons   
Es wurde gefunden, dass man l-Alkoxy-anthrachinone erhält, die in der 5- oder 8-Stellung durch eine Hydroxygruppe substituiert sind und die gegebenenfalls noch weitere Substituenten enthalten, wenn man l-Alkoxy-anthrachinone, die in der 5- oder 8-Stellung eine weitere Alkoxygruppe und gegebenenfalls noch weitere Substituenten aufweisen, in Schwefelsäure bei erhöhter Temperatur partiell entalkyliert.



   Als weitere Substituenten der erfindungsgemäss verwendeten Anthrachinone kommen z. B. Halogene, wie Chlor oder Brom, oder Nitrogruppen in Betracht.



  Bei den Alkoxygruppen handelt es sich vorzugsweise um niedere, bis zu fünf Kohlenstoffatome enthaltende Alkylreste. Beispiele derartiger Anthrachinone sind das   1, 5-Dimethoxy-anthrachinon,      1,8 -Dimeth-    oxy-anthrachinon,   1, 5-Dimethoxy-4,      8-dinitro-anthra-    chinon, 1, 8-Dimethoxy-4, 5-dinitro-anthrachinon oder das 1,5-Dimethoxy-4,8-dichlor- (bzw. brom)-anthrachinon.



   Die Geschwindigkeit und der Verlauf   der Ather-    spaltung ist sowohl von der Schwefelsäurekonzentration als auch von den verwendeten Dialkoxy-anthrachinonen abhängig. So ist es für die partielle   Ather-    spaltung der 1, 5-Dialkoxy-anthrachinone häufig zweckmässig, in konzentrierter Schwefelsäure zu arbeiten, z. B. in 96   0/obiger    Schwefelsäure, Schwefelsäuremonohydrat oder 140   5/obigem    Oleum. Dagegen ist es bei Verwendung von 1,8-Dialkoxy-anthrachinonen oftmals vorteilhaft, eine Schwefelsäure geringerer Konzentration anzuwenden, z. B. 60-85   0/obige    Schwefelsäure.



   Im allgemeinen ist es zweckmässig, im Temperaturbereich von ungefähr   50-1300    C zu arbeiten. Je nach den angewandten Reaktionsbedingungen ist die erfindungsgemäss durchzuführende Reaktion im allgemeinen im Verlauf von 1-5 Stunden abgeschlossen. Der geeignetste Zeitraum lässt sich durch Vorversuche oder Kontrollen leicht feststellen.



   Für den Fall, dass die   Ätherspaltung    bereits über die Stufe des Monoäthers hinaus fortgeführt wurde, können die in geringen Mengen mitentstandenen 1,5bzw.   1, 8-Dihydroxy- anthrachinone    abfiltriert oder durch anschliessendes kurzes Erhitzen in vorzugsweise   10-200/oigem    Oleum in die entsprechenden Anthrachinon-disulfonsäuren übergeführt und als solche durch Auswaschen mit heissem Wasser entfernt werden.



   Die erhaltenen Monoalkyläther des 1,5- bzw.



     1, 8-Dilhydroxy-anthrachinons    sind nach dem erfindungsgemässen Verfahren leicht zugänglich und fallen in nahezu schmelzpunktreiner Form an. Sie sind wertvolle Farbstoffzwischenprodukte.



   In den Beispielen handelt es sich immer um Gewichtsteile.



   Beispiel 1
54 Teile 1, 5-Dimethoxy-anthrachinon werden unter Zusatz von acht Teilen wasserfreiem Natriumsulfat in 110 Teile Schwefelsäuremonohydrat gelöst und die Lösung unter Rühren innerhalb von zwei Stunden von   800 C    auf   1000 C    erhitzt und eine Stunde bei dieser Temperatur umgesetzt, bis eine entnommene Probe kein Ausgangsmaterial mehr enthält.



  Man kühlt auf 200 C ab, gibt 30 Teile 65   0/obiges    Oleum zu, erhitzt dann innerhalb von zehn Minuten auf 800 C, hält 20-25 Minuten bei dieser Temperatur, kühlt auf   10     C ab und gibt, falls eine Probe kein Anthrarufin mehr aufweist, auf 1500 Teile Wasser, erhitzt auf   70"    C und saugt heiss ab. Der Rückstand wird heiss gewaschen, anschliessend in 2000 Teilen Wasser bei 900 C angerührt, 40 Teile Pyridin zugesetzt, so lange erhitzt, bis der Niederschlag kristallin  geworden ist, heiss abgesaugt, neutral gewaschen und getrocknet. Man erhält 39,2 Teile (76   O/o)    chromatographisch reines 1, 5-Hydroxymethoxy-anthrachinon vom Schmelzpunkt   181-1830    C.



     NOCH1:    gef. 12,0   O/o,    ber. 12,2   O/o   
Beispiel 2
27 Teile   1,8-Dimethoxy-anthrachinon    werden fein pulverisiert in 400 Teile auf 1000 C erhitzte 60   0/obige    Schwefelsäure eingetragen,   11/2    Stunden unter kräftigem Rühren bei   100-105     C umgesetzt und das in feinen Nadeln ausgeschiedene Umsetzungsprodukt heiss scharf abgesaugt. Der Rückstand wird zunächst mit 150 Teilen   1000 C    heisser   600/obiger    Schwefelsäure und anschliessend mit   500/obiger    Schwefelsäure bis zum farblosen Ablauf gewaschen, dann gibt man den Rückstand auf Wasser, saugt ab, wäscht neutral und trocknet.

   Man erhält 22,7 Teile   (890/0)    Chrysazin-monomethyläther vom Schmelzpunkt   190-1920    C.



     NOCH5:    gef. 12,8   O/o,    ber. 12,2   O/o.   



   Zur weiteren Reinigung werden 100 Teile des obigen Rohproduktes in 400 Teile 10   O/oigem    Oleum unter Zusatz von 10 Teilen wasserfreiem Natriumsulfat gelöst, innerhalb von 15 Minuten auf   800 C    erhitzt, 10 bis 15 Minuten bei   80"    C   umgesletzt,    dann auf 100 C abgekühlt, auf Wasser gegeben und, wie in Beispiel 1 am Beispiel des Anthrarufinmonomethyläthers beschrieben, aufgearbeitet. Der Schmelzpunkt des auf diese Weise gereinigten, 1,8 Hydroxymethoxy-anthrachinons beträgt   196-197"C.   



   Beispiel 3
120 Teile 1, 5-Dimethoxy-4, 8-dinitro-anthrachinon werden fein pulverisiert in 2200 Teile auf   70"    C erwärmte   96 0/oige    Schwefelsäure eingetragen und unter Rühren zwei Stunden auf 700 C erhitzt. Dann lässt man auf   15     C abkühlen, filtriert das abgeschiedene   1 ,5-Dihydroxy-4, 8-dinitro-anthrachinon    ab und gibt das Filtrat auf Eis/Wasser, saugt ab, wäscht neutral und trocknet. Man erhält so 70 Teile (64   O/o)    1, 5-Hydroxymethoxy-4, 8-dinitro-anthrachinon vom Schmelzpunkt   288-292     C, das durch Kristallisation aus Nitrobenzol noch weiter gereinigt werden kann.



  Das reine Produkt hat einen Schmelzpunkt von 3050 C.



   Auf ähnliche Weise wird das   1,8-Dimethoxy-    4, 5-dinitro-anthrachinon durch 30-45minütiges Erhitzen in 85   0/obiger    Schwefelsäure bei 900 C und anschliessende Trennung mittels   93 0/oiger    Schwefelsäure in das 1, 8-Hydroxymethoxy-4, 5-dinitro-anthrachinon übergeführt. Das reine Produkt besitzt einen Schmelzpunkt von 3200 C.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung der Monoalkyläther von gegebenenfalls substituiertem 1,5- bzw.
    1, 8-Dihydroxy-anthrachinon, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,5- bzw. 1,8-Dialkoxy-anthrachinone, die gegebenenfalls noch weitere Substituenten enthalten, in Schwefelsäure oder Oleum bei erhöhter Temperatur partiell entalkyliert.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man gegebenenfalls mitentstandene Dihydroxyverbindung durch Filtration abtrennt oder durch anschliessende Sulfierung in die Disulfonsäure überführt.
CH1188763A 1962-11-17 1963-09-26 Verfahren zur Herstellung der Monoalkyläther des 1,5-bzw. 1,8-Dihydroxy-anthrachinons CH426878A (de)

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