CH427105A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH427105A
CH427105A CH1265061A CH1265061A CH427105A CH 427105 A CH427105 A CH 427105A CH 1265061 A CH1265061 A CH 1265061A CH 1265061 A CH1265061 A CH 1265061A CH 427105 A CH427105 A CH 427105A
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sulfonic acid
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CH1265061A
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Kurt Dr Weber
Max Dr Staeuble
Original Assignee
Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/26Carbazoles of the anthracene series
    • C09B5/28Anthrimide carbazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


      Verfahren        zur    Herstellung neuer     Farbstoffe       Vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf neue,  wertvolle     Küpenfarbstoffe    der Formel  
EMI0001.0006     
    worin mindestens ein X eine     Carbonsäureamidgruppe,     die durch ihr Stickstoffatom an ein     Chromophor    ge  bunden ist, die anderen X Wasserstoffatome oder       Substituenten    wie Halogenatome,     Alkyl-    oder     Alko-          xygruppen    oder     Reaktivgruppen,

      insbesondere       Chlortriazinyl-    oder     Chlorpyrimidylgruppen    und die  Symbole Y Halogen- oder Wasserstoffatome bedeu  ten und worin mindestens eine     Carbonsäureamid-          gruppe    eine bis zwei     Sulfonsäuregruppen    aufweist.  



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe erhält man  durch     sulfierende        Carbazolierung    der     sulfonsäure-          gruppenfreien        Anthrimide    der Formel  
EMI0001.0024     
    worin die Bedeutung der Symbole X und Y sich aus  der Erläuterung der Formel 1) ergibt.  



  Die zu     sulfierenden    von     Sulfonsäuregruppen     freien Verbindungen :der Formel 1) können z. B.    durch Umsetzung von gegebenenfalls substituierten       1-Halogen-5-    oder     -8-aroylaminoanthrachinonen    mit       1-Amino-4-,        -5-oder        -8-aroylaminoanthrachinonen     erhalten werden, wobei sich die     Aroylaminogruppen     von aromatischen     Carbonsäurehalogeniden    (wie z. B.

         Benzoylehlorid,    o-, m- oder     p-Chlorbenzoylchlorid,          Diphenylcarbonsäurechlorid,        Naphthoylchlorid,          Diphenylmethancarbonsäurechlorid,        Diphenyloxyd-          carbonsäurechlorid,        Zimtsäurechlorid    oder     -bromid,     u. dgl.) ableiten können.  



  Beim vorliegenden Verfahren, das zu     sulfonsäu-          regruppenhaltigen    Produkten führt, wird die     Carba-          zolierung    zweckmässig mittels konzentrierter Schwe  felsäure oder     Oleum    nach an sich bekannten Metho  den, gegebenenfalls unter Zusatz von Oxydationsmit  teln wie     Chromaten,        Javellauge    usw., vorgenommen.  Falls man von     sulfonsäuregruppenfreien    Ausgangs  stoffen ausgeht, muss gleichzeitig oder nachträglich  noch eine     Sulfierung    stattfinden.

   Diese kann mit       Oleum    oder mit     Chlorsulfonsäure    durchgeführt wer  den oder sogar mit konzentrierter Schwefelsäure  während oder nach der     Carbazolierung,    wenn Aus  gangsprodukte mit leicht     sulfierbaren        Acylamino-          gruppen,    z. B. mit     Diphenylcarbonamidgruppen    vor  liegen.  



  Die     erfindungsgemässen        Küpenfarbstoffe    eignen  sich zum Färben der verschiedensten Materialien wie  synthetischer oder natürlicher     Faserstoffe,    insbeson  dere aber zum Färben und Bedrucken von Textil  materialien aus natürlicher oder regenerierter     Cellu-          iose        nach        den        üblichen        Küpenfärbe-    und Druck  verfahren. Die damit erhaltenen Färbungen und  Drucke sind in der Regel chlorecht und zeichnen sich  durch ausgezeichnete Licht- und     Nassechtheiten,    ins  besondere eine gute     Sodakochechtheit,    aus.

    



  Die mit den erfindungsgemässen Farbstoffen er-      halteneu Färbungen sind auch     trockenreinigungsecht     und     migrationsecht.    Die gefärbten Gewebe können  daher     mit    Kunstharzen beispielsweise mit     Polyvi-          nylchlorid,    beschichtet werden, ohne dass der Farb  stoff in den Kunststoff     hineinmigriert,    was besonders  bei der Herstellung von Kunstledern wichtig ist.  



  Gegenüber den klassischen     Küpenfarbstoffen     weisen die     erfindungsgemässen,    permanent wasser  löslichen     Küpenfarbstoffe    den Vorteil eines besseren  Egalisier- und     Durchfärbevermögens    auf; in der  Apparatefärberei geben sie auch bei auftretender       Schaumbildung    keine Fehlfärbungen durch Aus  scheidung von     reoxydiertem    Farbstoff, und die in der  Färbung von Wickelkörpern, z. B.

   Kreuzspulen oder       Tricots    auf der     Haspelkufe,    mit klassischen     Küpen-          farbstoffen    nötige     Pigmentierung        fällt    bei den     erfin-          dungsgemässen    Farbstoffen weg;

   sie können ferner in  den rasch verlaufenden     Foulardierverfahren    in Form  von Lösungen verwendet werden und brauchen fein       disperse    Handelsform und auch keine spezielle Teig-    form, so     dass    die damit verbundenen Nachteile (In  stabilität des Teiges, Staub und Notwendigkeit eines  oder mehrerer Arbeitsgänge zur Herstellung von fein       dispersen    Pulvern) verschwinden.

   Schliesslich lassen  sie sich in der Regel sehr leicht, oft schon bei Raum  temperatur und gegebenenfalls mit     milden    Reduk  tionsmitteln     verküpen.    Sie weisen eine sehr gute Lös  lichkeit in der     Küpe    auf, und speziell auf regenerier  ter     Cellulose    werden kräftige und sehr egale Färbun  gen erhalten, die die gleiche Nuance wie die entspre  chenden Baumwollfärbungen aufweisen.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile,  die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperatu  ren sind in Celsiusgraden angegeben. Zwischen  einem Gewichts- und einem     Volumteil    besteht das  gleiche     Verhältnis    wie zwischen Gramm und Millili  ter.  



  <I>Beispiel</I>  4 Teile des     Dianthrimids    der Formel  
EMI0002.0032     
    werden in 180 Teilen     100o/oiger    Schwefelsäure bei  Raumtemperatur gelöst und während 5 Stunden bei  dieser Temperatur verrührt, wobei die ursprüngliche       olivebraune    Lösungsfarbe nach blau umschlägt.

    Dann wird vorsichtig auf 540     Teile    Eis ausgeladen,  die braune Suspension auf 65-70  erhitzt und 1 Teil       Natriumbichromat    zugegeben, wobei die     Suspension          orangebraun        wird.    Nach 1     Stunde    wird nochmals  1 Teil     Natriumbichromat    zugegeben und eine weitere  Stunde bei 65-70  gerührt, worauf der Vorgang wie  derholt wird, bis total 4 Teile     Natriumbichromat    zu  gegeben wurden. Nach der letzten Portion wird 3  Stunden bei 65-70  gehalten.

   Nach dem Erkalten  wird das Reaktionsgemisch filtriert, der orange  Rückstand in 500 Teilen Wasser suspendiert und mit  einer     Natriumhydroxydlösung    neutralisiert. Die neu-         trale    Suspension wird wieder filtriert und mit einer  wässerigen     5o/oigen        Natriumchloridlösung    gewaschen.  Der Rückstand wird in 300 Teilen Wasser suspen  diert und mit einer     Natriumhydroxydlösung    auf     pH    9  gestellt. Dann wird auf 90  erhitzt und 5     Volumteile          Javellauge    zugegeben und so lange bei 90  gerührt,  bis die Reaktion auf     Kaliumjodid-Stärkepapier    nega  tiv ausfällt.

   Dann werden weitere 5     Volumteile        Javel-          lauge        zugegeben        und    diese Prozedur so lange wieder  holt, bis die Reaktion auf     Kaliumjodid-Stärkepapier          während    2 Stunden positiv bleibt.  



  Totalverbrauch: ca. 50     Volumteile        Javellauge.     Nach dem Abkühlen wird filtriert, der abgetrennte  Farbstoff mit     5o/oiger        Natriumehloridlösung    bis zur  Neutralität gewaschen und getrocknet.  



  Der neue     Küpenfarbstoff    entsprich als freie Säure  der Formel  
EMI0002.0064     
    Gemäss Färbevorschrift, aber bei einer Färbe  temperatur von 60-80      verwendet,        erhält    man mit    diesem Farbstoff kräftige, klare goldorange Färbun  gen von ausgezeichneten     Echtheiten.         Der gleiche Farbstoff kann auch wie folgt erhal  ten werden: 4 Teile des     Ausgangsanthrimids    werden  in 180 Teilen     96o/oiger    Schwefelsäure gelöst und  während 22 Stunden bei Raumtemperatur gerührt,  wobei die     ursprünglich        olivebraune    Lösungsfarbe  nach blau umschlägt.

   Unter Kühlung werden dann 55       Teile        Oleum        von        66        %        S03        Gehalt        so        zugetropft,     dass die Temperatur nicht über 25  steigt, worauf  noch 6 Stunden bei Raumtemperatur gerührt wird.  Die Aufarbeitung erfolgt, wie in Abschnitt 1 des vor  liegenden Beispiels beschrieben.  



  Das     Ausgangsdianthrimid    kann wie folgt erhalten  werden: 8,4 Teile der Verbindung der Formel  
EMI0003.0015     
    und 8,8 Teile der Verbindung der Formel  
EMI0003.0016     
    werden in 250 Teilen Nitrobenzol unter Zusatz von  8,4 Teilen     calc.        Natriumcarbonat    und 0,5 Teilen       Kupfer-I-chlorid    während 6 Stunden unter     Rückfluss     bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches gehal  ten. Nach Abkühlung auf 100  wird     filtriert    und der  Filterkuchen mit Nitrobenzol, mit Benzol und mit  Alkohol gewaschen.

   Der rotbraune Rückstand wird  dann während 5 Minuten in 1000 Teilen siedendem  Wasser gehalten, durch Filtration abgetrennt, mit  heissem Wasser gut gewaschen und getrocknet.  



  Verwendet man im vorhergehenden Abschnitt  anstatt des angegebenen     1-Chlor-5-acylaminoanthra-          chinons    die Verbindung der Formel  
EMI0003.0024     
    so erhält man ein     Anthrimid,    aus welchem man durch       Sulfierung    und     Carbazolringschluss    gemäss der im 1.  Abschnitt des Beispiels angegebenen Methode einen  Farbstoff gewinnt, welcher ebenfalls orange     Küpen-          färbungen    ergibt.  



  <I>Färbevorschrift</I>  0,2 Teile Farbstoff werden in 50 Teilen Wasser  gelöst. Die erhaltene gelbe Lösung wird in eine 50        warme        Lösung        von    2     Raumteilen        30%iger        Natrium-          hydroxydlösung    eingegossen; es wird sofort mit 10  Teilen Baumwolle eingegangen und während 45  Minuten bei 50  unter Zusatz von 12 Teilen     Natri-          umchlorid    gefärbt. Nach dem Färben wird oxydiert,  ausgewaschen,     abgesäuert,    gut gespült und kochend  geseift.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen, enthaltend mindestens eine Sulfonsäuregruppe und mindestens eine Acylaminogruppe, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein von Sulfonsäuregruppen freies Dianthrimid der Formel EMI0003.0045 worin mindestens ein X eine Carbonsäureamidgruppe, welche durch ihr Stickstoffatom an ein Chromphor gebunden ist, die anderen X Wasserstoffatome oder Substituenten und die Symbole Y Halogen- oder Wasserstoffatome bedeuten,
    unter gleichzeitiger oder nachträglicher Sulfierung in das, entsprechende Carb- azol überführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Dianthrimide der erwähn ten Art verwendet, die bicyclische Aroylaminogrup- pen aufweisen. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 4,5'-, 5,8'- oder 5,5'-Di- (aroylamino)-1,1'-dianthrimide unter gleichzeitiger Carbazolierung sulfiert.
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