CH427017A - Anordnung zur Verminderung der Schallabstrahlung von Transformatoren - Google Patents
Anordnung zur Verminderung der Schallabstrahlung von TransformatorenInfo
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Description
Anordnung zur Verminderung der Schallabstrahlung von Transformatoren Es ist eine bekannte Massnahme, die Wände von Transformatorkesseln mit schalldämmenden Belägen zu versehen, damit die im wesentlichen von der Mag- netostriktion herrührenden und vor allem über das Öl auf die Kesselwände übertragenen Schwingun gen des Magnetkernes von den Kesselwänden nur möglichst gedämpft als Schallschwingungen abge strahlt werden.
Als schalldämmende Beläge dienen im allgemeinen Platten aus porigen und kompres- siblen Stoffen, wie z. B. Faserplatten oder Platten aus Schaumgummi u. a. Materialien oder vielfach auch einfach mit Luft gefüllte Fächer. Die für die Trans formatorgeräuschdämmung verwendbaren Stoffen un terliegen aber noch besonderen Bedingungen, inso- ferne, als sie ihre schalldämmenden Eigenschaften auch bei dauerndem Kontakt mit öl und vor allem auch nach der Vakuumbehandlung des fertigen Transformators beibehalten müssen.
Es ist daher im allgemeinen nicht möglich, diese schallschluckenden Stoffe unmittelbar an der Transformatorkesselwand anzubringen, sondern sie werden zwischen Kesselin- nenwand und einer weiteren Wand eingeschlossen, welch letztere den unmittelbaren Kontakt mit öl und desgleichen auch den Austritt der in den Poren die ser schallschluckenden Stoffe enthaltenen Luft bei der Vakuumbehandlung verhindert.
Dieser öl- und luft dichte Abschluss der bisher verwendeten Dämmfä- cher lässt sich jedoch nicht in ganz befriedigender Weise erreichen. Insbesondere ist es eben wegen der vor allem beim Evakuieren auftretenden Beanspru chungen nicht möglich, diesen Dämmwänden jene Elastizität und auch geringe Masse zu geben, wie sie für eine optimale Dämpfung erforderlich wären. Hier einen neuen Weg aufzuzeigen, ist das Ziel der vorliegenden Erfindung.
Es ist ferner bekannt, auch jenen Teil der mag- netostriktiven Schwingungen, der durch Körperschall auf die Kesselwandungen, insbesondere den Kessel boden oder Kesseldeckel übertragen wird, durch elastische Zwischenlagen oder eine elastische Auf hängung über Stahlfedern, Gummipuffer und ähn liche Mittel zu dämpfen.
Ein Dämmkissen besonde rer Art zur Körperschallisolierung des aktiven Teiles eines Transformators gegen den ihn umschliessenden Kessel besteht aus porenlosem Gummi mit luftge füllten Aussparungen oder einer Mehrzahl von Gum mistreifen, die mit Abstand zueinander zwischen an ihren Rändern luftdicht verbundenen Platten, gleich falls aus Gummi oder auch aus Metall, eingeschlos sen werden (DAS 1 146 975).
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Verminderung der Schallabstrahlung von Transforma toren unter Verwendung von lufterfüllten Dämm- fächern, bei der in erfindungsgemässer Wise ein auf der Kesselinnenwand befestigter Rost aus hoch kantstehenden Stegen, dessen Zellen untereinander in Verbindung stehen oder ein sich gegen die Kessel wand an diskreten Punkten abstützendes Gitter vor gesehen ist und eine elastische Folie aus ölbestän digem Gummi oder Kunststoff, die auf dem Rost bzw.
auf dem Gitter aufliegt und deren Ränder mit der Kastenwand öldicht verbunden sind, wobei eine Ver bindung des von den Transformatorkesselwänden und der Folie eingeschlossenen Raumes mit einem Raum des Transformators, der im Betrieb ölfrei ist, beim Evakuieren aber mitevakuiert wird, vorhanden ist, um die so gebildeten Dämmfächer gleichfalls zu eva kuieren.
Ein Auführungsbeispiel der Erfindung wird nach stehend an Hand der Fig. 1 und 2 näher erläutert werden. In den Figuren bedeutet 1 die Transforma- torkesselwand, 2 einen z. B. aus hochkantstehenden Stegen bestehenden Rost etwa aus Kunststoff oder ähnlichem Material, der an der Transformatorkessel innenwand vorzugsweise durch Aufkleben befestigt ist.
Die Stege dieses Rostes sind jeweils zur Nachbar zelle durchbrochen (Ausnehmungen 3), so dass alle Zellen miteinander in Verbindung stehen. über den Rost 2 ist eine elastische, biegeweiche Folie 4 aus ölbeständigem Gummi oder geeignetem Kunststoff ge legt, deren Ränder öldicht durch Verschraubung oder durch Kleben mit der Transformatorkessel- wand verbunden sind. Mit S ist die Ölfüllung des Transformators angedeutet.
Die von der Kesselinnen- wand und der Folie eingeschlossenen Zellen werden über eine entsprechende Leitung etwa mit dem über dem Ölspiegel des Dehngefässes liegenden Luftpolster oder einem anderen entfeuchteten Raum mit Atmo sphärendruck verbunden, der beim Evakuieren des Transformators gleichfalls evakuiert wird.
Auf diese Weise wird im Betrieb des Transfor mators der statische Druck der Ölfüllung von einer dünnen, biegeweichen elastischen Folie aufgenommen und über einen gitterartigen Rost auf die Kesselwand übertragen. Die dynamischen Bewegungen (Schwin gungen) der Ölfüllung, herrührend vornehmlich von den magnetostriktiven Schwingungen des Magnetker nes,
hingegen werden von der sprungtuchartig über die Felder des Rostes gespannten Folie aufgenom men und in Federungsarbeit umgesetzt. Beim Eva kuieren ohne Öl wird diese Folie überhaupt nicht be ansprucht und beim Evakuieren mit Ölfüllung wie im Betrieb nur vom statischen Druck des Öles, da vor- aussetzungsgemäss die von den Stegen des Rostes gebildeten Zellen mitevakuiert werden.
Die Dicke der Stege sowie ihre Abstände sind so bemessen, dass keine zu grossen Zugspannungen in der Folie auftreten. Damit eine günstige Beanspru chung der Folie resultiert, kann der Rost auch honig- wabenähnliche Zellen, wie in Fig. 2 dargestellt, be sitzen. Durch entsprechende Versetzung der Stege des Rostes lassen sich die Dämmwände auch in re lativ einfacher Weise gekrümmten Kesselwänden an passen.
Um auch die durch die Stege des Rostes bzw. die Abstützungen des weitmaschigen Gitters über tragenen Pulsationen auf die Kesselwände noch zu verringern, können diese über elastische Zwischen lagen auf die Kesselwände aufgesetzt werden oder mit sonstigen in Richtung des Öldruckes elastischen Ele menten versehen werden.
Auch kann zur Erhöhung der die Schwingungs- tilgung bewirkenden Feder-Masse-Wirkung bzw. zur besseren Abstimmung der Dämmwände auf die Fre- quenz der auftretenden Pulsationen in der Mitte der durch die Stege bzw. Gittermaschen gebildeten Folien- felder eine zusätzliche Masse,
etwa durch örtliche Ver dickung der Folie an diesen Stellen oder durch ähn liche Massnahmen, vorgesehen werden.
Schliesslich sei auch noch erwähnt, dass beim ge genwärtigen hohen Stand der Verarbeitungstechnik für Kunststoffe der Tragrost bzw. das Gitter im Press- oder Spritzgussverfahren unmittelbar mit der darüber liegenden Folie hergestellt werden könnte. über die äusseren Stege bzw.
Maschenbegrenzungen hinaus stehenden Folienränder könnten dann mit den eben so vorstehenden Folien der Nachbarroste verklebt oder im Heissluftschweissverfahren öldicht ver- schweisst werden, womit sich in einfacher Weise die erforderliche Anzahl solcher Dämmelemente anein- anderreihen lässt, um die Transformatorinnenwän- de auszukleiden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung zur Verminderung der Schallabstrah lung von Transformatoren unter Verwendung von lufterfüllten Dämmfächern, gekennzeichnet durch ei nen auf der Kesselinnenwand befestigten Rost aus hochkantstehenden Stegen, dessen Zellen untereinan der in Verbindung stehen oder ein sich gegen die Kes selwände an diskreten Punkten abstützendes Gitter und eine elastische Folie aus ölbeständigem Gum mi oder Kunststoff, die auf dem Rost bzw.auf dem Gitter aufliegt und deren Ränder mit der Kasten wand öldicht verbunden sind, wobei eine Verbin dung des von den Transformatorkesselwänden und der Folie eingeschlossenen Raumes mit einem Raum des Transformators, der im Betrieb ölfrei beim Evakuieren aber mitevakuiert wird, vorhanden ist, um die so gebildeten Dämmfächer gleichfalls zu eva kuieren. UNTERANSPRÜCHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die der Kastenwand zugekehrten Knotenpunkte des Rostes bzw. die Abstützungen für das Gitter über in Richtung des Öldruckes elastische Elemente auf die Kesselwände aufgesetzt sind. 2. Anordnung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die über die Felder des Rostes oder Gitters gespannte Folie zur besseren Schwingungstilgung in den Feldmitten, an Schwingungsbäuchen, verdichtet ist.
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