Verfahren zum Reinigen und Trocknen von ausgedruckten Druckformen und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens Bisher mussten in Druckereibetrieben die aus gedruckten Druckformen meist von Hand mit einer Reinigungsflüssigkeit gereinigt werden. Dies war eine sehr mühsame und zeitraubende Arbeit.
Es wurden auch schon bereits mechanische Vor richtungen zum Reinigen der ausgedruckten Druck formen vorgeschlagen, doch konnten die konstruktiv einfachen Lösungen in der Praxis nicht befriedigen, währenddem die vollautomatischen Einrichtungen in der Herstellung verhältnismässig teuer waren, so dass deren Anschaffung für mittlere und kleinere Druk- kereibetriebe kaum in Frage kam.
Diesen übelständen abzuhelfen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Dieselbe bezieht sich auf ein Verfahren zum Reinigen und Trocknen von aus gedruckten Druckformen und auf eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die zu reinigenden Druckformen in eine Reinigungskammer geschoben werden, die nach luftdichtem Verschliessen der Einführungsöff nung aus einem Reservoir mit einer Reinigungsflüs sigkeit gefüllt wird, so dass die Druckform vollstän dig getaucht ist, dass ferner innerhalb der Kammer ein Ultraschall-Strahler über die ganze Fläche der Druckform geführt wird, und dass nach Entleerung der Reinigungskammer die Dämpfe der Reinigungs flüssigkeit bis zur vollständigen Austrocknung von Reinigungskammer und Druckform abgesaugt wer den.
Die Einrichtung zur Ausübung des erfindungs- gemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Reinigungskammer ausgerüstet ist, die Halteorgane zur Aufnahme der zu reinigenden Druckformen und Mittel zur Heranführung der Rei nigungsflüssigkeit aus einem Reservoir in die Reini- gungskammer aufweist, und die ferner mit einem parallel zur Druckform bewegbaren Ultraschall Strahler ausgerüstet ist und deren Reinigungskammer unter dem Einfluss eines Ventilators steht,
der nach Entleeren der Reinigungsflüssigkeit aus der Reini gungskammer die gereinigte Druckform mit Luft be- bläst.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Einrichtung zur Ausübung des erfin dungsgemässen Verfahrens dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht der Einrichtung bei weggenommener Seitenwand und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 1-I der Fig. 1. Die Einrichtung besitzt ein Reservoir 1 (Fig. 2) und eine Reinigungskammer 2 (Fig. 1).
Der Inhalt des Reservoirs 1 ist um ein Vielfaches grösser als der Inhalt der Reinigungskammer 2. Das Reservoir 1 besitzt eine CSffnung 1' (Fig. 2) zur Fül lung und zur Reinigung desselben. Der Standmesser 6 zeigt, ob genügend Reinigungsflüssigkeit im Re servoir 1 vorhanden ist, um eine gute Reinigung zu gewährleisten. Eine Sicherheitsvorrichtung 7 (Fig. 2) besitzt einen Schwimmer 7', der einen nicht gezeich neten Schalter betätigt, sobald der Stand der Reini gungsflüssigkeit einen vorbestimmten Stand unter schreitet, wodurch die Anlage ausgeschaltet wird. Ein Ablassstutzen 8 (Fig.2) dient zur Entleerung des Reservoirs 1.
In der Reinigungskammer 2 sind im Abstand voneinander zwei in horizontaler Richtung verlau fende Schienen 9 und 9' von U-förmigem Querschnitt untergebracht. Diese Schienen dienen zur Halterung der Druckform D. An den Seitenwänden der Reini gungskammer 2 sind zwei Träger 10 befestigt, an denen die obere Schiene 9' in der Höhe verstellbar ist. Auf der oberen Schiene 9' sind ein Schwimmer 11, mit dem ein nicht dargestellter Schalter betätigt wird, und ein Endschalter 12 angeordnet.
Auf dem Dach der Reinigungskammer 2 ist ein Motor 15 (Fig. 1) an- geflanscht, der über zwei Kegelzahnrad-Getriebe 16 und 16' zwei Spindeln 14 und 14' antreibt.
Die Spin deln 14 und 14' sind in den Lagern 18 gehaltert. Ein balkenförmiger Ultraschall-Strahler 13 ist an den Spindeln 14 und 14' in der Höhe verschiebbar ange ordnet; in der unteren Endlage wird durch den Ultra schall-Strahler 13 ein Endschalter 12' betätigt. Eine Pumpe 23 dient zur Förderung der Reinigungsflüs sigkeit vom Reservoir 1 in die Reinigungskammer 2. Die zugehörigen Rohrleitungen sind mit 27 und<B>28</B> (Fig. 2) bezeichnet.
Zwischen der Pumpe 23 und der Rohrleitung 28 liegt ein Ventil 25, das die Reini gungslösung nur von der Pumpe 23 in die Reini gungskammer 2 leitet, nicht aber umgekehrt. Eine zweite Pumpe 24 (Fig. 1) dient zur Entleerung der Reinigungskammer 2, indem die Reinigungsflüssig keit von der Reinigungskammer 2 in das Reservoir 1 zurückbefördert wird. Die zugehörigen Rohrleitungen sind mit 30 und 31 (Fig. 2) bezeichnet.
Zwischen die sen beiden Rohrleitungen liegt ein Ventil 26 mit gleichen Eigenschaften wie das Ventil 25, nur dass die Reinigungsflüssigkeit in diesem Falle nur von der Reinigungskammer 2 in das Reservoir 1 ge langen kann. In dem Motorenraum 4, in dem die Pumpen 23 und 24 untergebracht sind, befindet sich auch der Ultraschall-Erzeuger 32 (Fig. 1).
Auf dem Dach der Reinigungskammer 2 sitzt der zylinderförmige Aufsatz 33, in welchem der Ventila tor 34 untergebracht ist. Der Aufsatz 33 steht einer seits mit der Reinigungskammer 2 und anderseits mit dem Aussenraum in Verbindung.
In der Reinigungskammer 2 ist eine Scheidewand 19 angebracht, die ein Kamin 20 abtrennt. Dieses Kamin 20 ist mit einem Deckel 21 (Fig.2) ver- schliessbar, der unter dem Einfluss des Magneten 22 steht.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird mit der beschriebenen Einrichtung wie folgt durchgeführt: Eine Druckform 1a (Fig. 1) wird in die Schienen 9 und 9', die vorher mit den Trägern 10 in der Höhe entsprechend eingestellt wurden, eingeschoben. Nach dem der Abschlussdeckel 3 wie in Fig. 1 dargestellt angebracht und dadurch die Reinigungskammer 2 luftdicht abgeschlossen ist, kann die Pumpe 23 ein geschaltet werden.
Die Reinigungsflüssigkeit fliesst alsdann durch das Rohr 27 in die Pumpe 23 und von diesem zu dem Ventil 25, das sich unter dem Druck öffnet. Von diesem Ventil fliesst die Reinigungs flüssigkeit durch das Rohr 28 in die Reinigungskam mer 2. Sobald der Schwimmer 11 durch die steigende Reinigungsflüssigkeit angehoben wird, schaltet die Pumpe 23 aus, und gleichzeitig werden der Motor 15 sowie der Ultraschall-Erzeuger 32 eingeschaltet.
Durch entsprechende Drehung der Spindeln. 14 und 14' wird der Ultraschall-Strahler 13 nach oben be wegt; er betätigt in seiner oberen Endlage den oberen Endschalter 12, der den Drehsinn des Elektromotors 15 umkehrt, so dass der Ultraschall-Strahler 13 nach unten bewegt wird.
In der unteren Endlage betätigt der Ultraschall-Strahler 13 den unteren Endschalter 12', mit dem sowohl. der Motor 15 als auch der Ultra- schall-Erzeuger 32 ausgeschaltet werden und gleich zeitig die Pumpe 24 eingeschaltet wird.
Durch die Saugwirkung der Pumpe 24 wird das Ventil 26 ge öffnet, und die Reinigungsflüssigkeit fliesst über die Rohrleitungen 31 und 30 in das Reservoir 1 zurück. Nachdem die Reinigungskammer 2 entleert ist, was beispielsweise durch den Unterdruck in der Pumpe 24 festgestellt werden kann, schaltet die Pumpe 24 aus. Zugleich wird der Magnet 22 unter Strom gesetzt, wodurch der Deckel 21 das Kamin 20 öffnet.
Der Ventilator 34 liegt in demselben Stromkreis, der nun die Luft durch das Kamin 20 ansaugt und an den zu trocknenden Druckformen vorbei durch das Dach der Reinigungskammer 2 wieder in das Freie ab bläst.
Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird eine Emulgierung der an den Druck formen anhaftenden Schmutzkrusten und der Rei nigungsflüssigkeit bewirkt. Die wirksamen Kräfte, mit denen dabei gearbeitet wird, ermöglichen eine viel gründlichere und raschere Reinigung von ausge druckten Druckformen, als dies mit hergebrachten Mitteln und Verfahren möglich war. Dies hat zur Folge, dass sieh beispielsweise auch Schmutzansamm lungen in Bohrungen, Vertiefungen, Spälten und Haarrissen ete. einwandfrei beseitigen lassen.
Indem sich die Ultraschall-Energie in festen Körpern äus- serst gut fortpflanzt, gelangen die reinigenden Kräfte auch an sonst schwer oder kaum zugängliche Stellen.
Process for cleaning and drying printed printing forms and equipment for carrying out the process Up to now, the printing forms had to be cleaned mostly by hand with a cleaning fluid in printing companies. This was a very tedious and time consuming job.
Mechanical devices have already been proposed for cleaning the printed printing forms, but the structurally simple solutions could not satisfy in practice, while the fully automatic devices were relatively expensive to manufacture, so that their acquisition for medium-sized and smaller printing companies was hardly an option.
To remedy these evils is the purpose of the present invention. The same relates to a method for cleaning and drying of printing forms printed out and to a device for carrying out the method.
The method according to the invention is characterized in that the printing formes to be cleaned are pushed into a cleaning chamber which, after the introduction opening has been hermetically sealed, is filled with a cleaning fluid from a reservoir so that the printing form is completely immersed, furthermore inside the chamber an ultrasonic emitter is guided over the entire surface of the printing form, and that after the cleaning chamber has been emptied, the vapors of the cleaning liquid are sucked up until the cleaning chamber and printing form are completely dry.
The device for carrying out the method according to the invention is characterized in that it is equipped with a cleaning chamber which has holding elements for receiving the printing formes to be cleaned and means for bringing the cleaning fluid from a reservoir into the cleaning chamber, and which also has is equipped with an ultrasonic emitter that can be moved parallel to the printing form and its cleaning chamber is under the influence of a fan,
which, after the cleaning fluid has been emptied from the cleaning chamber, blows air into the cleaned printing form.
The accompanying drawing shows an exemplary embodiment of the device for performing the method according to the invention, namely: FIG. 1 shows a side view of the device with the side wall removed and FIG. 2 shows a section along the line 1-I in FIG. 1. The device has a reservoir 1 (Fig. 2) and a cleaning chamber 2 (Fig. 1).
The content of the reservoir 1 is many times greater than the content of the cleaning chamber 2. The reservoir 1 has a C opening 1 '(FIG. 2) for filling and cleaning the same. The level knife 6 shows whether there is enough cleaning liquid in the Re reservoir 1 to ensure good cleaning. A safety device 7 (Fig. 2) has a float 7 ', which actuates a not signed designated switch as soon as the level of the cleaning liquid falls below a predetermined level, whereby the system is switched off. A drain port 8 (Fig. 2) is used to empty the reservoir 1.
In the cleaning chamber 2, two horizontally extending rails 9 and 9 'of U-shaped cross-section are housed at a distance from one another. These rails are used to hold the printing form D. On the side walls of the cleaning chamber 2, two carriers 10 are attached, on which the upper rail 9 'is adjustable in height. A float 11, with which a switch (not shown) is operated, and a limit switch 12 are arranged on the upper rail 9 '.
A motor 15 (FIG. 1) is flanged onto the roof of the cleaning chamber 2 and drives two spindles 14 and 14 'via two bevel gears 16 and 16'.
The spindles 14 and 14 'are supported in the bearings 18. A bar-shaped ultrasonic emitter 13 is arranged on the spindles 14 and 14 'is displaceable in height; In the lower end position, a limit switch 12 'is actuated by the ultrasonic radiator 13. A pump 23 is used to convey the cleaning fluid from the reservoir 1 into the cleaning chamber 2. The associated pipelines are denoted by 27 and 28 (FIG. 2).
Between the pump 23 and the pipeline 28 there is a valve 25 which directs the cleaning solution only from the pump 23 into the cleaning chamber 2, but not vice versa. A second pump 24 (FIG. 1) is used to empty the cleaning chamber 2, in that the cleaning fluid is conveyed back from the cleaning chamber 2 into the reservoir 1. The associated pipelines are designated 30 and 31 (FIG. 2).
A valve 26 with the same properties as the valve 25 is located between the two pipelines, except that in this case the cleaning fluid can only go from the cleaning chamber 2 into the reservoir 1. The ultrasonic generator 32 is also located in the engine compartment 4, in which the pumps 23 and 24 are accommodated (FIG. 1).
On the roof of the cleaning chamber 2 sits the cylindrical attachment 33, in which the ventila gate 34 is housed. The attachment 33 is on the one hand with the cleaning chamber 2 and on the other hand with the outside in connection.
In the cleaning chamber 2, a partition 19 is attached, which separates a chimney 20. This chimney 20 can be closed with a cover 21 (FIG. 2) which is under the influence of the magnet 22.
The method according to the invention is carried out with the device described as follows: A printing forme 1a (FIG. 1) is pushed into the rails 9 and 9 ', which were previously adjusted in height with the supports 10. After the cover 3 is attached as shown in FIG. 1 and the cleaning chamber 2 is thus closed off in an airtight manner, the pump 23 can be switched on.
The cleaning liquid then flows through the pipe 27 into the pump 23 and from there to the valve 25, which opens under the pressure. From this valve, the cleaning liquid flows through the pipe 28 into the cleaning chamber 2. As soon as the float 11 is raised by the rising cleaning liquid, the pump 23 switches off, and at the same time the motor 15 and the ultrasonic generator 32 are switched on.
By turning the spindles accordingly. 14 and 14 ', the ultrasonic emitter 13 is moved upwards be; In its upper end position, it actuates the upper limit switch 12, which reverses the direction of rotation of the electric motor 15, so that the ultrasonic emitter 13 is moved downwards.
In the lower end position, the ultrasonic emitter 13 actuates the lower limit switch 12 ', with which both. the motor 15 and the ultrasonic generator 32 are switched off and the pump 24 is switched on at the same time.
The suction action of the pump 24 opens the valve 26 and the cleaning liquid flows back into the reservoir 1 via the pipes 31 and 30. After the cleaning chamber 2 has been emptied, which can be determined, for example, by the negative pressure in the pump 24, the pump 24 switches off. At the same time, the magnet 22 is energized, whereby the cover 21 opens the chimney 20.
The fan 34 is in the same circuit, which now sucks in the air through the chimney 20 and blows past the printing forms to be dried through the roof of the cleaning chamber 2 back into the open.
When the method according to the invention is carried out, the dirt crusts adhering to the printing forms and the cleaning liquid are emulsified. The effective forces with which it is worked enable a much more thorough and quicker cleaning of printed forms than was possible with traditional means and methods. As a result, you can also see dirt accumulations in bores, depressions, gaps and hairline cracks, for example. have it removed properly.
As the ultrasonic energy is propagated extremely well in solid bodies, the cleaning forces can also reach places that are otherwise difficult or inaccessible.